Die Hesse koche (Daniel Gross und Sascha Scherer)

Die hessische Küche – für jede/n etwas dabei – auch vegetarische Gerichte

Zwei hessische Köche haben hier eine große Auswahl hessischer Gerichte in Bild und Wort zusammengestellt.

Beschreibung des Buches:
„Die Hesse koche“ ist 2020 mit 208 Seiten im Societäts-Verlag als Hardcover Buch erschienen. Auf dem Titelbild sind typische hessische Gerichte Appetit anregend abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist aufgeteilt in 8 Kapitel:
Klaa Schnibbelsche, Supp, Aus dem Gadde (Vegetarisch), Aus der Pfann, Aus dem Dippe, Aus dem Ofen, Aus de Maa, Süssmäulchen.

Jedem Gericht sind 2 Seiten gewidmet. Ein Foto der fertigen Speise linksseitig, das Rezept incl. Zeitangabe, Schwierigkeitsgrad, Anzahl Portionen und Zutaten, zusätzliche Tipps auf der rechten Seite.

Mein Leseeindruck:
Mich hat dieses Kochbuch schon mit dem Titelbild angesprochen. Hier lachte mir die Grüne Soße und auch ein Handkäs entgegen, beides esse ich als hessische Ureinwohnerin besonders gerne.

Beim ersten Blättern sind mir dann die vielen Gerichte ins Auge gefallen, die besonders meine Oma tagtäglich auf den Mittagstisch gebracht hat. Oma konnte noch so richtig kochen, Gemüse aus dem Garten verarbeiten und Fleisch und Wurst beim Metzger um die Ecke kaufen. Leider hat sie ihre Kocheigenschaften nicht an die nächste Generation vererbt, so dass ich mir nun mühsam gerade die hessischen Speisezubereitungen wieder aneignen muss.

Da kommt dieses Kochbuch wie gelegen. Hier finden sich aber nicht nur Rezepte von Speisen, die man so kennt, es werden hier auch außergewöhnliche, schnell zuzubereitende Gerichte vorgestellt.

Beim Suchen nach Gemüsegerichten fiel mir gleich die Rosenkohlpfanne ins Auge, Frankfurter Zwiwwelkuche oder Apfelkuchen mit Crunch (den ich gleich mit heimischen Äpfeln nachgebacken habe) machten mir dann auch Appetit.

Die Auswahl der Rezepte ist gelungen, die Fotos sind sehr ansprechend, die Rezepte einfach zu verstehen und die Zutaten nicht exotisch. Gerade das gefällt mir an diesem Kochbuch sehr gut. Viele der angegebenen Zutaten hat man in der Regel zuhause oder man kann sie schnell besorgen.

Fazit:
Ein Kochbuch, das man wunderbar an echte Hessen/innen oder die, die es noch werden wollen, verschenken kann. Aber auch sich selbst kann man dieses Buch gönnen.

Bewertung:: ***** von *****

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Herrlich Hessisch – Vorhang auf für Hessen (Astrid Kopp & Matthias Thieme – HG.)

Die Mitte Hessens in vielen Details

Meine Heimat ist das Hessenland, deshalb bin ich immer auf der Suche nach Büchern, die mein Heimatland gut beschreiben. So hoffe ich, Freunden und Bekannten, die aus anderen Gebieten Deutschland s oder der Welt kommen, meine Heimat näher zu bringen.

Beschreibung des Buches:
„Herrlich Hessisch – Vorhang auf für Hessen“ ist 2020 im Societäts-Verlag als Hardcover mit 160 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht ist der Hessische Löwe auf blauem Hintergrund abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch stellt  Hessens Landschaften mit Taunus, Odenwald, Wetterau und dem Rheingau vor, zentral in Hessen gelegen. 17 Kapiteln mit vielen Fotos, kurzen Texten, einer Mundart-Textbox sowie einer Rubrik „Dies& Das“ stellen die Mitte Hessens dar.

Mein Leseeindruck:
Beim ersten Durchblättern erschien mir dieses Buch etwas nüchtern, das mag am matten Papier liegen, hier kommen die Fotos nicht ganz so farbig zur Geltung.

Hat man sich aber in das Buch hineingelesen, so erfährt man hier manch spannende Geschichte über das Herz Hessens. U.a. werden hier die Erfolgsprodukte aus dem Hessenland vorgestellt, man findet Fotos aus der Fotoperspektive (mit einer Drohne aufgenommen) und Geschichten über besondere Häuser,  wie z.B. das Hundertwasser-Haus in Bad Soden.

