Frankfurt – Stadt der Kontraste (Torsten Andreas Hoffmann)

Faszinierende Blicke auf Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, die Stadt der Hochhäuser-  und der historischen Gebäude. Es sind die Kontraste, die diese Stadt ausmachen, gerade deshalb war ich auf dieses Buch sehr neugierig.

Beschreibung des Buches:
„Frankfurt – Stadt der Kontraste“ ist 2019 mit 208 Seiten im Societäts-Verlag als Bildband erschienen. Auf dem Titelbild ist die Alte Oper inmitten von Hochhäusern  in einer Schwarz-Weiß-Fotografie abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Bildband findet man 180 Schwarz-Weiß-Fotografien, die in Frankfurt am Main aufgenommen wurden. Pro Seite werden 1 bis max. 2 Fotos dargestellt (manchmal sogar ein Foto über 2 Seiten). In den 13 Kapiteln wie z.B. „Gegensätze“, „Fluchten“, „Spiegelungen“, „Pracht“, „Mensch und Raum“ werden Gebäude, Strukturen an Gebäuden, Plätze, aber auch Menschen in ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien gezeigt. Jedes Foto hat einen Titel, der am Ende des jeweiligen Kapitels in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Spanisch) vermerkt ist.

Ein Vorwort von Matthias Alexander (F.A.Z.) sowie ein „Making of – wie die Bilder zum Buch entstanden sind“ vom Autor Torsten Andreas Hoffmann ( Fotograf, Buchautor, Leiter von Foto-Workshops) findet man zu Beginn bzw. am Ende des Buches.

Mein Leseeindruck:
Mit diesem Buch hält man einen Bildband mit wunderschönen Fotos in der Hand. Bisher hatten mich schon die vielen farbigen Fotos meiner Lieblingsstadt Frankfurt am Main fasziniert, die man auf zahlreichen Plattformen und in vielen Büchern bewundern kann. Doch dieses Buch stellt die Kontraste dieser Stadt mit seinen Schwarz-Weiß-Fotos ganz hervorragend heraus.

Da ich selbst viele Ecken von Frankfurt mit meiner eigenen Kamera schon in Fotos festgehalten habe, habe ich zwar bereits einen besonders „geschulten“ Blick auf die Stadt, aber in diesem Bildband kommen die Kontraste und die vielen Facetten, die diese Stadt zu bieten hat ganz besonders zur Geltung.

Die Auswahl der Fotos beschränkt sich meist auf den Stadtkern mit seinen direkt anliegenden Stadtteilen. So findet man Fotos aus der „Neuen Altstadt“, Altstadtgebiet, Messe, Flughafen, Mainbrücken, aber auch von Sachsenhäuser Seite.

Man kann mit diesem Buch auf eine Entdeckungsreise durch Frankfurt gehen. Zunächst durch das Betrachten der Fotos als auch durch das Aufsuchen der Standorte des Fotografen. Wobei ich die meisten Standorte vor Augen hatte, da ich die Motive als „Frankfurt-Expertin“ schnell erkennen konnte. Es ist ein Buch für Frankfurt-Liebhaber, für Frankfurter, aber auch für Besucher dieser interessanten Stadt.

Mein Lieblingsfoto: Blick vom Westhafentower, hier sieht man eine Person, die sich die Stadt aus westlicher Seite anschaut. Gerade aus diesem Blickwinkel findet man üblicherweise wenige Fotos von Frankfurt am Main.

Fazit:
Dieses Buch eignet sich als Geschenk für Frankfurt-Besucher, -Bewohner, -Liebhaber oder Neu-Entdecker. Hier findet jeder sein Lieblingsbild oder die Lieblingsansicht auf eine der interessantesten Städte Deutschland.

