Herbst in Wien (Petra Hartlieb)

Wien 1916 bis 1931 – Letzter Teil um eine junge Familie im Wien Anfang des 20. Jahrhunderts

Ich habe „Sommer in Wien“ gelesen, deshalb habe ich zu diesem Buch gegriffen…

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Herbst in Wien“ von Petra Hartlieb ist im DuMont-Verlag als Hardcover-Buch 2021 erschienen. Es hat 191 Seiten. Ein mit einer großen Pflanzenranke sehr schön gestaltetes Cover ziert das Buch. Zusätzlich bietet das Buch ein oranges Lesebändchen.

Die Autorin Petra Hartlieb war Pressereferentin und Buchkritikerin bevor sie mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernahm und später auch Autorin geworden ist.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch bildet den Abschluss von „Ein Winter in Wien“, „Wenn es Frühling wird in Wien“ und „Ein Sommer in Wien“.

Die Protagonisten Marie, ehemals Kindermädchen beim Berühmten Dichter Arthur Schnitzler, und Oskar, junger Buchhändler in Wien sind mittlerweile verheiratet und haben einen Sohn. Oskar kommt aus dem Kriegseinsatz zurück und die Familie muss erst wieder zusammenfinden. Die ersten Nachkriegsjahre sind beschwerlich und auch familiäre Verluste bringen Leid über die kleine Familie, aber das Leben muss weitergehen…

Mein Leseeindruck:
Ich mag den Schreibstil der Autorin. Die Sprache ist der Zeit angepasst. Man taucht ins Wien Anfang des 20. Jahrhunderts ein.

Ein bisschen schwer fielen mir die zahlreichen Zeitsprünge, wenn z.B. von Nachkommen erzählt wird, die plötzlich schon ein paar Jahre alt sind, während sie im vorherigen Kapitel noch gar nicht geboren worden sind.

Da ich „Sommer in Wien“ gelesen habe, konnte ich der Familiengeschichte recht gut folgen, so dass mich kurze Rückblicke nicht überraschten.

Mir hat beim Lesen dieses Romans sehr gut gefallen, dass hier der Alltag der kleinen Familie sehr minutiös dargestellt wird. So konnte ich mich beim Lesen wirklich gut in die jeweilige Situation hineinversetzen.

Fazit:
Petra Hartlieb ist auch hier wieder ein ganz atmosphärischer  Roman gelungen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, aber ich würde empfehlen, die drei Vorgänger-Bücher vorher zu lesen.

ewertung: **** von *****

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Sommer in Wien (Petra Hartlieb)

Der Charme des Sommers 1912 in Wien

Von Petra Hartlieb habe ich bereits die Bücher über ihre Wiener Buchhandlung gelesen und war sehr begeistert. Die Vorgänger Romane dieses Buches kenne ich leider nicht, trotzdem wollte ich dieses Buch lesen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Sommer“ von Petra Hartlieb ist im DuMont-Verlag als Hardcover-Buch erschienen. Es hat 172 Seiten. Ein mit einer großen Blumenranke sehr schön gestaltetes Cover ziert das Buch. Zusätzlich bietet das Buch ein rotes Lesebändchen.

Die Autorin Petra Hartlieb war Pressereferentin und Buchkritikerin bevor sie mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernahm und später auch Autorin geworden ist.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist die Fortsetzung von „Ein Winter in Wien“ und „Wenn es Frühling wird in Wien“.

Die Protagonisten Marie, Kindermädchen beim berühmten Dichter Arthur Schnitzler, und Oskar, junger Buchhändler in Wien, kommen sich in diesem Buch endlich sehr nahe. Die Liaison begann offensichtlich schon in den Vorgänger Romanen. Während Marie mit der Familie Schnitzler den Urlaub auf einer Insel verbringt, schreiben sich die beiden Liebenden Briefe. Nach der Rückkehr macht Oskar seiner Marie einen Heiratsantrag. Wird diese Liebe in einer Hochzeit münden?

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist sehr schön geschrieben. Die Sprache ist sehr fein und der Zeit (1912) angepasst. Das Wien, die Menschen und die Familie Schnitzler sind ansprechend beschrieben und lassen einen beim Lesen in diese Zeit eintauchen.

