Die Hesse koche (Daniel Gross und Sascha Scherer)

Die hessische Küche – für jede/n etwas dabei – auch vegetarische Gerichte

Zwei hessische Köche haben hier eine große Auswahl hessischer Gerichte in Bild und Wort zusammengestellt.

Beschreibung des Buches:
„Die Hesse koche“ ist 2020 mit 208 Seiten im Societäts-Verlag als Hardcover Buch erschienen. Auf dem Titelbild sind typische hessische Gerichte Appetit anregend abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist aufgeteilt in 8 Kapitel:
Klaa Schnibbelsche, Supp, Aus dem Gadde (Vegetarisch), Aus der Pfann, Aus dem Dippe, Aus dem Ofen, Aus de Maa, Süssmäulchen.

Jedem Gericht sind 2 Seiten gewidmet. Ein Foto der fertigen Speise linksseitig, das Rezept incl. Zeitangabe, Schwierigkeitsgrad, Anzahl Portionen und Zutaten, zusätzliche Tipps auf der rechten Seite.

Mein Leseeindruck:
Mich hat dieses Kochbuch schon mit dem Titelbild angesprochen. Hier lachte mir die Grüne Soße und auch ein Handkäs entgegen, beides esse ich als hessische Ureinwohnerin besonders gerne.

Beim ersten Blättern sind mir dann die vielen Gerichte ins Auge gefallen, die besonders meine Oma tagtäglich auf den Mittagstisch gebracht hat. Oma konnte noch so richtig kochen, Gemüse aus dem Garten verarbeiten und Fleisch und Wurst beim Metzger um die Ecke kaufen. Leider hat sie ihre Kocheigenschaften nicht an die nächste Generation vererbt, so dass ich mir nun mühsam gerade die hessischen Speisezubereitungen wieder aneignen muss.

Da kommt dieses Kochbuch wie gelegen. Hier finden sich aber nicht nur Rezepte von Speisen, die man so kennt, es werden hier auch außergewöhnliche, schnell zuzubereitende Gerichte vorgestellt.

Beim Suchen nach Gemüsegerichten fiel mir gleich die Rosenkohlpfanne ins Auge, Frankfurter Zwiwwelkuche oder Apfelkuchen mit Crunch (den ich gleich mit heimischen Äpfeln nachgebacken habe) machten mir dann auch Appetit.

Die Auswahl der Rezepte ist gelungen, die Fotos sind sehr ansprechend, die Rezepte einfach zu verstehen und die Zutaten nicht exotisch. Gerade das gefällt mir an diesem Kochbuch sehr gut. Viele der angegebenen Zutaten hat man in der Regel zuhause oder man kann sie schnell besorgen.

Fazit:
Ein Kochbuch, das man wunderbar an echte Hessen/innen oder die, die es noch werden wollen, verschenken kann. Aber auch sich selbst kann man dieses Buch gönnen.

Bewertung:: ***** von *****

Zuckerfrei express (Hannah Frey)

Für die schnelle Küche

Da ich mich gerade zuckerfrei ernähre, habe ich mir dieses Buch zugelegt.

Beschreibung des Buches:
„Zuckerfrei express“ ist 2020 als Taschenbuch mit 144 Seiten im Gräfe und Unzer Verlag erschienen. Ich habe die E-Book-Variante. Das Titelbild zeigt den Schriftzug „Zuckerfrei express“ mit einem kleinen Gericht auf pinkfarbenem Hintergrund.

Kurze Zusammenfassung:
Die 81 Rezepte werden unterteilt in „Frühstück“, „Hauptgerichte“ und „Snacks“ vorgestellt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist in drei Bereiche aufgeteilt: Eine Einführung in die zuckerfreie Ernährung, den Rezepten unterteilt in die o.g. 3 Bereiche und einem Rezepte-Register mit anschließender schneller Beantwortung von Fragen zur zuckerfreien Ernährung.

Die Rezepte sind so entwickelt, dass man ohne Wartezeiten spätestens in 25 Minuten ein Gericht gezaubert hat.

Jedem einzelnen Rezept ist eine Seite mit Foto, Zutaten (incl. Personenmenge) und ausführlicher Beschreibung gewidmet. Meistens erfolgt noch ein kleiner „TIPP“, der Alternativen zu Zutaten oder Küchengeräten aufweist.

Viele Zutaten hat man oftmals als Grundnahrungsmittel schon zuhause, manche muss man sie speziell hinzukaufen, kann sie aber dann auch bei weiteren Rezepten nutzen. Die Rezepte sind meist eher herzhaft, man hat hier viele Möglichkeiten, Gerichte zuzubereiten, die man mit auf die Arbeit nehmen kann.

