Das muss Liebe sein (Katja Kessler)

DER „Ratgeber“ für die glückliche Ehe 😉

Manchmal muss ich einfach mal ein vermeintlich lustiges Buch lesen…hier habe ich es gefunden.

Beschreibung des Buches:
„Das muss Liebe sein“ ist 2018 als Taschenbuch im Diana-Verlag erschienen. Das Buch hat 352 Seiten. Das Cover ist blau, mittig ist ein großes rotes Herz abgebildet, in diesem ist der Titel des Buches hineingedruckt.

Kurze Zusammenfassung:
Katja Kessler, Zahnärztin, Journalistin und Autorin, ist selbst schon über 15 Jahre verheiratet mit Kai Diekmann, ehemaligem Herausgeber der BILD-Gruppe. Gemeinsam haben sie vier Kinder.

Mein Leseeindruck:
Katja Kessler ist bekannt für ihre humorvollen Bücher, die mit einem Augenzwinkern geschrieben sind und die man auch so lesen und interpretieren muss.

Ich habe mich völlig auf dieses Buch einlassen können. Die „54 ½ Pflegetipps für die glückliche Ehe“ sind in einzelnen Kapiteln behandelt. Jedes Kapitel ist mit einer treffenden Zeichnung bestückt. Zusätzlich gibt es zahlreiche Statistiken, Fragen/Antwort-Spiele und weitere schön aufbereitete Tipps.

Die Tipps sind teilweise aus der eigenen Erfahrung heraus entstanden, aber auch mehreren Büchern und Untersuchungen/Studien entnommen, die man im Anhang der Kapitel findet.

Das Buch kann man zur leichten Unterhaltung im Zug, auf der Liege oder abends (heimlich im Bett 😉 lesen und darüber schmunzeln. Vieles kommt einem bekannt vor, manche Situationen kann man mithilfe des Buches auf humorvolle Weise vielleicht beim nächsten Mal auf eine andere Art bewältigen und den Partner damit überraschen.

Mir hat das Buch viel Spaß bereitet. Es ist kurzweilig, lustig, authentisch geschrieben (wenn Frau Kessler von der eigenen Ehe berichtet, wirkt es wirklich, wie eine Tatsache) und gibt einem Ratschläge, die man befolgen kann – aber nicht muss.

Fazit:
Sollte man ein solches Buch einem jungen Paar noch vor der Ehe schenken? Ich finde, ja, dann weiß es, was auf es zukommen kann. So entgeht man vielleicht der ein oder anderen Enttäuschung.

Bewertung: ***** von *****

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Schokohasenküsse (Heike Wanner)

Warmherzige Frühlings-Geschichte

Nach den vielen Krimis die ich in der letzten Zeit gelesen habe, habe ich mir für ein gemütliches Lesewochenende diesen schönen Roman ausgesucht…

Beschreibung des Buches:
„Schokohasenküsse“ von Heike Wanner habe ich als E-Book-Ausgabe gelesen. Auf dem Titelbild sind lustige weiße Osterhasenküchlein abgebildet. Der Hintergrund ist in einem frischen Hellblau gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Sina führt ein kleines Café an einer S-Bahnstation in Frankfurt. Jeden Morgen kommt Alexander vorbei und holt sich hier sein Frühstück, um danach zu seinem Arbeitsplatz zu fahren. Meistens ist er in ein Telefongespräch vertieft. Während sich Sina schon seit mehr als zwei Jahren über seine morgendliche Anwesenheit freut, hat Alexander sie bisher nicht sonderlich wahrgenommen. Das ändert sich, als er unverhofft das Osterfamilientreffen mit seiner Familie (Großmutter, Eltern und Geschwister) im Familien-Wochenendhaus im Odenwald organisieren muss. Da ist Sina schnell zur Stelle und bietet ihre Hilfe als „Paryservice“ an. So reist sie über Ostern mit Alexander in den Odenwald und lernt seine Familie kennen (und lieben)…doch plötzlich taucht Alexanders Freundin auf…

Mein Leseeindruck:
Diese Geschichte ist abwechselnd aus Sicht von Alexander und Sina geschrieben, so ist man mitten im Geschehen und bekommt die Gedanken und die Gefühlswelt beider Protagonisten live mit.

Heike Wanner ist einmal wieder mehr eine hinreißende Geschichte über ein zunächst sehr ungleich wirkendes Paar gelungen. Mit viel Warmherzigkeit und mit Liebe zum Detail (man kann die schmackhaften Köstlichkeiten, die gekocht und gebacken werden, förmlich riechen) gelingt es der Autorin uns LeserInnen mitten in die Geschichte hinein zu beamen.

