Endlich noch nicht angekommen (Désirée Nosbusch)

Fesselnde Biografie – Generation Baby-Boomer

Mit Désirée Nosbusch im Fernsehen bin ich aufgewachsen. Besonders beeindruckt hat sie mich in der Serie „bad banks“ als leicht ergraute Investmentbankerin Christelle Leblanc. Zudem gehören wir beide der gleichen Generation an.

Beschreibung des Buches:
„Endlich noch nicht angekommen“ von Désirée Nosbusch ist im ullstein Verlag 2022 als Hardcover mit 342 Seiten erschienen, ich habe das eBook gelesen.

Auf dem Cover ist Désirée Nosbusch abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Als Teenager machte sich Désirée Nosbusch bereits einen Namen als Radiomoderatorin. Es folgte eine Schauspielausbildung in New York und zahlreiche Einsätze als Moderatorin und als Schauspielerin in Filmen und Theatern. Mit ihren beiden Kindern lebte sie mehr als 27 Jahre in Los Angeles.

Mein Leseeindruck:
Es hat ein paar Seiten gedauert bis ich mit diesem Buch warm wurde. Irgendwie musste ich mich erst einmal in das Buch einlesen.

Nachdem mich das Buch in seinen Bann gezogen hatte, konnte ich es fast nicht mehr weglegen. Es sind die vielen Anekdoten und Gedanken an die Désirée Nosbusch die Leserschaft teilhaben lässt. Gerade weil sie in der gleichen Zeit aufgewachsen ist wie ich, kann ich mich an vieles, was sie aus ihrer Jugend zu erzählen hat, sehr gut erinnern.

So manches aus ihrem Leben und Arbeitsfeldern war mir bisher nicht bekannt. Ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen – eine Frau, die endlich da angekommen ist, wo sie eigentlich mit ihrer Schauspielausbildung hin wollte.

Dass Frau Nosbusch in so vielen Produktionen als Schauspielerin mitgewirkt hat, war mir so nicht bekannt. Ich habe sie hauptsächlich als mehrsprachig begabte Moderatorin wahrgenommen.

Besonders haben mich die Ausführungen zum Dreh der Filmserie „bad banks“ beeindruckt, bei dieser Serie war ich selbst als Komparsin an zwei Drehtagen dabei.

Fazit:
Eine fesselnde Biografie, die gerade für die sogenannten „Babyboomer“ sicherlich sehr interessant ist zu lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Bewertung:
***** von *****

GESUND kann jede*r! (Philipp Lahm)

Motivierend – guter Rundumblick über ein gesundes Leben

Ich muss zugeben, natürlich hat mich auch der Name des Autors neugierig gemacht. Wie hat dieser ehemalige Profifußballer seinen Weg zu einem aktiven Lebensstil gefunden?

Beschreibung des Buches:
„GESUND kann jede*r“ von Philipp Lahm ist 2022 im südwest-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 256 Seiten.

Auf dem Cover ist Philipp Lahm abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt. Die Kapitel umfassen die Themen „Gesundheit mal so grundsätzlich“, „Was ich als Fußballer über (meine) Gesundheit gelernt habe“, „Persönlichkeit entwickeln“, „In der Ruhe liegt die Kraft“, „Aktivität und Bewegung“, „Gesundheit beginnt oft in der Küche“, „Genussvolle und gesunde Rezepte“ und „Ausgewählte Übungen“. Es folgt ein Register. Dieses Sachbuch ist in Zusammenarbeit mit verschiedensten Experten in den Bereichen auf Gesundheit, Sport und Ernährung entstanden.

Mein Leseeindruck:
Mich hat die aufgelockerte Aufmachung dieses Buches sehr gefallen. Besonders Fans des ehemaligen Fußballers Philipp Lahm werden am Anfang des Buches so einiges aus seinem privaten Leben erfahren.

Die Abwechslung von privaten Einblicken, Erfahrungen und kleinen Anekdoten, sehr anschaulich dargestellten Tipps, Rezepten und den Interviews mit Experten im Bereich von Medizin, Ernährung und Sport bieten hier einen ganzheitlichen Überblick über das Thema Gesundheit.