Bewertung: ***** von *****

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Schnell & sicher ins Burnout (Uma Ulrike Reichelt)

Drei Glückskomponenten – Fünf Glücksgesetze

In meinem nahen Umfeld beobachte ich seit einiger Zeit, dass sich Menschen sehr  mit Arbeit, Emotionen und unglücklichen Beziehungen überbelasten und das innere Gleichgewicht verloren haben. Um herauszufinden, was man diesen Menschen an die Hand geben kann, lese ich ab und an Bücher, die sich mit dem Thema Glück befassen. Meine eigene Balance scheine ich z.Z. gefunden zu haben, manche Bücher bestätigen tatsächlich meine selbst gewählte „Strategie“…

Beschreibung des Buches:
„Schnell & sicher ins Burnout“ ist 2017 als Taschenbuch mit 183 Seiten im dielus edition Verlag erschienen. Das Buch ist in einer blau/lila Farbe gestaltet, es zeigt eine Uhr auf der es „5 vor 12“ ist.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 3 Hauptkapitel unterteilt:“ Stress und Burnout“, „Wie Sie die 5 Glückgesetze missachten müssen, um im Burnout zu landen“, „Übungsteil: Die Erfolgsformel für mehr Gesundheit und Lebensglück – der Insight-Out-Prozess“.

Mein Leseeindruck:
Schon der Titel provoziert und macht tatsächlich nachdenklich. Das Buch ist in humorvoller Weise geschrieben. Man findet sich in vielen beschriebenen Situationen wieder und merkt schon beim Lesen, dass „das Fass“ irgendwann „voll“ sein muss, wenn man nicht gegensteuert und die eigene innere Balance findet.

Die Kapitel sind in weitere kurze Kapitel unterteilt. Knackige Überschriften und gute Erläuterungen, mit Zeichnungen, Skalen und Platz für eigene Gedanken machen aus diesem Buch ein „Mitmach-Buch“ mit dem man gut an/mit sich arbeiten kann.

Ich habe dieses Buch fast am Stück an einem Wochenende gelesen. Es hat mir in vielen Bereichen „die Augen geöffnet“ und mir zahlreiche „Tipps“ gegeben, die ich meinem Umfeld sicherlich auch weitergeben kann.

Lebensqualität baut auf Wünsche, Träume und das Erfüllen dieser im Laufe seines Lebens. Man muss die Samen säen und pflegen, sich selbst pflegen, um dann auch für andere „da sein“ zu können. Geht es einem selbst nicht gut, dann kann man auch zu anderen „nicht gut sein“ – ein Kreislauf.

Mich hat das Buch daran erinnert, dass man z.B. beim Fliegen gezeigt bekommt, dass man sich zuerst die Atemmaske aufsetzen muss, um dann Kindern oder hilfsbedürftigen Personen helfen zu können. Genau so muss es im Alltag laufen…

Begleitend zum Buch kann man sich kostenlose Videos anschauen, wenn man sich einen Newsletter abonniert. Hier findet man weitere Übungen, Gedankenspiele und Tipps.

Fazit:
Wer sich manchmal fragt „Warum tue ich mir diesen Stress eigentlich an?“, der kann in diesem Buch Anregungen finden, die eigene Balance wieder zu erlangen.

Bewertung: ***** von *****

StehaufMensch!: Was macht uns stark? Kein Resilienz-Ratgeber (Samuel Koch)

Eine GASTREZENSION von FABIAN BUSCH:

Gut zur Anleitung uns Selbstreflexion, keine Anleitung zur Lebensführung

Resilienz – Was ist das überhaupt? Kann das gegessen, getrunken, getan, erlernt werden? Oder ist das an ausgewählten, der Evolution entspringenden, einzigartigen Menschen angeboren worden? Wie kann ich das selbst machen? Gibt es überhaupt ein Rezept?

Mit diesen oder zumindest so ähnlichen Fragestellungen beginnt der Autor Samuel Koch die Gedankenreise durch sein 200 Seiten langes Buch.

Durch seine eigene Lebensgeschichte, die 2010 eine komplette Wende von allem bisher Erhofften und Erträumten nahm, betrachtet er auf eine angenehm gelassene Weise die vielen Ratschläge und Ratgeber die einem Menschen in ungewissen Situationen aus einem Tiefpunkt wieder in Bewegung bringen sollen. Die „typischen“ Säulen der Resilienz und Sprüche, wie „Hinfallen, aufstehen Krone richten, weitergehen“ nimmt er dabei auf eine humorvolle Weise aufs Korn, da gerade er seit seinem Unfall nicht mehr „einfach nur wollen und dann irgendwie wieder gehen konnte“ – nur aus dem Willen heraus, versteht sich.