Interessant ist auch das Kapitel über den Erfindergeist am Taunusrand. So wusste ich z.B. nicht, dass die 50-Pfennig Frau eine Hessin ist. Ihr Mann, der Bildhauer Richard Martin Werner hatte den Zuschlag erhalten, die Rückseite der 50-Pfennig Münze zu gestalten.

Besonders gefallen mir an dem Buch die Textboxen mit der Mundart. Hier erfährt man, wie so manches hessische Wort entstanden ist bzw. was es bedeutet.

Natürlich erhält man mit diesem Buch auch eine Menge Freizeittipps.

Fazit:
Ein Geschenkbuch für Hessenliebhaber, für Neuhessen und für Freunde und Bekannte, denen man das Hessenland nahe bringen möchte.

Bewertung: **** von *****

Hessentagtod (Tim Frühling)

Ein Krimi – nicht nur für echte Hessen!

Kommissar Daniel Rohde ermittelt im 4. Fall, diesmal in seinem Wirkungsgebiet Bad Hersfeld.

Beschreibung des Buches:
„Hessentagtod“ von Tim Frühling ist im emons:-Verlag 2020 als Taschenbuch mit 187 Seiten erschienen. Es ist der vierte Krimi von Tim Frühling, Radio- und Wettermoderator beim Hessischen Rundfunk.

Typisch an der Reihe der Regionalkrimis des emons:-Verlages sind die in weiß eingerahmten Titelbilder mit einem signifikanten Fotos der Krimischauplätze. Hier sieht man tanzende Personen im Trachtenlook, so wie man sie am Festumzug zum Ende des Hessentags erlebt.

Kurze Zusammenfassung:
Es ist Hessentagszeit in Bad Hersfeld. Jedes Jahr im Sommer findet das große Fest der Hessen 10 Tage in einer anderen „Hessentagsstadt“ statt. Bad Hersfeld hat sich herausgeputzt, ein hessischer Privat-Radiosender hat einen Wettbewerb ausgelobt, der auch von der Landesregierung unterstützt wird: es wird eine Hessenkönigin gekürt. Sechs junge Frauen stehen zur Auswahl. Diese müssen sich an den 10 Tagen präsentieren und so manche mehr oder weniger lustige Auftritte absolvieren. Während des Festumzugs kommt es zu einem Todesfall – was haben die jungen Frauen damit zu tun? Kommissar Daniel Rohde ermittelt!

Mein Leseeindruck:
Ich habe erst vor einigen Jahren den Hessentag so richtig wahr- und liebgewonnen (2011 Oberursel als Begleitung für meinen Sohn„Linkin‘ Park Konzert“, 2016 Herborn als Oldtimer-Ralley-Team mit hr1 und 2017 in Rüsselsheim als Fotoscout), deshalb war ich neugierig, was Tim Frühling diesmal für einen Fall seinem Kommissar in der Hessentagsstadt auferlegt hat.

Am Anfang des Buches findet man glücklicherweise die handelnden Personen. Hier sind die sechs jungen Frauen, um die sich der ganze Krimi dreht, ausführlich beschrieben. Die Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Da gibt es die Kronberger Burgenkönigin, die Ockstädter Kirschenkönigin, die Ahle-Worscht-Königin, die Hanauer Grimm-Prinzessin, die Fritzlarer Sauerkrautkönigin und die Mittelhessische Apfelweinkönigin. Alle zwischen 23 und 31 Jahre alt.

Wer den Hessentag liebt, kommt hier auf seine Kosten. Tim Frühling beschreibt sehr unterhaltsam und immer mit einem zwinkernden Auge, wie sich z.B. die Fernsehaufnahmen während der Hessentagswoche gestalten. Dabei erkennt man anhand seiner Beschreibungen die Moderatoren, die man von Funk und Fernsehen kennt, auch wenn er deren Namen verfremdet hat. Selbst unser Ministerpräsident bekommt seine eigene „Rolle“.

Während es Einblicke in den „Wahlkampf“ der sechs Frauen gibt, die Hessenkönigin werden wollen, erhält man auch ein wunderbares Stimmungsbild vom Hessentag mit seinen facettenreichen Ausstellungen und Darbietungen. Hier findet man typisch Hessisches.