Schon beim Lesen fühlte ich mich motiviert an meinem Lebensstil „kleine Stellschrauben zu drehen“, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, noch ausgewogener zu Essen und Stressabbau mit den vorgestellten Methoden zu erreichen.

Die Rezepte im letzten Teil des Buches sind zum größten Teil mit Grundnahrungsmitteln, die man eigentlich immer im zuhause haben sollte, nach zu kochen.

Die Fotos für das Buch sind ansprechend und laden, was den Rezeptbereich angeht, zum sofortigen „Nachmachen“ ein.

Mich hat das gesamte Buch sehr angesprochen, ich habe es tatsächlich von vorne bis hinten gelesen und mir nicht nur einzelne Kapitel herausgepickt.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein echter Gewinn, es motiviert auf unterhaltsame und umfangreiche Weise ohne zu belehren und es ist mit eigenen Erfahrungen ergänzt – sehr lesenswert!

Bewertung: ***** von *****

Get up and grow (Lucy Hutchings)

Anbau von Kräutern, Gemüse und Früchten in Innenräumen

Wenn man keinen oder nur einen kleinen Garten hat, dann sucht man nach Möglichkeiten, wie man trotzdem Selbstgezogenes ernten kann.

Beschreibung des Buches:
„Get up and grow“ ist 2022 im AT Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 159 Seiten. Es ist ausgestattet mit zahlreichen Fotos. Auf dem Titelbild ist ein Indoor-Gewächshaus abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Aufgeteilt ist dieses Buch in eine „Einleitung“, „Die Basics“, „Pflanzenverzeichnis“, „Projekte“, „Bezugsquellen“, „Die Autorin“ und ein „Register“. Viel Foto- und Bildmaterial vervollständigt die ausführlichen Beschreibungen.

Mein Leseeindruck:
Es macht Spaß in diesem Buch zu stöbern. Schon beim ersten Durchblättern fallen einem die tollen Fotobeispiele, Tipps in Boxen und Zeichnungen auf.

Ich mag die aufgelockerte Gestaltung dieses Buches. Mithilfe der kurzen Hinweistexte und den Zeichnungen kann man schnell die vorgestellten Projekte erfassen.

Die Schritt für Schritt Anleitungen sind gut bebildert und teilweise ausführlich dokumentiert, so kann beim Nachmachen nichts schiefgehen.

Die vorgestellten Projekte sind teilweise ziemlich ausgefallen, wie z.B. der rollende Raumteiler (mehrere Klettertopfpflanzen nebeneinander aufgereiht, aufgereit auf einem rollenden Untersatz und mit einer fast deckenhohen Rankhilfe – tolle Idee! Oder die „köstliche Naschwand“ mit übereinander aufgebauten Pflanztöpfen.

Im Register kann man nach den Pflanzen/Gemüse-/Obstsorten suchen, die man gerne Inhouse anbauen möchte.

Fazit:
Dieses Buch macht Lust auf’s Gärtnern im Haus. Besonders gut als Geschenk für Menschen geeignet, die keinen Garten oder Balkon haben, aber auch Hobbygärtner werden hier noch viele ungewöhnliche Vorschläge zum Gärtnern finden.

Bewertung: ***** von *****

Hungrig auf Berlin (Anne-Dore Krohn, Denis Scheck)

Kulinarisch durch Berlin

Da wir immer wieder Kurztrips nach Berlin machen – und der nächste Aufenthalt dort schon geplant ist, hat mich der Titel dieses Buches neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
Der Buch „Hungrig auf Berlin“ von Anne-Dore Krohn & Denis Scheck ist im Merian-Verlag 2022 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 236 Seiten. Das Cover ist farbenfroh gehalten, es zeigt zahlreiche Berlin typische Speisen und Sehenswürdigkeiten. Der Titel prangt mittig auf diesem Cover.  

Kurze Zusammenfassung:
Die beiden Autoren haben 32 verschiedene Locations ausgewählt, die sie natürlich subjektiv und nach ihrem eigenen „Lustprinzip“ besucht haben. Um jedes Speisenangebot gibt es eine mehrseitige ausführliche Beschreibung. Fotos findet man hier keine.