Aus den Betrachtungen und seiner eigenen Reflektion gegenüber dieser üblichen Hilfe zur Selbsthilfe „Wiederaufbauer“ schafft er im zweiten Teil aus seinen eigenen Erlebnissen und Erlebnissen Anderer, mit denen er gesprochen hat, alternative Säulen der Resilienz. Diese geben einen Anstoß zu möglichen Transformation eigener Sichtweisen.

Die einzelnen Themen, die dabei behandelt werden, werden je mit einer bildhaften Geschichte oder Erinnerung abgeschlossen, sodass der Leser die Argumentation nachvollziehen und mit der eigenen Lebensgeschichte vergleichen könnte.

Das Buch ist aus der Ich-perspektive geschrieben und lässt sich aufgrund der kurzen Sätze, der Schriftgröße und der Wortwahl sehr leicht und flüssig lesen. Es gibt keinen speziellen Handlungs-Faden, der den Leser dazu bringt aufgrund von einem erwünschten Spannungsabbau das Buch bis zum Ende zu lesen. Dennoch ist jeder Teil wiederum so locker und herzlich von den Seiten zu lesen, sodass der Leser gar nicht merkt, dass es zum Ende geht.

In Phasen der „Selbstfindung“ gibt das Buch dem Leser eine Schnur an die Hand, mit der es gelingt an den ein oder anderen Stellen „verstanden zu werden“. Es sollte jedoch nicht erwartet werden, dass ein „Aha“-Moment daraus folgt. Einen universellen Navigator, der auf die eigene Lebenssituation anwendbar ist, gibt es nicht.

Bewertung: **** von *****

Die Smartphone – Epidemie (Manfred Spitzer)

Digitalisierung zu diesem Preis?

Auch ich neige dazu, mein Smartphone an manchen Tagen sehr oft in der Hand zu haben, kann es aber gerade in Gesellschaft weglegen und „vergessen“. Umso mehr finde ich es beängstigend, dass das bei jungen Menschen oftmals nicht der Fall ist. Ich sehe Eltern, die mit ihren kleinen Kindern spazieren gehen, während sie auf ihr Smartphone starren. Kleinkinder, die beim Abendessen im Urlaubshotel mit Tablets ruhiggestellt werden, selbst dann, wenn sie ihre Portion Essen noch am Verspeisen sind…

Beschreibung des Buches:
„Die Smartphone-Epidemie“ ist 2018 im Klett-Cotta Verlag mit 368 Seiten als Hardcover erschienen.  Auf roten dem Titelbild sind lediglich Autor und Titel in schwarzer und weißer Schrift zu lesen.

Kurze Zusammenfassung:
Manfred Spitzer beschreibt in 15 Kapiteln den Einfluss, den die Digitalisierung, insbesondere das Smartphone, auf unser Leben hat – und welche Gefahren sich daraus ergeben.

Mein Leseeindruck:
„Digitalisierung mit Angst“, „Kurzsichtigkeit wegen Mangel an Weitsicht“ oder „Eltern und Smartphones“ alleine diese 3 Kapitel lassen einen schon beim Durchforsten des Inhaltsverzeichnisses aufhorchen.

Ich habe dieses Buch mit sehr viel Interesse und auch Erstaunen gelesen, bin ich doch eher behutsam mit dem Thema Digitalisierung herangewachsen und erlebe heute den doch eher digitalen Stress, wenn es um „immer schneller“, „immer besser“ oder „Digitalisierung in der Schule“ geht.

Für mich ist ein Smartphone eine prima Unterstützung im Alltag. Ich kann schnell mal etwas nachschlagen, kurz eine Nachricht verschicken oder einfach schöne Fotos machen. Allerdings habe ich in meiner Jugend noch viel draußen gespielt. Die Welt mit eigenen Augen, Ohren und Händen entdeckt und nicht nur über einen Bildschirm. Doch die Welt der jungen Menschen sieht hier anders aus.

