111 Orte für Kinder in Frankfurt am Main, die man gesehen haben muss (Julia Tzschätzsch)

Neue Ideen für Ausflüge in und um Frankfurt am Main – nicht nur (aber ganz besonders) für Kinder

Dieses Buch ist für mich eine der Entdeckungen, die ich auf der Frankfurter Buchmesse 2019 gemacht habe. Ich habe schon einige „111 Orte“- Bücher in den Händen gehabt, aber dieses ist ein ganz besonderer Schatz.

Beschreibung des Buches:
„111 Orte für Kinder in Frankfurt am Main, die man gesehen haben muss“ von Julia Tzschätzsch ist im emons: Verlag 2019 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 240 Seiten. Das Titelbild reiht sich in die Serie „111 Orte“ des emons: Verlages. Es ist in Dunkelrot gehalten, hat einen Titel in weißer Schrift und ist mit einigen Fotos gespickt, die man mit Frankfurt am Main in Verbindung bringt.

Die Autorin Julia Tzschätzsch (Moderatorin beim Hessischen Rundfunk) wohnt mit ihrer Familie (drei Kinder) in Frankfurt. Sie hat das Buch mit eigenen Fotos gestaltet und die vorgestellten Örtlichkeiten mit den eigenen Kindern und befreundeten Kindern besucht.

Kurze Zusammenfassung:
Jedem beschriebenen Ort sind je 2 Buchseiten gewidmet – ein einseitig großes Foto und ein Text auf der gegenüber liegenden Seite. Zum Foto gibt es jeweils noch eine Kurzbeschreibung, wie Öffnungszeiten, Adresse, Anfahrtsweg und besondere Tipps. Auf den letzten Seiten gibt es Übersichtspläne, in denen die Ausflugtipps mit einer Nummer markiert aufzufinden sind.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist einfach wunderschön gestaltet. Man bleibt schon beim ersten Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen und bekommt sofort Lust, den gefundenen Ort aufzusuchen. Die Texte sind mit einzeln hervor gehobenen Wörtern sehr gut lesbar, die Überschrift ist leicht verschnörkelt, was dem Ganzen eine gewisse Lebendigkeit verleiht.

Die zahlreichen tollen Fotos zeigen Kinder im Einsatz, sie wirken fröhlich und laden regelrecht zum Nachmachen/zum Besuchen der Orte ein.

Man findet in diesem Buch Möglichkeiten im Freien als auch in Gebäuden Neues zu finden: Spielplätze, Museen, Tiere, Bäume, Brücken, Züge, Leseplätze uvm. gilt es zu entdecken.

Fast zu jeder beschriebenen Örtlichkeit erhält man zusätzliche Tipps. So findet man hier zum Beispiel gute Essensmöglichkeiten oder weitere Spielmöglichkeiten in der näheren Umgebung.

Sehr gut gefällt mir zudem, dass die Anfahrtsbeschreibungen sowohl den Weg mit PKW, Öffentlichen Verkehrsmitteln als auch in manchen Fällen die Fußwegzeiten angeben. Man findet auch eine Altersklassenangabe zu jedem Ort.

Dieses Buch hat mir wieder einmal mehr gezeigt, dass „Kind sein“ in Frankfurt nicht nur hohe Häuserfassaden, Straßenlärm und Beton bedeutet. Man hat so viele Möglichkeiten mit Kindern Natur, Technik und Kunst zu erleben, man muss nur dieses Buch lesen, dann sind die Wochenenden der nächsten 2 Jahre ausgefüllt!

Fazit:
Julia Tzschätzsch ist es gelungen, dass ich mich in meine Kindheit versetzt fühle, wenn ich in diesem Buch blättere – und am liebsten all die wunderbaren Orte aufsuchen würde, wo man spielen, lernen, erkunden und schauen kann. Viele der Plätze/Orte kann man auch als Erwachsener aufsuchen, aber mit den eigenen Kindern oder Enkeln macht das sicherlich besonderen Spaß sie zu besuchen.

Dieses Buch kann man prima „frischgebackenen“ Eltern schenken mit einem Gutschein für gemeinsame Zeit, die man mit der ganzen Familie verbringen kann.

Bewertung: ***** von *****

Dein Fleisch und Blut (Nicole Makarewicz)

Eine Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit

Beschreibung des Buches:
„Dein Fleisch und Blut“ von Nicole Makarewicz, Wiener Journalistin, ist 2018 im Holzbaum Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Thriller hat 222 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ist eine Pupp, ihr Gesicht ist nicht zu sehen, da sie auf dem Bauch liegt.