Mein Leseeindruck:
Wer Berlin liebt und hier einen Platz zum Speisen sucht, der ist manchmal überfordert ob des großen Angebots. Dieses Buch bietet ein Rundumpaket um einzelne Locations. Hier werden Geschichten, Anekdoten und eine ausführliche „Anreisebeschreibung“ angeboten.

Durch die ausführliche Beschreibung des Interieurs kann man durchaus hier auch auf Fotos verzichten, so macht man sich erst einmal ein eigenes Bild in seinen Vorstellungen in der Hoffnung, nicht enttäuscht zu werden.

Am Ende jedes Kapitels findet man die genaue Adresse, Preiskategorie und Öffnungszeiten. Hier hätte man vielleicht noch die nächstgelegene ÖPNV Haltestelle angeben können.

Mir gefallen die Geschichten rund um die Restaurants, Streetfood, Markthallenstände uvm. richtig gut. Man kann sich so schön auf die eigene Reise vorbereiten – vielleicht bei der Anreise im Zug?!

Die ausgewählten Speiseörtlichkeiten verteilen sich über ganz Berlin allerdings auch einige in der Nähe sogenannter Hot Spots. Einen Überblick bietet die Berlin-Karte am Ende des Buches im Innenumschlag.

Die Texte sind kurzweilig und gut zu lesen.

Fazit:
Ein „Reiseführer“ der etwas anderen Art. Berlin-Fans kommen hier auf ihre Kosten – sehr empfehlenswert!

Bewertung: ***** von *****

Im Rausch des Aufruhrs (Christian Bommarius)

Vor 100 Jahren – die Weimarer Republik

Deutschland im Jahr 1923 – der Blick auf ein Jahr vor fast 100 Jahren hat mich neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
„Im Rausch des Aufruhrs“ ist 2022 im dtv-Verlag als Hardcover mit 344 Seiten erschienen. Das Buch ist in Schwarz gehalten, man sieht auf dem Cover ein gemaltes tanzendes Paar.

Kurze Zusammenfassung:
In 12 Kapiteln werden die Ereignisse im Jahr 1923 chronologisch nach Monaten hier vorgestellt. Eingeleitet wird jedes Kapitel mit einer Fotoseite. Es folgt eine einseitige Zusammenfassung der Ereignisse im aktuellen Monat u.a. mit Nennung von Preisangaben (Inflation). Danach gibt es eine Beschreibung was sich im Bereich von Politik, Wirtschaft und Kultur zugetragen hat.

Im Anhang findet man ausführliche Quellenangaben und ein Stichwortregister.

Inspiriert zu diesem Buch wurde der Autor (Journalist und Jurist) Christian Bommarius durch die Bemerkung Stefan Zweig „Nichts hat das deutsche Volk …so erbittert, so hasswütig , so hitlerreif gemacht wie die Inflation“.

Mein Leseeindruck:
Es war schon sehr interessant dieses Buch zu lesen, das die Geschehnisse in Deutschland vor fast genau 100 Jahren zum Inhalt hat. Gewisse Parallelen tun sich hier schnell auf. Allein die damals galoppierende Inflation beeindruckt einen hier besonders negativ.

Das Buch ist absolut lesenswert. Der Schreibstil flüssig und die ausgewählten Ereignisse sind anschaulich beschrieben. Von manchen hat man sicherlich schon (aus dem Zusammenhang gerissen) gehört oder gelesen. Viele Begebenheiten waren für mich absolut neu, wobei ich von den beschriebenen Persönlichkeiten aber schon gehört und gelesen habe.

Das Buch vermittelt mit seinen zahlreichen Anekdoten sehr anschaulich das Leben in der Zeit der Weimarer Republik. Eine kleine Geschichtsstunde der anderen Art.

Fazit:
Auch wenn ich zunächst skeptisch war eine Art Geschichtsbuch abends im Bett zu lesen, so hat mich diese Art der Geschichtsvermittlung doch sehr angesprochen.

