Stille Nacht – Eintracht Frankfurt Krimi (Dana Müller-Braun, Ulrich Müller-Braun)

Dritter Band der Eintracht Frankfurt Krimis

Ich habe bereits die ersten beiden Bände, die mir sehr gut gefallen haben, gelesen.

Beschreibung des Buches:
„Stille Nacht“ von Ulrich und Dana Müller-Braun (Autorenduo – Vater-Tochter) ist 2021 als Taschenbuch mit 333 Seiten im Societäts-Verlag erschienen.

Auf dem Titelbild sieht man ein Bild eines in Blut getränkten Eintracht Frankfurt Adlers, der Hintergrund ist in weiß gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Einen Tag vor Heilig Abend feiert ein kleiner Kreis inoffiziell eine Weihnachtsfeier in der Geschäftsställe von Eintracht Frankfurt im Stadion, während sich eine Gruppe um Sportjournalist Severin in der Nähe der West-Tribüne trifft, um den Todestag des Freundes Mic zu gedenken. Dieser hatte sich hier 2 Jahre zuvor hier in den Tod gestürzt. Plötzlich rauschen mehrere Vans heran, stürmen die Eintracht Zentrale, nehmen zahlreiche Geiseln und verschwinden mit ihnen in ihren Fahrzeugen.

Eine waghalsige Verfolgung nimmt ihren Lauf…

Mein Leseeindruck:
Dieser Krimi wird auch, wie seine zwei Vorgänger, aus zwei Perspektiven erzählt (Lydia und Severin). Severin ist Sportjournalist, Lydia Pressesprecherin der Eintracht.

Im Grunde genommen spielt der Krimi nur innerhalb weniger Stunden (23.12.2021 – 24.12.2021), dabei ist er mitreisend, spannend und ziemlich abwechslungsreich in seinen Szenerien. Wer Frankfurt kennt, der kommt hier voll auf seine/ihre Kosten.

Während seine Vorgänger auf das Miträtseln setzten, kommt man hier im Sog der Ereignisse kaum zum Atmen, so schnell wechseln hier die Örtlichkeiten und die Zusammensetzung des Personenkreises.

Das Zusammenspiel der wechselnden Sichten scheint mir hier besser gelungen als bei den ersten Bänden. Was mir bei diesen Eintracht Krimis sehr gut gefällt ist der Lokalkolorit.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi, der spannend in Szene gesetzt ist und nie langweilig wird. Man kann ihn besonders gut in der Weihnachtszeit oder vielleicht „zwischen den Jahren“ lesen. Ein super Geschenk für Eintracht Frankfurt Fans, die sicherlich auch schon die ersten beiden Bände gelesen haben.

Bewertung: ***** von *****

Winterzauber im Central Park (Mandy Baggot)

Weihnachtszeit in New York – eine Liebesgeschichte

Mein größter Traum ist eine Reise in der Weihnachtszeit nach New York, um dann auf der Eisbahn am Rockefeller Center Eis zu laufen. Aus diesem Grund musste ich bei diesem Buch einfach zugreifen…

Beschreibung des Buches:
„Winterzauber im Central Park“ ist 2019 im Goldmann Verlag als Taschenbuch mit 475 Seiten erschienen. Das Cover ist wunderschön (kitschig) gestaltet. Man sieht ein Liebespaar am zugefrorenen See im Central Park in einer Winterlandschaft, Schrift und Schneeflocken auf Buchtitel und Rücken glitzern und sind während des Lesens fühlbar/strukturiert.

Kurze Zusammenfassung:
Lara lebt im kleinen Dorf Appleshaw in England. Nachdem ihr Freund Dan eine Beziehungspause eingelegt hat, reist Lara spontan mit ihrer Freundin Susie nach New York/Manhatten. Dort trifft sie auf den beliebten Schauspieler Seth Hunt. Beginnt hier eine Romanze?

Mein Leseeindruck:
Ich lese eher selten Liebesromane, aber wenn es um New York geht, mache ich eine Ausnahme. Die weihnachtliche Atmosphäre dieser Stadt hat die Autorin schön wiedergegeben, ich fühlte mich sofort in die Stadt hineinversetzt und konnte mir alle Szenen ganz wunderbar vorstellen.

Der Schreibstil gefällt mir gut, ich habe das Buch an wenigen Abenden eingekuschelt ins warme Bett gerne gelesen.

Die Geschichte ist eher seicht und nicht in allen Teilen realistisch. Ein wenig Glämmer, Kitsch, Arm und Reich und eine verklärte Lebensgeschichte – das alles ist in diesen Roman hineingewoben.

