Die Hesse koche (Daniel Gross und Sascha Scherer)

Die hessische Küche – für jede/n etwas dabei – auch vegetarische Gerichte

Zwei hessische Köche haben hier eine große Auswahl hessischer Gerichte in Bild und Wort zusammengestellt.

Beschreibung des Buches:
„Die Hesse koche“ ist 2020 mit 208 Seiten im Societäts-Verlag als Hardcover Buch erschienen. Auf dem Titelbild sind typische hessische Gerichte Appetit anregend abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist aufgeteilt in 8 Kapitel:
Klaa Schnibbelsche, Supp, Aus dem Gadde (Vegetarisch), Aus der Pfann, Aus dem Dippe, Aus dem Ofen, Aus de Maa, Süssmäulchen.

Jedem Gericht sind 2 Seiten gewidmet. Ein Foto der fertigen Speise linksseitig, das Rezept incl. Zeitangabe, Schwierigkeitsgrad, Anzahl Portionen und Zutaten, zusätzliche Tipps auf der rechten Seite.

Mein Leseeindruck:
Mich hat dieses Kochbuch schon mit dem Titelbild angesprochen. Hier lachte mir die Grüne Soße und auch ein Handkäs entgegen, beides esse ich als hessische Ureinwohnerin besonders gerne.

Beim ersten Blättern sind mir dann die vielen Gerichte ins Auge gefallen, die besonders meine Oma tagtäglich auf den Mittagstisch gebracht hat. Oma konnte noch so richtig kochen, Gemüse aus dem Garten verarbeiten und Fleisch und Wurst beim Metzger um die Ecke kaufen. Leider hat sie ihre Kocheigenschaften nicht an die nächste Generation vererbt, so dass ich mir nun mühsam gerade die hessischen Speisezubereitungen wieder aneignen muss.

Da kommt dieses Kochbuch wie gelegen. Hier finden sich aber nicht nur Rezepte von Speisen, die man so kennt, es werden hier auch außergewöhnliche, schnell zuzubereitende Gerichte vorgestellt.

Beim Suchen nach Gemüsegerichten fiel mir gleich die Rosenkohlpfanne ins Auge, Frankfurter Zwiwwelkuche oder Apfelkuchen mit Crunch (den ich gleich mit heimischen Äpfeln nachgebacken habe) machten mir dann auch Appetit.

Die Auswahl der Rezepte ist gelungen, die Fotos sind sehr ansprechend, die Rezepte einfach zu verstehen und die Zutaten nicht exotisch. Gerade das gefällt mir an diesem Kochbuch sehr gut. Viele der angegebenen Zutaten hat man in der Regel zuhause oder man kann sie schnell besorgen.

Fazit:
Ein Kochbuch, das man wunderbar an echte Hessen/innen oder die, die es noch werden wollen, verschenken kann. Aber auch sich selbst kann man dieses Buch gönnen.

Bewertung:: ***** von *****

Das offizielle Kochbuch zum Original KRIMIDINNER (Tom Grimm)

Dreizehn 4-Gänge-Menüs im Stil eines Krimidinners

Wer schon einmal bei einem Krimidinner dabei war, der erinnert sich gerne an die schmackhaften Menüs, die man während der „Vorstellung“ serviert bekam. Mit diesem Buch erhält man 13 Menü-Ideen, die man nachkochen kann.

Beschreibung des Buches:
„Das offizielle Kochbuch zum Original KRIMIDINNER“ von Tom Grimm ist 2019 als Hardcover im Verlag Ullmann Medien GmbH mit 192 Seiten erschienen.

Das Cover ist in schwarz gehalten, es zeigt Mörderrequisiten unter eine Speiseglocke, der Titel ist in rot gefärbt.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Kochbuch findet man 13 4-Gänge-Menüs, die aus den unterschiedlichen Restaurants/Krimidinner-Lokationen stammen und pro Menü neu kombiniert wurden. Zudem werden einzelne Veranstaltungsräumlichkeiten wie z.B. Schlosshotelrestaurants u.ä. vorgestellt. Jedem Menü ist ein Teil der Chronik der Familie Ashtonburry, um die die Krimidinner ranken, vorangestellt. Ein Stammbaum der Familie Ashtonburry ziert die Innenseiten der Buchdeckel.

