Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Paolo Roversi)

Jagd nach dem Mörder

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Beschreibung des Buches:
Der italienische Krimi „Tödliches Requiem“ von Paolo Roversi ist im list-Verlag erschienen. Es ist der zweite Krimi einer Reihe um den Journalisten Enrico Radeschi und seinem Freund Vicequestore Sebastini. Das Buch hat 231 Seiten. Die Handlung spielt hauptsächlich in Mailand und Paris.
Das Titelbild ist für einen Krimi ansprechend gestaltet. Passt zum ersten Band der Reihe. Die Kapitel sind mit Songtexten überschrieben, die die jeweilige Stimmung wiedergibt.

Kurze Zusammenfassung:
Der Bürgermeister von Mailand stirbt in der Scala während eines Stromausfalles bei einer Vorstellung. Radeschi, der Journalist und sein Freund Sebastiani vermuten einen Mordfall und ermitteln in Mailand und Paris.

Mein Leseeindruck:
Das zweite Mail wagte ich mich an einen italienischen Krimi von Paolo Roversi, obwohl mir der erste Band nicht so gut gefiel. Doch dieses Mal kam ich beim Lesen besser in die Geschichte hinein. Die Ermittlungstaktiken des Journalisten gefielen mir recht gut. Er ist ein Internetspezialist und Hacker. Seine außergewöhnlichen Ermittlungstaktiken machen den Krimi zu einem interessanten Leseabenteuer. Die Spuren führen schnell nach Paris. Die Beschreibung der Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, Straßen, Gassen und Plätzen ist dem Autor hervorragend gelungen. Man fühlt sich mittendrin im Geschehen. Die Liebschaften und die italienische Heißblütigkeit des Journalisten führen zu manch komischen Szenen und zur Belustigung beim Lesen. Immerhin spielen in diesem Fall auch Frauen eine Rolle, was beim ersten Band kaum der Fall war, allerdings nur als Liebschaften und in Nebenrollen. Der Kommissar findet nicht so große Bedeutung in diesem Fall. Der Fokus liegt auf dem Journalisten. Es erweckt den Eindruck, als habe die italienische Polizei keine Computerspezialisten, weshalb der Journalist, Freund des Kommissars, in die Ermittlungen einbezogen wird.
An einer Stelle hatte ich den Eindruck eines Filmrisses, hier fehlte mir der Übergang zu einer Szene, bei der ich nicht wusste, was zuvor geschehen sein sollte. Die Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche ist bei diesem Band besser gelungen als im Erstlingswerk.

Fazit:
Ein italienischer Krimi, mit nicht zu vielen Charakteren und Namen. Das Ermittlerduo ist liebenswert und komisch. Die Geschichte lustig und abwechslungsreich, allerdings nicht sonderlich spannend.

Bewertung: ***

Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) ( Paolo Roversi)

Italienischer Krimi

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Beschreibung des Buches:
Der italienische Krimi „Die linke Hand des Teufels“ von Paolo Roversi ist im list-Verlag erschienen. Er hat 315 Seiten. Es handelt sich um einen so genannten Provinzkrimi oder auch Regionalkrimi. Die Handlung spielt in Norditalien in einem Dorf namens Capo di Ponte Emilia.

Das Titelbild zeigt einen italienischen Tabakladen, eine Art Kiosk auf italienisch. Es ist für einen Krimi ansprechend gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
In dem norditalienischen Dorf passiert ein Mord. Zuvor wurde dem Opfer eine abgetrennte menschliche Hand als Warnung zugeschickt. Diese war jahrzehntelang in einem Kühlhaus aufbewahrt. Die Polizei ermittelt, kommt aber nicht so recht weiter. Es wird der bekannte Mailänder Journalist Enrico Radeschi zu Rate gezogen, da er aus dem kleinen Ort stammt. Sein Markenzeichen. Computerspezialist. Er forscht und findet Hinweise, die in der Vergangenheit seines Heimatdorfes zu finden sind.

Mein Leseeindruck:
Ein italienischer Krimi, ich hätte es wissen müssen, ist wohl doch nicht so mein Fall. Zunächst kam ich gut in die Geschichte hinein. Las täglich mehrere Seiten, doch nach und nach verwirrten mich die vielen italienischen Namen und Örtlichkeiten. Die Ideen und Verstrickungen bezüglich der Morde, Mordopfer und Beziehungen gefielen mir eigentlich ganz gut. Was mich störte war, dass in diesem Krimi ausschließlich Männer in den Fällen ermitteln. Frauen kommen auch als Nebendarstellerinnen nur wenige vor. Ausnahme die ‚Beziehung‘ des Journalisten zu einer jungen Nachbarin. Das etwas schrullige Verhalten der Männer mit ihren unterschiedlichsten Haustieren, es spielt das Gürteltier Gatsby mit, gefiel mir, lockert die ganze Geschichte etwas auf. Allerdings finde ich die Beziehungen der Opfer nicht gut herausgearbeitet oder es ist mir schlicht entgangen, weil ich mich ständig darauf konzentrieren musste, von welcher Person gerade die Rede ist (wegen der italienischen Namen).

Fazit:
Wer den italienischen Krimi a la „Donna Leon“ liebt, der ist bei diesem Krimi, der wohl den Einstieg in eine ganze Serie sein soll, genau richtig. Ich fühlte mich weniger gefesselt.

Bewertung: ***