Bewertung: **** von *****

Und dann kommt das Meer in Sicht (Tamina Kallert)

Viele Reiseanekdoten

Man kennt die Autorin aus der Sendung „Wunderschön“ im WDR. Hier bekommt man gute Urlaubstipps zur Vorbereitung auf eine Reise. Neben weiteren ModeratorInnen reist Tamina Kallert für den WDR durch die Welt. Hier erzählt sie einige Anekdoten von ihren zahlreichen Reisen.

Beschreibung des Buches:
„Und dann kommt das Meer in Sicht“ ist 2022 mit 206 Seiten als Hardcover im Kösel Verlag erschienen. Auf dem Titelbild ist die Autorin Tamina Kallert leger auf einem Baumstamm sitzend zu sehen.

Kurze Zusammenfassung:
In 9 Kapiteln erzählt Tamina Kallert aus ihrem manchmal sehr turbulenten beruflichen Reiseleben mit kleinen Einblicken auch ins Familienleben.

Mein Leseeindruck:
Während der letzten zwei Jahre waren wir Corona-bedingt nicht im Ausland auf Urlaubsreisen, so freute ich mich auf die Geschichten in diesem Buch.

Schon das erste Kapitel klang sehr vielversprechend, eine Reise zu den Azoren, das Urlaubstraumziel meines Mannes. Leider gab es hier nur wenige Eindrücke zu vermitteln.

Die Geschichten wirken etwas aus dem Bauch heraus zusammengestellt, es gibt hier keine große Struktur nach Jahren oder Reiseorten, vielmehr lebt dieses Buch von den ungewöhnlichen Begebenheiten auf die die Autorin trifft.

So erfährt man einiges, was sich hinter den Kulissen der Reisesendung abspielt.

Der Erzählstil der Autorin ist locker, sie gibt auch einige ihrer Gedanken preis. Da auch sie aufgrund der Corona-Restriktionen kaum auf reisen war, erfährt man hier auch so manches aus ihrem Familienleben.

Wer Lust hat, kann sich die „Ergebnisse“ der Reiseerlebnisse in der Mediathek anschauen. Hier sieht man dann auch die Kamera-Arbeit mit ganz anderen Augen.

Dieses Buch ist bei weitem kein Reiseführer, aber es macht Lust darauf Land und Leute im Reiseland näher kennenzulernen. Denn darauf kommt es beim Reisen ganz besonders an.

Fazit:
Ein Blick hinter die Kulissen von einer Reisesendung – hier bekommt man viele Eindrücke und vielleicht schaut man sich die nächste Reisesendung mit ganz anderen Augen an.

Bewertung: **** von *****

Ready for take-off (Ulrike Corneliussen)

Der Frankfurter Flughafen – Tor zur Welt – eine eigene Stadt

Wenn man ganz in der Nähe des Frankfurter Flughafens aufgewachsen ist, den Fluglärm erträgt, den berechtigten Widerstand vor Bau der Startbahn West miterlebt hat, aber auch die schnelle Anfahrt und die dadurch gute Erreichbarkeit der weiten Welt genießt, dann macht alleine der Titel dieses Buches neugierig. Ich habe schon einige Führungen/Fahrten auf diesem Flughafen mitgemacht, genieße die Atmosphäre in den Terminals und habe schon manche Stunde vor der ratternden, altertümlichen Anzeigetafel verbracht und mich in die Ferne geträumt!

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Ready for take-off“ ist 2022 im Societäts-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 199 Seiten. Das Buch ist in Blau gehalten, auf dem Cover sind die unterschiedlichsten Szenen dargestellt, die man so an einem Flughafen erleben kann.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 3 Großkapitel unterteilt. Hier geht es um „Reisegeschichte(n)“, „Flughafen von A-Z“ und „Auch das ist der Flughafen“. Am Ende des Buches gibt es eine Übersichtskarte zur Orientierung.

Mein Leseeindruck:
Ich liebe Zahlen und Fakten – und genau das bietet dieses Buch, neben dem „Insider“-Wissen und kleinen Anekdoten. Mir gefällt die Aufteilung von Text und zahlreichen Fotos, die das Beschriebene untermalen.

Die Geschichte des Flughafens und die Dokumentationen dazu haben mich sehr angesprochen. Die Autorin hat intensiv recherchiert und dafür viele Flughafen-Mitarbeiter interviewt und befragt. Die meisten sind auch nach jahrzehnter langer Arbeit auf dem Flughafen von ihrem Arbeitsplatz fasziniert.