Kurze Zusammenfassung:
Für die Journalistin Leah Sebelia ist ihr Beruf eine Berufung. Während sie an einem Buch über Kinderpornographie schreibt, recherchiert sie sehr intensiv über das Thema. Daran zerbricht ihre Beziehung. Gerade als sie ihre Recherchen einstellen will, erhält sie Zugangsdaten zu einem Forum. Was sie hier erlebt übersteigt ihre Vorstellungskraft. Plötzlich werden Verdächtige umgebracht. Hat ein Mörder sie zum Handlanger gemacht?

Mein Leseeindruck:
Ein kurze Prolog, 5 Monate nach den eigentlichen Geschehnissen, führt in die Geschichte ein.

Der Thriller spielt in der Zeit von Februar bis August in Österreich. Die Kapitel sind mit dem Fokus auf die Journalistin Leah geschrieben. Als Leser hat man somit hat man als Leser keinen Vorteil im Lösen „des Falles“ – und tappt, wie Leah – lange Zeit im Dunkeln, wer hier „gut“ und wer hier „böse“ ist.

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, ihre Szenen sind gut beschrieben, man fühlt sich mitten im Geschehen. Der Thriller hat eine ansteigende Spannung, mehrere Verdächtige und die unterschiedlichsten Charaktere, die die Autorin gut herausgearbeitet hat.

Neben Leahs Recherche spielt auch ihr Liebesleben und ihre eigene Familiengeschichte eine große Rolle in diesem Roman. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich und interessant. Ihre Recherchemethoden und die ihrer Freunde sind vielfältig. Da gibt es zum Beispiel die Halbschwester, die sich als Hackerin entpuppt.

Die Polizeiarbeit tritt in diesem Buch etwas in den Hintergrund, denn die Journalistin ist hartnäckiger in ihren Recherchen.

Zugegeben, das Thema ist schwierig. Die Autorin hat sicherlich ziemlich intensiv recherchieren müssen, am Ende des Buches gibt es noch Adressen und Ansprechpartner für „Täter“ und „Opfer“.

Alles in allem ist dieser Thriller spannend konstruiert, nicht zu grausam im Detail, aber dennoch aufrüttelnd. Ich konnte da Buch kaum weglegen.

Fazit:
Der Journalistin Nicole Makarewicz ist ein sehr spannender  und aktueller Thriller gelungen, der zeigt, dass Hartnäckigkeit von Journalisten manchmal zur Aufdeckung von Kriminalfällen führen kann – oftmals spielen sie dabei aber mit ihrem eigenen Leben.

Bewertung:  ***** von *****

Was uns schmeckt und was dahinter steckt (Nikola Schwarzer)

Mehl, Eier, Fett usw.  , was ist das, chemisch gesehen, genau?

Beschreibung des Buches:
„Was uns schmeckt und was dahinter steckt“ von Nikola Schwarzer ist 2018 als Hardcover im Hirzel Verlag mit 183 Seiten erschienen.

Das Titelbild erweckt den Eindruck, es gehe um die Herstellung von Speisen…

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch geht es um  Mehl, Backtreibmittel, Eier, Fett, Zucker, Milchprodukte, Schokolade und Geliermittel . Jedem Nahrungsmittel ist ein Kapitel gewidmet. Am Ende des Buches findet man Literaturhinweise und Quellenangaben.

Mein  Leseeindruck:
Wen wundert es, dass man in diesem Buch viel über die Chemie von Lebensmitteln erfahren kann, hat die Autorin doch Chemie studiert.

Neben einigen „Versuchen“, die man selbst nachbilden kann, findet man auch zahlreiche Schaubilder, in denen die chemische Verbindung der behandelten Lebensmittel anschaulich erklärt und gezeigt wird, was mit der Nahrung z.B. beim Kochen passiert.

Toll sind die Schaubilder, die die Verwendung der einzelnen Lebensmittel im Nahrungsmittelangebot aufzeigen. Endlich kann man einmal nachvollziehen, welche Zutaten/Verarbeitungsschritte es braucht, um z.B. einen bestimmten Käse zu erzeugen. Ergänzt wird das ganze durch sehr schöne Fotos.

Das Buch von vorne bis hinten durchzulesen, setzt großes chemisches Interesse und Spaß an Versuchen voraus. Aber man kann sich ja auch einzelne Kapitel oder einzelne Versuche aussuchen und hierzu die Erklärungen lesen. Besonders das Kapitel über Schokolade hat mir da sehr gut gefallen.