Die doch recht unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Protagonisten/Familienmitglieder hat Heike Wanner wunderbar herausgearbeitet. Auch wenn manches vorhersehbar erscheint, so fühlt man sich beim Lesen einfach (zunächst) in eine heile Welt hineinversetzt – und genau das wünscht man sich doch manchmal, wenn man beim Lesen entspannen möchte! Natürlich fehlt es in diesem Roman auch nicht an den üblichen Irrungen und Verwirrungen….

Fazit:
Ein kleiner Liebesroman, der unterhält und gleichzeitig spannend ist. Wer erobert Alexanders Herz? Ich hätte mir allerdings mehr als nur ein Rezept der leckeren Köstlichkeiten (am Ende des Buches findet man ein „Double Chocolate Muffins“ – Rezept) gewünscht 😉 !

Bewertung: ***** von ****

Was man von hier aus sehen kann (Mariana Leky)

Skurriler Roman mit Tiefgang

Ein ungewöhnliches Titelbild mit einem seltsamen Titel brachte mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky ist 2017 im Dumont-Verlag als Hardcover Buch mit 315 Seiten erschienen. Das Titelbild ist hell gehalten, man sieht ein Okapi auf einem Apfelbaum-Blatt (mit Aussicht). Der Titel nimmt fast die Hälfte der Buchseite ein.

Kurze Zusammenfassung:
Selma lebt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Immer wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt in den nächsten 24 Stunden ein Mensch (aus dem Dorf). Die Dorfbewohner entwickeln an solchen Tagen immer eine gewisse Emsigkeit. Sie bringen Dinge in Ordnung, lassen Sachen verschwinden, denken über die Liebe nach, wagen Neues uvm.

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Luise, Selmas Enkelin, erzählt. Der Roman umfasst mehrere Jahre noch vor der Jahrtausendwende (2000) und später. Smartphones gibt es noch nicht, die Kommunikation läuft über Briefe und Festnetztelefonate und natürlich über das gesprochene Wort.

Luise beschreibt die vielen verschiedenen Persönlichkeiten durch ihre Brille. Die Erzählweise ist an manchen Stellen recht skurril und sehr humorvoll. Die einzelnen Protagonisten sind u.a. ihr Vater, der ein Weltenreisender geworden ist, die Mutter, die sich in einen Dorfbewohner verliebt hat, ein Optiker (mit einem Koffer voller angefangener Liebesbriefe), ein Buchhändler (in dessen Buchhandlung Luise lernt und arbeitet), Tante, Onkel, Luises Jugendfreund Martin, ein junger Mönch (in den sich Luise nicht, oder vielleicht doch verliebt) und die unterschiedlichsten Dorfbewohner. Einer seltsamer als der andere.

Ich habe dieses Buch an zwei Tagen regelrecht verschlungen, wollte immer wissen, wie es in dieser doch so engen Dorfgemeinschaft weitergeht. Die Handlungen sind zwar auf der einen Seite sehr alltäglich, sind aber durch die Sichtweise und die Erzählsprache (kurze und knappe Sätze) immer wieder etwas Besonderes.

Jede einzelne Person mit ihren Marotten wächst einem beim Lesen ans Herz, man mag die Person, gerade weil sie so etwas Besonderes ist. Bei manchen fühlt man, wie als sei man zuhause im eigenen Wohnzimmer (oder in dem der Eltern).

Der Roman berührt, weil er so „ehrlich“ mit der Realität umgeht. Die Geschichten um die Menschen sind sehr tiefgründig. Es geht um Liebe und Tod, aber auch um Verletzlichkeit.

Fazit:
Auch wenn der Roman an manchen Stellen recht traurig ist, man sollte sich auf diese ganz ungewöhnliche Geschichten einlassen.

Bewertung: *****

 

Das Leben ist kein Punschkonzert: Ein Weihnachtsroman (Heike Wanner)

Weihnachtszeit – Zeit der Liebe, Zeit für die Familie

Frauenromane sind eigentlich nicht mein Lieblingsgenre, aber bei Heike Wanner greife ich immer gerne zu. Ihre Romane sind herzerfrischend, wirken sehr authentisch und lassen einen ganz und gar eintauchen in die Geschichte – und gerade zur Weihnachtszeit liebe ich es Weihnachtsromane zu lesen.