Manchmal braucht man bei den Gerichten dann doch länger als „vorgegeben“.

Was das Buch auch noch bietet ist die Unterteilung nach: low carb, vegan, glutenfrei, laktosefrei und fuctosearm. Das ist sicherlich für den ein oder anderen recht hilfreich, für mich eher weniger.

Fazit:
Ich hätte bei diesem Buch erwartet, dass ich hier Gerichte vorgestellt bekomme, die sonst mit Zucker verfeinert werden – und man hier eine Alternative geboten bekommt. Stattdessen fand ich schnell zuzubereitende Gerichte und Snacks u.a. für die Arbeit, die vielfach generell ohne Zucker auskommen.

Bewertung: *** von *****

Zucker is(s) nicht! (Andrea Ballschuh mit Fabienne Bill)

Die große Herausforderung ohne/(mit weniger) Zucker auszukommen

Schon bevor Andrea Ballschuh, Fernseh- und Radiomoderatorin mit viel Leidenschaft, in der MDR- Talkshow „Riverboat“ ihren Weg zu weniger Zucker und ihr Buch vorgestellt hat, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Auch ich neige dazu in Zuckerfallen zu tappen, gerade nach dem Mittagessen „brauche“ ich meine Portion Süße. Deshalb war ich neugierig auf diese Lektüre.

Beschreibung Buches:
„Zucker is(s) nicht!“ von Andrea Ballschuh und Fabienne Bill (Moderatorin, Mental- und Team Coach) 2018 im books4success.Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 208 Seiten. Auf dem Cover sind im oberen Drittel beide Autorinnen abgebildet, im mittleren Teil prangen in großer Schrift die Worte „Zucker is(s) nicht!“ mit einem Hinweis auf die Challenge und Rezepten, im unteren Drittel kann man schon drei leckere Süßspeisen sehen.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Buch handelt von der Herausforderung in 90 Tagen ohne Zucker auszukommen. Zunächst werden die wichtigsten Fakten über Zucker dargestellt. Dann geht es um die eigene Motivation und Vorbereitung der Challenge. Es folgt ein Kapitel mit „Begleitung“ der 90 Tage. Auf ca. 100 Seiten findet man 66 Rezepte für Frühstück, Aufstriche, Dressings- und Soßen, für „Zwischendurch“, für den Nachmittagskaffee/tee, für Nachtische und zum Schluss Rezepte für Getränke/Smoothies.

Mein Leseeindruck:
Während ich das Buch durchblättere, fällt mir schon der fröhliche Aufbau auf. Die leckeren Rezepte/Fotos stechen sofort ins Auge und ich verweile bei den Zutaten. „Ok, da muss ich offensichtlich einen ganz besonderen Einkauf starten, um mich neu mit etwas ausgefallenen Zutaten, die sich nicht in meinem Haushalt befinden, einzudecken. Auch das ist für mich schon eine Herausforderung!“, denke ich.

Blättere ich weiter, so gefällt mir, dass das Buch mit vielen verschiedenen Textfarben und Hintergründen sehr aufgelockert ist und zum Verweilen auf einzelnen Seiten einlädt. Ich muss ein Buch erst einmal Querlesen, bevor ich es dann von vorne bis hinten komplett durchlese.

Neben den sehr schönen Fotos (auch von den Autorinnen ;-)) fallen mir auch die motivierenden Sätze, die manchmal auch eine halbe Seite ausmachen, auf. So sieht Motivation aus: direkte Anrede (Du), von eigenen Erfahrungen erzählen, authentisch sein. Das gelingt den zwei Moderatorinnen hier sehr gut.

Um die 90 Tage zu überstehen finde ich in dieser Veröffentlichung 7 Seiten, in denen ich meine Erlebnisse in einer Art Tagebuch eintragen kann. Hilfreich sind mir hier Fragen, die dort auf jeder Seite gestellt werden („Worauf habe ich verzichtet?“, „Was war meine größte Herausforderung?“, „Was habe ich über mich gelernt?“ um nur die ersten hier zu nennen.)

Die Rezepte sind abwechslungsreich und schmackhaft. Ich habe gleich die Brownies ausprobiert, da ich dunkle Schokolade (hier in Form von Kakaopulver) und Nüsse sehr mag. Die Brownies sind ein Genuss, auch wenn mir die Zubereitung etwas lange dauerte und die Dattelmasse den Teig ziemlich verklebt. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen und kam auch bei unseren Freunden als Nachspeise gut an. Als nächstes werde ich mich an den Käsekuchen machen…

Rezepte für Mittagsmahlzeiten sind offensichtlich bewusst weggelassen worden, denn es geht ja um die „süßen“ Speisen. Allerdings bekommt man beim Lesen der Lektüre wirklich genug Hinweise, worauf es bei einer zuckerfreie Zubereitung von Mahlzeiten ankommt.