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist grundsätzlich in der Farbe schwarz gehalten: Texthintergründe sowie Dekoration der Speisen. Die Texte sind in weiß gedruckt, so dass man sie gut lesen kann. Die Fotos der einzelnen Speisefolgen sind teilweise farbig, nur die Accessoires auf den Fotos sind schwarz/weiß. Natürlich sind auch die vorgestellten Lokationen mit farbigen Fotos präsentiert. Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Die in schwarz gehaltenen Seiten passen einfach zum Krimidinner –die farblich vorgestellten Häuser sowie die Menüs fallen dafür umso schöner ins Auge.

Die Menüs sind allesamt recht abwechslungsreich, aber etwas aufwendig zuzubereiten. Neben der Zutatenliste (die meist recht unterschiedliche Personenanzahl ist jeweils vermerkt) findet man auch eine ausführliche Zubereitungserklärung.

Jedes einzelne Speisefolgerezept stammt aus einem der Veranstaltungshäuser von Krimidinner. Dabei sind die Menüs aus den verschiedenen Lokationen zusammengestellt. Woher die Rezepte kommen, findet sich mit Adresse auf der Seite der Zutaten.

Dabei findet man einfache Rezepte wie „Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch“, „Schokoküchlein mit flüssigem Kern an Mangosalat“ oder auch „Rhabarbercrumble im Weckglas“ – welche meine Favoriten sind. Aber auch ganz klassische Braten wie „Geschmorter Lammbraten an Wacholder-Rahmsauce, Apfelrotkraut und Herzoginkartoffeln“ kann man hier nachkochen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Leider nicht unbedingt für Veganer oder Vegetarier.

Toll fand ich die Vorstellung der Veranstaltungshäuser. Sie haben mich inspiriert, vielleicht das ein oder andere verlängerte Wochenende dort zu verbringen.

Fazit:
Wer Krimidinner liebt, sich und seine Gäste gerne mit ausgefallenen, aber auch klassischen Speisen verwöhnen will, der findet hier eine tolle Zusammenstellung von Menüs. Wer gerne Essen geht, der kann sich von den Speisefolgen und den vorgestellten Restaurants inspirieren lassen und der ein oder anderen Lokation einen Besuch abstatten.

Bewertung: ***** von *****

Das Wintertagebuch (Nigel Slater)

Das „Tag für Tag“-Buch im Winter (Von November bis Februar)

Von Nigel Slater (Foodjournalist) gibt es wieder ein neues Buch. Kein reines Kochbuch, sondern ein Buch  das mit Geschichten und Kochrezepten durch die dunkle Zeit des Jahres führt.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Wintertagebuch“ ist im DUMONT-Verlag 2018 als Hardcover erschienen. Der Bucheinband ist aus schwarzem Leinen und einer kupferfarbenen Prägung von Baumstämmen und Titel gestaltet. Es hat 480 Seiten, als Lesezeichen dient ein graues Stofflesebändchen

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Koch- und Geschichtenbuch findet man vom ersten November bis zweiten Februar jeden Tag Geschichten, Rezepte, aber auch Geschenke- und Weihnachts-Deko-Ideen, alles aufgelockert mit Fotografien der Speisen und weihnachtlichen Bildern.

Am Ende des Buches gibt es ein Rezepteregister (ca. 180 Rezepte) und ein Register über „Besinnlichkeit“ und „Brauchtum“.

Mein Leseeindruck:
In der dunklen Jahreszeit nehme ich mir immer wieder vor, z.B. in Adventskalender-Büchern jeden Tag eine kleine weihnachtliche Geschichte zu lesen. Leider klappt das im Alltag selten, der Wille ist am 1. Dezember noch da, vielleicht noch bis zum Nikolaus-Tag, dann hat mich der weihnachtliche Stress gepackt…

Mit diesem Buch wird es mir sicherlich nicht anders ergehen, zumal man hier ab dem 1. November bis Anfang Februar für jeden Tag, Anekdoten, Geschichten, Kochrezepte, Deko-Ideen, Besinnliches und alles über Brauchtümer an den einzelnen Tagen findet.

Trotzdem lohnt es sich, dieses Buch an einem gemütlichen Leseplatz liegen zu haben. Man muss es ja nicht von vorne bis hinten „lesen“. Ein Blick, ein Blättern – und schon ist man auf einer interessanten Seite hängen geblieben und findet z.B. eine Beschreibung der verschiedenen Weihnachtsbaumarten. Oder aber, man fragt sich, warum soll ich im Winter Rhabarber verarbeiten, wenn man auf ein leckeres Gericht mit Rhabarber stößt. (Oh, da fällt mir ein, ich habe noch eingefrorenen Rhabarber vorrätig…)

Dieses Buch lebt vom Erkunden, vom Staunen (gerade habe ich „Cumberland-Würstchen, Datteln und Pancetta“ entdeckt!). Allein vom Ansehen der Fotos „läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen“. Die Fotos sehen sehr natürlich aus, da sie nicht auf Hochglanzpapier gedruckt sind, somit wirkt das ganze Buch wie ein alter Klassiker.