Beschreibung des Buches:
„Das Leben ist kein Punschkonzert“ ist 2017 im Ullstein-Verlag als Taschenbuch mit 304 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Ausgabe gelesen. Das Cover ist weihnachtlich mit Punschzutaten gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
Julia, Melly und Caro sind Schwestern, so unterschiedlich, wie Geschwister nur sein können. Während die Jüngste, Julia, den Kartoffelpufferstand der Eltern übernommen hat und alljährlich auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt steht, wurde aus Caro eine „Karrierefrau“ und Melly arrangiert das Familienleben mit Mann, Aupair und ihren Kindern. Als Julia sich bei einem Geschwisterspaziergang auf Glatteis das Handgelenk verletzt, müssen alle gemeinsam den Kartoffelpufferverkauf auf dem Weihnachtsmarkt stemmen.

Mein Leseeindruck:
Man fühlt sich in Heike Wanners Büchern gleich „zuhause“, denn sie sind sehr lebensnah geschrieben. Der Umgang der Geschwister miteinander ist mir gleich vertraut. Als Hauptkulisse den Wiesbadener Weihnachtsmarkt (Sternschnuppenmarkt) auszuwählen, hat mir ganz sehr gefallen. Die Beschreibungen der Gerüche, Lichter und Menschen lassen einen wunderbar in die Adventszeit eintauchen. Und Wünsche, wie man sie bei einer Sternschnuppe oftmals „an den Himmel schickt“, haben in dieser Geschichte eine ganz besondere Bedeutung…

Dieser Weihnachtsroman, wie kann es anders sein, ist in 24 Kapitel unterteilt. So kann man sich jeden Tag ein Kapitel in der Adventszeit vornehmen, wenn man nicht so neugierig wie ich ist und die Geschichte fast am Stück liest.

Der Roman beleuchtet immer alle Blickwinkel, so dass man als Leser(in) gleich auf dem Laufenden ist und so manche Situation voraussieht. Dass manches anders kommt, macht das Lesen so spannend – es ist kein „Punschkonzert“. Drei Frauen, drei verschiedene Lebenssituationen, die Liebe, das Leben – das bringt abwechslungsreiche Unterhaltung. Man kann sich beim Lesen in jede der Frauen hineinversetzen, Heike Wanner hat sie liebevoll und durch ihre Erzählweise ganz wunderbar beschrieben.

Gerade das Zusammenhörigkeitsgefühl einer Familie hat Platz in diesem Roman gefunden, oftmals fehlt es an diesem in der heutigen Zeit.

Besonders gefallen hat mir, dass hier der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt so schön vorgestellt wird. Ich war hier noch nie, muss ihm aber jetzt unbedingt einmal einen Weihnachtsbesuch abstatten, schließlich wohne ich nur ca. 30 Minuten von Wiesbaden entfernt.

Wie bei Heike Wanners Büchern mittlerweile üblich erhält sie am Ende der Geschichte noch ein paar schöne Rezepte bereit. Hier findet man Monikas Punschkuchen und Rezepte für Kartoffelpufferbeilagen.

Fazit:
Weihnachtszeit – Zeit für die Familie – Zeit für wunderbare Romane von Heike Wanner und für ein vorweihnachtliches Buchgeschenk.

Bewertung: *****

Der Anruf kam nach Mitternacht (Tess Gerritsen)

Die große Suche – oder – auf der Flucht

Ich habe schon Bücher von Tess Gerritsen gelesen, war aber bisher nicht ganz so begeistert von ihren Thrillern. Der Titel dieses Buches klang spannend und auch das Titelbild hat mich angezogen.

Beschreibung des Buches:
„Der Anruf kam nach Mitternacht“ von Tess Gerritsen ist 2017 als Taschenbuch im HarperCollins Verlag mit 304 Seiten erschienen. Es handelt sich um das Erstlingswerk der Autorin, das hier in einer Neuauflage herausgegeben wurde. Auf dem Titelbild ist eine Taschenuhr mit Blutspritzern abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In einem Hotel kommt ein Mann bei einem Brand ums Leben. Es handelt sich zweifelsohne um Geoffrey Fontaine, den Ehemann Sarahs, die erst zwei Monate zuvor geheiratet hatten. Nachdem Sarah feststellen muss, dass ihr Mann offensichtlich ein Doppelleben geführt hat und sie dann plötzlich doch einen Anruf von ihm bekommt, macht sie sich von Washington aus auf die Suche nach ihm in Europa. Unterstützt wird sie vom Botschafter Nick O’Hara. Während ihrer Suche (und späteren Flucht) kommen die Zwei sich näher…

Mein Leseeindruck:
Nachdem ich das Buch am Anfang sehr spannend fand, so dümpelte die Geschichte später nach und nach vor sich hin. Aus der Suche wird eine Flucht vor immer mehr Verfolgern. Schwerstkriminelle mit üblen Methoden als auch Behörden zwingen Sarah und Nick immer wieder weiter zu reisen. Man blickt nicht ganz durch wer nun hinter wem her ist und ob Sarahs Mann tatsächlich noch am Leben ist.