Leider findet man in diesem Roman einige Zeitsprünge, die man nicht sogleich wahrnimmt. Außerdem fehlt einem doch ein wenig der Hintergrund der Liebesgeschichte, wenn man die Vorgänger Romane nicht gelesen hat…

Während ihres Urlaubs mit der Familie Schnitzler schreiben sich Marie und Oskar Briefe. Dieser Briefwechsel gibt ein Bild der Umstände wieder, in denen sich die beiden Liebenden befinden. Der Fokus ist auf Marie und auf Oskar gelegt, so dass der Roman fast ausschließlich ihre Gefühle und ihre Erlebnisse beschreibt. Da ist die unsichere Marie, die ihr Glück kaum fassen kann, dass sich Oskar in sie verliebt hat. Auf der anderen Seite der junge Oskar, der sich erst mit der Rolle des Teilhabers einer Buchhandlung anfreunden muss.

Oskar arbeitet in dieser Buchhandlung. Bei der Buchhandlung soll es sich um die heutige Buchhandlung der Autorin handeln. Auch hier taucht man beim Lesen in das Gefühl ein, mitten unter Büchern zu sein.

Petra Hartlieb ist wieder einmal ein ganz atmosphärisches Buch gelungen, das die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts ganz wunderbar wiedergibt.

Schade, dass das Buch so wenige Seiten hat, ich habe es bei einer Autofahrt in den Kurzurlaub komplett gelesen.

Fazit:
Um so richtig in diese Liebesgeschichte eintauchen zu können, würde ich das Lesen der Vorgänger Romane empfehlen. Der Roman war zwar sehr kurzweilig – und er hat mir auf eine schöne Weise die Anreise zu einem Kurzurlaub verkürzt, dennoch fehlte mir eine Art Einstieg in die Geschichte um Marie und Oskar.

Bewertung: **** von *****

Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung (Petra Hartlieb)

Die wundervolle Buchhandlung im „Weihnachtsstress“

Nachdem mir heute ein lieber Mensch ein Päckchen mit wärmenden Socken, Tee, Kerzen und leckeren Keksen zugeschickt hat, dachte ich mir, ich muss nun ein wenig mit dem Lesen „Gas geben“, um schon jetzt weihnachtliche Bücher vorstellen zu können: Gedacht, getan  – und innerhalb von zwei Lesetagen dieses Buch verschlungen…

Beschreibung des Buches:
„Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung“ ist 2018 im DuMont-Verlag als Hardcover mit 160 Seiten erschienen. Das Cover ist mit einer farbenfrohen Zeichnung der Buchhandlung gestaltet: Es weihnachtet! Am Ende des Buches findet man einige schnelle Rezepte von Gerichten, die im Buch erwähnt werden.

Kurze Zusammenfassung:
Petra Hartlieb, Buchhändlerin in Wien und Autorin, hat in diesem schönen Büchlein, die Weihnachtszeit in ihrer Buchhandlung beschrieben.

Mein Leseeindruck:
Gerade in der Vorweihnachtszeit lese ich gerne Bücher, die von Weihnachten oder der besinnlichen Zeit davor handeln. Wenn es sich dann noch um das Leben in einer Buchhandlung geht, dann muss ich ein solches Buch einfach lesen!

Die Autorin Petra Hartlieb hat vor Jahren (2004) mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernommen. Hals über Kopf hat sie sich in das Abenteuer Buchhandlung gestürzt, ist von Norddeutschland nach Wien gezogen – und ist nach wie vor begeistert von ihrem neuen Leben, auch wenn nicht jeder Tag ein Glückstag ist.

Schon in ihrem ersten Buch über ihre Buchhandlung konnte man versinken in das Leben mit Büchern. Auch in diesem Buch beschreibt Petra Hartlieb schonungslos die guten wie auch die schlechteren Seiten vom Führen einer eigenen Buchhandlung: Es sind die Menschen und die Gespräche, die das Besondere an dem Metier Bücher sind.

Man kann beim Lesen eintauchen in die Winter/Weihnachtszeit in Wien, dem hektischen Treiben gerade in einer Buchhandlung, den glänzenden Gesichtern der Beschenkten, dem wunderbaren Gefühl von Bücherstapeln und weihnachtlich dekorierten Schaufenstern….

Die Anekdoten sind in keiner zeitlichen Reihenfolge, einige kannte ich bereits aus ihrem Erstlingswerk über die Buchhandlung, trotzdem ist dies ein kleines Wohlfühlbuch, denn trotz vieler Strapazen, gerade in der Vorweihnachtszeit, scheint das Leben mit einer Buchhandlung für manche Menschen eine Berufung, „das Leben“, zu sein.

Fazit:
Ein gelungener Start in die weihnachtliche Lesezeit! Ein Wohlfühlbuch für absolute „Büchereulen“, hier kann man eintauchen in die Bücherwelt!