Schon wenn man das Buch nur in der Hand hält, lässt einen das Gefühl nicht los, als habe man Omas Kochbuch in der Hand.

Die Rezepte setzen meist nur eine kleine Menge von verschiedenen Zutaten voraus. Leider geht die Zubereitung etwas im Fließtext unter.

Als besonderen Mehrwert an diesem Buch finde ich die Beschreibungen von Brauchtümern, denn manches ist in den letzten Jahren doch verloren gegangen.

Fazit:
Ein Buch für Menschen, die Geschichten und das Kochen lieben – und sich jeden Tag ein Stück Gemütlichkeit an tristen Herbst/Winter-Tagen ins Heim herein holen wollen.

Bewertung: **** von *****

Suppen für Syrien (Barbara Abdeni Massaad)

Suppen für Wärme und Trost – ein ganz besonderes Projekt

Ein besonderes Kochbuch liegt vor mir. Es beinhaltet Rezepte für 80 Suppen von den verschiedensten bekannten Köchen der Welt. Ein Projekt, das schon 2015 auf der Frankfurter Buchmesse geboren wurde und jetzt auch in Deutschland verlegt wird. Die Erlöse dieses Buches fließen zu 100% in den Schams e.V. (Verein zur Förderung und Unterstützung von syrischen Kindern und Jugendlichen, der 2012 vom Schriftsteller Rafik Schami und des Verlegers Hans Schiler gegründet wurde).

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Suppen für Syrien“ mit 80 Suppenrezepten ist 2017 im Dumont Verlag als gebundene Ausgabe erschienen. Es umfasst 224 Seiten. Das Titelbild ist schlicht gehalten. Die Autorin Barbara Abdeni Massaad schreibt u.a. Kochbücher, ist Food-Journalistin und Fernsehmoderatorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Beirut.

Kurze Zusammenfassung:
Die Gastfreundschaft wird in der arabischen Welt großgeschrieben. Hier hat man immer etwas übrig für einen unerwarteten Besuch und somit sind Suppen prima dafür geeignet. Sie spenden Trost und Wärme und lassen sich oftmals schnell, günstig und schmackhaft vorbereiten.

So wurde die Idee für dieses Buch 2015 auf der Frankfurter Buchmesse von Barbara Abendi Massaad geboren. Sechzig Personen haben sich an der Zusammenstellung dieses Buches beteiligt. Mittlerweile ist dieses Kochbuch in den USA, in Großbritannien, den Niederlanden, in der Türkei und jetzt auch in Deutschland erschienen. Allein in den USA verkaufte es sich schon mehr als 300.000 mal.

Die Rezepte testete eine Gruppe von Menschen, die auch dazu beitrug, dass jede Suppe mit einem aussagekräftigen Foto vorgestellt wird

.

Mein Leseeindruck:
In diesem besonderen Kochbuch findet man Rezepte u.a. von Nelson Müller, Christian Rach, Sarah Wiener und Rolf Zacherl (um nur die zu nennen, die mir ein Begriff sind).

Jede Suppe wird mit einem ganzseitigen Foto vorgestellt, entweder als fertiges Produkt oder auch nur Fotos der Zutaten. Die Fotos sind wunderschön arrangiert und lassen einem schon beim Durchblättern das Wasser im Munde zusammen laufen.

Die Rezepte selbst finden auf der gegenüberliegenden Seite des Fotos ihren Platz, dabei sind die Zutaten übersichtlich aufgelistet und die Zubereitung ist gut verständlich beschrieben.

Es gibt Rezepte für die verschiedenste Anzahl von Portionen. Auch die Zutatenlisten variieren stark. Trotzdem sind viele Suppen auch mit Zutaten zu kochen, die jeder in seinen Haushaltsvorräten findet, wenn spontan Gäste kommen. Und auch die Liebhaber kalter Suppen kommen hier auf ihre Kosten.

Das Zutaten-Register am Ende des Buches hilft, die Suppen zu finden, die man mit den entsprechend vorhandenen Zutaten kochen kann.