Auch nach den 90 Tagen wird man hier nicht alleine gelassen. Es folgen ein paar Tipps für das Leben nach dem Zucker. Hier finde ich den Hinweis auf eine facebook-Gruppe (die kannte ich allerdings schon vor dem Lesen der Lektüre und bin dieser bereits beigetreten). In dieser facebook-Gruppe kann man sich wunderbar über die eigenen Erfahrungen, Rezepte, Einkaufslisten u.v.m. austauschen. Andrea Ballschuh und Fabienne Bill stehen auch hier für weitere Fragen stets zur Verfügung.

Am Ende des Buches finde ich noch einen Überblick über Zuckerfallen, Beschreibungen von Zutatenlisten, Hinweise auf Produkte, die Zucker enthalten (wo überall versteckt Zucker enthalten ist!) und noch zahlreiche sehr schön aufgemachte Tipps und Hinweise (ich kann mir Dinge besser merken, wenn sie mit unterschiedlichen Schriftarten, durch Fotos und mit verschiedenen Stilen präsentiert werden, das ist hier der Fall!) auf das Leben nach der Challenge.

Fazit:
Was dieses Buch ausmacht? Es sind die eigenen Erfahrungen und die Motivation, die die beiden Moderatorinnen einbringen, ich werde als Leser mitgenommen, begleitet und motiviert, während ich gleichzeitig ganz viel über mich und mein Essverhalten „lerne“.

Auch wenn ich vorerst nicht vorhabe, diese 90-Tage Challenge zu absolvieren, so werde ich mich auf alle Fälle anstrengen meine Ernährung zuckerarmer zu gestalten.

Wer die 90-Tage Challenge machen will, der wird hier auf alle Fälle wunderbar begleitet und findet ausreichend Hinweise, Lesestoff, die facebook-Gruppe und Rezepte, um diese Zeit durchzustehen.

Bewertung: ***** von *****

Kopfküche (Dr. med. Michael Nehls)

Schnelle Rezepte mit wenigen Zutaten – gegen das Vergessen

Rezepte „gegen das Vergessen“ – wer kann da widerstehen!

Beschreibung des Buches:
„Kopfküche – das Anti-Alzheimer-Kochbuch“ von Dr. med. Michael Nehls ist 2017 als Taschenbuch mit 203 Seiten im systemed Verlag erschienen. Auf dem Titelbild sieht man Kochlöffel, Kräuter und Gewürze.

Kurze Zusammenfassung:
Ein Drittel des Buches befasst sich mit der Krankheit Alzheimer, hier geht es hauptsächlich um die gesunde Lebensweise, die diese Krankheit möglicherweise verhindern kann, um Ernährungsmythen und um die Warenkunde rund um „hirngesundes“ Essen.
Es folgen 50 Rezepte:
Müsli, Brot und Aufstriche
Salate
Tee
Suppen
Vorspeisen und Snacks
Hauptspeisen
Nachspeisen

Mein Leseeindruck:
Fast jeder kennt im nahen Umkreis mittlerweile Menschen, die an der Krankheit Alzheimer leiden. Auch unser engerer Familienkreis ist davon betroffen. Gerade deshalb interessiert man sich vor allem dafür, wie man sich vor Alzheimer schützen kann.

Hier setzt Michael Nehls an. Anhand von klinischen Studien verdeutlicht der Mediziner die Zusammenhänge von Nahrungsmitteln und der Krankheit. Seine Ausführungen sind verständlich geschrieben und mit Fotos, Skizzen und Begriffserklärungen sehr gut aufbereitet. Hier habe ich doch so einiges „Erschreckendes“ über meine Vorlieben bei der Speiseauswahl erfahren.

Im Kapitel „Warenkunde“ kann man sich noch einmal richtig mit den einzelnen Lebensmitteln befassen und lernt, sie gekonnt einzusetzen.

Die 50 Rezepte sind recht abwechslungsreich, sehr schmackhaft, mit jeweils einem Foto bestückt, schnell gemacht und mit teils wenigen Zutaten zuzubereiten. Portionen-, Zeit- und Kalorienangaben gibt es zu jedem Rezept.

Mir gefallen besonders gut die vielen Aufstriche und die leckeren Nudelgerichte, gerade diese bieten sich im manchmal hektischen Kochalltag besonders an.

Es ist manchmal doch erstaunlich, wie schnell und mit wenigen Zutaten man ein sehr ausgewogenes Gericht kochen kann. In diesem Buch findet jeder genügend Rezepte, auch wenn er/sie das ein- oder andere Nahrungsmittel vielleicht nicht so mag.