Fazit:
Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses Buch sehr gut mit Kindern nutzen kann, denn die Versuche und die Darstellungen der Verarbeitung von Lebensmitteln helfen den Kindern spielerisch die Speisenzubereitung und z.B. die chemischen Verbindungen leichter zu verstehen.

Bewertung: **** von *****

In Ruhe alt werden können? (Erich Schützendorf)

Die neuen Alten – jenseits der 50

Bücher über das Altern aus den verschiedensten Blickwinkeln finde ich immer wieder interessant.

Beschreibung des Buches:
„In Ruhe alt werden können?“ ist 2016 in 2. Auflage im Mabuse-Verlag als Taschenbuch mit 122 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man ein älteres Paar, das gymnastische Übungen am Sandstrand absolviert.
Der Autor Erich Schützendorf war Leiter des Fachbereichs „Fragen des Älterwerdens“ der Volkshochschule des Kreises Viersen. Schon sein ganzes Leben hat er sich mit Älteren und Altern beschäftigt. Er hat bereits mehrere Werke mit diesem Thema veröffentlicht.

Kurze Zusammenfassung:
In 20 Kapiteln beschreibt der Autor zahlreiche Erfahrungen, Begebenheiten und Thesen über das Alter jenseits der 50.

Mein Leseeindruck:
Wer seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, der macht sich mehr und mehr Gedanken über das Altern. Erich Schützendorf machte das schon von Berufs wegen. In diesem Buch hat er viele Erlebnisse zusammengetragen, die er mit reichlich Humor, witzigen Bemerkungen, aber auch realistischen Einschätzungen würzt.

Gerade seine eigenen Erfahrungen, wenn er über die Beziehung zwischen seinen Kindern und ihm bzw. seiner Mutter und ihm erzählt, machen diesen Lesestoff so besonders. Wer hat das nicht schon selbst erlebt. Zitat:
„Am liebsten denke ich über Generationengerechtigkeit am Sonntagmorgen nach, wenn ich nach dem späten Frühstück alleine bin und hoffe, dass vielleicht eines der drei Kinder mal anruft. Meistens warte ich vergebens auf einen Anruf. Klingelt das Telefon, ist es meine Mutter, die sich beklagt, dass ich sie nicht anrufe.“

Ich musste an vielen Stellen lachen und meinem Mann sogleich die lustigen Stellen vorlesen. Wir haben uns und unsere Eltern oft „wiedererkannt“.

Manche Kapitel sind schonungslos, wenn es z.B. um die Pflege im Alter geht. Darüber möchte man manchmal gar nicht nachdenken, obwohl es einen früher oder später sicherlich auch betreffen wird.

Trotz allem bleibt auch das „Widerborstige“ in Erinnerung. Aufgeben ist keine Alternative. Wer nicht alt werden will, der muss eben früh sterben oder das Beste daraus machen.

Fazit:
Ich habe dieses Buch fast an einem Stück gelesen, es hat mich nicht mehr losgelassen, trotz der teilweise etwas „schnoddrigen“ Art des Autors. Empfehlenswert besonders für alle junggebliebenen 50er und die die es werden.

Bewertung: *****

Besondere Umstände (Gabriela Kasperski)

Absolut spannend – geniale Geschichte

Einen Krimi aus der Schweiz habe ich noch nicht gelesen, die Autorin Gabriela Kasperski war mir bisher nicht bekannt. „Besondere Umstände“ ist ihr zweiter Krimi aus der Reihe um Schnyder&Meier.

Beschreibung des Buches:
„Besondere Umstände“ von Gabriela Kasperski ist 2017 im Storybakery-Verlag als Taschenbuch mit 520 Seiten erschienen. Es ist der zweite Krimi um Kommissar Werner Meier und die Studentin Zita Schnyder. Auf dem Titelbild sieht man einen einsam stehenden Kinderwagen auf einem herbstlichen Parkweg. Das Bild wirkt geheimnisvoll auf mich, es passt sehr gut zum Inhalt des Krimis.