Schon in den Schulen soll die Digitalisierung herangetrieben werden. Mit einem Stift schreiben, das lernen die Kinder nur noch schwer bzw. sie brauchen es nach und nach fast gar nicht mehr. Echte Erfahrung in Wald und Flur wird kaum noch gemacht  – man schaut sich Videos im Netz an.

Spritzer zeigt die Gefahren auf, die von einer vollständigen Digitalisierung ausgehen (können), wenn hier nicht gegengesteuert wird. Er belegt seine Aussagen mit zitierten Forschungsarbeiten und Statistiken, bringt negative Beispiele. Das heißt, er zeigt, wo die Digitalisierung schon zu großen Einfluss genommen hat.

Seine Ausführungen sind leicht verständlich und überzeugend. Man kann seine Thesen nachvollziehen und erfährt sie im Alltag. Er weckt und rüttelt auf.

Ich habe leider nur die digitale Ausgabe dieses Buches gelesen (normalerweise lese ich lieber ein gedrucktes Buch!), hier sind 28 Prozent des Buches Literaturangaben und Quellen, das fand ich etwas seltsam.

Fazit:
Ein Buch, das man lesen sollte, wenn man Verantwortung für die nachfolgenden Generationen hat. So manches (doch etwas sonderbare) Verhalten ist einem gar nicht so bewusst, da es schon zum Alltag gehört (Starren auf den Bildschirm). Digitalisierung um jeden Preis?

Bewertung: **** von *****

Sei DU der Leuchtturm deines Lebens (Nina Ruge)

Das Leben selbst in die Hand nehmen

Die Autorin Nina Ruge war Lehrerin bevor sie als Journalistin und deutsche Fernsehmoderatorin ihre Berufung fand.

Beschreibung des Buches:
„Sei DU der Leuchtturm deines Lebens“ ist 2017 im Gütersloher Verlagshaus als Hardcover Buch mit 248 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist die Autorin selbst abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In 12 Kapiteln zeigt Nina Ruge den Weg zur Selbstbestimmung. Die Kapitel bauen aufeinander auf. Wer sich darauf einlassen kann, der findet hier Übungen zu Meditationen. Im Anhang findet man vertiefende und weiterführende Literatur.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich brauche ich keine Bücher, die mir den Weg zur Selbstbestimmung weisen, trotzdem interessiert es mich immer wieder, wie manche Menschen zu dem geworden sind, was sie sind. Nina Ruge fasziniert, weil sie den sicheren Beamtenjob als Lehrerin aufgab, um als freie Journalistin, Fernsehmacherin und Buchautorin ihr Leben mehr oder weniger selbstbestimmt lebt.

In ihrem Buch zeigt sie auf authentische Weise, wie man sein Leben zu mehr Selbstbestimmung ausrichten kann. Neben den zahlreichen eigenen Erfahrungen führt sie auch Beispiele aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis auf.

Begleitet werden diese Geschichten von Übungen. Interessante Thesen von bekannten Persönlichkeiten, u.a. aus der Literatur, habe ich mit ganz besonderer Aufmerksamkeit gelesen.

Gerade Menschen, die sich  in einer Sinnkrise befinden, kann dieses Buch ein guter Begleiter sein, sein Leben zu reflektieren und „hinter sich zu lassen, was keine Herausforderung darstellt“.

Ich habe in diesem Buch viele Anregungen bekommen, anderen Menschen durch kleine Hinweise auf „die Sprünge“ zu helfen. Manchmal fehlt es einfach an der nötigen Selbstreflexion, am „Zeit nehmen“ und am „auf die kleinen Dinge des Lebens schauen“, die gut laufen.

Ein paar „Sprüche“ haben mir besonders gut gefallen, die werde auch ich mir verinnerlichen:
„Der innere Frieden ist das wahre Ziel bewusster Lebensführung“ oder auch „ Je stärker man die Ansicht hat, mit seiner Zeit etwas angefangen zu haben, desto geringer fällt das Gefühl aus, keine Zeit zu haben“.