Wir haben es in der Hand diese schreckliche Krankheit zu vermeiden indem wir unsere Lebensweise frühzeitig ändern.

Fazit:
Es braucht keine exotischen Speisen oder besonderen Medikamente, um dem Körper etwas Gutes zu tun und vielleicht im besten Fall die schreckliche Krankheit Alzheimer zu verhindern. Packen wir es an! Ein Buch für alle Altersklassen!

Beewertung: *****

HERBARIUM (Caz Hildebrand)

Kunst in Kräutern – Geschichte, Wirkung Verwendung

In unserem Garten haben wir eine winzig kleine Auswahl von Kräutern, die wir eher selten für uns als viel mehr für unsere Kaninchen nutzen, deshalb hat mich dieses Buch vom Titel her angesprochen. Außerdem hat mich die wunderschöne Aufmachung angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„HERBARIUM“ von Caz Hildebrand ist im DUMONT-Verlag 2017 als Hardcover mit 223 Seiten erschienen.  Auf dem Titelbild sieht man schon die sehr schöne Aufmachung, wie sie auch im Buch fortgesetzt wird. Der Buchschnitt ist grün, es gibt ein grünes Lesebändchen.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch werden 100 Kräuter auf jeweils zwei Seiten (eine Textseite, eine kunstvolle schematische Bebilderung) vorgestellt. Im Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches findet man die Kräuter sortiert nach z.B. Gesundheit,  Wohlbefinden, Schönheit, Tees, Weitere Verwendung und zu zahlreichen Speisen wieder.

Mein Leseeindruck:
Hat man das Buch erst einmal in der Hand so ist man geneigt es von vorne bis hinten durchzublättern und sich an der farbig gestalteten Bebilderung zu erfreuen. Auch wenn man die Kräuter auf manchen Bildern nicht gleich erkennt (für unerfahrene Kräutersammler etwas schwierig), so lässt sich z.B. Schnittlauch wie auch Lavendel wunderbar an der Farbgebung und an der Form (Schnittlauch sieht hier aus wie eine grün/weiße Tapete) erkennen.

Wir haben dieses Buch zunächst als „Ratebuch“ genutzt, um die unterschiedlichen Kräuter anhand der kunstvollen Bebilderung zu erkennen. Es hat doch überrascht, dass man schon an der charakteristischen Form einige Pflanzen benennen konnte.

Die Textseite zu jeder Pflanze beinhaltet den lateinischen Namen, ein Zitat oder einen Spruch und in zwei Spalten zum einen „Anbau“ (Pflege, Standort, Aussaat), „passt zu“ (Nahrungsmittel) , „Verwendung“ (Speisezubereitung, Funktion) und “Wirkung“ (auf die Gesundheit) sowie in der größeren Spalte eine ausführliche Beschreibung.

Die Informationen sind sehr ausführlich und lassen für meinen Geschmack keine Fragen mehr offen. Nebenbei erfährt man auch geografische Details und geschichtliche Hintergründe. Der schematische Aufbau ist sehr übersichtlich und gut gegliedert. Hier findet man schnell, was man nachschlagen will.

Man kann dieses Buch zum Nachschlagen, zum Schmökern oder einfach nur zum Anschauen nutzen und sich an dem schönen Design erfreuen.

Fazit:
Dieses wunderschöne Buch kann ich empfehlen für Menschen, die gerne natürlich kochen, ihre Gesundheit mit Naturprodukten erhalten und fördern möchten und für Kunstliebhaber, aber auch als ein ganz besonderes Buch zum Verschenken.

Bewertung: *****

Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten (Camille Aubray)

Ein Buch für zauberhafte Stunden

Das Cover mit seinem Titel hatte mich magisch angezogen. Ein Roman über den Maler Picasso im sommerlichen Frankreich…

Beschreibung des Buches:
Der Roman „Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten“ ist im FISCHER-Krüger Verlag im April 2017 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 464 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man einen Platz mit Bar und gut besuchtem Restaurant in einem französischen Städtchen. Eine Frau in gelbem Kleid spaziert durch ein Gässchen.

Kurze Zusammenfassung:
Picasso verbringt den Sommer (1936) an der Côte d’Azur in Juan-les-Pins (in der Nähe von Antibes), um seine Schaffenskrise zu überwinden. Während seines Aufenthaltes versorgt ihn Odine, eine junge Französin, mit ihren wunderbaren Kochkünsten. Ihr tägliches Aufeinandertreffen ist ein Spiel mit dem Feuer.

