Sei DU der Leuchtturm deines Lebens (Nina Ruge)

Das Leben selbst in die Hand nehmen

Die Autorin Nina Ruge war Lehrerin bevor sie als Journalistin und deutsche Fernsehmoderatorin ihre Berufung fand.

Beschreibung des Buches:
„Sei DU der Leuchtturm deines Lebens“ ist 2017 im Gütersloher Verlagshaus als Hardcover Buch mit 248 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist die Autorin selbst abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In 12 Kapiteln zeigt Nina Ruge den Weg zur Selbstbestimmung. Die Kapitel bauen aufeinander auf. Wer sich darauf einlassen kann, der findet hier Übungen zu Meditationen. Im Anhang findet man vertiefende und weiterführende Literatur.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich brauche ich keine Bücher, die mir den Weg zur Selbstbestimmung weisen, trotzdem interessiert es mich immer wieder, wie manche Menschen zu dem geworden sind, was sie sind. Nina Ruge fasziniert, weil sie den sicheren Beamtenjob als Lehrerin aufgab, um als freie Journalistin, Fernsehmacherin und Buchautorin ihr Leben mehr oder weniger selbstbestimmt lebt.

In ihrem Buch zeigt sie auf authentische Weise, wie man sein Leben zu mehr Selbstbestimmung ausrichten kann. Neben den zahlreichen eigenen Erfahrungen führt sie auch Beispiele aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis auf.

Begleitet werden diese Geschichten von Übungen. Interessante Thesen von bekannten Persönlichkeiten, u.a. aus der Literatur, habe ich mit ganz besonderer Aufmerksamkeit gelesen.

Gerade Menschen, die sich  in einer Sinnkrise befinden, kann dieses Buch ein guter Begleiter sein, sein Leben zu reflektieren und „hinter sich zu lassen, was keine Herausforderung darstellt“.

Ich habe in diesem Buch viele Anregungen bekommen, anderen Menschen durch kleine Hinweise auf „die Sprünge“ zu helfen. Manchmal fehlt es einfach an der nötigen Selbstreflexion, am „Zeit nehmen“ und am „auf die kleinen Dinge des Lebens schauen“, die gut laufen.

Ein paar „Sprüche“ haben mir besonders gut gefallen, die werde auch ich mir verinnerlichen:
„Der innere Frieden ist das wahre Ziel bewusster Lebensführung“ oder auch „ Je stärker man die Ansicht hat, mit seiner Zeit etwas angefangen zu haben, desto geringer fällt das Gefühl aus, keine Zeit zu haben“.

Fazit:
Wer den Eindruck hat, sein Leben nicht selbst der Hand zu haben, der findet in diesem Buch das notwendige Rüstzeug, um eine Veränderung herbei zu führen. Manchmal braucht es einfach einen „Anstupser“.

Bewertung: ****

 

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Gebrauchsanweisung fürs Lesen (Felicitas von Lovenberg)

Plädoyer für das Lesen

Aus der Reihe „Gebrauchsanweisung“ des Piper-Verlags habe ich bereits „für Leipzig“ als auch „für Berlin“ gelesen. Ich finde diese Reihe besonders reizvoll, da hier abgewichen vom Mainstream eigene Erfahrungen, Anekdoten oder Reisebeschreibungen erzählt werden incl. Tipps zur Vorbereitung einer Reise.

Auch beim Lesen begibt man sich auf eine Reise, auf eine Reise mit den Gedanken…

Die Autorin Felicitas von Lovenberg ist Journalistin und Verlegerin des Piper Verlags, sie ist bekannt geworden als Moderatorin der Literatursendung „lesenswert“.

Beschreibung des Buches:
„Gebrauchsanweisung fürs Lesen“ ist 2018 als gebundene Ausgabe im Piper-Verlag erschienen. Das Buch hat 128 Seiten. Ich habe die E-Book-Variante gelesen. Auf dem Titelbild sieht man eine gezeichnete Person, die auf dem Rücken liegend ein Buch liest, dabei streckt sie die Füße in die Luft und lehnt sie an eine Türkis gestreifte Wand: Eine Einladung zum Lesen!

Kurze Zusammenfassung:
Felicitas von Lovenberg beschreibt in ihrem Buch die Gründe, warum man lesen sollte, wie viel, wann und wie oft oder ob man einfach auch einmal mit dem Lesen eines Buch aufhören sollte. Sie gibt Buchtipps und bietet eine Liste weiterführender Literatur zum Thema „Lesen“.