Ich war von diesem Krimi weniger gefesselt durch Spannung als durch diese atmosphärischen Eindrücke des Hessentages.

Lustig sind auch die Wortwechsel, die zum größten Teil im hessischen Dialekt ausgefochten werden. Das Ganze macht das Buch zu einem kurzweiligen Krimi, denn es wird tatsächlich auch ermittelt in diesem Roman. Kommissar Rohde uns sein Team greifen wieder zu unkonventionellen Mitteln….

Es ist wieder einmal der Sprachstil, der Unterhaltungswert hat. Man merkt, dass Tim Frühling eine ganz besondere Beobachtungsgabe hat und ein Gespür für humorvoll erzählte Szenen.

Fazit:
Diesen kurzweiligen und humorvollen Krimi kann man an Neu-Hessen, an Krimifans (mit Liebe zum Humor) und natürlich allen schenken, die Entspannung in einem eher lustigen Kriminalfall suchen.

Bewertung: **** von *****

111 Orte in Mittelhessen, die man gesehen haben muss (Tim Frühling)

Für Einheimische, für Neugierige und für Ausflügler

Für einen Freund zum Geburtstag haben wir dieses Buch ausgesucht, um mit ihm einen gemeinsamen Ausflug aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Mittelhessen zu machen.

Beschreibung des Buches:
„111 Orte in Mittelhessen, die man gesehen haben muss“ von Tim Frühling ist im emons-Verlag 2019 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 233 Seiten. Das Titelbild reiht sich in die Serie „111 Orte“ des emons-Verlages. Es ist in Weinrot gehalten, hat den Titel in weißer Schrift und die Hessische Spezialität „Handkäs“ über dem Titel positioniert.

Der Autor Tim Frühling ist als Radio- und Wettermoderator des Hessischen Rundfunks bekannt, er hat bereits „111 Orte in Osthessen und in der Rhön“ und 3 Krimis geschrieben.

Die Fotografin Christine Frühling ist seine Mutter, gelernte Fotografin. Sie arbeitet in einem Reisebüro.

Kurze Zusammenfassung:
111 Orte in Mittelhessen sind mit Zahlen versehen (zur Zuordnung auf der Landkarte am Ende des Buches). Sie sind mit je 2 Buchseiten beschrieben, ein Foto und ein einseitiger Text. Zum Foto gibt es jeweils noch eine Kurzbeschreibung, wie Öffnungszeiten, Adresse und Tipps.

Auf den letzten Seiten gibt es Übersichtspläne, in denen die Ausflugtipps mit einer Nummer markiert aufzufinden sind.

Mein Leseeindruck:
Wir mussten uns zunächst mit der Sortierung vertraut machen (nach Region alphabetisch). Die kleine Überschrift oberhalb der Nummern gibt die Region an. So sind die Tipps gut zusammengefasst. Hat man das Prinzip verstanden, dann ist die Nummerierung verständlich und man findet die Zahlen schneller auf der Karte.

Wenn man dieses Buch durchblättert, fallen einem die ganz besonderen „Sehenswürdigkeiten“ auf. Solche, die man in Standard-Reiseführern oftmals nicht finden wird. Örtlichkeiten, die auch manch Kenner der Region noch nicht gesehen hat. Die Fotos machen Lust auf mehr, heißt, aufs Lesen und Besuchen.

Am besten geht man zur Planung eines Ausflugs so vor: Man schaut sich Seite für Seite an und versieht interessante Örtlichkeiten mit PostIts. Schnell hat man eine ambitionierte Zahl von Orten, die man „abarbeiten“ kann.

Auf den einzelnen Seiten gibt es u.a. Cafés und Museen, besondere Gebäude, Türme, Denkmale. Anfahrt, Adresse und Öffnungszeiten sind dem jeweiligen Foto hinzugefügt, so dass man hier eine gute Vorplanung machen kann

Die Texte sind recht unterhaltsam geschrieben. Man hat Tim Frühling im Ohr, wenn man die Beschreibungen der Fotos liest. So hat man auch während der Fahrt als Beifahrer ein gut unterhaltendes Buch, das man dem Fahrer vorlesen kann.