Dieser Thriller spielt in der Zeit vor der Wende teilweise auch im geteilten Berlin. Besonders auffallenden die zahlreichen Telefonate aus Telefonzellen heraus.

Ich würde dieses Buch als Spionagethriller (mit vielen Toten) und mit eingebetteter Liebesgeschichte beschreiben. Der Schreibstil ist flüssig, die Schauplätze London, Berlin, Amsterdam gut ausgewählt, aber bezüglich ihrer Atmosphäre nicht besonders beschrieben, das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den Handlungssträngen und Action.

Schade finde ich, dass man hier dem Leser ein „altes“ Buch der Autorin als Neuerscheinung in 1. Auflage verkauft.

Fazit:
Wer einen Thriller lesen möchte, der offensichtlich das Erstlingswerk der Autorin ist und vor 1989 spielt, der ist hier richtig. Mir hat er nur mittelmäßig gefallen.

Bewertung: ***

Jasmin und Bittermandeln (Julia Freidank)

Geheimnisse in Rom

Dieses Buch hat mich aufgrund seines Titels und seines Covers angezogen. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich gleich das ganze Buch lesen.

Beschreibung des Buches:
„Jasmin und Bittermandeln“ ist im August 2017 im Tinte & Feder Verlag als Taschenbuch mit 344 Seiten erschienen. Auf dem Cover nimmt der Titel schon die Hälfte der Seite ein, des Weiteren sind Mandeln, Oliven, ein Weinglas, Papier mit Handschrift und eine Ansichtskarte aus Rom zu sehen. Man hätte durchaus mehr von Rom auf diesem Bild zeigen können…oder vielleicht auch den Pasquino.

Kurze Zusammenfassung:
Die Studentin Lara reist für ein Forschungsprojekt nach Rom, hier soll sie die Botschaften untersuchen, die an der berühmten Pasquino Statue hinterlassen werden. Diese Botschaften beinhalten Texte über die Welt, Politik und Rom. Sie wohnt bei Jasmin, die sie in ihrer Wohngemeinschaft mit dem Journalisten Francesco aufnimmt. Hier trifft sie auf einen Bekannten, ihren Kommilitonen Momus aus München. Als Lara Botschaften findet, die nur für sie bestimmt sein können, macht sie sich auf die Suche nach dem Urheber. Ihre Suche wird immer intensiver, nachdem sie sich in den unbekannten Schreiberling verliebt hat. Ihre Reise nach sich selbst beginnt…

Am Ende des Buches findet man im Quellenverzeichnis zahlreiche Bücher aus denen philosophische Texte im Roman Platz gefunden haben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, man taucht in die ewige Stadt Rom mit all ihren Geräuschen, Gerüchen, der Kunst und den Menschen ein. Mit Lara erlebt man hautnah das Geheimnisvolle um die Statue Pasquino. (Es gibt ihn wirklich, diesen Pasquino. Er sitzt auf einem Sockel auf den Menschen ihre Botschaften geheftet (haben). Nachdem man im Jahr 2009/2010 den Sockel gereinigt und alle Botschaften entfernt hat, versucht man bis heute das Bekleben mit neuen Zetteln zu verhindern.)

Auf der Suche nach sich selbst trägt jeder Mensch bei, der Lara in dieser Geschichte begegnet, indem er ihr, wie der Journalist Francesco, zur Seite steht oder aber indem er/sie Laras Hilfe benötigt, wie z.B. Hayat, die bei Lara wohnen darf, nachdem ihr Mann handgreiflich geworden ist. Laras altes Leben in München verblasst immer mehr, zu viele neue Eindrücke bereichern ihr Leben.