Man fühlt sich wie auf einer Rundfahrt über das Gelände, man erinnert sich an die eigene letzte Flugreise und geht in Gedanken die Wege und Stationen ab, die hier beschrieben werden. Gerne erinnere ich mich da auch an meine eigene Bustour, bei der ich nachts die Südbahn betreten durfte, während große Straßenbaumaschinen jede Nacht einen Teil der Bahn erneuerten – faszinierend daran: morgens landeten dann schon wieder Flugzeuge auf der Bahn.

Auch wenn ich schon eine Menge über den Frankfurter Flughafen wusste, habe ich in diesem Buch noch vieles erfahren, was ich noch nicht über diesen wusste. Es hat mich animiert einmal wieder einen Abstecher per Rad oder Bahn zum Flughafen zu machen.

Fazit:
Ein wunderbare Reise durch die Geschichte des Flughafens, durch den Flughafen selbst und alles was dort Tag und Nacht geschieht – sehr gelungen!

Bewertung: ***** von *****

Avas Geheimnis – meine Begegnung mit der Einsamkeit (Bärbel Schäfer)

Einsamkeit – wie gewinnt man das Vertrauen eines Menschen, was kann man selbst tun, um nicht in einer Einsamkeit zu versinken

Der Titel „Avas Geheimnis“ hatte mich angesprochen. Dass es hier um die Einsamkeit geht und es sich um ein Sachbuch mit Erzählcharakter handelt, fiel mir dann beim Lesen der Kurzbeschreibung auf.

Bärbel Schäfer ist mir bekannt aus ihren wunderbaren Gesprächen mit besonderen Gästen im hr3 Studio. Außerdem lausche ich ihrem Podcast (gemeinsam mit Susanne Fröhlich) „Ausgesprochen: Fröhlich mit Schäfer“ seit Beginn an.

Beschreibung des Buches:
„Avas Geheimnis – meine Begegnung mit der Einsamkeit“ von Bärbel Schäfer ist 2022 im Kösel-Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 234 Seiten. Das Titelbild zeigt eine einsame Frau aus rückwärtiger Ansicht.

Kurze Zusammenfassung:
In 24 Kapiteln „erzählt“ Bärbel Schäfer von ihrer Begegnung mit Ava, der Schwester einer Freundin. Die meisten „Dialoge“ zwischen den zwei Frauen sind als Mailaufzeichnungen verfasst. Neben den realen Begegnungen und dem Schriftverkehr analysiert Bärbel Schäfer wie es zu der großen Einsamkeit gekommen sein kann, wie sie unterstützen kann und wie sie selbst Einsamkeit oder Alleinsein empfindet. Im Anhang gibt es Tipps im Umgang mit einsamen Menschen und zahlreiche Literaturhinweise.

Mein Leseeindruck:
Mir hat die Art sehr gut gefallen, wie Bärbel Schäfer an das Thema Einsamkeit herangegangen ist. Wie ich in einem Interview erfahren habe, existiert Ava tatsächlich im Leben von Frau Schäfer. Natürlich hat sie einen anderen Namen, aber viele Erlebnisse mit Ava sind real.

Der Aufbau des Buches ist gelungen, neben den tatsächlichen Begegnungen und dem Mailverkehr gibt Bärbel Schäfer auch viel von ihren eigenen Gedanken, Bedenken und Erlebnissen aus ihrem (Familien-)leben preis. Dadurch wirkt das Buch sehr authentisch.

Ich habe mich auf einer Reise mitgenommen gefühlt, in manchen Gedanken und Erlebnissen konnte ich Parallelen zu eigenen Erfahrungen finden und habe mich deshalb mit diesen Ausführungen auseinander gesetzt.

Das Buch bewegt – hat doch sicherlich jeder in seinem Umfeld eine Ava – oder ist selbst einsam. Bärbel Schäfers Buch macht Mut, sich der Einsamkeit zu stellen, Hilfe anzunehmen, aber auch sich auf seine eigenen besonderen Fähigkeiten zu besinnen und hier die eigene Stärke herauszufinden, aber auch – sich um andere Menschen zu kümmern, an ihrem Leben teilzuhaben und da zu sein, wenn man gebraucht wird.

