Bailey – Ein Freund fürs Leben (W. Bruce Cameron)

Nicht nur für Hundefreunde – eine zauberhafte Geschichte

Als ich das Titelbild sah und mir den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich, das Buch muss ich lesen!

Beschreibung des Buches:
„Bailey – ein Freund fürs Leben“ von W. Bruce Cameron ist 2017 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 351 Seiten. Das Titelbild zeigt ein Hundegesicht (mit einem freundlich blickenden Hund).

Kurze Zusammenfassung:
Bailey ist ein Hund, der in jungen Jahren auf der Straße lebt. Kurz vor seinem Tod fragt er sich, was der Sinn seines Lebens gewesen sein könnte? Kurz nach seinem Tod kommt er als Rassehund wieder auf die Welt. Doch seine Reise ist auch hier noch nicht zu Ende. Nachdem er seine „Mission“ erfüllt hat, wird er auch nach diesem Leben als Hund wieder geboren.

Der Roman ist aus der Sicht des Hundes geschrieben. Mittlerweile wurde Baileys Geschichte verfilmt.

Mein Leseeindruck:
Dies ist ein ganz berührendes Buch. Dem Autor W. Bruce Cameron ist hier etwas ganz besonderes gelungen. Es ist einfach unterhaltsam und schön, wie er das Leben eines Hundes aus Sicht des Tieres beschreibt. Der Hund Bailey beobachtet ganz anders, als wir Menschen das tun. Seine Gedanken wirken so unverdorben. Meist will er einfach nur gefallen, Spaß am Leben haben und dem Menschen „dienen“. Er ist uneigennützig, wenn es um die Rettung eines Menschen geht und treu, wie es nur ein Hund sein kann.

Man schließt den Hund in jeder seiner Geschichten sofort ins Herz. Die einzelnen Geschichten/Leben Baileys sind so warmherzig geschrieben, dass man an manchen Stellen fast weinen könnte, man ist einfach berührt, man trauert und fiebert mit.

Als Hundebesitzer oder Hundefreund kennt man manche Situationen und fragt sich: Was denkt der Hund sich gerade (dabei)? In diesem Buch werden so einige „Geheimnisse“ gelüftet. Der Autor hat sich bei der Recherche zu diesem Buch sehr mit der Hundekörpersprache, der Hundepsychologie und auch mit dem Thema Rettungshunde beschäftigt.

Ein bisschen hat mich dieses Buch an die Filme von „Lassie“ in den 60ern und 70ern erinnert, die ich als Kind gerne gesehen habe.

Fazit:
Ein Buch, nicht nur für Hundefreunde, sondern für alle Menschen. Mich lässt es auch noch Tage nach dem Fertiglesen nicht los…

Bewertung: *****

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Elf Leben (Mark Watson)

Flucht vor der Wahrheit

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Beschreibung des Buches:
Im Roman „Elf Leben“ von Mark Watson geht es um einen Londoner Nachtmoderator, der im Radio Nacht für Nacht Anrufe von meist verzweifelten Menschen entgegen nimmt und ihnen zuhört.

Kurze Zusammenfassung:
Xavier Ireland, der Moderatior, ist Mitte dreißg. Er lebt seit einigen Jahren in London, ist aber in Australien aufgewachsen. Nachts moderiert er, tagsüber ist er ein begeisterter Turnier-Scrabble-Spieler. Er hat Australien wegen eines Vorfalls verlassen, der sein Leben veränderte. In London laufen ihm einige Menschen über den Weg, denen er gewollt oder ungewollt Hilfestellungen bietet, dabei verdrängt er seinen eigenen Schicksalsschlag gekonnt. Erst das Auftauchen einer Putzfrau bei einem Speed-Date, mit der er sich anfreundet, öffnet ihm die Augen. Die liebevolle Art von Pippa lässt ihn endlich seine eigene Geschichte aufräumen.

Mein Leseeindruck:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zunächst allerdings war ich verwirrt von den manchmal parallel laufenden Handlungen. Sie ergaben aber im Laufe der Geschichte einen Sinn. Die verschiedenen „Elf Leben“ haben zwar eigentlich nichts miteinander zu tun, dennoch bilden sie eine Kettenreaktion, weil sich nicht miteinander bekannte Personen irgendwie durch einzelnes Handeln beeinflussen.
Dem Autor gelingt es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Besonders der Anfang hat so etwas in mir ausgelöst sofort tief in die Geschichte einzusteigen. Es gelingt dem Autor durch seine Beschreibung der Stimmung den Leser in den Bann zu ziehen. Die Personen sind gut beschrieben, man kann sie sich bildlich vorstellen. Die Namen sind gut gewählt, sie prägen sich ein und man kann sich dadurch noch Seiten später erinnern, was sich mit wem zugetragen hat. Die Lokalität London ist gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. London – die Millionenstadt ‚ und die Probleme des Einzelnen. Die ganze Geschichte hat mich fasziniert. Ein Moderator, der nachts den Problemen der Menschen zuhört, tagsüber nicht wegschaut (nur einmal und darüber macht er sich ständig Vorwürfe) und sich um fremde Menschen kümmert, weil es ihn innerlich antreibt. Dabei hat er selbst ein Problem zu lösen. Die Freundin kommt allmählich an ihn heran und ihm gelingt es tatsächlich sich seinem eigenen Problem zu stellen und zu beginnen es aufzuarbeiten. Tolle Geschichte !

Bewertung: ****