Fazit:
Für unsere Ausflugsplanung ist dieser etwas andere Reiseführer sehr gut geeignet. Hier findet man auch etwas entlegenere Orte und so manche nicht ganz so beachtete Örtlichkeit, sicherlich weit ab vom Touristenstrom. Diese Art der Reiseführer gefällt uns ganz besonders gut.

Bewertung: ***** von *****

Wollt ihr Musik, oder was? (Oliver Zils)

Ein Muss für Rodgau Monotones Fans

Ich weiß es noch genau, es waren die Jahre 1984 und 1985, wir waren auf Fahrten zum Zeltlager, da wurde im Bus die hessische „Nationalhymne“ „Die Hesse komme!“ gespielt. Auch „Volle Lotte!“ und „St. Tropez am Baggersee“ waren die großen Hits, die in diesen Sommern gerade in unserer Ferienfreizeit mit den Jugendlichen rauf und runter gespielt wurden. Seitdem sind die Rodgau Monotones für mich als Hessin Kult.

Beschreibung des Buches:
„Wollt Ihr Musik, oder was?“ ist 2018 im Societäts-Verlag als großformatiges Hardcover mit 175 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild ist Raimund „Ray“ Salg mit seiner Gitarre abgebildet, er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Band.

Kurze Zusammenfassung:
Autor und leidenschaftlicher Musiker Oliver Zils hat in seinem Buch die Geschichten hinter der Band und eigene Erinnerungen zusammengestellt. Neben zahlreichen Fotografien, besonderen Dokumenten und einer Diskografie findet man in diesem Buch auch besondere Portraits der Bandmitglieder.

Mein Leseeindruck:
Man kann mich nicht als absoluten Fan der Rodgau Monotones bezeichnen, so kann ich auch nicht die einzelnen Bandmitglieder benennen bzw. den Jahren zuordnen, in denen sie Teil der Band waren. Trotzdem sind die Rodgau Monotones ein Teil meiner Jugend. Und auch noch heute werden bei Feiern in unserem Freundeskreis ihre bekanntesten Lieder gespielt.

Wenn man dieses Buch in Händen hat, dann muss man es erst einmal durchblättern. Hier bleibt man bei den zahlreichen Fotodokumenten hängen, verweilt z.B. beim Kinderbild von Henni Nachtsheim, beim Badewannenfoto, das für ein Cover erstellt wurde oder studiert den Plan der Proberäume, die die Band in den vergangenen 40 Jahren in Benutzung hatte.

Auch die „Meinungs-Matrix“ der Bandmitglieder, die sich hier gegenseitig „beurteilen“, lässt einen beim Blättern stoppen und schmunzeln („Eigentlich lieb, aber man muss vorsichtig sein“, „Eine außerirdische Lebensform“ oder „Fahrrad-Artist“).

Es sind auch die fotografisch festgehaltenen alten Schriftstücke, Plakate und Eintrittskarten, die dieses Buch zu einer besonderen Dokumentation über die Band machen.

Ich habe in diesem Buch sehr vieles über die Rodgau Monotones erfahren, was ich bisher nicht wusste: Eine kleine Zeitreise mit der hessischen Kultband, die mir beim Lesen und Anschauen der Fotos manch schöne Erinnerungen beschert hat.

Fazit:
Ein besonderes Muss für Fans der Rodgau Monotons oder für die, die es noch werden wollen. Eine Zeitreise für (echte) Hessen 😉

Bewertung: ***** von *****

Hessen fragt die hessenschau … nach besonderen Orten (Sebastian Kisters)

Hessen – anders erleben

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Die Rubrik „Hessen fragt die Hessenschau nach besonderen Orten“ im Rahmen der Abendnachrichten „hessenschau“ im Hessischen Rundfunk habe ich immer mit Interesse verfolgt. Schon die Filmberichte waren teils spektakulär.

Beschreibung des Buches:
„Hessen fragt die Hessenschau nach besonderen Orten“ ist 2015 im Waldemar Kramer Verlag als Taschenbuch mit 138 Seiten erschienen. Der Autor Sebastian Kisters ist Reporter. Er schreibt für verschiedene Zeitungen, macht Reportagen fürs Fernsehen und ist sehr oft für den Hessischen Rundfunk unterwegs. Das Buch ist in der Farbe Weiß gehalten, auf dem Titelbild sind drei Fotos aus dem Inhalt des Buches abgebildet. Hier sind zu sehen die Löwenburg, ein Wasserfall (beides Kassel) und die Wasserkuppe (Rhön).