Ich mag den Sprachstil von Bärbel Schäfer, einfühlsam und sehr authentisch. Der Wechsel zwischen den sachlichen Passagen und der Erzählung ist gelungen.

Fazit:
Ein einfühlsames Buch mit einem sehr authentischen Sprachstil, das ein Thema aufgreift, das nicht erst durch Corona Aufmerksamkeit verdient, dadurch aber sicherlich noch verstärkter auftritt – Einsamkeit. Sehr empfehlenswert!

Bewertung: ***** von *****

Ausgegraben (Claudia Steinschneider und Ute Stückler-Sattler)

Ausgegraben – Macht Lust nach mehr!

In unserem Haushalt wird ein neues Hobby ausgelebt – Hobbygärtnern. Für dieses Buch hat sich deshalb der Junior unserer Familie interessiert – und auch diese Rezension geschrieben. Gastrezension von Fabian Busch.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Ausgegraben“ von Claudia Steinschneider und Ute Stückler-Sattler ist im AT Verlag 2022 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 200 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ausgegrabene Gemüse/-Knollen.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch besteht aus mehreren Teilen – Knollengemüse im Garten (Exotische Pflanzen, Kartoffel, Süßkartoffel, Yacon, Topinmabur, Oca, Knollenziest, Taro), Übersichten/Glossar und Rezepte. Alle Kapitel sind mit einer Vielzahl von Fotos gestaltet.

Mein Leseeindruck:

Wer hat schon mal eine Yacon zubereitet? Wie sieht eigentlich eine Topinambur-Pflanze oberirdisch aus? Welche Knollengewächse kann ich auf meinem Balkon gewinnbringend anbauen? Das Buch „Ausgegraben“ aus dem atVerlag bietet für all diese Fragen ausführliche Antworten aber auch allerlei Tipps und Tricks.

Im ersten Teil erhalten interessierte Lesende auf wenigen Seiten eine kurze Einführung in die Grundlagen des Anbaus von Knollengewächsen. Dabei spielen die Relevanz für die Ernährung, aber auch gesundheitliche Aspekte sowie volksmedizinische Aspekte eine Rolle. Auch über biologische und konventionelle Anbaumethoden, Erwartungen an diese Verschiedenen und zuletzt möglichen Bezugsquellen für Saatgut werden illustriert.

Dieser gesamte Einführungsteil mag nicht für jeden relevant sein. Auch wirken die Inhalte der einzelnen Überschriften etwas grob zusammengewürfelt. Nach dem Motto „von allem ein bisschen mal etwas ansprechen“. Inhaltlich ergeben sie, wie beschrieben, Sinn. Thematisch „fließend“ folgen sie jedoch gefühlt nicht aufeinander. Dennoch: Die Bilder auf diesen ersten Seiten machen Lust auf mehr.

Der zweite, für mich etwas spannendere Teil folgt mit individueller Widmung zu jedem Knollengewächs. Wie wächst was am besten? Wie sieht der Pflanzenteil der Knolle aus? Kann man diesen auch genießen? Und für die urbanen Gärtner unter uns ganz wichtig: Hinweise für den Anbau auf „Balkonien“ erfolgen ebenfalls dazu. Die ausgewählten Bilder veranschaulichen und inspirieren obendrein. Zur Vorbeugung und schonender Bekämpfung des ein oder anderen „Ungeziefers“ gibt es weitere hilfreiche Ratschläge. Besonders gefällt mir die Beschreibung zur Verarbeitung der Pflanzenteile. Allerdings fehlt mir eine vergleichende Beschreibung des Geschmacks, da ich als Lesender nicht sofort das Gewächs zur Hand habe, um selbst zu probieren.

Über die Seiten hinweg erfährt man wie schön manche Gewächse werden können. Ich persönlich würde also gleich die hübschesten Pflänzchen der Auswahl für die ersten Anbauversuche auswählen. So wird die Pflanze gleich ein schmackhafter Hingucker. Oca wäre hier mein erster Favorit, da es mich etwas an kleine Glückskleeblätter erinnert.