Fazit:
Wer den Eindruck hat, sein Leben nicht selbst der Hand zu haben, der findet in diesem Buch das notwendige Rüstzeug, um eine Veränderung herbei zu führen. Manchmal braucht es einfach einen „Anstupser“.

Bewertung: ****

 

Gebrauchsanweisung fürs Lesen (Felicitas von Lovenberg)

Plädoyer für das Lesen

Aus der Reihe „Gebrauchsanweisung“ des Piper-Verlags habe ich bereits „für Leipzig“ als auch „für Berlin“ gelesen. Ich finde diese Reihe besonders reizvoll, da hier abgewichen vom Mainstream eigene Erfahrungen, Anekdoten oder Reisebeschreibungen erzählt werden incl. Tipps zur Vorbereitung einer Reise.

Auch beim Lesen begibt man sich auf eine Reise, auf eine Reise mit den Gedanken…

Die Autorin Felicitas von Lovenberg ist Journalistin und Verlegerin des Piper Verlags, sie ist bekannt geworden als Moderatorin der Literatursendung „lesenswert“.

Beschreibung des Buches:
„Gebrauchsanweisung fürs Lesen“ ist 2018 als gebundene Ausgabe im Piper-Verlag erschienen. Das Buch hat 128 Seiten. Ich habe die E-Book-Variante gelesen. Auf dem Titelbild sieht man eine gezeichnete Person, die auf dem Rücken liegend ein Buch liest, dabei streckt sie die Füße in die Luft und lehnt sie an eine Türkis gestreifte Wand: Eine Einladung zum Lesen!

Kurze Zusammenfassung:
Felicitas von Lovenberg beschreibt in ihrem Buch die Gründe, warum man lesen sollte, wie viel, wann und wie oft oder ob man einfach auch einmal mit dem Lesen eines Buch aufhören sollte. Sie gibt Buchtipps und bietet eine Liste weiterführender Literatur zum Thema „Lesen“.

Mein Leseeindruck:
Ich fand das Buch sehr interessant, hat es mir doch eine Menge Argumente für das Lesen geliefert. Frau von Lovenberg erzählt vom Eintauchen in Lesewelten, die man schon als ganz kleines Kind verspürt, wenn die Eltern vorlesen. Das geht weiter, wenn man sich als Kleinkind die schönen Bilderbücher anschaut und später selbst die tollen Geschichten lesen kann.

So manch einer holt sich stapelweise Bücher aus der Bücherei, um diese Bücher dann regelrecht zu verschlingen (habe ich auch als Kind und Jugendliche gemacht). Die Autorin zeigt auf, dass Menschen, die Lesen, ihren Wortschatz erweitern und oftmals empathischer sind als Nichtleser, da sie es gelernt haben, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Man merkt auf jeder Seite, dass Frau von Lovenberg für die Literatur und das geschriebene Wort brennt. Sie hat so viele Zitate alter Klassiker „parat“, dass man durchaus auch Lust bekommt die ganz alten Klassiker zu lesen.

Das Geschriebene Wort auf Papier bleibt besser im Gedächtnis, vielleicht auch deshalb, weil man sich an die vielleicht gemütliche Situation, in der man gelesen hat, zurückversetzen kann. Frau von Lovenberg hat auch recherchiert, wie wir in der heutigen Zeit am liebsten lesen. Hier kann man keine Verallgemeinerung treffen, denn jeder Leser hat ein anderes Leseverhalten. Es gibt sie aber tatsächlich auch heute noch -die Buchleser in der Bahn oder im Wartezimmer.

Mir hat es gut gefallen, dass die Autorin aus zahlreichen Büchern zitiert. So manch ein Kinder- und Jugendbuch hat man auch selbst gelesen und erinnert sich gerne wieder an die schönen Geschichten. Manchen Klassiker der Gegenwartsliteratur kenne ich nur vom Titel her, hier hat mich dieses Buch neugierig gemacht.

Sehr hilfreich bei der Suche nach „älterer“ Literatur finde ich die Leseliste im Anhang des Buches. Und natürlich die Abdrucknachweise, hier findet man die Bücher aus denen die Zitate im Text stammen.