Unter den Suppen finden sich ganz klassische europäisch bekannte Suppen wie Brokkoli-Lauch-Suppe, Kürbiscremesuppe oder auch eine Kartoffelsuppe als auch natürlich für uns eher exotische Suppen wie z.B. Indische Linsensuppe, Thai-Kokossuppe mit Pilzen oder die Okrasuppe.

Fazit:
Dieses Kochbuch ist ein Herzensprojekt. Es bringt nicht nur Abwechslung in den Kochalltag, es bringt Gaumenschmaus und mit jedem Kauf eines Buches fließt der Erlös in den Verein Scham e.V., der syrische Kinder und Jugendliche unterstützt.

Ich kann dieses Buch besonders als Geschenk empfehlen, so erlebt es in zweifacher Hinsicht eine Bedeutung. Erst als wunderbares Geschenk für einen lieben Menschen und dann noch als Unterstützung für syrische Kinder und Jugendliche als Suppen „für Trost und Wärme“.

Bewertung: *****

Sweet & Salty (Andrea Martens und Jo Kirchherr)

Frühstück oder Abendessen in süß und salzig

20161203-0355

Auf der Suche nach interessanten Snacks für den kleinen Hunger bin ich auf dieses Buch gestoßen.

Beschreibung des Buches:
„Sweet & Salty“ ist 2016 im AT Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 144 Seiten mit Rezepten und vielen Fotografien.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch finden sich über 120 Rezepte, in denen  Süßes mit Salzigem kombiniert wird. So gibt es Smoothies, Bowls, Waffeln, Pancakes, Crêpes, Brote, Toasts, Snacks aus dem Ofen, Omeletts sowie Gerichte für den größeren Hunger.

Mein Leseeindruck:
Die Grundidee dieses Buches ist, Süßes mit Salzigem auf gekonnte Weise zu kombinieren. Dabei werden bekannte süße Snacks mit würzigen Zutaten aufgepeppt. Manche Kombinationen wirken auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig, klingen aber beim Lesen der Zutaten durchaus sehr interessant.

Zu jedem Rezept gibt es Angaben über die Portionen (hier gibt es die unterschiedlichsten Angaben ab 2 Portionen), die Zubereitungszeit (zwischen 10 und 45 Minuten) und eine Schritt für Schritt Anleitung. Es gibt keine Kalorienangaben. Einige Rezepte benötigen Zutaten, die man sicher nicht im Vorrat zuhause hat.

Die verschiedenen Variationen von Waffeln, Toasts und Omeletts klingen sehr schmackhaft, die Fotos zu den Rezepten sind einfach klasse, sie lassen einem sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen laufen. Mein Favorit ist ein Brezel-Käse-Auflauf, den man mit Zutaten zubereiten kann, die man fast immer zuhause vorfindet. Auch das Rezept für ein Zwetschgenmus mit getrockneten Zwetschgen hat mich inspiriert.

Schön wäre es, wenn es noch zusätzlich zum Rezeptverzeichnis am Ende des Buches eine Übersicht über alle verwendeten Hauptzutaten geben würde.

Fazit:
Ein „Kochbuch“ mit raffinierten Rezepten, die manchmal in der Zubereitungszeit (z.B. für ein Frühstück) etwas lang erscheinen, aber trotzdem schmackhaft sind und neuen Schwung in die Alltagsküche bringen. Allein schon der Fotos wegen, macht es Spaß in diesem Buch zu blättern und bei den einzelnen Gerichten zu verweilen.

Bewertung: ****

Kracht kocht weiter (Marion Kracht)

Ein Muss für Marion Kracht Fans und Vegetarier

20161112-0324

Als Schauspielerin ist mir Marion Kracht schon lange ein Begriff. Ich mag die Filme/Serien in denen sie mit(ge)spielt (hat).

Beschreibung des Buches:
„Kracht kocht weiter“ ist 2016 als Taschenbuch im CADMOS-Verlag erschienen. Das Buch hat 111 reich bebilderte Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
Nach ihrem ersten Buch „Kracht kocht vegetarisch-vegan“ ist dies nun das zweite Kochbuch dieser Art der Schauspielerin Marion Kracht.

Das Buch bietet 22 vegetarische bzw. vegane Rezepte (in der Regel für 4 Personen) in den Kategorien:  Suppen, Vorspeisen/Salate, Hauptspeisen und Süßspeisen, die immer auch mit einem Hinweis versehen, ob bzw. dass sie glutenfrei sind. Zusätzlich ist die Vorbereitungs- bzw. Zubereitungszeit angegeben. Dazu gibt es nach jedem Rezept eine kleine Anekdote aus Marion Krachts Leben inklusive eines Fotos einer passend dazu gestylten Marion Kracht.
Auf den letzten Seiten bekommt man dann noch Fotos aus Krachts „Familienalbum“ und bei der Entstehung dieses Buches zu sehen.