Fazit:
Für Weihnachten eine nette Geschichte, die sich aber nicht von anderen Weihnachtsgeschichten abhebt.

Bewertung: *** von *****

Das Wintertagebuch (Nigel Slater)

Das „Tag für Tag“-Buch im Winter (Von November bis Februar)

Von Nigel Slater (Foodjournalist) gibt es wieder ein neues Buch. Kein reines Kochbuch, sondern ein Buch  das mit Geschichten und Kochrezepten durch die dunkle Zeit des Jahres führt.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Wintertagebuch“ ist im DUMONT-Verlag 2018 als Hardcover erschienen. Der Bucheinband ist aus schwarzem Leinen und einer kupferfarbenen Prägung von Baumstämmen und Titel gestaltet. Es hat 480 Seiten, als Lesezeichen dient ein graues Stofflesebändchen

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Koch- und Geschichtenbuch findet man vom ersten November bis zweiten Februar jeden Tag Geschichten, Rezepte, aber auch Geschenke- und Weihnachts-Deko-Ideen, alles aufgelockert mit Fotografien der Speisen und weihnachtlichen Bildern.

Am Ende des Buches gibt es ein Rezepteregister (ca. 180 Rezepte) und ein Register über „Besinnlichkeit“ und „Brauchtum“.

Mein Leseeindruck:
In der dunklen Jahreszeit nehme ich mir immer wieder vor, z.B. in Adventskalender-Büchern jeden Tag eine kleine weihnachtliche Geschichte zu lesen. Leider klappt das im Alltag selten, der Wille ist am 1. Dezember noch da, vielleicht noch bis zum Nikolaus-Tag, dann hat mich der weihnachtliche Stress gepackt…

Mit diesem Buch wird es mir sicherlich nicht anders ergehen, zumal man hier ab dem 1. November bis Anfang Februar für jeden Tag, Anekdoten, Geschichten, Kochrezepte, Deko-Ideen, Besinnliches und alles über Brauchtümer an den einzelnen Tagen findet.

Trotzdem lohnt es sich, dieses Buch an einem gemütlichen Leseplatz liegen zu haben. Man muss es ja nicht von vorne bis hinten „lesen“. Ein Blick, ein Blättern – und schon ist man auf einer interessanten Seite hängen geblieben und findet z.B. eine Beschreibung der verschiedenen Weihnachtsbaumarten. Oder aber, man fragt sich, warum soll ich im Winter Rhabarber verarbeiten, wenn man auf ein leckeres Gericht mit Rhabarber stößt. (Oh, da fällt mir ein, ich habe noch eingefrorenen Rhabarber vorrätig…)

Dieses Buch lebt vom Erkunden, vom Staunen (gerade habe ich „Cumberland-Würstchen, Datteln und Pancetta“ entdeckt!). Allein vom Ansehen der Fotos „läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen“. Die Fotos sehen sehr natürlich aus, da sie nicht auf Hochglanzpapier gedruckt sind, somit wirkt das ganze Buch wie ein alter Klassiker.

Schon wenn man das Buch nur in der Hand hält, lässt einen das Gefühl nicht los, als habe man Omas Kochbuch in der Hand.

Die Rezepte setzen meist nur eine kleine Menge von verschiedenen Zutaten voraus. Leider geht die Zubereitung etwas im Fließtext unter.

Als besonderen Mehrwert an diesem Buch finde ich die Beschreibungen von Brauchtümern, denn manches ist in den letzten Jahren doch verloren gegangen.

Fazit:
Ein Buch für Menschen, die Geschichten und das Kochen lieben – und sich jeden Tag ein Stück Gemütlichkeit an tristen Herbst/Winter-Tagen ins Heim herein holen wollen.

Bewertung: **** von *****

Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung (Petra Hartlieb)

Die wundervolle Buchhandlung im „Weihnachtsstress“

Nachdem mir heute ein lieber Mensch ein Päckchen mit wärmenden Socken, Tee, Kerzen und leckeren Keksen zugeschickt hat, dachte ich mir, ich muss nun ein wenig mit dem Lesen „Gas geben“, um schon jetzt weihnachtliche Bücher vorstellen zu können: Gedacht, getan  – und innerhalb von zwei Lesetagen dieses Buch verschlungen…

Beschreibung des Buches:
„Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung“ ist 2018 im DuMont-Verlag als Hardcover mit 160 Seiten erschienen. Das Cover ist mit einer farbenfrohen Zeichnung der Buchhandlung gestaltet: Es weihnachtet! Am Ende des Buches findet man einige schnelle Rezepte von Gerichten, die im Buch erwähnt werden.