Jahre später verfolgt Odines Enkelin Céline, in den USA lebend, die Spuren ihrer Großmutter an der französischen Mittelmeerküste.

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Zum einen erlebt man hautnah den Sommer 1936: Odine mit dem Maler Picasso und ihren darauffolgenden Lebensweg, zum anderen erzählt ihre Enkelin Céline (in den USA lebend), wie sie sich auf den Weg nach Frankreich (im Jahr 2014) macht, um das Geheimnis um ihre Großmutter zu lüften.

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus dem Jahr 2016. Schon hier wirkt dieser Roman sehr geheimnisvoll. Der Schreibstil von Camille Aubray hat mich schon auf den ersten Seiten gefesselt. Die genauen Beschreibungen der Szenen gefallen mir sehr gut. Offensichtlich ist es auch der Übersetzerin gelungen das Zauberhafte dieses Romans zu transportieren.

Die Geschichte um den Künstler Picasso ist wunderbar entwickelt. Die französische Küche, die Côte d’Azur, das kleine Örtchen Juan-les-Pins, all dies lassen die Geschichte zu einem wirklichen Urlaubsroman werden. Die Gerichte, das Kochen und die Zutaten kann man sich durch die schönen Beschreibungen (auch der Düfte) so richtig gut vorstellen. Man fühlt sich in die Zeit und die Umgebung regelrecht versetzt.

Die Aufeinandertreffen von Odine und Picasso würzen diesen Roman. Eine andere Art der Spannung findet sich in der Erzählung der Enkelin Céline, während sie sich auf die Spuren ihrer Großmutter macht und als sie das Kochbuch „Rezepte für P.“ ihrer Großmutter entdeckt.

Am Anfang dieses Buches hätte ich nicht vermutet, was so in ihm steckt: Familiengeschichte, Kochen und Rezepte, Geschichte, Spannung, „Detektivarbeit“ und Urlaubsflair an der Côte d’Azur.

Fazit:
Ein Roman, der verzaubert. Er nimmt einen mit auf die kulinarische Reise, das Künstlerleben und dem wunderbaren Gefühl, das man im Urlaub an der französischen Mittelmeerküste haben kann.

Bewertung: *****

Kochen für Gäste (Annemarie Wildeisen)

Wunderbare Menüvorschläge, die gut vorbereitet werden können

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Gerade in der Weihnachtszeit ist es bei uns Tradition, dass sich die Familie gegenseitig einlädt und bekocht. Hier sind wir immer wieder auf der Suche nach unkomplizierten Gerichten, die gut vorbereitet werden können, damit man nach Ankunft der Gäste nicht noch lange in der Küche verschwinden muss.

Beschreibung des Buches:
„Kochen für Gäste“ ist 2012 im AT Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 191 Seiten mit 30 Menü-Rezepten (3-Gänge).

Kurze Zusammenfassung:
Eingeleitet sind die 30 Rezepte mit Fotos der einzelnen Menüfolgen. Die Rezeptangaben sind meist für 6 bzw. 6-8 Personen. Die Zutaten sind schnell im Rezept zu finden, einzelne Zubereitungstipps sind fotografisch festgehalten. Die Rezepte haben teilweise saisonale Zutaten, so gibt es z.B. sommerliche Gerichte als auch winterliche Menüs.

Mein Leseeindruck:
Schon die Titel der Menüvorschläge machen neugierig (so zum Beispiel: „Unkompliziertes für Freunde“, „Wenn der Herbst Appetit macht“, „Feuerwerk der Aromen“, „“Ein elegantes Diner“). Schaut man sich dann die einzelnen Gerichte auf den Fotos genauer an, dann möchte man schon sofort loslegen.

Bei Fleischgerichten gibt es Vorschläge, welche Fleischstücke sich für das Gericht eignen. Diese und andere Tipps sind leicht auffindbar am Rand der Rezepte in grüner Schrift zu finden. Die Zutatenliste sticht fetter gedruckt sofort ins Auge. Die Zubereitung ist in einzelnen Schritten übersichtlich beschrieben.

Zu jedem Menü, das grundsätzlich aus 3 Rezepten (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert) besteht, gibt es einen sogenannten Arbeitsplan, der sich am Kapitelende grün unterlegt anschließt und durch seine fast tabellarische Form gut zu überblicken ist.

Die Gerichte kommen meist ohne exotische Zutaten aus, sie sind eher als klassisch zu bezeichnen. Am Ende des Buches gibt es ein Rezeptverzeichnis sowie ein Verzeichnis der Tipps und Produktinfos.

Etwas schade finde ich, dass es in diesem Buch keine besonderen Hinweise für vegetarische, vegane bzw. glutenfreie Gerichte gibt.