Fazit:
Wer das Lesen liebt, der wird diese Buch mögen. Wer andere zum Lesen bringen möchte, kann es zum Geschenk machen. Ein kurzweiliges, unterhaltendes Buch über die schönste Nebenbeschäftigung der Welt – DAS LESEN

Bewertung: **** von *****

Die Meinung der anderen (Tali Sharot)

Psychologie ist allgegenwärtig

Über die Medienwerbung habe ich von diesem Buch von Tali Sharot „Die Meinung der Anderen“ erfahren. Mit dem Aufmacher, dass darin die Beeinflussung der eigenen Entscheidung durch „die  Anderen“ untersucht und erklärt wird, wurde ich neugierig und fühlte mich dazu bewogen dieses Buch zu lesen.

Beschreibung des Buches:
„Die Meinung der anderen“ ist im Mai 2017 im Siedler Verlag erschienen. Bei dieser Erstauflage handelt es sich um ein Hardcover mit 304 Seiten. Der Schutzumschlag ist schlicht in Weiß gehalten und ist ergänzt mit der heutzutage üblichen Darstellung von Bewertungen mit eins bis fünf Sternen.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Werk von Tali Sharot wird in 8 Kapiteln die Beeinflussung der Meinung aufgezeigt. Ihre Quellen zu den Recherchen, die sie in den Kapiteln verarbeitet hat, sind in einem 23 seitigen Anhang aufgeführt. Zusätzlich ist auch ein Register im Anhang, so dass man so zu bestimmten Stichworten die passende Seite finden kann. Im Stichwortverzeichnis ist der „Denkapparat“ mit seinen verschieden Bereichen kurz bebildert und beschrieben.

Mein Leseeindruck:
Tali Sharot zeigt anhand verschiedenster Beispiele und Studien, wie die Menschen sich beeinflussen lassen. Dies vermittelt sie dem Leser mit Beispielen, die man zuerst gar nicht direkt mit dem Thema in Verbindung stehen sieht, die aber letztendlich eine weitere der vielen Seiten der Manipulation aufzeigen.

Mit der Lektüre wird auch klar, dass man beispielsweise meist mit seiner eigenen Meinung bei online Bewertungen nicht frei von fremder Beeinflussung sein kann, da allein beim Vorhandensein anderer Kritiken, diese doch dann oft gelesen werden und so schon die eigene Meinung wieder manipuliert wird.

Die psychologische Seite wird dem Leser genauso vor Augen geführt. Da heißt es dann, wenn man beim Beispiel der Onlinebewertung bleibt, dass beim Vorhandensein rein positiver Bewertungen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die eigene Bewertung ebenfalls gut ausfallen wird.

Ich war beim Lesen des Buches auf den ersten Seiten sehr neugierig, was da an Information bezüglich Manipulation herauszufinden sein wird. Doch dreht sich das Thema nicht wie erwartet hauptsächlich um Onlinebewertungen etc., sondern befasst sich mit dem weiten Feld der Psychologie, wie es möglich ist, Einfluss auf das Handeln des Menschen zu nehmen.

Trotz der anfänglich anderen  Erwartungshaltung entpuppte sich dieses Buch für mich als sehr interessantes Werk. Letztendlich findet man bei genauerem Betrachten der einzelnen Abschnitte und Kapitel immer einen Aspekt, der auch mich im entsprechenden Fall zur Vergabe einer bestimmten Anzahl Sternen „leiten“ würde.

Fazit:
Mir hat das Lesen dieses Buches Spaß bereitet, da es reich an interessanten Faktoren menschlicher Handlungen ist. Diese sind verständlich hinterleuchtet und das das unbekannte Dahinterstehende, wie Überzeugung, Emotionen, Anreize etc. in vielen verschiedenen Fallbeispielen die Manipulation aufzeigt. Da kann ich für dieses Buch, wahrscheinlich irgendwie beeinflusst, nur ein „sehr gut“ vergeben.

Bewertung: ***** von *****

Anmerkung:
Dieses Buch wurde von meinem Mann Matthias Busch gelesen und rezensiert.