Scheissendreck happens (Thorsten Fiedler)

Satirische Anekdoten

Thorsten Fiedler ist Offenbacher, das kann manchmal ein Problem sein – aber mit einem Augenzwinkern und einer großen Portion Humor kann man auch damit leben…

Beschreibung des Buches:
„Scheissendreck happens“ von Thorsten Fiedler ist 2021 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 201 Seiten erschienen. Das Cover ist orange. Hier kann man sich schon an einer lebendigen Illustration einer verzwickten Situation erfreuen.

Kurze Zusammenfassung:
Thorsten Fiedler hat einige seiner oftmals sehr skurrilen Alltagssituationen in Geschichten gepackt. Zwischen diesen findet man das ein oder andere Gedicht auch aus seiner Feder. Das Ganze wird komplettiert durch einige treffende Illustrationen.

Mein Leseeindruck:
Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und konnte somit dem herbstlich trüben Alltagsstress entfliehen.

Thorsten Fiedler gelingt es, aus den eigenen Pleiten, Pech und Pannen mit einem lachenden Auge, seine Leserschaft zu unterhalten. Nur so schafft er es z.B. die eigene Quarantäne mit Humor durchzustehen.

Es sind die alltäglichen Aufreger, die hier als humorvolle Geschichten wieder gegeben werden. Manch eine/r kann da sicherlich auch ein Lied von singen – Thorsten Fiedler dichtet, um sich und andere bei Laune zu halten.

Ganz besonders amüsiert habe ich mich über die automatisch erstellten Rechnungen einer aktualisierten Homepage. Wirklich tolles Marketing-Konzept und Werbung in einem. Das muss man erst mal „können“.

Fazit:
Es gibt die ein oder andere Person in meinem Umfeld, die dieses Buch unbedingt lesen sollte, da werden die eigenen „Problemchen“ dann doch ganz klein und man kann nur sagen: Schlimmer geht immer. Vielleicht einfach mal ein solches Buch schreiben und auf alle Fälle dieses Buch LESEN! Absolute Leseempfehlung!

Bewertung: ***** von *****

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Leise Wut (Cornelia Härtl)

Wut und Spannung – eine Sozialarbeiterin ermittelt in ihrem dritten Fall

Ein Verbrechen hinter verschlossenen Türen zu erkennen und zu ermitteln – Sozialarbeiterin Lena hat bereits in ihren ersten zwei „Fällen“ gezeigt, dass sie das kann.

Beschreibung des Buches:
„Leise Wut“ von Cornelia Härtl ist 2020 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 285 Seiten erschienen. Auf dem Cover sieht man einen auf dem Bauch liegenden Teddy abseits eines Weges liegen.

Kurze Zusammenfassung:
Ein ängstlicher Anruf einer Mutter eines ehemaligen zu betreuenden Kindes in Lena Borowskis Arbeitsbereich als Offenbacher Sozialarbeiterin erreicht Lena. Noch bevor sie die Mutter zuhause antreffen kann, werden diese und ihr Sohn Tobias tot aufgefunden. Obwohl Lena nicht mehr für die beiden zuständig war, wird sie von ihrer Behörde suspendiert, da Tobias‘ Körper massive Gewalteinwirkungen aufweist. Lena versucht auf eigene Faust zu ermitteln – und reist dafür sogar nach Menorca…

Mein Leseeindruck:
Es ist der erste Krimi, den ich von Cornelia Härtl gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir gleich gefallen.

Neben der eigentlichen Handlung, die den Fokus auf Lena Borowski legt, begleiten einen beim Lesen die Gedanken und Gefühle eines Mädchens, das mit einem kleinen Jungen aus einer Wohnung flieht.

Die Handlung des Krimis spielt sich im Rhein-Main-Gebiet und auf Menorca ab. Viele Örtlichkeiten sind mir bekannt und ich konnte mir die Szenen hier ganz besonders gut vorstellen, allerdings nicht die dann doch etwas erschütternden Szenen, die sich „hinter verschlossenen Türen“ mit Schutzbefohlenen, den Kindern, abspielten.

Der Krimi greift die meist versteckten Dramen auf, die sich in Familien, aber hier in ganz besonderen Kreisen abspielen. Manchmal wird einfach weggesehen. Gelangt dann doch etwas in die Öffentlichkeit, werden oftmals Unschuldige an den Pranger gestellt, um von den eigentlichen Tätern/innen abzulenken.