Fazit:
Dieses „Kochbuch“ ist für uns bestens geeignet, die Rezepte sind unkompliziert und gut beschrieben. Man kann die meisten Gerichte super vorbereiten und hat dann nach dem Eintreffen der Gäste, Zeit für diese.

Bewertung: *****

Das Küchentagebuch – Mit 250 Rezepten durch das Jahr (Nigel Slater)

Inspiration Tag für Tag

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Nigel Slater ist Food-Journalist. Er hat sich einen Namen mit verschiedensten Kochbüchern gemacht. Diese Bücher zeigen seine Leidenschaft fürs Kochen, haben viel Text, Wissenswertes über Nahrung und wenige, aber ansprechende Fotos.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Küchentagebuch – mit 250 Rezepten durch das Jahr“ ist im DUMONT-Verlag in der zweiten Auflage 2015 als Hardcover erschienen. Der Bucheinband ist teils aus grünem Leinen und des Weiteren mit einer Fotografie von Äpfeln verziert. Zusätzlich gibt es einen Teilumschlag, auf dem der Autor selbst abgebildet ist. Das Buch umfasst 544 Seiten. Es hat ein rotes Stofflesebändchen.

Kurze Zusammenfassung:
Wie der Titel schon vermuten lässt, ist dieses Buch nicht nach Themen aufgeteilt, sondern nach Monaten und einzelnen Tagen, beginnend, nach einer kleinen Einführung, mit dem ersten Januar.

Tageweise gibt es Rezepte, die passend zum jeweiligen Monat prima nachgekocht werden können, da die benutzten Zutaten in der jeweiligen Saison gut zu bekommen sind. Oft gibt es zum Rezept ein Foto der Speise. Die Rezepte sind für eine unterschiedliche Menge an Personen konzipiert, die Portionsangaben werden mit den Zutaten aufgelistet. Am Ende des Buches gibt es ein Register, in dem man anhand einer Hauptzutat (z.B. Apfel) Rezepte aufgelistet bekommt, die diese Zutat beinhalten.

Mein Leseeindruck:
Beim ersten Blättern fällt auf, dass es hier viel Information gibt und wenige, aber ausgewählt schöne Fotos rund um Nahrungsmittel und Kochergebnisse den Text auflockern. Man bleibt bei dem einen oder anderen Foto hängen und liest sich so zuerst quer Beet durch diesen „Schmöker“.

Dieses Kochbuch ist ein „Lesebuch“. Es unterscheidet sich somit deutlich von anderen Kochbüchern. Nigel Slater erzählt von seinen Kocherlebnissen, kleine Anekdoten rund um das Kochen, passend zur Jahreszeit und zum jeweiligen Tag, für den es eine Rezeptidee gibt. Dabei ist es ihm wichtig, dass in der Saison erhältliche Zutaten für die Rezepte verwendet werden.

Man kann in diesem Buch schmökern, Geschichten über das Essen und Speisen genießen – und – Rezepte nachkochen. So erhält man für fast jeden Tag des Jahres eine Idee für ein Hauptgericht, Nachspeise oder Zwischengericht. Als Einschlafhilfe am Abend würde ich es nicht empfehlen, sonst bekommt man großen Appetit.

Die einzelnen Rezepte kommen meist ohne viele (exotische) Zutaten und ohne Kalorienangaben aus. Hier geht es ums Genießen! Viele Zutaten hat man sicherlich zuhause und kann gleich loslegen, bei anderen Rezepten empfiehlt es sich, eine Einkaufsliste zu erstellen. Die Auswahl ist sehr vielseitig, da gibt es Aufläufe, Suppen, Muffins, Tarten, Blechkuchen, Fleischgerichte, Salate und vieles mehr. Auch das Verwerten von Resten ist immer wieder ein Thema.

Besonders gut hat mir das Rezept des Schokoladen-Zwetschgen-Kuchens gefallen, ein Traum.

Fazit:
Dieses Küchentagebuch bringt Tag für Tag neue Ideen und ganz viel Abwechslung in den Kochalltag. Und wer Anekdoten liebt, der kann bei Wartezeiten einfach in diesem wunderbaren Buch schmökern. Wer das besondere Geschenk sucht, der kann hier zugreifen.

Bewertung: *****

Mit Oma am Herd (Stefanie Korn und Nadine Müller)

Traditionelle Rezepte (nicht nur aus dem Spessart) von der Oma (Opa) gekocht

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Auf dieses besondere Kochbuch bin ich durch Fernsehberichte (u.a. bei der Sendung „hallo hessen“) aufmerksam geworden. Gerne probiere ich Rezepte aus, die nur wenige Zutaten enthalten, die man dann meist als Vorrat im Keller oder der Vorratskammer findet und die Tradition haben. Genau hier wird man fündig.