Mein Leseeindruck:
Die Rezepte sind erstaunlich leicht nach zu kochen. Sie bestehen meist aus wenigen Zutaten, die man beim wöchentlichen Einkauf meistens sowieso besorgt. Es empfiehlt sich aber trotzdem eine kleine Grundausstattung vegetarischer (haltbarer) Zutaten im Haus zu haben.

Manche Rezepte sind etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man aus der „Allesesser“-Küche kommt. Auch die Portionen sehen manchmal etwas „klein“ aus, so dass man sicherlich Vorspeisen und Hauptspeisen kombinieren muss, um satt zu werden.

Die Zutatenliste ist in Tabellenform gut abzulesen, die Zubereitung in einzelnen Schritten (Punkten) gut erklärt. Pro Rezept gibt es ein Foto des fertigen Gerichtes. Zusätzliche Tipps sind am unteren Seitenrand farblich ergänzt.

In den Anekdoten nach jedem Rezept erzählt Marion Kracht kleine Erlebnisse/Geschichten, die sie im Zusammenhang mit ihren Essgewohnheiten erlebt hat, sie sind sehr kurzweilig und zwischendurch beim Kochen ein prima „Pausenfüller“.

Fazit:
Dieses Kochbuch für Vegetarier und Veganer ist für Einsteiger in diese Art des Kochens gut geeignet. Wer ein Marion Kracht Fan ist, für den ist es ein Muss.
Ich hätte mir ein paar mehr Rezepte gewünscht. Die Kennzeichnung „glutenfrei“ finde ich sehr hilfreich.

Bewertung: ****

Mord in der Villa Mafiosa (Michaela Küpper / Marlies Müller)

Kulinarisches Krimi Spiel

DSC_0322

Vor Jahren war ich einmal bei einem dieser angebotenen Krimi-Dinner in einem netten Restaurant. Das hat mir so gut gefallen, dass ich schon seit längerem auf der Suche nach einer „Vorlage“ zu einem eigenen Krimi-Dinner-Abend war. Bisher habe ich nur nach Büchern zu diesem Thema gesucht und angesehen. Jetzt ist dies Krimi-Dinner-Spielebox beim Gmeiner-Verlag erschienen und machte mich neugierig.

Beschreibung:
„Mord in der Villa Mafiosa“ ist ein Krimi-Spiel incl. Kochbuch für Italienische Gerichte. Eine dekorative Box beinhaltetet:
–              ein Kochbuch (italienische Gerichte) in Taschenbuchform
–              sieben Einladungen (etwas länger als DIN A4, gefaltet mit vierseitigem Text zur eingeladenen Person (Täter und Zeugen)
–              sieben Geheimakten (gleiche Größe wie die Einladungen, gefaltet) für die Gäste
–              vier Karten für den Gastgeber (in Person von Toni Travoni), die den Ablauf der Veranstaltung in groben Zügen beschreiben, damit er weiß, wie er durch den Abend führen kann
–              48 Spielkarten für die Gäste, hier bekommen sie Hinweise auf Themen, die sie ansprechen sollen

Die Box ist aus fester Pappe und passend zum Thema gestaltet. Die Karten sind aus Pappe und in dezenten Farben gestaltet.
Das Kochbuch hat 96 Seiten. Nach einer kurzen Einführung durch den Gastgeber (Toni Travoni) findet man hier Gerichte für ein italienisches Büffet, inclusive Mixgetränketipps.

DSC_0329

Spielablauf:
Der/Die Gastgeberin kennt natürlich den oder die Mörder/in. Man lädt seine fünf bis sieben Gäste mit den beiliegenden Einladungskarten ein. Auch der oder die Mörder/in weiß anhand der Einladung über ihre/seine Täterschaft Bescheid. Es empfiehlt sich, diese Einladungen in Kopie zu nutzen, sonst kann man dieses Dinner-Krimi-Spiel nur einmal spielen. Nach dem Eintreffen der Gäste sollte man schon anhand der ersten Regieanweisungskarte (Gastgeber) beginnen durch den Abend zu führen. Die danach an die Gäste ausgeteilten Spielkarten regen zu den Gesprächen an, die zur Ermittlung des oder der Täters/in ausschlaggebend sind. Dabei können sich die Gäste Notizen auf ihren Geheimakten machen. Um das Spiel mehrmals spielen zu können, muss man sich immer wieder verschiedene Gäste einladen, da es nur eine Spielvariante gibt. Die Anzahl der Teilnehmer kann allerdings zwischen fünf und acht Personen liegen. Das Mindestalter ist mit 14 Jahren angegeben.

