Eis bricht: Kriminalroman (Raimon Weber)

Ist Selbstjustiz die Lösung?

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Beschreibung des Buches:
Der Thriller „Eis bricht“ von Raimon Weber ist im ullstein-Verlag erschienen. Das Buch hat 206 Seiten.

Das Titelbild zeigt in schwarz/weiß brechendes Eis.

Kurze Zusammenfassung:
Henning Saalbach steht mitten im Leben als sein kleiner Sohn Marc getötet wird. Der Täter, ein Einbrecher, wird gefasst und kommt für zwölf Jahre ins Gefängnis. In dieser Zeit reift ein Gedanke in Henning: Er will sich den Täter vornehmen und töten. Während seiner Recherchen kommen ihm Zweifel…

Mein Leseeindruck:
Zu Beginn des Buches gibt es einen Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit, zwölf Jahre zuvor, zu dem Tag als der Sohn von Henning ermordet wird. Später bleibt der Autor in der Gegenwart. Die Geschichte um einen Vater, dem sein Liebstes genommen wurde und sein zerbrechendes Leben haben mich sehr berührt.

Man fragt sich unentwegt selbst, wie würde man reagieren, wenn man dem freigelassenen Mörder seines Kindes gegenüber stehen müsste. Der Sprachstil des Autors ist flüssig und durch die wörtliche Rede lebendig. Allerdings ebbte die Spannung in der Mitte des Buches etwas ab.

Im Laufe des Buches kommen dem Vater Zweifel an seinem Rachefeldzug auf. Er ist hin- und hergerissen. Dem Autor gelingt es, diesen Zwiespalt gelungen zu beschreiben.

Rührend fand ich die Begegnungen mit Conni, dem kleinen Mädchen, das sich wie ein Schutzengel für Henning durch die Geschichte schleicht.

Die letzten Seiten habe ich dann aber am Stück verschlungen, denn hier bekommt der Thriller fahrt und baut von Seite zu Seite Spannung auf.

Fazit:
Ein Thriller, der langsam an Fahrt gewinnt, viele psychologischen Elemente in sich vereint und am Ende rasant an Spannung gewinnt.

Bewertung: ****

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