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch haben die Hessen 31 Mal die Hessenschau nach besonderen Orten in Hessen „gefragt“. Dabei sind die unterschiedlichsten Fragen gestellt worden. Unter anderem wurde nach dem größten natürlichen See, dem Ort mit den meisten Kindern, nach dem höchsten Kirchturm, nach dem Ort mit den meisten Windrädern, nach dem exakten Mittelpunkt des Landes und nach dem trockensten Ort gefragt.
Für jede dieser Fragen ist ein Kapitel entstanden, das mit Fotos aufgelockert eine Beschreibung des Ortes bietet. Dazu gibt es auch reichlich Fakten und Wissen zu den betreffenden Orten. Sebastian Kisters ist mit einem Filmteam in diese Orte gereist und hat einen Filmbericht dazu erstellt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist sehr persönlich geschrieben. Es macht richtig Spaß darin zu schmökern, die Fakten werden ganz nebenbei mitgeliefert. Zu jedem Foto gibt es eine eigene Beschreibung. Diese Fotos sind teils recht spektakulär.
Besonders hat mir hier das Kapitel mit den Windrädern gefallen. Das scheint auch bei anderen Lesern sehr gut anzukommen. Gerade hier merkt man Sebastian Kisters an, dass er sehr authentisch seine Gefühle und Empfindungen bei seinen Berichten rüberbringen kann. Man „steigt“ richtig mit auf dieses Windrad, man spürt die Höhe. Und dann passiert beim Herunterfahren das Unglaubliche, der Fahrstuhl hat ein Problem…
Aber auch die anderen Kapitel sind sehr lesenswert. Man bekommt so richtig Lust an diese vielen verschiedenen Orte im „Hessenland“ zu reisen.

Fazit:
Hier hält man eine Art Reiseführer und Buch mit super Ausflugstipps (auch wenn man sicherlich nicht so einfach die Gelegenheit zum Besteigen eines Windrades bekommt) für große und kleine Menschen in der Hand. Mit diesem Buch findet sicherlich jeder seinen besonderen Ort in Hessen. Ein tolles Buch für die nächsten Familienausflüge.

Bewertung: *****

Holgers Hessen – Skandale und Unglaubliches aus 30 Jahren (Holger Weinert)

Ein Blick hinter die Kulissen – 30 Jahre Fernseharbeit des Mr. Hessenschau

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Für mich und viele andere auch ist Holger Weinert „Mr. Hessenschau“. Seit ich Nachrichten schaue, auch schon unter dem Einfluss im Elternhaus, gehört die „Hessenschau“ und mit ihr Holger Weinert zum täglichen „Pflichtprogramm“ am Abend. Auch die anderen Fernsehprojekte Holger Weinerts habe ich mir immer gerne angesehen, genau  deshalb habe ich mich sehr auf diese Lektüre gefreut.

Beschreibung des Buches:
„Holgers Hessen“ ist 2016 im Waldemar Kramer Verlag/Verlagshaus Römerweg als Taschenbuch mit 144 Seiten erschienen. Das Titelbild zeigt einen lachenden Holger Weinert mit einem seiner Hunde (Sissi oder Timmi ?).

Kurze Zusammenfassung:
In zahlreichen Kapiteln erzählt Holger Weinert aus seinen Erlebnissen in 30 Jahren Arbeit in Hessen und beim Hessischen Rundfunk (mit ein paar Projekten beim ZDF). Unter anderem gibt es Anekdoten aus der Serie „Holgers Hessen“, die Berichte von vor 30 Jahren zeigt und dann ein Wiedersehen nach 30 Jahren begleitet. Hier bekommt man Einblicke, was sich in dieser langen Zeit getan oder auch nicht getan hat. Ausgewählte Fotos bereichern den Text. Ein weiteres großes Kapitel behandelt „eine Woche drüben – die DDR wiederbesucht“. Im letzten Kapitel erzählt Holger Weinert von Treffen mit besonderen Persönlichkeiten, von den  Sendungen „Holgers Waschsalon“ und der „vipshow“.

Mein Leseeindruck:
Mir hat es viel Spaß bereitet, dieses Buch zu lesen. Die Serie „Holgers Hessen“ habe ich bereits als Rubrik der „hessenschau“ regelmäßig verfolgt, jetzt konnte ich noch weitere Hintergrundinformationen und Eindrücke Holger Weinerts nachlesen – und – dabei hatte ich ständig seine mir bekannte angenehme Stimme im Ohr.