Kurze Zusammenfassung:
Zita Schnyder und der Kommissar Werner Meier werden Eltern. Sie leben in Waldstadt. Zita besucht einen Mutter-Yogakurs mit anderen schwangeren Frauen, die kurz vor der Geburt stehen. In einer Gewitternacht werden in Waldstadt 7 Babys geboren. Im Krankenhaus treffen sich die frischgebackenen Eltern wieder – dann wird eines der Kinder entführt. Eine Sachbearbeiterin, die mit Adoptionen betraut ist, wird ermordet aufgefunden. Im Zuge der Ermittlungen stellen sich so einige Ungereimtheiten heraus: Es geht um Adoptionen, erkauftes Glück und Unfruchtbarkeit.

Mein Leseeindruck:
Dieser Krimi lebt von vielen Schauplätzen und Mitwirkenden, deshalb findet man auf den letzten Seiten dieses Buches eine schöne Übersicht über die Personen und die Örtlichkeiten. Das half mir beim Lesen sehr, denn oftmals verliert man beim Lesen den Überblick, bei so vielen Protagonisten.

Gleich auf den ersten Seiten wird man in diesen Krimi hineingesogen. Der kurze Prolog (in einer Winternacht  2009 wird ein Neugeborenes entführt und wenige Stunden später wieder gefunden)  macht neugierig. Handelte es sich um einen Scherz oder steckte da mehr dahinter? Inwieweit hat diese kurze Einführung etwas mit den Geschehnissen drei Jahre später zu tun?

Gabriela Kasperski beschreibt ihre Szenen sehr detailreich, die Örtlichkeiten und die Personen hat man somit ganz wunderbar vor Augen und erinnert sich deshalb auch an so manches Detail, was im Zuge der Ermittlungen von Bedeutung wird. Die Charaktere sind so unterschiedlich, dass man sich diese Personen sehr gut merken und zuordnen kann: Da gibt es z.B. die weise Hebamme Paula, die mit Helen, der Freundin des Pfarrers, gemeinsam im bisher unbekannten „Internetz segelt“, das Ehepaar Weber, das sich bezüglich Nachwuchs eigentlich noch nicht einig war, aber auch ein Paar, dass sich den Kinderwunsch per Adoption erfüllen will.

Es gelingt der Autorin sehr gekonnt, Fäden zu spannen und diese so nach und nach bis zum Schluss des Krimis wieder zusammen zu führen. Auch wenn dieses Buch kaum in Kapitel unterteilt ist, (was mich zunächst etwas irritierte, da die Schauplatzwechsel manches Mal etwas plötzlich kamen) bekommt man schnell den „Dreh heraus“, in welcher Szene (Örtlichkeit) man sich gerade befindet.

Ich finde, die Schauplätze, wie z.B. die Geburtswohnung, das Gartenhäuschen, den Yoga-Raum, das Stadthaus als auch die Geburtsstation im Krankenhaus, gut gewählt und beschrieben. Sie wirken auf mich teilweise sehr geheimnisvoll.

Und was die Spannung betrifft, die ist von der ersten bis zur letzten Seite gegeben. Ich konnte dieses Buch nicht zur Seite legen (außer, wenn ich musste), so hat es mich gefesselt. Auch wenn einem das Thema, gerade als Mutter, sehr nahe geht.

Fazit:
Ein Krimi, wie er sein muss: spannend, humorvoll, rasant und facettenreich. Mich hat die Autorin mit diesem Werk von ihrer Kunst des Krimi-Schreibens überzeugt.

Bewertung: *****

Jäger des versteckten Schatzes (Ingo Oschmann)

Hilfreiche Tipps – kurzweilig und humorvoll präsentiert

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Geocaching zählt schon seit über acht Jahren zu unseren Hobbys. Trotzdem lese ich immer wieder gerne über Erfahrungen, die andere Cacher bei ihren Ausflügen in die Welt der „Schatzsuche“ machen. Bei der Suche nach Lektüre über das Geocachen trifft man immer mal wieder auf die gleichen Autoren, deshalb habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch von Ingo Oschmann fand.

Beschreibung des Buches:
Ingo Oschmann ist bekannt als Moderator, Komiker und Entertainer.

„Jäger des versteckten Schatzes“ ist 2016 als Taschenbuch mit 358 Seiten im HEYNE-Verlag erschienen. Das Titelbild zeigt den Autor Ingo Oschmann in mit einem GPS-Gerät vor einer Bergkulisse, einer typischen Geocaching Situation.

Kurze Zusammenfassung:
Ingo Oschmann erzählt in seinem Buch von der Entstehungsgeschichte des Geocachens, seinen ersten Such-Anfängen und gibt zahlreiche Tipps für die Ausrüstung.