Mein Leseeindruck:
Ich fand das Buch sehr interessant, hat es mir doch eine Menge Argumente für das Lesen geliefert. Frau von Lovenberg erzählt vom Eintauchen in Lesewelten, die man schon als ganz kleines Kind verspürt, wenn die Eltern vorlesen. Das geht weiter, wenn man sich als Kleinkind die schönen Bilderbücher anschaut und später selbst die tollen Geschichten lesen kann.

So manch einer holt sich stapelweise Bücher aus der Bücherei, um diese Bücher dann regelrecht zu verschlingen (habe ich auch als Kind und Jugendliche gemacht). Die Autorin zeigt auf, dass Menschen, die Lesen, ihren Wortschatz erweitern und oftmals empathischer sind als Nichtleser, da sie es gelernt haben, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Man merkt auf jeder Seite, dass Frau von Lovenberg für die Literatur und das geschriebene Wort brennt. Sie hat so viele Zitate alter Klassiker „parat“, dass man durchaus auch Lust bekommt die ganz alten Klassiker zu lesen.

Das Geschriebene Wort auf Papier bleibt besser im Gedächtnis, vielleicht auch deshalb, weil man sich an die vielleicht gemütliche Situation, in der man gelesen hat, zurückversetzen kann. Frau von Lovenberg hat auch recherchiert, wie wir in der heutigen Zeit am liebsten lesen. Hier kann man keine Verallgemeinerung treffen, denn jeder Leser hat ein anderes Leseverhalten. Es gibt sie aber tatsächlich auch heute noch -die Buchleser in der Bahn oder im Wartezimmer.

Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin aus zahlreichen Büchern zitiert. So manch ein Kinder- und Jugendbuch hat man auch selbst gelesen und erinnert sich gerne wieder an die schönen Geschichten. Manchen Klassiker der Gegenwartsliteratur kenne ich nur vom Titel her, hier hat mich dieses Buch neugierig gemacht.

Sehr hilfreich bei der Suche nach „älterer“ Literatur finde ich die Leseliste im Anhang des Buches. Und natürlich die Abdrucknachweise, hier findet man die Bücher aus denen die Zitate im Text stammen.

Fazit:
Wer das Lesen liebt, der wird diese Buch mögen. Wer andere zum Lesen bringen möchte, kann es zum Geschenk machen. Ein kurzweiliges, unterhaltendes Buch über die schönste Nebenbeschäftigung der Welt – DAS LESEN

Bewertung: **** von *****

Die Meinung der anderen (Tali Sharot)

Psychologie ist allgegenwärtig

Über die Medienwerbung habe ich von diesem Buch von Tali Sharot „Die Meinung der Anderen“ erfahren. Mit dem Aufmacher, dass darin die Beeinflussung der eigenen Entscheidung durch „die  Anderen“ untersucht und erklärt wird, wurde ich neugierig und fühlte mich dazu bewogen dieses Buch zu lesen.

Beschreibung des Buches:
„Die Meinung der anderen“ ist im Mai 2017 im Siedler Verlag erschienen. Bei dieser Erstauflage handelt es sich um ein Hardcover mit 304 Seiten. Der Schutzumschlag ist schlicht in Weiß gehalten und ist ergänzt mit der heutzutage üblichen Darstellung von Bewertungen mit eins bis fünf Sternen.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Werk von Tali Sharot wird in 8 Kapiteln die Beeinflussung der Meinung aufgezeigt. Ihre Quellen zu den Recherchen, die sie in den Kapiteln verarbeitet hat, sind in einem 23 seitigen Anhang aufgeführt. Zusätzlich ist auch ein Register im Anhang, so dass man so zu bestimmten Stichworten die passende Seite finden kann. Im Stichwortverzeichnis ist der „Denkapparat“ mit seinen verschieden Bereichen kurz bebildert und beschrieben.

Mein Leseeindruck:
Tali Sharot zeigt anhand verschiedenster Beispiele und Studien, wie die Menschen sich beeinflussen lassen. Dies vermittelt sie dem Leser mit Beispielen, die man zuerst gar nicht direkt mit dem Thema in Verbindung stehen sieht, die aber letztendlich eine weitere der vielen Seiten der Manipulation aufzeigen.