Mein Eindruck:
Diese Spielebox beinhaltet eine gute Regieanweisung für das Gelingen eines Mörderischen Dinners. Allerdings ist hierzu auch die Bereitschaft der Gäste notwendig, sich auf eine Rolle einzulassen. Hier braucht man sicherlich etwas Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Gäste. Nicht jeder hat Lust eine Rolle zu spiele und sich an eine Regieanweisung zu halten. Aber gerade das ist hier wichtig, um die richtigen Schlüsse ziehen zu können.

Das Kochbuch ist das Highlight dieser Box. Hier gibt es bunte italienische Gerichte, die mit teils wenigen Zutaten gut vorzubereiten sind, was ich besonders gerne mag. Zeitangabe, Zutatenliste, Kochanleitung und ein buntes Foto des Ergebnisses laden zum Nachkochen ein. Tischkarten für das Dinner sind als Zugabe am Ende des Buches zum Ausschneiden vorhanden.

Fazit
Ein Krimidinner-Spiel in der attraktiven Box mit guten Regieanweisungen und wunderbarem Kochbuch. Prima auch zum Verschenken geeignet und mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Bewertung: *****

Ich bedanke mich bei dem Gmeiner Verlag! Er hat mir (zusätzlich zu diesem Rezensionsexemplar) eine Spielebox zum Verlosen bereitgestellt. Hierzu gibt es in den nächsten Tagen ein Gewinnspiel, das ich dann unter der Rubrik „Gewinnspiele“ starten werde. Tipp: Es empfiehlt sich schon einmal in den eigenen italienischen Rezepten zu stöbern…

Zuhause bei Audrey (Luca Dotti mit Luigi Spinola)

Die etwas andere (kulinarische) Biografie

DSC_0550

Für einen echten Audrey Hepburn Fan, der schon eine zahlreiche Bücher über sie gesammelt hat, habe ich dieses Buch bestellt. Die Freude war riesengroß als er dieses Buch zum ersten Mal in den Händen hielt…

Beschreibung des Buches:
„Zuhause bei Audrey“ ist 2016 als Hardcover im Dumont-Verlag erschienen. Der Autor Luca Dotti (Sohn von Audrey Hepburn) hat dieses Buch in Zusammenarbeit mit Luigi Spinola geschrieben und gestaltet. Das Buch hat einen typischen Leineneinband, wie ihn die eher traditionellen alten Kochbücher haben. Ein schwarz/weiß Foto von Audrey beim Kochen ziert den Buchdeckel. Darüber ist eine schmale Banderole gezogen, hier prangt ein buntes Foto Audreys, ebenfalls bei einem kulinarischen Einsatz. Zwei verschiedenfarbige Lesebändchen dienen als Lesezeichen.

Auf 337 Seiten gibt es zahlreiche Fotos, Geschichten und Rezepte.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch bietet in teils chronologischer Reihenfolge Geschichten, Fotos und Rezepte (teilweise handgeschriebene Rezepte/Zutatenlisten) der Schauspielerin. Selten findet man Fotos von den beschriebenen Gerichten, sondern eher Fotos rund um das Speisen in Hepburns Familie – und natürlich ganz viele bisher unveröffentlichte Privatfotos.

Mein Leseeindruck:
In sechs Kapiteln erzählt Luca Dotti in erfrischender Form vom Leben seiner Mutter natürlich aus der Sicht des Sohnes. Dabei sind die Geschichten eingebunden in die Beschreibungen von Essen und Speisen inclusive der Rezepte. Er berichtet sehr authentisch „aus dem Nähkästchen“, so lernt man nach und nach die doch sonst eher als unnahbar und distanziert wirkende Schauspielerin näher kennen. Luca Dottie Anekdoten über ihre Selbstzweifel, Bescheidenheit, aber auch ihre Rolle als Mutter sind sehr einfühlsam.

Was besonders gut an diesem Buch gefällt, sind die zahlreichen bisher unveröffentlichten Privatfotos. Diese haben es dem großen Fan der Schauspielerin besonders angetan. Wunderschöne Bilder im Kreise der Familie, Jugend- und Kinderbilder. Allesamt einfach schön anzuschauen.