Es gibt so einiges, was ich noch nicht wusste und aus diesem Büchlein erfahren habe. Besonders gut gefallen hat mir deshalb der Blick hinter die Kulissen der Show „Holgers Waschsalon“: Wie sie zustande kam, wer mitarbeitete, wie die Auswahl der Gäste funktionierte und was für Spielchen man so mit den Gästen „treiben“ konnte. Das war schon eine tolle Sendung mit viel Humor. Schade, dass es sie nicht mehr gibt, ich habe sie gerne gesehen.

Was ich nicht gedacht hätte, dass ein so „alter Hase“, wie Holger Weinert, immer noch unter dem sogenannten „Lampenfieber“ leidet. Aber vielleicht macht gerade das einen authentischen Moderator und Journalisten aus. Gerade der authentische Schreib- und Erzählstil ist es, der diesem Buch die besondere Note gibt.

Holger Weinert hat schon viele Menschen im Sender kommen und gehen sehen, mit und auch „unter“ ihnen gearbeitet – er ist geblieben und bleibt es noch hoffentlich für eine ganze Weile. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können, leider war das Buch dann doch schnell zu Ende gelesen.

Fazit
Ein Buch, nicht nur für „waschechte“ Hessen, sondern für alle, die gerne einmal hinter die Kulissen des Fernsehens und der Fernsehmacher schauen wollen. Besonders aber für die Leser, die Holger Weinerts Fernsehstil lieben und gerne mehr „Internes“ und „Gedankliches“ von seinen Fernsehprojekten erfahren möchten.

Bewertung: *****

fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss (Zeitgeist Media)

Familienfreundlicher hessischer Ausflugführer

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Ich habe die Aktion vom Hessischen Rundfunk verfolgt, in der 50 Dinge, die ein Hesse getan haben muss, von den Zuschauern zusammengetragen und von den Moderatoren Tobias Kämmerer und Anna Lena Dörr ausprobiert wurden.

Nach der Zuschauerabstimmung entstand dieses Buch. Es zeigt bebildert und auf durchschnittlich drei Seiten beschrieben, die fünfzig verschiedenen Ausflugsorte. Eine farblich abgesetzte Infobox führt u. a. Preise, Anfahrt, Veranstalter, Öffnungszeiten, Bemerkungen und Tipps auf.

Im Anhang befinden sich 30 Gutscheine in Form von Rabatten bzw. 2 für 1 Eintrittskarten-Gutscheine.

Mir gefällt dieses Buch ausgesprochen gut, wird man doch als Familie auf Ausflugsziele aufmerksam gemacht, die man noch nie auf dem Plan hatte. Die Gutscheine sind dann zusätzlich ein Anreiz, sich einen solchen Trip vorzunehmen. Die Texte und Bebilderungen sind gut gewählt, um Lust auf das Lesen und das tatsächliche Anschauen der Lokalität zu machen. Prima finde ich, dass die Moderatoren einen ersten Test des Ausflugziels gemacht haben und so davon mit ihren eigenen Erfahrungen berichten können.

Noch haben wir die Ausflugssaison nicht begonnen, aber nach Weihnachten kommt die Zeit, ganz sicher.

Mein Tipp:
Als Geschenk für befreundete Familien unter den Weihnachtsbaum!

Bewertung: *****

Fünfzig Dinge, die ein Hesse wissen muss! (Reinhard Ehret)

Prima Geschenk für Weihnachten (oder sonstige schöne Anlässe)

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Bei der Aktion „Fünfzig Dinge, die ein Hesse wissen muss“ vom Hessischen Rundfunk hatte ich mich aktiv beteiligt und die gesamte Aktion verfolgt. Umso neugieriger wartete ich auf das Erscheinen dieses Buches. Schon die Aktion „Fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss“ im Vorjahr habe ich interessiert verfolgt.