Mit der Lektüre wird auch klar, dass man beispielsweise meist mit seiner eigenen Meinung bei online Bewertungen nicht frei von fremder Beeinflussung sein kann, da allein beim Vorhandensein anderer Kritiken, diese doch dann oft gelesen werden und so schon die eigene Meinung wieder manipuliert wird.

Die psychologische Seite wird dem Leser genauso vor Augen geführt. Da heißt es dann, wenn man beim Beispiel der Onlinebewertung bleibt, dass beim Vorhandensein rein positiver Bewertungen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die eigene Bewertung ebenfalls gut ausfallen wird.

Ich war beim Lesen des Buches auf den ersten Seiten sehr neugierig, was da an Information bezüglich Manipulation herauszufinden sein wird. Doch dreht sich das Thema nicht wie erwartet hauptsächlich um Onlinebewertungen etc., sondern befasst sich mit dem weiten Feld der Psychologie, wie es möglich ist, Einfluss auf das Handeln des Menschen zu nehmen.

Trotz der anfänglich anderen  Erwartungshaltung entpuppte sich dieses Buch für mich als sehr interessantes Werk. Letztendlich findet man bei genauerem Betrachten der einzelnen Abschnitte und Kapitel immer einen Aspekt, der auch mich im entsprechenden Fall zur Vergabe einer bestimmten Anzahl Sternen „leiten“ würde.

Fazit:
Mir hat das Lesen dieses Buches Spaß bereitet, da es reich an interessanten Faktoren menschlicher Handlungen ist. Diese sind verständlich hinterleuchtet und das das unbekannte Dahinterstehende, wie Überzeugung, Emotionen, Anreize etc. in vielen verschiedenen Fallbeispielen die Manipulation aufzeigt. Da kann ich für dieses Buch, wahrscheinlich irgendwie beeinflusst, nur ein „sehr gut“ vergeben.

Bewertung: ***** von *****

Anmerkung:
Dieses Buch wurde von meinem Mann Matthias Busch gelesen und rezensiert.

Zucker is(s) nicht! (Andrea Ballschuh mit Fabienne Bill)

Die große Herausforderung ohne/(mit weniger) Zucker auszukommen

Schon bevor Andrea Ballschuh, Fernseh- und Radiomoderatorin mit viel Leidenschaft, in der MDR- Talkshow „Riverboat“ ihren Weg zu weniger Zucker und ihr Buch vorgestellt hat, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Auch ich neige dazu in Zuckerfallen zu tappen, gerade nach dem Mittagessen „brauche“ ich meine Portion Süße. Deshalb war ich neugierig auf diese Lektüre.

Beschreibung Buches:
„Zucker is(s) nicht!“ von Andrea Ballschuh und Fabienne Bill (Moderatorin, Mental- und Team Coach) 2018 im books4success.Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 208 Seiten. Auf dem Cover sind im oberen Drittel beide Autorinnen abgebildet, im mittleren Teil prangen in großer Schrift die Worte „Zucker is(s) nicht!“ mit einem Hinweis auf die Challenge und Rezepten, im unteren Drittel kann man schon drei leckere Süßspeisen sehen.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Buch handelt von der Herausforderung in 90 Tagen ohne Zucker auszukommen. Zunächst werden die wichtigsten Fakten über Zucker dargestellt. Dann geht es um die eigene Motivation und Vorbereitung der Challenge. Es folgt ein Kapitel mit „Begleitung“ der 90 Tage. Auf ca. 100 Seiten findet man 66 Rezepte für Frühstück, Aufstriche, Dressings- und Soßen, für „Zwischendurch“, für den Nachmittagskaffee/tee, für Nachtische und zum Schluss Rezepte für Getränke/Smoothies.

Mein Leseeindruck:
Während ich das Buch durchblättere, fällt mir schon der fröhliche Aufbau auf. Die leckeren Rezepte/Fotos stechen sofort ins Auge und ich verweile bei den Zutaten. „Ok, da muss ich offensichtlich einen ganz besonderen Einkauf starten, um mich neu mit etwas ausgefallenen Zutaten, die sich nicht in meinem Haushalt befinden, einzudecken. Auch das ist für mich schon eine Herausforderung!“, denke ich.