Man kann dieses Buch in chronologischer Reihenfolge lesen, blättern oder einfach nur die tollen Fotos anschauen oder immer wieder wie in einem Fotoalbum in Erinnerungen schwelgen. Die Texte sind auf jeder Seite mit Fotos, kleinen Zusatzbemerkungen oder handschriftlichen Rezeptteilen aufgelockert.

Die meisten Rezepte kommen mit wenigen Grundzutaten aus. Sie sind gut geeignet für das Alltagskochen. Für den echten Fan zwar eine tolle Beigabe, aber nicht der Grund, dieses Buch haben zu müssen.

Fazit:
Diese Veröffentlichung ist ein MUSS für jeden Audrey Hepburn Fan, ein wunderbares Geschenkbuch. Aber auch Nicht-Fans können sich an den wunderschönen Fotos erfreuen und lernen eine ganz andere Seite der Schauspielern und des Menschen Audrey Hepburn kennen.

Bewertung: *****

Das Küchentagebuch – Mit 250 Rezepten durch das Jahr (Nigel Slater)

Inspiration Tag für Tag

20160114-DSC_0201

Nigel Slater ist Food-Journalist. Er hat sich einen Namen mit verschiedensten Kochbüchern gemacht. Diese Bücher zeigen seine Leidenschaft fürs Kochen, haben viel Text, Wissenswertes über Nahrung und wenige, aber ansprechende Fotos.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Küchentagebuch – mit 250 Rezepten durch das Jahr“ ist im DUMONT-Verlag in der zweiten Auflage 2015 als Hardcover erschienen. Der Bucheinband ist teils aus grünem Leinen und des Weiteren mit einer Fotografie von Äpfeln verziert. Zusätzlich gibt es einen Teilumschlag, auf dem der Autor selbst abgebildet ist. Das Buch umfasst 544 Seiten. Es hat ein rotes Stofflesebändchen.

Kurze Zusammenfassung:
Wie der Titel schon vermuten lässt, ist dieses Buch nicht nach Themen aufgeteilt, sondern nach Monaten und einzelnen Tagen, beginnend, nach einer kleinen Einführung, mit dem ersten Januar.

Tageweise gibt es Rezepte, die passend zum jeweiligen Monat prima nachgekocht werden können, da die benutzten Zutaten in der jeweiligen Saison gut zu bekommen sind. Oft gibt es zum Rezept ein Foto der Speise. Die Rezepte sind für eine unterschiedliche Menge an Personen konzipiert, die Portionsangaben werden mit den Zutaten aufgelistet. Am Ende des Buches gibt es ein Register, in dem man anhand einer Hauptzutat (z.B. Apfel) Rezepte aufgelistet bekommt, die diese Zutat beinhalten.

Mein Leseeindruck:
Beim ersten Blättern fällt auf, dass es hier viel Information gibt und wenige, aber ausgewählt schöne Fotos rund um Nahrungsmittel und Kochergebnisse den Text auflockern. Man bleibt bei dem einen oder anderen Foto hängen und liest sich so zuerst quer Beet durch diesen „Schmöker“.

Dieses Kochbuch ist ein „Lesebuch“. Es unterscheidet sich somit deutlich von anderen Kochbüchern. Nigel Slater erzählt von seinen Kocherlebnissen, kleine Anekdoten rund um das Kochen, passend zur Jahreszeit und zum jeweiligen Tag, für den es eine Rezeptidee gibt. Dabei ist es ihm wichtig, dass in der Saison erhältliche Zutaten für die Rezepte verwendet werden.

Man kann in diesem Buch schmökern, Geschichten über das Essen und Speisen genießen – und – Rezepte nachkochen. So erhält man für fast jeden Tag des Jahres eine Idee für ein Hauptgericht, Nachspeise oder Zwischengericht. Als Einschlafhilfe am Abend würde ich es nicht empfehlen, sonst bekommt man großen Appetit.

Die einzelnen Rezepte kommen meist ohne viele (exotische) Zutaten und ohne Kalorienangaben aus. Hier geht es ums Genießen! Viele Zutaten hat man sicherlich zuhause und kann gleich loslegen, bei anderen Rezepten empfiehlt es sich, eine Einkaufsliste zu erstellen. Die Auswahl ist sehr vielseitig, da gibt es Aufläufe, Suppen, Muffins, Tarten, Blechkuchen, Fleischgerichte, Salate und vieles mehr. Auch das Verwerten von Resten ist immer wieder ein Thema.

