Mit Hanna nach Havanna (Theresia Graw)

Mit dem Cadillac auf Kuba unterwegs

Nach einer Kuba-Reise im Jahr 2017 ist mir dieses Buch in die Hände gefallen. Titel und Beschreibung klangen gut, Cover war einladend – also musste ich es lesen.

Beschreibung des Buches:
„Mit Hanna nach Havanna“ ist 2018 im blanvalet-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Roman hat 377 Seiten + ein paar Kubanische Rezepte. Auf dem Titelbild sind Flamingos und Orchideen als Muster abgebildet. Das Buch macht damit einen recht ansprechenden Eindruck.

Kurze Zusammenfassung:
Die Journalistin und Moderatorin Katrin, Mitte dreißig, verliert ihre geliebte Reisesendung und soll zukünftig ein Seniorenmagazin moderieren. Da trifft sie auf die reiselustige Seniorin Hanna, die auf Kuba ihre alte, erste große Liebe suchen will. Hanna engagiert Katrin als Fahrerin und Begleitung, Katrin würde gerne eine Reportage über Hannas große Liebe schreiben, sie hofft auf einen ausgeschriebenen Preis für Journalisten. Die Reise erweist sich als äußerst turbulent und als ständige „Jagd“ nach dem Gesuchten.

Mein Leseeindruck:
Wenn man schon mal auf Kuba war, dann taucht man mit diesem Roman in Gedanken ganz wunderbar wieder in seine eigene schöne Reise hinein, auch wenn man sicherlich nicht die ganzen Widrigkeiten selbst erlebt hat, die den zwei Reisenden über den Weg laufen.

Durch dieses Buch erhält man das richtige Reisefeeling, das einen überkommt, wenn man auf dieser Insel nicht nur Strandurlaub macht, sondern auch die Kultur und das Leben der Menschen vor Ort erleben und verstehen will.

Die Reise von Katrin und Hanna erweist sich auch als Reise zu sich selbst. Immer wieder stoßen die beiden auf Hürden, die sie letztendlich  mit all ihrer Kraft und auch der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen überwinden können. Da haben sie eine Reifenpanne mitten auf der Autobahn, ein anderes Mal fahren sie mutterseeelenallein über eine nicht befestigte Straße im Hinterland mit Überschwemmungen und tiefen Löchern.

Neben den wunderbar beschriebenen Eindrücken aus Havanna und Trinidad, die ich beim Lesen wirklich sehr gut vor meinen Augen hatte, birgt dieser Roman auch eine kleine Liebesgeschichte – nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Hanna und ihrer verlorenen ersten Liebe – sondern auch zwischen einem anderen, per Motorrad reisenden, Journalisten und Katrin. Alle drei haben das gleiche Ziel, Santiago de Cuba, her wird der Gesuchte vermutet. Eigentlich reisen die drei nicht zusammen, aber ein inneres Band führt sie doch tatsächlich immer wieder an die gleichen Stellen.

Das Ende der Geschichte kommt leider etwas plötzlich, hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Reisebeschreibungen oder Verwicklungen erwartet.

Fazit:
Ein wunderschöner Urlaubsroman, gerade für diejenigen, die Kuba als Urlaubsland erwägen oder bereits diese interessante Insel besucht haben.

Bewertung: **** von *****