Beschreibung des Buches:
Das Kochbuch „Mit Oma am Herd“ ist 2015 in 2. Auflage als Hardcover-Buch im cocon-Verlag erschienen, nachdem die zwei Autorinnen Stefanie Korn und Nadine Müller ihre erste Auflage durch ein Crowdfunding-Projekt selbst herausgeben konnten. Es hat 185 Seiten. Das Titelbild ist schlicht, aber mit einem ansprechenden Design: Pastellgrüner Buchrücken und dunkelgraue Titelseite, die lediglich durch den Titel „verziert“ wird. Die Rezepte und Geschichten der einzelnen Senioren, die ihre Rezepte für dieses Buch zur Verfügung gestellt haben, werden durch zahlreiche Fotos begleitet.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Buch ist kein typisches Kochbuch, es ist erlebte und erzählte Geschichte, verbunden mit Gerichten, die in einer früheren Zeit und teilweise unter besonderen Bedingungen entstanden sind. Die Rezepte wurden in der Gemeinde Jossgrund (Main-Kinzig-Kreis, Spessart) in vier Ortsteilen gesammelt. Acht Senioren haben ihre Küchen geöffnet, um mit und für die Autorinnen zu kochen, dabei sind Geschichten erzählt und aufgeschrieben worden. Ein Register am Ende des Buches listet die vorgestellten Rezepte auf.

Mein Leseeindruck:
Ich halte ein Kochbuch in der Hand, das zum Lesen und Blättern einlädt. Das Buch ist aufgeteilt in die einzelnen „Kochstationen“ bei den acht Senioren. Eingeleitet mit Fotos der Örtlichkeiten, gibt es eine kleine Vorstellung der Köchin/des Kochs. Es folgen besondere Rezepte dieser Menschen, jede/r ist „Spezialist“ in einer besonderen Sache. Da gibt es z.B. die Resteverwerterin, deren Rezepte hilfreich sind, wenn man Reste verarbeiten möchte. Oder aber die ältere Dame, die ihre Lieblingssüßspeisen vorstellt. Auch ein Mann darf in diesem Kochbuch nicht fehlen und wie kann es anders sein – er kocht ein Fleischgericht.

Die Rezepte sind übersichtlich dargestellt, es gibt eine Zutatenliste, darauf folgen gut verständlich die Arbeitsschritte zur Entstehung des Gerichtes. Dabei gibt es keine Fotos der einzelnen Kochschritte, vielmehr lebt dieses Buch von den Darstellungen der teils alten Küchen und manchmal altertümlichen Kochutensilien und den Köchinnen (und des Kochs) bei der Arbeit. Die Bilder sind wirklich gelungen, sie wirken authentisch und nicht gestellt. Die Fotos erinnern mich an meine Kinderzeit bei meiner Oma in der Küche. Manch ein Kochhilfsmittel oder Geschirrteil fand sich auch in ihrem Haushalt.

Die Rezepte laden zum Nachkochen ein, sie sind meist mit wenigen Zutaten schnell nach zu kochen. Die kleinen Anekdoten der älteren Herrschaften machen dieses Buch so liebenswert. So bleibt man schon beim Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen. Die Fotos der fertigen Gerichte lassen einem schon beim bloßen Anblick „das Wasser im Mund zusammenlaufen“.

Die Zutatenliste ist im Regelfall nicht exotisch, die meisten Zutaten hat man sicherlich zuhause oder man findet sie in jedem Supermarkt. Die Gerichte-Auswahl ist abwechslungsreich. Ich denke, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Man findet sicherlich das ein oder andere Gericht, das die eigene Oma schon gekocht hat.

Für dieses Buch hätte ich mir ein oder zwei Lesebändchen gewünscht, so dass man schnell ein herausgesuchtes Rezept auffinden kann. Zumindest kann man das Buch gut im aufgeblätterten Zustand hinlegen, so dass man beim Kochen einen schnellen Blick in das ausgewählte Rezept werfen kann.

Fazit:
Mir gefällt das Projekt „Mit Oma am Herd“ sehr gut. Wer Hausmannskost liebt, womöglich gerne bei Oma in der Küche saß und sich bekochen ließ, der hat mit diesem Buch viel Freude. Bei den Geschichten macht es keinen Unterschied, ob man aus der Gegend von Jossgrund kommt oder nicht. Man erfährt einfach etwas von „der guten, alten Zeit“. Vielleicht liest aber auch der ein oder andere aus dieser Gegend etwas Neues aus seiner alten Heimat.