Ein sozialkritischer Krimi, der nicht leicht zu verdauen ist, aber aufzeigt, dass Vieles vertuscht wird oder man einfach wegschaut.

Fazit:
Ein besonderes Thema, das niemanden kalt lassen sollte, Spannung, Ermittlungsarbeit vom Feinsten und ein turbulentes Privatleben der Ermittlerin sorgen für gute Krimiunterhaltung.

Bewertung: **** von *****

Abseits (Thorsten Fiedler)

Der dritte Krimi um OFC-Fan Adi Hessberger

Gastrezension von Matthias Busch:

Ich habe bereits die ersten beiden Krimis um Adi Hessberger gelesen. Deshalb musste es nun auch dieser Krimi sein.

Beschreibung des Buches:
„Abseits“ von Thorsten Fiedler ist 2020 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 206 Seiten erschienen. Das Cover ist rot/weiß (Offenbacher Kickers) gehalten, es zeigt einen Blick in das Offenbacher Stadion.

Kurze Zusammenfassung:
Der dritte Offenbach Krimi von Thorsten Fiedler, steht, wie sollte es auch anders sein, wieder mal im Zusammenhang mit dem OFC. Zu Anfang, noch völlig unabhängig vom OFC, startet der Krimi mit einem erhängten Lehrer, der im Zusammenhang mit belastendem Bildmaterial seiner Schutzbefohlenen gebracht wird. Die Ermittlungen, geführt von Adi Hessberger, ergeben keine Hinweise auf Fremdverschulden lassen aber auch die Frage offen, was es konkret mit dem Bildmaterial auf sich hat.

Mein Leseeindruck:
Adi Hessberger leitet die Ermittlungen, die allein schon schwierig genug sind. Doch verbandelt mit der Kollegin Sina Fröhlich, wird durch Sinas Kenntnis von der kurzen Affäre Adis mit Clarissa Wegner, der Gerichtsmedizinerin, während Sinas Krankenstandes in Adis letztem großen Fall, seine Arbeit nicht leichter.  

Klar, Adi ist OFC Fan durch und durch, so sind auch seine Stadionbesuche immer wieder Thema und  saisonal real beschrieben, wenn sie zeitlich zu seiner Arbeitszeit als Ermittler passen.  

Im Verlauf der Geschichte gibt es weitere Tote und Personen, denen Gewalt durch den vermeintlichen Täter zugefügt wurde und die irgendwie mit dem OFC und der Fangemeinde zusammen stehen könnten.

Ein klares Bild, dass alle Vorfälle zusammenhängen, ergibt sich aus den  Ermittlungen noch nicht. Für den Leser entsteht gefühlt der Eindruck, dass der Täter überall und nirgends ist und der Polizei bis zum Schluss immer einen Schritt voraus ist. Wie er dies erreicht bleibt geheim. Gegen Ende nimmt die Geschichte noch mal fulminant Fahrt auf und wird zum Spiel gegen die Zeit.

Schön ist, dass die Kapitel zeitlich und örtlich datiert sind und so den Ablauf miterleben lassen. Auch mit den Beschreibungen der Offenbacher Örtlichkeiten gibt Thorsten Fiedler dem Krimi eine Heimatnähe, die man gerne in regionalen Krimis liest.   

Schade ist, dass die genauen Beweggründe und die Art und Weise wie der Täter vorgeht, nicht detaillierter beschrieben wurden.

Aber eins verspricht das Ende – dass es eines mit Aussicht ist – für Sina und Adi.

Fazit:
Ich habe mich jederzeit gut unterhalten gefühlt, wenn ich mir auch ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.

Anmerkung:
Dieses Buch wurde von Matthias Busch gelesen und rezensiert.

Bewertung: **** von *****

Nachspielzeit (Thorsten Fiedler)

Ein Serienmörder geht um

Wieder einmal ein Krimi von der „anderen Mainseite“, Offenbach – auch als Frankfurt am Main Fan darf man über den Tellerrand schauen…

Beschreibung des Buches:
„Nachspielzeit“ von Thorsten Fiedler ist 2019 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 207 Seiten erschienen. Das Cover ist rot/weiß (Offenbacher Kickers) gehalten, es zeigt einen Einblick in das Offenbacher Stadion.