Der dritte Teil enthält mehrere Rezepte für die zuvor beschriebenen Knollengewächse. Wer sich also erfolgreich beim Anbau bewährt hat, kann sich nach und nach durchprobieren. Oder auch umgekehrt: Erst probieren, dann das Lieblingsgewächs anbauen. Ich selbst werde mir diesen Teil vermutlich erst etwas später im Detail und in Praxis der ausprobieren.

Fazit
Insgesamt dient das Buch weniger als fortlaufend zu lesende Lektüre. Es sollte vielmehr als Nachschlagewerk und zur Inspiration genutzt werden. Wer gute Rezeptbücher kennt, wird auch daran gefallen finden. Nur eben mit Anbau-Anleitung inklusive.

Bewertung: **** von *****

Nie wieder keine Ahnung (Tim Schreder und Jennifer Sieglar)

Ein wunderbarer Überblick über Politik, Wirtschaft und Weltgeschehen in verständlichem Sprachstil

Das Journalisten-Ehepaar Schreder-Sieglar hat bereits ein Buch über das tägliche Weltgeschehen gemeinsam geschrieben.

Beschreibung des Buches:
„Nie wieder keine Ahnung“ ist 2021 im PIPER-Verlag als Taschenbuch mit 344 Seiten erschienen. Auf dem in mintfarben gehaltenen Titelbild sind Jennifer Sieglar und Tim Schreder abgebildet. Ein gezeichneter Globus in Birnenform ziert eine Ecke des Covers. Mich hat dieses Titelbild gleich angesprochen.

Leider wurde der „SPIEGEL-Bestseller-Autoren“ genau auf den ersten Buchstaben des Wortes „Nie“ geklebt…

Kurze Zusammenfassung:
In 13 Kapiteln werden die aktuellsten politischen Themen, der Wirtschaft und des Weltgeschehens beleuchtet. Am Ende jeden Kapitels gibt es noch „News“ zum Thema. Besonders interessante Informationen sind mit einer Glühbirne am Rand des Textes markiert, wichtige Begrifflichkeiten in Fettschrift hervorgehoben, die dann im Text erklärt werden.

Mein Leseeindruck:
Man merkt beim Lesen schnell, dass Jennifer Sieglar und Tim Schreder es gewohnt sind, Begrifflichkeiten gut zu erklären, schließlich moderieren sie u.a. das Kindermagazin „Logo“.

Normalerweise suche ich mir in Sachbüchern Kapitel aus, die mir beim ersten Durchblättern besonders interessant erscheinen und lese dann oftmals querbeet nur das, was mich wirklich anspricht. In diesem Buch habe ich von der ersten bis zur letzten Seite alle Kapitel hintereinander gelesen, so interessant und gut lesbar ist dieses Buch geschrieben.

Da hier die Kapitel teilweise aufeinander aufbauen ist es hier natürlich von Vorteil von vorne bis zum Ende alles zu lesen. Der lockere Sprachstil kommt einem hier beim Lesen sehr entgegen. Man wird direkt angesprochen und mitgenommen.

Mit diesem Buch bekommt man einen sehr guten Überblick über die täglichen Themen in Nachrichten oder im Freundes-/Bekanntenkreis. Viele Sachverhalte nimmt man manchmal einfach hin, durchaus ab und an mit fehlendem Grundwissen – hier bekommt man einfache und verständliche Erklärungen, die zudem sehr einprägsam sind.

Besonders empfehlen würde ich dieses Buch für junge Menschen. Hier erfahren sie alles, was sie vielleicht in manch trockenem Schulunterricht nicht „mitgenommen“ oder verinnerlicht haben.

Fazit:
Ein wunderbares Buch für alle Menschen, die sich über gut recherchierte und sehr verständlich beschriebene Fakten der Wirtschaft, Politik und des Weltgeschehens Informationen erlesen möchten ohne über dubiose Internetrechercheergebnisse stolpern zu müssen.

Gerade in der heutigen Zeit wäre ein bisschen mehr fundiertes Wissen über diese Themen für alle Menschen wünschenswert.

Bewertung: ***** von *****