Kurze Zusammenfassung:
Petra Hartlieb, Buchhändlerin in Wien und Autorin, hat in diesem schönen Büchlein, die Weihnachtszeit in ihrer Buchhandlung beschrieben.

Mein Leseeindruck:
Gerade in der Vorweihnachtszeit lese ich gerne Bücher, die von Weihnachten oder der besinnlichen Zeit davor handeln. Wenn es sich dann noch um das Leben in einer Buchhandlung geht, dann muss ich ein solches Buch einfach lesen!

Die Autorin Petra Hartlieb hat vor Jahren (2004) mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernommen. Hals über Kopf hat sie sich in das Abenteuer Buchhandlung gestürzt, ist von Norddeutschland nach Wien gezogen – und ist nach wie vor begeistert von ihrem neuen Leben, auch wenn nicht jeder Tag ein Glückstag ist.

Schon in ihrem ersten Buch über ihre Buchhandlung konnte man versinken in das Leben mit Büchern. Auch in diesem Buch beschreibt Petra Hartlieb schonungslos die guten wie auch die schlechteren Seiten vom Führen einer eigenen Buchhandlung: Es sind die Menschen und die Gespräche, die das Besondere an dem Metier Bücher sind.

Man kann beim Lesen eintauchen in die Winter/Weihnachtszeit in Wien, dem hektischen Treiben gerade in einer Buchhandlung, den glänzenden Gesichtern der Beschenkten, dem wunderbaren Gefühl von Bücherstapeln und weihnachtlich dekorierten Schaufenstern….

Die Anekdoten sind in keiner zeitlichen Reihenfolge, einige kannte ich bereits aus ihrem Erstlingswerk über die Buchhandlung, trotzdem ist dies ein kleines Wohlfühlbuch, denn trotz vieler Strapazen, gerade in der Vorweihnachtszeit, scheint das Leben mit einer Buchhandlung für manche Menschen eine Berufung, „das Leben“, zu sein.

Fazit:
Ein gelungener Start in die weihnachtliche Lesezeit! Ein Wohlfühlbuch für absolute „Büchereulen“, hier kann man eintauchen in die Bücherwelt!

Bewertung: **** von *****

Bevor die Stadt erwacht (Kerstin Hohlfeld)

Wunderschöner Weihnachtsroman

Warum nicht an kalten Ostertagen einen Weihnachtsroman lesen…mich hat das Titelbild magisch angezogen…

Beschreibung des Buches:
„Bevor die Stadt erwacht“ von Kerstin Hohlfeld ist 2017 im Ullstein Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 256 Seiten, ich habe das Buch als E-Book gelesen. Das Titelbild zeigt eine Winterlandschaft (in Berlin), eine Frau mit einem Kind läuft im Schnee, Schneeflocken rieseln. Eine schöne Umsetzung des Inhalts dieses Romans.

Kurze Zusammenfassung:
Amelie Rothermund lebt mit ihrem Sohn Elias in Berlin. Die alleinerziehende Mutter arbeitet fast Tag und Nacht, um ihrem Sohn eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Elias hat nur einen Wunsch: Seine Mutter soll mehr Zeit haben! Diesen Wunsch schreibt er dem Weihnachtsmann. Der Brief landet durch unglückliche Umstände beim schrulligen Komponisten Ephraim Sasse.

Mein Leseeindruck:
Diese Geschichte erinnert ein wenig an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, doch ist sie an die moderne Zeit angepasst.

Der Roman ist so wunderschön geschrieben, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Die Atmosphäre, die Beschreibungen der weihnachtlichen Dekorationen (Konditorei in der Amelie arbeitet), die Düfte – alles dringt beim Lesen in einen ein.

Die Charaktere hat Kerstin Hohlfeld sehr schön beschrieben. Da gibt es die berlinernde Hauswirtschafterin, die vertretungsweise bei Ephraim Sasse arbeitet und durch ihre forsche Art den Komponisten immer aufs Neue herausfordert. Die Kollegin, die Amelies Leseschwäche deckt, die Kochgemeinschaft (regelmäßiges Treffen zwischen Flüchtlingen und Gemeindemitgliedern) und natürlich Amelie und Elias. Jeder Protagonist hat seine ganz besondere Persönlichkeit, die toll herausgearbeitet ist.

Die Geschichte ist einfach bezaubernd ohne dass sie kitschig wirkt, dafür passieren einfach zu viele positive – und – negative Dinge. Sie zeigt aber auch, dass einzelne, besondere Wünsche in Erfüllung gehen können, wenn man fest daran glaubt und offen zu anderen Menschen und deren Lebensgewohnheiten ist. Manchmal muss man einfach aus seinem Schneckenhaus herauskommen!