Kurze Zusammenfassung:
Treibt ein Serienmörder wieder Unheil in der Mainstadt? Polizisten werden ermordet, das Kommissariat verliert nach und nach seine Mitarbeiter. Kriminalkommissarin Sina Fröhlich, die Freundin von Kommissar Adi Hessberger (großer Offenbacher Kickers Fan) liegt noch immer im Koma und Adi legt depressives Verhalten an den Tag. Wie kommen alle Beteiligten aus diesem Teufelskreis heraus. Der Krimi gibt die Antwort…

Mein Leseeindruck:
Ich habe diesen Krimi im Urlaub an zwei Tagen gelesen. Er war durchweg spannend. Die Charaktere, die ich schon aus dem ersten Teil dieser Reihe kannte, sind sympathisch dargestellt, man leidet mit ihnen und rätselt, wer mordet hier wie am Fließband…

Der Krimi spielt in einem Zeitraum von 6 Monaten. Die recht kurzen Kapitel sind zum größten Teil mit Örtlichkeit, Datum und Uhrzeit versehen. Die Szenenwechsel machen den Krimi rasant uns spannend zu gleich.

Bis zum Ende ist nicht ganz klar, wer für die Serienmorde verantwortlich ist und warum es ausschließlich die Mitarbeiter der Polizeidirektion trifft.

Am Ende des Buches findet man noch eine Beschreibung der Schauplätze.

Fazit:
Ein wieder sehr spannender Offenbach-Krimi, mit, für meinen Geschmack, zu vielen Toten. Ich hoffe, dass im nächsten Adi Hessberger Krimi weniger Tote zu beklagen sind 😉

Bewertung: **** von *****

Schlusspfiff (Thorsten Fiedler)

Krimi, nicht nur für Offenbacher – Serienmord an Schiedsrichtern

Als bekennender Frankfurt am Main Fan kann man auch mal ein Buch lesen, das einem die Stadt auf der anderen Mainseite näher bringt…

Beschreibung des Buches:
„Schlusspfiff“ von Thorsten Fiedler ist 2018 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 203 Seiten erschienen. Das Cover ist rot/weiß (Offenbacher Kickers) gehalten, es zeigt eine Ecke des Stadions „Bieberer Berg“.

Kurze Zusammenfassung:
Es fängt mit einem toten Schiedsrichter an – Kriminalhauptkommissar Adi Hessberger, der bekennender OFC-Fan ist, muss ermitteln. Weitere ermordete Schiedsrichter werden in Offenbacher Fußballstadien gefunden. Ist hier ein Serienmörder unterwegs? Was sind seine Beweggründe? Geht es um verlorene Fußballspiele?

Mein Leseeindruck:
Der Sprachstil des Autors liegt mir. Schnell habe ich mich in diesen Krimi eingelesen und fand die Akteure gleich sympathisch:
Kriminalhauptkommissar Hessberger, der ein fleißiger Ermittler zu sein scheint, seine Kollegin, die Kriminalkommissarin Sina Fröhlich, von der er sich mehr als nur Freundschaft erhofft, und Rüdiger Salzmann (ebenfalls Kriminalkommissar) bilden ein gutes Team. Jeder hat so seine Eigenheiten, die der Autor gut herausgearbeitet hat.

Der Krimi spielt in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen, die relativ kurzen Kapitel sind meist mit Datum und Uhrzeit betitelt. In diesem Krimi geht es ziemlich rasant zu. Ein Toter „jagt“ den nächsten Toten. Es gibt schnelle Szenenwechsel und auch einige Rückblicke, die man aber erst am Ende so richtig zuordnen kann.

Die Spannung bleibt bis zum Schluss auf hohem Niveau, man tappt bis zur Auflösung der Mordfälle im Dunkeln, wer hier der oder die Mörder/in ist.

Gut haben mir die Beschreibungen der einzelnen Lokalitäten/Orte gefallen. Bisher kannte ich in Offenbach nur den Marktplatz, das Capitol und den Parkplatz am Mainufer (alles im Dunkeln). Durch das Buch habe ich Lust bekommen, Offenbach doch einmal näher zu erkunden.

Besonders zu erwähnen ist die Auflistung der „wichtigen Personen“ am Ende des Krimis und die Beschreibung der Schauplätze, die dieser Liste folgt.

Fazit:
Auch „Offenbach“-Krimis können spannend sein! Bleibt zu hoffen, dass es weitere Fälle um den Kriminalhauptkommissar Hessberger geben wird.

Bewertung: ***** von *****