Dieses Buch ist entstanden durch die Zuhörer und Zuschauer des Hessischen Rundfunks. Man konnte sein persönliches hessisches Wissen mitteilen. Die interessantesten Meldungen wurden zusammengetragen und konnten gewählt werden. Hieraus entstand eine Zusammenstellung von fünfzig wissenswerten „Dingen“, die hier in diesem Buch vorgestellt werden.
Auf durchschnittlich zwei Seiten werden die „Dinge“ erklärt. Fakten, Fotos, Bilder, Tipps in Form auch mal in eine kleine Geschichte verpackt sowie Internetadresse, Öffnungszeiten, Eintrittspreise runden das vorgestellte Wissen ab. Ein QR-Code führt den Leser auf manchen Seiten zum Kurzfilm über das vorgestellte Thema.
Im Anhang befinden sich 26 Gutscheine in Form von Rabatten bzw. 2 für 1 Eintrittskarten-Gutscheine, die alle bis Ende 2015 gültig sind.

Auch dieses Buch gefällt mir ausgesprochen gut, wie schon der Vorgänger „Fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss“. Man wird wunderbar auf Ausflugsziele aufmerksam gemacht, an die man noch nicht gedacht hat. Die Gutscheine sind dann ein zusätzlicher Anreiz, sich einen solchen Trip vorzunehmen. Die Texte und Bebilderungen sind gut gewählt, um Lust auf das Lesen und das tatsächliche Anschauen der Lokalität zu machen. Prima finde ich, dass die Moderatoren einen ersten Test des Ausflugziels gemacht haben und von ihren eigenen Erfahrungen berichten können.

Für die Zeit nach Weihnachten bieten sich doch einige Ausflugsziele an. Vielleicht auch in Form eines Gutscheines zu Weihnachten (als Reise- und Ausflugsziel).

Auch hier mein Tipp:
Als Geschenk für befreundete Familien unter den Weihnachtsbaum!

Bewertung: *****

Erleuchtung: Kriminalroman (Ein Karen-Stark-und-Paul-Bremer-Krimi, Band 8) (Anne Chaplet)

Kein reiner Regionalkrimi

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Das Buch „Erleuchtung“ von Anne Chaplet ist als Hardcover-Buch im List-Verlag erschienen und umfasst 318 Seiten.
Das Titelbild zeigt einen Grabstein nebst Krähe auf der Spitze des Steins. Die Farben sind düster gehalten. Es wurde passend zum Inhalt gut gewählt.

Der Frankfurter Hauptkommissar Giorgio DeLange erfährt auf einer Reise durch Peru, dass der in Finanzkreisen wohlbekannte Karl-Heinz Neumann keine Schule aufgebaut hat, wie er immer behauptete. Vielmehr ist bekannt, dass sich dort eine Terrorgruppe gebildet hat.
Zurück in Frankfurt wird DeLange gemobbt und zu Archivar-Arbeiten in den Keller versetzt. Erst dann beginnt er intensive eigene Nachforschungen, diese ziehen auch seine beiden Töchter und seine Freundin, die Staatsanwältin Karen Stark, fast mit ins Verderben.

Das Buch beginnt mit einem Prolog über eine Vermisstenmeldung, die 40 Jahre zurückliegt. Dieser Fall findet im Krimi ebenfalls seine Bedeutung. Im Buch wechseln die Sichtweisen kapitelweise. Einmal werden die einsamen Ermittlungen von DeLange beschrieben, dann wieder in parallelen Handlungssträngen die Erlebnisse der Staatsanwältin und seiner Töchtern. Außer Peru und Frankfurt gibt es noch einen hessischen Schauplatz bei Grünberg.

Eigentlich lese ich gerne Regionalkrimis und dachte, bei Anne Chaplet bin ich richtig. Doch dieser Krimi geht über einen Regionalkrimi hinaus. Die Schauplätze wechseln häufig. Es haben viele Personen an der Geschichte teil. Die vielen Namen verwirren etwas und sind deshalb nicht immer eindeutig zuzuordnen ohne dass man im Buch zurückblättern muss. Auch das Thema hat mich nicht wirklich angesprochen, wobei ich die Verbindung zu einem in der Vergangenheit liegendem Fall schon interessant fand. Man hätte darin vielleicht mehr Gewicht legen können.

Im mittleren Teil fehlte mir die Spannung, die kam dann doch noch am Ende zurück und fesselte mich.

Die Beziehungsverhältnisse des Kommissars zu seiner Freundin und den Töchtern sind verzwickt, aber gut beschrieben. Überhaupt gefällt mir der Sprachstil von Anne Chaplet sehr gut, nicht alleine deshalb habe ich das Buch dann doch fertig gelesen und vergebe hiermit vier Sterne.

Bewertung: ****