Blättere ich weiter, so gefällt mir, dass das Buch mit vielen verschiedenen Textfarben und Hintergründen sehr aufgelockert ist und zum Verweilen auf einzelnen Seiten einlädt. Ich muss ein Buch erst einmal Querlesen, bevor ich es dann von vorne bis hinten komplett durchlese.

Neben den sehr schönen Fotos (auch von den Autorinnen ;-)) fallen mir auch die motivierenden Sätze, die manchmal auch eine halbe Seite ausmachen, auf. So sieht Motivation aus: direkte Anrede (Du), von eigenen Erfahrungen erzählen, authentisch sein. Das gelingt den zwei Moderatorinnen hier sehr gut.

Um die 90 Tage zu überstehen finde ich in dieser Veröffentlichung 7 Seiten, in denen ich meine Erlebnisse in einer Art Tagebuch eintragen kann. Hilfreich sind mir hier Fragen, die dort auf jeder Seite gestellt werden („Worauf habe ich verzichtet?“, „Was war meine größte Herausforderung?“, „Was habe ich über mich gelernt?“ um nur die ersten hier zu nennen.)

Die Rezepte sind abwechslungsreich und schmackhaft. Ich habe gleich die Brownies ausprobiert, da ich dunkle Schokolade (hier in Form von Kakaopulver) und Nüsse sehr mag. Die Brownies sind ein Genuss, auch wenn mir die Zubereitung etwas lange dauerte und die Dattelmasse den Teig ziemlich verklebt. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen und kam auch bei unseren Freunden als Nachspeise gut an. Als nächstes werde ich mich an den Käsekuchen machen…

Rezepte für Mittagsmahlzeiten sind offensichtlich bewusst weggelassen worden, denn es geht ja um die „süßen“ Speisen. Allerdings bekommt man beim Lesen der Lektüre wirklich genug Hinweise, worauf es bei einer zuckerfreie Zubereitung von Mahlzeiten ankommt.

Auch nach den 90 Tagen wird man hier nicht alleine gelassen. Es folgen ein paar Tipps für das Leben nach dem Zucker. Hier finde ich den Hinweis auf eine facebook-Gruppe (die kannte ich allerdings schon vor dem Lesen der Lektüre und bin dieser bereits beigetreten). In dieser facebook-Gruppe kann man sich wunderbar über die eigenen Erfahrungen, Rezepte, Einkaufslisten u.v.m. austauschen. Andrea Ballschuh und Fabienne Bill stehen auch hier für weitere Fragen stets zur Verfügung.

Am Ende des Buches finde ich noch einen Überblick über Zuckerfallen, Beschreibungen von Zutatenlisten, Hinweise auf Produkte, die Zucker enthalten (wo überall versteckt Zucker enthalten ist!) und noch zahlreiche sehr schön aufgemachte Tipps und Hinweise (ich kann mir Dinge besser merken, wenn sie mit unterschiedlichen Schriftarten, durch Fotos und mit verschiedenen Stilen präsentiert werden, das ist hier der Fall!) auf das Leben nach der Challenge.

Fazit:
Was dieses Buch ausmacht? Es sind die eigenen Erfahrungen und die Motivation, die die beiden Moderatorinnen einbringen, ich werde als Leser mitgenommen, begleitet und motiviert, während ich gleichzeitig ganz viel über mich und mein Essverhalten „lerne“.

Auch wenn ich vorerst nicht vorhabe, diese 90-Tage Challenge zu absolvieren, so werde ich mich auf alle Fälle anstrengen meine Ernährung zuckerarmer zu gestalten.

Wer die 90-Tage Challenge machen will, der wird hier auf alle Fälle wunderbar begleitet und findet ausreichend Hinweise, Lesestoff, die facebook-Gruppe und Rezepte, um diese Zeit durchzustehen.

Bewertung: ***** von *****

Durch dick und dünn (Ronny Tekal)

Endlich eine Ausrede parat: Die Hormone sind schuld!

Der Klappentext dieses Buch hat mich neugierig gemacht: „Wie steuern Hormone unsere Fettbildung? Warum reagieren Männer und Frauen unterschiedlich auf Stress?“

Beschreibung Buches:
„Durch dick und dünn“ von Ronny Tekal ist 2017 im Dumont-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 224 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man schemenhaft in weißer Farbe Menschen in den verschiedensten Entwicklungsstufen: vom Kleinkind zum Seniorenalter. Der Hintergrund ist in blau/grau gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Der Autor, Ronny Tekal, Arzt und Kabarettist, gibt hier einen Einblick über die verschiedensten Hormone im menschlichen Körper. Die 18 Kapitel sind teilweise unterteilt in kurze und übersichtliche Passagen.