Mein Leseeindruck:
Ich habe dieses Buch so ziemlich in einem Zug verschlungen. Es ist kurzweilig und humorvoll geschrieben. Die geschichtlichen Hintergründe, die Technik und auch die Ausrüstungstipps sind interessant, leicht verständlich und für Anfänger sehr nützlich.

Die kleinen Anekdoten vom Finden einzelner Caches sind witzig. Die Beschreibungen, wie man bei einer Cache-Suche vorgehen sollte, sind treffend und auf den Punkt gebracht. Das Buch wird aufgelockert durch einzelne Tabellen, Merkkästchen (grau unterlegt) und Fotos (schwarz/weiß).

Ingo Oschmann vermeidet es, Caches explizit zu nennen, das finde ich persönlich etwas schade. So muss man sich mühsam auf die Suche machen, wenn man durch seine Beschreibungen auf einen interessanten Cache aufmerksam geworden ist.

Auch wenn man sich auf zahlreichen Plattformen Informationen rund um das Cachen heraussuchen kann, so möchte ich solche Bücher nicht missen. Hier bekommt man auf humorvolle Art und Weise den Spaß des Cachens näher gebracht, geradeauch dann, wenn man jemanden an dieses Hobby heranbringen möchte.

Fazit:
Gerade für Anfänger ist dieses Buch sehr zu empfehlen, aber auch Fortgeschrittene in Sachen „Geocaching“ finden hier nützliche Informationen und nette Geschichten rund um das Hobby Geocaching. Das Buch eignet sich auch als Mitbring-Geschenk für Eltern mit Kindern, die gemeinsam draußen ihre Zeit verbringen wollen.

Bewertung: ****

Der nächste Freitag kommt bestimmt (Elke Thomazo)

Eine turbulente Familiengeschichte – aus dem Leben einer Mutter

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Das fetzige Titelbild ist mir gleich ins Auge gefallen…

Beschreibung des Buches:
„Der nächste Freitag kommt bestimmt“ ist das zweite Buch der Autorin Elke Thomazo. Es ist im Oktober 2016 im Drachenmond Verlag als Taschenbuch mit 240 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild, das Lila/Blau/Petrol-Farben gehalten ist, sieht man eine Frau, die an einer Schreibmaschine sitzt und eifrig tippt. Pfeile und Zweige fliegen durch die Luft und ein kleines Herz prangt über dem Titel. Ich finde das Titelbild sehr ansprechend.

Kurze Zusammenfassung:
Bea ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Kolumnistin bei einer Münchner Zeitung. Eigentlich könnte sie ein geregeltes Familienleben haben, doch immer wieder schafft sie es nur auf den letzten Drücker ihren Text zur Veröffentlichung abzuschicken. Ihr Yogalehrer, die pubertierenden Kindern und auch noch ihr Mann Jean-René, Opernsänger, halten sie auf Trab. Als Jean-René sich in Beas Chefredakteur verguckt, wird es so richtig turbulent.

Mein Leseeindruck:
Der spritzige Schreibstil von Elke Thomazo gefällt mir sehr gut. Gleich auf den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen, eine lustige Situation jagt die andere, da bleibt auf mancher Seite kein Auge trocken. Der Roman ist sehr lebendig. Das aufregende Familienleben mit pubertierenden Kindern, einem Hamster und mit einem Künstler als Mann  ist sehr detailreich beschrieben. Manchmal etwas überzogen, aber das ist die künstlerische Freiheit und gibt dem Buch die notwendige Würze.

Die einzelnen Szenen kann man sich durch die gute Beschreibung sehr bildhaft vorstellen. Situationskomik findet man in jedem Kapitel und man fragt sich, was kann Bea noch so alles passieren, bis sie ihre freitägliche Kolumne endlich „zu Papier gebracht“ hat.

Die Kapitel sind mit Wochentag und Uhrzeit beschriftet, man erlebt eine komplette Woche bis zur nächsten Kolumne, Freitag, mit der chaotischen Familie.

Ich war am Ende der Geschichte etwas traurig, dass sie schon vorbei war. Es gibt sicherlich noch einiges, was man mit dieser Familie erleben kann. Eine Fortsetzung fände ich toll. Mich hat das Buch ein wenig an die humorvollen Geschichten von Sophia Kinsella erinnert.

Fazit
Wer eine  humorvolle Familiengeschichte lesen will, der kann hier zugreifen und dem eigenen Alltag ein paar Stunden entfliehen.

Bewertung: *****