Nie wieder keine Ahnung (Tim Schreder und Jennifer Sieglar)

Ein wunderbarer Überblick über Politik, Wirtschaft und Weltgeschehen in verständlichem Sprachstil

Das Journalisten-Ehepaar Schreder-Sieglar hat bereits ein Buch über das tägliche Weltgeschehen gemeinsam geschrieben.

Beschreibung des Buches:
„Nie wieder keine Ahnung“ ist 2021 im PIPER-Verlag als Taschenbuch mit 344 Seiten erschienen. Auf dem in mintfarben gehaltenen Titelbild sind Jennifer Sieglar und Tim Schreder abgebildet. Ein gezeichneter Globus in Birnenform ziert eine Ecke des Covers. Mich hat dieses Titelbild gleich angesprochen.

Leider wurde der „SPIEGEL-Bestseller-Autoren“ genau auf den ersten Buchstaben des Wortes „Nie“ geklebt…

Kurze Zusammenfassung:
In 13 Kapiteln werden die aktuellsten politischen Themen, der Wirtschaft und des Weltgeschehens beleuchtet. Am Ende jeden Kapitels gibt es noch „News“ zum Thema. Besonders interessante Informationen sind mit einer Glühbirne am Rand des Textes markiert, wichtige Begrifflichkeiten in Fettschrift hervorgehoben, die dann im Text erklärt werden.

Mein Leseeindruck:
Man merkt beim Lesen schnell, dass Jennifer Sieglar und Tim Schreder es gewohnt sind, Begrifflichkeiten gut zu erklären, schließlich moderieren sie u.a. das Kindermagazin „Logo“.

Normalerweise suche ich mir in Sachbüchern Kapitel aus, die mir beim ersten Durchblättern besonders interessant erscheinen und lese dann oftmals querbeet nur das, was mich wirklich anspricht. In diesem Buch habe ich von der ersten bis zur letzten Seite alle Kapitel hintereinander gelesen, so interessant und gut lesbar ist dieses Buch geschrieben.

Da hier die Kapitel teilweise aufeinander aufbauen ist es hier natürlich von Vorteil von vorne bis zum Ende alles zu lesen. Der lockere Sprachstil kommt einem hier beim Lesen sehr entgegen. Man wird direkt angesprochen und mitgenommen.

Mit diesem Buch bekommt man einen sehr guten Überblick über die täglichen Themen in Nachrichten oder im Freundes-/Bekanntenkreis. Viele Sachverhalte nimmt man manchmal einfach hin, durchaus ab und an mit fehlendem Grundwissen – hier bekommt man einfache und verständliche Erklärungen, die zudem sehr einprägsam sind.

Besonders empfehlen würde ich dieses Buch für junge Menschen. Hier erfahren sie alles, was sie vielleicht in manch trockenem Schulunterricht nicht „mitgenommen“ oder verinnerlicht haben.

Fazit:
Ein wunderbares Buch für alle Menschen, die sich über gut recherchierte und sehr verständlich beschriebene Fakten der Wirtschaft, Politik und des Weltgeschehens Informationen erlesen möchten ohne über dubiose Internetrechercheergebnisse stolpern zu müssen.

Gerade in der heutigen Zeit wäre ein bisschen mehr fundiertes Wissen über diese Themen für alle Menschen wünschenswert.

Bewertung: ***** von *****

Was bisher geschah: Eine kleine Weltgeschichte (Loel Zwecker)

Geschichte nahe gebracht

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Das Buch „Was bisher geschah“ von Leol Zwecker ist ein Taschenbuch, das 384 Seiten umfasst. Die Aufmachung des Buches spricht mich durch bunte Karikaturen, Fotos und Zeichnungen der verschiedensten geschichtlichen Personen und wissenschaftlichen Errungenschaften sehr an. Beim Lesen knickt der Einband leider ziemlich schnell durch. Zum Nachschlagen daher nicht sehr geeignet.
Die „kleine Weltgeschichte“ ist unterteilt in fünfzehn Kapitel. Die einzelnen Kapitel werden lesbarer durch einzelne Unterkapitel mit Überschriften, die meist humorvollen Charakter haben. Auf den letzten Seiten gibt es ein Namensregister der beschriebenen geschichtlichen Personen.
Auf ca. 370 Seiten führt der Autor den Leser in groben Zügen, aber dennoch an manchen Stellen ziemlich detailliert durch die Weltgeschichte. Er kommt dabei ganz ohne lästige Fußnoten aus, was das Ganze sehr lesbar macht.

Manche Seiten sind mit Zusatzmaterial in Form von Fotos und Zeichnungen bestückt. Hier hätten ein paar mehr Bebilderungen dem Buch sicherlich gut getan. Die Kapitelunterteilungen und die darin enthaltenen Unterkapitel machen das Lesen in einzelnen Etappen leichter, denn allein das Thema „Geschichte“ ist doch manchmal etwas trocken, so dass man hier immer wieder bei einem abgeschlossenen Thema gut pausieren kann.
Durch die humorvolle Sprache lässt sich das Buch wunderbar lesen, wenn es auch sehr viel Inhalt bietet, mit dem man sich eigentlich länger auseinandersetzen sollte. Allerdings kann das Ganze als Auffrischung des eigenen Geschichtsunterrichtes beitragen. Vieles wird einem nicht so Geschichtsinteressierten neu sein, beziehungsweise eine andere Sicht auf das Geschehen geben.

Der Autor versteht es immer wieder Bezug auf die aktuelle Geschichte zu nehmen bzw. seine eigene Wahrnehmung einzubringen. Er nimmt den Leser förmlich mit auf die Reise von den Anfängen bis heute.
Besonders fasziniert hat mich, dass der Autor eine wirklich große Menge an Material, Daten und Fakten zusammengetragen hat, die er in leicht verständlicher Form sehr gut lesbar dem Leser nahe bringt. Dieses Buch muss eine längere Entstehungsgeschichte haben und nicht einfach nur so dahin geschrieben worden sein. Historisch scheint es sehr korrekt zu sein. Die Sprache ist nicht wissenschaftlich und durch die persönliche Art der Schreibweise sehr ansprechend.

Mein Fazit: Ein überaus lesenswertes Buch, das vielleicht auch den Geschichtsmuffel anspricht, weil die Sprache des Buches nicht so abgehoben ist und es keine lästigen Fußnoten gibt, es aber durchaus einen Überblick der Menschheitsgeschichte gibt. Natürlich erhebt dieses Buch wohl keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zum Nachschlagen wahrscheinlich daher eher ungeeignet.

Bewertung: ****