Fazit:
Das Buch eignet sich wunderbar für kalte Wintertage – auch wenn schon Ostern sein sollte, einen solchen Roman kann man immer lesen!

Bewertung: ***** von *****

Weihnachten im Café am Meer (Phillipa Ashley)

Cornwall im Winter

„Ein Weihnachtsbuch für die warmen und gemütlichen Stunden auf der Couch“, dachte ich mir….

Beschreibung des Buches:
 „Weihnachten im Café am Meer“ von Phillipa Ashley ist im Dumont-Verlag 2017 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 383 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man Weihnachtsplätzchen.

Kurze Zusammenfassung:
Der 2. Teil aus der Reihe um das „Café am Meer“:

Es ist Herbst-/Winterzeit und die Eröffnung von Demis Café steht bevor. Inmitten einer Ferienanlage in Cornwall mit verschiedenen Cottages, die von Cal, Demis Chef und Freund verwaltet werden, ist das kleine Café entstanden. Die Feriengäste trudeln mit Festtagsstimmung ein, unter ihnen ist Kit, ein Autor, der den Rest des Jahres hier verbringen möchte. Er scheint ein Geheimnis zu verbergen…

Am Ende des Romans findet man noch 4 weihnachtliche Familien-Rezepte.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich hatte ich mich auf einen atmosphärischen Weihnachtsroman gefreut, doch leider musste ich schnell feststellen, dass sich 2/3 dieses Buches um die Beziehung von Demi und Cal bzw. um den Feriengast Kit drehen.

Der Roman ist aus zwei Sichten geschrieben: Nicht immer abwechselnd aus der Sicht von Cal bzw. aus Sicht von Demi. Manchmal musste ich erst einige Sätze lesen, um zu verstehen wer hier gerade Protagonist ist.

Auch wenn mir die Landschaftsbeschreibungen von Cornwall mit dem rauen Klima und das Urlaubsleben im Resort gut gefallen haben, so war ich leicht irritiert, in welche Richtung sich dieser Roman entwickelte. Auf einen Liebesroman mit Familiengeheimnis war ich nicht eingestellt.

Zusätzlich hat es mich dann doch gestört, dass ich den ersten Band dieser Reihe um das „Café am Meer“ noch nicht gelesen habe. Es ist zwar nicht dringend erforderlich, aber mir hätte die Geschichte um die Entstehung des Cafés sicherlich gefallen.

In diesen Roman ist viel hineingepackt worden. So geht es z.B. auch um die Idee und Entstehung eines Buches (was mir natürlich besonders gefällt), mehrere Familiengeheimnisse kommen im Laufe des Romans zutage und ein ungewöhnliches Weihnachtsfest wird tatsächlich noch am Ende des Buches gefeiert (da war ich mir auf den ersten 250 Seiten gar nicht mehr so sicher, dass das passieren könnte), nachdem ein winterlicher Sturm alles an der Atlantikküste durcheinander gewirbelt hat.

Fazit:
Wer sich für Cornwall und „das Café am Meer“ interessiert, der sollte alle schon erschienenen Teile lesen, die bieten sicherlich einen schönen Lesegenuss. Als alleinstehender Weihnachtsroman ist dieses Buch für mich allerdings nicht ganz geeignet.

Bewertung: ***

Apollonia – Saat des Bösen (Verena Rot)

Weihnachten mit „Hindernissen“

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Apollonia – Saat des Bösen“ ist im November 2014 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 181 Seiten. Es ist der zweite Band einer vierteiligen Cosy-Krimi-Reihe. Ich habe bereits den ersten Band „Apollonia – Schatten der Vergangenheit“ gelesen.

Das Titelbild zeigt ein metallenes Eingangstor an einer Backsteinmauer in winterlichem Weiß. Der Schnee hat sich über die Bäume, die Mauer und den Eingang gelegt. Das Cover ist prima gewählt, wie beim ersten Teil der Reihe, so hat auch dieses Titelbild etwas Geheimnisvolles.

Kurze Zusammenfassung:
Apollonia Seidel ist Hotelmanagerin. Sie ist eigentlich auf der Reise nach Mykonos, um im Kreise ihrer Familie Weihnachten zu feiern. Leider macht ihr das Wetter einen Strich durch ihre Reisepläne, alle Flüge gestrichen. Sie strandet bei Marc (bei München), den sie schon im ersten Band kennen gelernt hat. Leider scheint sie nicht so willkommen in seiner Familie zu sein. Sie verbringt ihre Zeit deshalb lieber mit Hedwig Krenztal und stößt dort auf ein Familiengeheimnis.