Bewertung: *****

Paleo Power für Frauen (Esther Blum)

Dauerhaft abnehmen und sich gesund fühlen funktioniert nur mit den richtigen Nahrungsmitteln

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„Gesund, schnell und dauerhaft abnehmen“, das verspricht dieses Buch. Was wird mir die Autorin erzählen? Geht es nur mit der Änderung des Essverhaltens? Ich habe schon einige Bücher über die verschiedensten Abnehmarten gelesen. U.a. auch über sogenannte „Stoffwechselprogramme“. Auch in diesem Buch befasst sich die Autorin mit dieser Art der Ernährungsumstellung.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Paleo Power für Frauen“ ist im GOLDMANN-Verlag als Taschenbuch im September 2015 erschienen. Es hat 351 Seiten. Eine aufgeschnittene Artischocke auf einem Holzuntergrund ziert das Titelbild. Der Titel leuchtet in roter Farbe darauf.

Die Autorin Esther Blum ist Ernährungs- und Gesundheitsexpertin. Sie lebt in den USA und tritt dort in zahlreichen Radio- und Fernsehprogrammen auf. Außerdem schreibt sie Artikel für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. In Connecticut hat sie eine eigene Privatpraxis. Dieses Buch wurde von Inke Brodersen vom Amerikanischen ins Deutsche übersetzt.

Kurze Zusammenfassung:
„Paleo Power“ ist in drei Teile aufgeteilt:
–           Von Natur aus schön
–           Ernährungsmythen unter der Paleo-Lupe
–           Mit Paleo schlank werden und bleiben
Es folgt ein Kapitel mit Rezepten (ca. 80 Seiten) und ein Anhang mit Einkaufstipps und Registern

Mein Leseeindruck:
In einer lockeren Art beschreibt Esther Blum, wie man sich gesund ernähren kann. Dabei ist ihr Sprachstil leicht humorvoll. Ihre Ausführungen sind in kleinere Abschnitte unterteilt. Das lockert das Lesen auf. Weitere Erläuterungen sind in einem grau unterlegten Kasten auffällig gemacht. So findet man besondere Erklärungen auch beim Durchblättern schnell wieder.

Nachdem man so Einiges über natürliche Schönheit, Gene und Hormone gelesen hat, wird im zweiten Teil beleuchtet, welche Nahrungsmittel besondere Effekte auf die Verdauung und auch den Allgemeinzustand haben. Hier räumt Esther Blum mit Ernährungsmythen auf und macht Vorschläge zum Ersatz bestimmter, gern gegessener (aber „ungesunder“) Nahrungsmittel. Dabei verteufelt sie nicht, sie erklärt warum manche Gewohnheit bei der Nahrungsaufnahme nicht gesundheitsfördernd ist bzw. welchen Schaden sie zufügen kann (z.B. übermäßiger Zuckerkonsum).

Im dritten Teil gibt es dann konkrete Ernährungstipps für die verschiedenen Phasen (Entgiftung, Reset und Paleo) von Paleo. Jede Phase mit 14 Tagen wird begleitet mit Rezeptvorschlägen für jeden dieser Tage. Tipps für das Durchhalten, aber auch Schlemmen gibt es obendrein. Die Rezepte sind mir manchmal zu Aufwendig in der Zusammenstellung, ich habe besonders dann Probleme, wenn Zutaten dabei sind, die ich einfach nicht mag. Hier wäre eine „Ersatzzutat“ hilfreich.

Im Rezeptteil ist für alle Tageszeiten und auch für Snacks etwas zu finden. Hier kommen viele abwechslungsreiche Rezepte mit wenigen (alltäglichen, nicht besonders exotischen) Zutaten aus. Das gefällt mir gut. Eine Einkaufsliste mit Mengenangaben für 2 (manchmal 4) Personen mit einem Zubereitungstext vervollständigen jedes Rezept. Dabei wird auf Bebilderung gänzlich verzichtet, was ich etwas schade finde.

Fazit
Esther Blum ist es gelungen, dass ich das Buch wirklich von vorne bis zum Rezeptteil intensiv gelesen habe. Ihre Art, Laster nicht zu verteufeln, aber die Nachteile bestimmter Angewohnheiten in der Essenszubereitung aufzuzeigen, hat mich überzeugt, mein Kochverhalten/meine Essenszubereitung zu überdenken und beim Einkauf auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten bzw. andere im Speiseplan aufzunehmen.

Ob ich die sechs Wochen des Paleo-Planes so, wie vorgesehen, durchführen kann, weiß ich noch nicht. Schließlich muss hier die Familie „mitspielen“. Da braucht es noch Überzeugungskraft.

Bewertung: ****