Die Geschichte um die Botschaften am Pasquino ist geheimnisvoll und spannend zugleich und sie entwickelt sich nach und nach zu einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Aktuelle Themen sind ebenfalls wunderbar in diesen Roman eingearbeitet worden ohne dass sie zum Hauptthema werden oder belehren. Wer sich für Rom und speziell für Kunst interessiert, der kommt auf seine Kosten. Ich habe die atmosphärische Geschichte einfach nur genossen – und Lust auf eine Reise nach Rom bekommen.

Fazit:
Ein wunderschöner Sommerroman für Menschen, die die Kunst, das Reisen und die Menschen lieben!

Bewertung: *****

Meine zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine (Rebecca Raisin)

Paris – Stadt der Träume – und der Bücher

Das Cover mit seinem Titel war es, was mich sofort angezogen hat. Ein Buch, das von einem Buchladen handelt inmitten von Paris, das hat mich neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
„Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine“ ist 2017 im Verlag Rütten & Loening als Hardcover erschienen. Das Buch hat 320 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man eine Buchhandlung in einer kleinen Gasse (in Paris), ein sehr passendes Bild.

Kurze Zusammenfassung:
Sarahs Freundin Sophie aus Paris braucht eine Auszeit, deshalb tauschen die beiden ihre Buchläden für einige Zeit. Während Sophie Sarahs Buchladen in Ashfort, Amerika, übernimmt, lebt sich Sarah in Paris in der kleinen Buchhandlung am Ufer der Seine ein. Eigentlich hat sie Sehnsucht nach ihrem Freund Ridge, der als Journalist in der Welt herumfliegt und wenig Zeit mit ihr verbringen kann, doch die Arbeit in der Buchhandlung fordert ihre ganze Kraft. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Schriftsteller, der in einem Raum des Buchladens seine Romane schreibt…

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist aus der Sicht Sarahs geschrieben, so ist man als Leser mitten im Geschehen. Sarahs Gedanken, ihre Gefühle und ihre ganzen Eindrücke in Paris erlebt man hautnah mit. Der Autorin ist es gelungen, dass man sich mitten in die Szenen hineinversetzt fühlt. Ich konnte mir die Buchhandlung sehr gut vorstellen, da fast jede kleine Einzelheit sehr genau beschrieben ist. Ich fühlte mich in jedem Zimmer wie in einem kleinen Museum und konnte in Gedanken von Raum zu Raum gehen.

Gerüche, Gefühle, Farben aber auch Geräusche hat die Autorin ganz wunderbar in die Geschichte einfließen lassen. Offensichtlich ist hier auch die Übersetzung sehr gut gelungen.

Die Geschichte um den Buchladentausch wirkte auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, aber dieser Roman hat es in sich. Wer Bücher liebt, der versinkt förmlich in diese Geschichte. Wer Paris mag, der hat hier einen wunderbaren Reiseführer in der Hand. Selbst wer Spannung bevorzugt, der kommt auf seine Kosten.

Sarah macht in dieser Geschichte eine Wandlung mit. Zunächst ist sie eher zurückhaltend und unsicher. Je mehr sie sich zutraut, auf die Menschen zugeht und mit einzelnen vertrauter wird, desto mehr Selbstvertrauen erlangt sie. Man begleitet sie als Leser intensiv bei ihrer Entwicklung. Die Autorin hat auch die anderen Charaktere in diesem Roman wunderbar ausgesucht und beschrieben. So gibt es die verschiedensten Mitarbeiter/innen im kleinen Buchladen, die alle ihre eigene kleine Geschichte haben. Die einen liebt man, die anderen findet man schon vom ersten Auftritt an unangenehm. So wie im richtigen Leben. Sarah bleibt hier nichts erspart.

Mir hat besonders gut gefallen, dass neben einer Liebesgeschichte auch Bücher eine große Rolle spielen. Die Nebenhandlung mit dem Schriftsteller, der sich in der Buchhandlung einnistet und seine Romane schreibt, ist besonders gelungen. Hier trifft Sarah auf einen Menschen, der sie aus der Reserve locken kann. Als die Zwei versteckte Briefe im „Schreibzimmer“ des Schriftstellers finden, beginnt ein besonders spannender Teil in diesem Roman. „Wer mag der geheimnisvolle Briefeschreiber sein?“, fragt man sich.

Fazit:
Die Welt der Bücher, Paris, eine Liebesgeschichte, Spannung, was will man mehr!? Mir hat dieses zauberhafte Buch sehr gut gefallen. Als Geschenk für Menschen, die Bücher lieben, wird es ab sofort meine erste Wahl sein.

Bewertung; *****