Besonders gut hat mir das Rezept des Schokoladen-Zwetschgen-Kuchens gefallen, ein Traum.

Fazit:
Dieses Küchentagebuch bringt Tag für Tag neue Ideen und ganz viel Abwechslung in den Kochalltag. Und wer Anekdoten liebt, der kann bei Wartezeiten einfach in diesem wunderbaren Buch schmökern. Wer das besondere Geschenk sucht, der kann hier zugreifen.

Bewertung: *****

Einfach genießen (Nigel Slater)

Einführung in die Lust am Kochen, das etwas andere Kochbuch

unbenannt-1050023

Beschreibung des Buches:
Nigel Slater hat sich einen Namen mit den verschiedensten Kochbüchern gemacht. Er ist ein sogenannter Food-Journalist. Seine Kochbücher unterscheiden sich von anderen Kochbüchern in der Hinsicht, dass sie viel Text, Wissenswertes über Nahrung und Zubereitung und weniger Bilder beziehungsweise Schritt für Schritt Anleitungen enthalten.

Das Kochbuch ist im DUMONT-Verlag erschienen. Es handelt sich hier um die broschierte Ausgabe von 2015. Die deutsche Erstausgabe ist bereits 2006 als Hardcover herausgekommen. Auf dem Titelbild ist der Autor selbst abgebildet. Das Buch umfasst 448 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Kochbuch ist nicht nur ein Kochbuch, es unterscheidet sich schon in der Untergliederung von den herkömmlichen Kochbüchern. Die eine Hälfte des Buches ist mit viel Wissenswertem rund um das Kochen gefüllt. Im zweiten Teil gibt es zu den gängigsten Grundnahrungsmitteln „nützliche Grundrezepte“. Am Ende des Buches hilft ein Register, zum schnellen Auffinden.

Mein Leseeindruck:
Beim ersten Blättern fällt auf, dass es hier viel Information gibt und wenige, ausgewählt schöne Fotos rund um Nahrungsmittel den Text auflockern. Man bleibt bei dem einen oder anderen Foto hängen und liest sich so zuerst quer Beet durch diesen „Schmöker“.

Als ich mich dann in dieses Kochbuch eingelesen habe, dachte ich sofort, „das ist doch das ideale Buch für alle, die noch am Anfang des Kochens stehen UND für die, die ihre Kochgewohnheiten ändern wollen“:

Im ersten Teil des Buches wird dem Leser das Kochen schmackhaft gemacht. Die unterschiedlichsten Kochformen, Werkzeuge und Zielgruppen werden vorgestellt. Daneben gibt es immer wieder kleine Regeln und Tricks für die richtige Anwendung. Ausflüge rund um Geschmack und Würzung runden das Ganze ab. Hier kann sich der Kochanfänger nützliche Tipps holen und vermeidet möglicherweise, den Kauf von überflüssigen Küchenutensilien.

Nigel Slater erklärt wissenswertes über die Herkunft und den Kauf von Nahrungsmitteln. Beim Beschreiben von Früchten, Gemüse und Fleisch gibt es schon die ersten „Grundrezepte“, d.h. Verarbeitungstipps. Hat man sich durch diese Seiten gelesen, so findet man hier noch Kochtipps rund um die Jahreszeiten/Monate.

Die „wirklich nützlichen Grundrezepte“ machen den zweiten Teil des Kochbuches aus. Hier werden Suppen, Beilagen, Gemüse, Fleisch, Fisch, Obst und Süßes mit Bebilderung vorgestellt. Die Rezepte sind für 4, manchmal für 6 Personen beschrieben. Die Fotos laden wirklich sehr zum Kochen ein. Die Zutatenliste ist mittig abgesetzt, in Fettschrift innerhalb der Zubereitungsbeschreibung eingefügt.

Möchte man sich einen Überblick verschaffen, wie lange das Kochen eines Gerichtes dauert, so muss man den Text schon genau durchlesen.

Im Register habe ich alles gefunden, was ich so für das tägliche Kochen wichtig finde.

Fazit:
Dieses ungewöhnliche Kochbuch bringt neue Ideen in das alltägliche Kochverhalten. Mir gefällt besonders der erste Teil dieses Buches. Hier finden Neulinge wirklich besonders viele Tipps, um ein genussvolles Kochen zu lernen. Mein Tipp: Dieses Buch eignet sich wunderbar als Geschenk für zum Einzug in die erste eigene Wohnung.

Bewertung: *****