Bewertung: **** von *****

Meine wundervolle Buchhandlung (Petra Hartlieb)

Wer Bücher mag – wird dieses Buch lieben

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Mich hat „Meine wundervolle Buchhandlung“ in einer Schaufensterauslage mit seinem schön gestalteten Buchtitel neugierig gemacht. Ich liebe Bücher, kann darin stundenlang versinken. An keiner Buchhandlung kann ich vorbeigehen, deshalb musste ich dieses Buch unbedingt lesen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Meine wundervolle Buchhandlung“ von Petra Hartlieb ist im DuMont-Verlag als Hardcover-Buch erschienen. Es hat 208 Seiten. Ein wunderschön gestalteter Schutzumschlag ziert das Buch. Auf dem Titelbild ist eine „lebendige“ Buchhandlung gezeichnet. Mehrere Personen scheinen sich lebhaft mit Büchern zu beschäftigen bzw. miteinander zu unterhalten. Die Buchhandlung hat etwas Altertümliches, sieht aber trotzdem gemütlich aus. Auf der Rückseite sieht man eine Frau in einem Topf rührend ebenfalls in der Buchhandlung, selbst ein Hund scheint sich hier wohlzufühlen…. Es macht den Eindruck als spiele sich das ganze Leben dort ab.

Die Autorin Petra Hartlieb war Pressereferentin und Buchkritikerin bevor sie mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernahm und später auch Autorin geworden ist.

Kurze Zusammenfassung:
Was macht man, wenn man Bücher liebt und die Möglichkeit hat eine Buchhandlung in seiner Heimat zu übernehmen? Man kauft sie und zieht unter ihr Dach. Petra Hartlieb hat das vor zehn Jahren gemacht. Zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kinder zieht sie von Hamburg nach Wien, beide geben ihre Festanstellungen auf und lassen in Deutschland alles hinter sich. In diesem Buch beschreibt sie die ersten Jahre ihres neuen Lebens als Buchhändlerin und Geschäftsfrau mit allen Facetten.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch hat mich von Anfang an fasziniert. Eine eigene Buchhandlung – das hörte sich für mich zunächst wie ein Traum an, doch was alles dahintersteckt, das erzählt Petra Hartlieb sehr liebevoll, aber schonungslos. Ihr neues Leben mit all der Verantwortung für die Familie und ihrer Angestellten, die vielen Freunde, die mit Unterstützung nicht geizten, die netten Nachbarn und Kunden, die zu engen Vertrauten und Helfern im Netzwerk werden, das man als Familie braucht, insbesondere, wenn man sich für die Selbstständigkeit entschieden und Kinder hat.

Beim Lesen konnte ich mich so richtig in die Stadt Wien versetzen. Mir kam es vor, als würde die Autorin mir ihre Geschichte im Wiener Dialekt erzählen, sie kann ihre Heimat nicht verleugnen. Besonders aufgefallen ist mir das, wenn sie von ihrer jüngeren Tochter erzählt. Dann nennt sie nie den Namen, sie spricht immer nur von „dem Kind“. Aber all das macht dieses Buch aus, es wirkt authentisch.

Auch die Buchhandlung mit ihren so unterschiedlichen Besuchern kann ich mir richtig gut vorstellen und mich hineinversetzen in die Leidenschaft der Autorin besonders in der Weihnachtszeit fast rund um die Uhr arbeiten zu müssen, damit alle Kunden rechtzeitig ihre Geschenke abholen können und es für alle ein schönes Weihnachtsfest gibt. Die unterschiedlichen Kunden und ihre Bedürfnisse, die kleinen Geschichten um besondere Vorkommnisse und Personen machen das ganze Buch absolut lesenswert.

Fazit:
Das Buch zeigt einem eines: Lebe Deinen Traum, es kann gelingen, wenn Du mit Leidenschaft an die Sache gehst, an Dich glaubst und mit Unterstützung von lieben Freunden rechnen kannst. Du brauchst ein Netzwerk!

Außerdem zeigt es, dass die klassische Buchhandlung nicht gestorben ist, allen Unkenrufen zum Trotz. Es bleibt zu hoffen, dass es immer Buchhandlungen wie diese geben wird, die mit ihrem Charme, der Leidenschaft der Buchhändler und mit ganz vielen verschiedenen Kunden das Leben einer Stadt bereichern und die immer wieder ihre Türen öffnen.

Die Autorin betreibt nun übrigens eine zweite Buchhandlung in Wien. Auf ihrer Internetseite gibt es einen schönen kleinen Film von ihr und des „Familienbetriebes“. Sehr sehenswert.

Ein liebevoll gestaltetes Buch zum Hineintauchen in die Welt der Bücher für alle Buchfans!

Bewertung: *****