Mein Leseeindruck:
Wie auch beim ersten Teil hat mich das Titelbild sehr angesprochen. Die Geschichte um Polly (Apollonia) ist sehr ausgefeilt geschrieben. Besonders reizvoll finde ich, dass die Geschichte, in der Winterzeit spielt, das macht das Ganze noch geheimnisvoller, wenn Schnee und Weihnachten im Spiel sind.

Wie beim ersten Teil handelt es sich hier um einen Cosy-(Kuschel-)Krimi, es geht hier mehr um die Stimmungen, die kleinen Geschichten rund um einen „Fall“, als um Brutalität und Action. Die Beziehung um Marc und Polly kommt ein wenig ins Rollen und es gibt einen weiteren Verehrer.

In diesem Roman ist alles vorhanden: Spannung, Liebe und ein Familiengeheimnis. Mich hat das Buch gut unterhalten, ich habe es an einem Stück auf einer Fahrt in den Urlaub gelesen.

Fazit:
Dieser Roman ist ein „Wohlfühlkrimi“, spannend, kurzweilig und atmosphärisch. Schade, dass man ihn so schnell „ausgelesen“ hat.

Bewertung: ****

Winterfunkeln (Mary Kay Andrews)

Winterweihnachtsbuch für gemütliche Stunden

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In der Vorweihnachtszeit lese ich gerne Bücher, die Winter und Weihnachten zum Thema haben. Das Titelbild dieses Buches hatte mich angezogen…

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Winterfunkeln“ von Mary Kay Andrews ist im Fischer Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 283 Seiten. Das Titelbild ist weihnachtlich. Ein Fenster mit Blick auf winterliche Bäume, weihnachtlicher Fensterschmuck und Geschenke mit Geschenkpapierrollen schmücken die Titelseite. Das alles passt gut zum Inhalt des Buches mit dem Thema „Weihnachten“. Das zweite Thema in diesem Roman, die Hochzeit, wird hier nicht bildlich dargestellt.

Die Autorin Mary Kay Andrews hat bereits ein Jahr zuvor eine Winterweihnachtsgeschichte veröffentlicht und sie hat schon mehrere „Sommer“ Romane geschrieben.

Kurze Zusammenfassung:
Eloise will an Weihnachten ihren Daniel heiraten, Bebe ist mit Harry zusammen, mit dem sie ein Kind um Weihnachten herum erwartet. Beide leben in der Kleinstadt Savannah. Die Hochzeitsvorbereitungen sind in vollem Gange, da reist Eloise nach New York um Daniel zu besuchen, der dort für kurze Zeit als Koch in einem Restaurant arbeitet. Die Tage in New York werden turbulent. Zur selben Zeit kümmert sich Bebe um Eloises Hund und überwacht den Umbau ihres und Harrys neuen Heimes. Wird alles bis zur Hochzeit und der Geburt des Kindes fertig sein?

Mein Leseeindruck:
Die Hauptfiguren Eloise und Bebe sind Freundinnen, von ihnen handelt bereits ein Weihnachtsroman der Autorin, trotzdem kann man sich gut in die Geschichte hineinlesen, auch wenn man den Vorgängerroman nicht gelesen hat. Hochzeit und Geburtstermin an Weihnachten, das ist schon etwas Besonderes und verleiht der Geschichte einen besonderen Charme. Die Hochzeitsvorbereitungen, die Unterstützung der Familie und der Freundin sind liebevoll beschrieben. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Form von Eloise und Bebe erzählt, so ist man als Leser ganz nah am Geschehen dran, erlebt die Ängste und Gefühle der Protagonistinnen hautnah mit. Gewürzt ist der Roman mit Humor, Spannung und Gefühlen. Auch wenn die Geschichte schnell Lösungen bietet, auch etwas seicht ist, so ist das für die Winterzeit ein Roman der unterhält und mit dem man sich eingekuschelt in eine Decke bei einer Tasse Tee für ein paar Stunden verzaubern lassen kann.

Der Nebenschauplatz New York: New York in der Adventszeit, das kann man sich so richtig vorstellen. Schon die Beschreibungen der Einkaufsstraßen, des Central Parks und der Stimmung im winterlichen New Yorkmachen Lust auf eine Reise in diese tolle Stadt.

Fazit:
Ein Buch für die Adventszeit, leichte Themen, Humor, Spannung und Gefühle, was will man mehr, wenn man ein Buch sucht, bei dem man für ein paar Stunden ausspannen kann?

Bewertung: ****