Mein Leseeindruck:
Schon beim Überblick über die Kapiteltitel erkennt man, dass der Autor mit reichlich Humor an die Sache herangegangen ist. So gibt es Kapitel wie:

„Unsere Hormone – Aufzucht und Hege“, „Sex und die ganz, ganz schmutzigen Hormone“, „Botenstoffe des Glücks“, „Beziehungskrach – die hormongesteuerte Partnerschaft, „Hormone und das Berufsleben – Botenstoffe auf Jobsuche“

Die einzelnen Kapitel bieten offensichtlich reichlich Gesprächsstoff. So wundert es nicht, dass dem Autor zu seinen Ausführungen auch immer wieder lustige Beispiele eingefallen sind, die einen an vielen Stellen zum Lachen bringen.

Alleine schon die Kapitelüberschriften lassen einen beim Lesen schmunzeln und führen dazu, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Es ist sehr kurzweilig geschrieben und kommt ohne die meist störenden Fußnoten aus, auch wenn der Autor oftmals Statistiken und Studien „zitiert“. Wer sich weiter für das Thema „Hormone“ interessiert, der findet auf der letzten Seite ein Literaturverzeichnis.

Viele Zusammenhänge waren mir bisher nicht so ganz bewusst bzw. ich habe mich einfach nicht so intensiv mit dem Thema befasst. Jetzt leuchtet mir einiges ein und ich werde einige Verhaltensweisen meinerseits als auch von anderen Menschen besser einordnen können.

Man muss das Buch nicht von vorne bis hinten lesen, vielleicht bleibt man schon beim Blättern auf der ein- oder anderen Seite hängen. Mir fiel es allerdings nicht schwer, dieses Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite intensiv zu lesen.

Fazit:
Ein kurzweiliges, humorvolles Buch über ein Thema, das uns alle betrifft.

Bewertung: ***** von *****

Out of the box (Mathias Morgenthaler)

Von Menschen, die ihre Berufung „leben“

Manchmal fragt man sich, ob man bei der Berufswahl die richtige Entscheidung getroffen hat – und glücklich ist mit seinem Leben. In diesem Buch erzählen Menschen von ihrem Glück, ihre Berufung leben zu können.

Beschreibung Buches:
„Out oft he box“ von Mathias Morgenthaler ist 2017 im Zytglogge Verlag als broschiertes Buch erschienen. Es hat 383 Seiten. Das Cover ist schlicht. Der Titel ist mit einer Skizze versehen auf einem blauen, mit Pinsel gemalten, Hintergrund auf den ansonsten komplett weißen Einband gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Nach einem Vorwort von Marcel Bernet und einer Einleitung folgen Teil 1, „Die Anpassungskarriere“ und Teil 2 mit 57 „Interviews“ mit Menschen zwischen 19 und 80 Jahren. Es folgt Teil 3 mit „Thesen aus 1000 Interviews“ und als Epilog ein Interview mit dem Autor selbst.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch kann man immer wieder zur Hand nehmen, um die „Beruf(ung)sgeschichten“ der zahlreichen interviewten Menschen zu lesen. Es sind spannende Geschichten, die man da zu lesen bekommt.

Wer hier einen typischen Ratgeber vermutet, dem sei gesagt, es ist vielmehr ein Mutmach-Buch. Man muss den eigenen Weg selbst finden und ihn auch selbst gehen. Dabei können einen die Interviews hilfreich begleiten.

Zuerst bin ich chronologisch vorgegangen und habe ein Interview nach dem anderen gelesen. Beim Blättern fand ich dann tatsächlich auch Geschichten, die meiner Geschichte sehr nahe kommen – und blieb dort beim Lesen hängen.

Die Interviews machen Mut, das eigene Berufsleben zu überdenken und die eigene Berufung zu durchleuchten. Die meisten Menschen leben nach dem Vernunftprinzip ohne auf ihr Bauchgefühl zu hören. Aber gerade diejenigen, die ihrem Bauchgefühl trauen, finden oftmals ihren Weg zur eigenen Berufung, wenn sie mit ganzer Leidenschaft an ihrem „Traum“ arbeiten.

Oft bleiben die eigenen Talente verborgen, weil man sich unterordnet und auf größtmögliche Sicherheit im Job setzt. Beim Lesen der Interviews macht man sich Gedanken über das eigene Leben. Die zahlreichen Beispiele von „erfolgreichen Berufungen“ zeigen, dass man das Leben selbst in die Hand nehmen muss, dann stellen sich oftmals Glück und Zufälle ein, mit denen man vorher nicht rechnen konnte.

Gerade die absolute Anpassung ist ein Hinderungsgrund, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und mit vollem Enthusiasmus an Projekte heranzugehen, hinter denen man steht. Die Interviewten haben in der Mehrheit ihre Komfortzone verlassen und haben ihren eigenen Stil in ihr Leben integriert. Das hat zwar manchmal die engsten Freunde und Bekannte irritiert, führte aber letztendlich zu mehr Authentizität, Anerkennung und zum eigenen Glück: Einfach einmal aus der eigenen Box steigen!

Diese Thesen aus dem Buch haben mir ganz besonders gefallen:
– „Wer neugierig bleibt, wird jünger alt“
– „Vernunft wird überschätzt“
– „Mit welchen Menschen wir uns umgeben, ist vielleicht wichtiger als all unsere Vorsätze“

Fazit:

Dieses Buch eignet sich wunderbar als Geschenk für Menschen, die auf der Suche nach ihrer Berufung sind. Sei es, dass sie am Anfang ihres Berufslebens stehen oder auf einem Weg sind, der hauptsächlich mit Vernunft gepflastert ist, der sie aber letztendlich nicht glücklich macht.

Bewertung: ***** von *****

Frankfurt mit Kind (Bernd Buchterkirch, Julia Söhngen)

DAS Geschenk für Eltern

Auf der Suche nach Ideen, was man mit Familien in Frankfurt am Main unternehmen kann, habe ich dieses Buch gefunden. Eigentlich hatte ich eine Art „Stadtführer“ erwartet, das Buch hat sich dann aber als „Lesebuch“ und sehr nützlicher Begleiter für in Frankfurt (und Umgebung) lebende Familien entpuppt.

Beschreibung des Buches:
„Frankfurt mit Kind“ ist 2017 schon in 2. Auflage im Societäts-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 176 Seiten. Die Autoren Julia Söhngen und Bernd Buchterkirch haben recherchiert und ihre eigenen Erfahrungen zusammengetragen. Auf dem Titelbild ist die Frankfurter Skyline als Foto mit einem bunt gestalteten fröhlichen Bild zu sehen.

Kurze Zusammenfassung:
In 8 Kapiteln („Schwangerschaft und Geburt“, „Schick und schön“, „Groß und stark“, „Sehen und entdecken“, „Und jetzt?“,  „Wieso? Weshalb? Warum?“, „Ab nach draußen“ und „Kindergeburtstag“) werden Adressen, Tipps, Rezepte und Familien-/Kinder vorgestellt.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist nicht nur ein nützliches „Nachschlagewerk“ und Ratgeber, es ist auch ein „Lesebuch“. Neben den zahlreichen Adressen und Kurzbeschreibungen von Örtlichkeiten findet man in den Kapiteln auch viele Steckbriefe von Frankfurter Kindern, die hier ihre Lieblingsspielzeug, -gericht, aber auch ihren Lieblingsplatz in Frankfurt preisgeben.

Zahlreiche praktische Tipps rund um das Thema Kind (von vorgeburtlichen Kursen bis hin zu Kindergeburtstagen mit 12jährigen) und Familie sind mit Geschichten,  Fotos und Bildern sowie Porträts einzelner Familien (mit eigenem Rezept) laden zum Schmökern ein.

Besonders gut an diesem Buch gefallen mir die Steckbriefe der Kinder und die Familienporträts von meist zugezogenen Familien. Hier erhält man Insider-Tipps und findet schöne familienfreundliche Rezepte aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt.

Fazit:
Wer eine „kleine Aufmerksamkeit“  für Frankfurter Neu-Eltern sucht, der findet mit diesem Buch ein passendes Geschenk.

Bewertung: ***** von *****