Hessen fragt die hessenschau … nach besonderen Orten (Sebastian Kisters)

Hessen – anders erleben

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Die Rubrik „Hessen fragt die Hessenschau nach besonderen Orten“ im Rahmen der Abendnachrichten „hessenschau“ im Hessischen Rundfunk habe ich immer mit Interesse verfolgt. Schon die Filmberichte waren teils spektakulär.

Beschreibung des Buches:
„Hessen fragt die Hessenschau nach besonderen Orten“ ist 2015 im Waldemar Kramer Verlag als Taschenbuch mit 138 Seiten erschienen. Der Autor Sebastian Kisters ist Reporter. Er schreibt für verschiedene Zeitungen, macht Reportagen fürs Fernsehen und ist sehr oft für den Hessischen Rundfunk unterwegs. Das Buch ist in der Farbe Weiß gehalten, auf dem Titelbild sind drei Fotos aus dem Inhalt des Buches abgebildet. Hier sind zu sehen die Löwenburg, ein Wasserfall (beides Kassel) und die Wasserkuppe (Rhön).

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch haben die Hessen 31 Mal die Hessenschau nach besonderen Orten in Hessen „gefragt“. Dabei sind die unterschiedlichsten Fragen gestellt worden. Unter anderem wurde nach dem größten natürlichen See, dem Ort mit den meisten Kindern, nach dem höchsten Kirchturm, nach dem Ort mit den meisten Windrädern, nach dem exakten Mittelpunkt des Landes und nach dem trockensten Ort gefragt.
Für jede dieser Fragen ist ein Kapitel entstanden, das mit Fotos aufgelockert eine Beschreibung des Ortes bietet. Dazu gibt es auch reichlich Fakten und Wissen zu den betreffenden Orten. Sebastian Kisters ist mit einem Filmteam in diese Orte gereist und hat einen Filmbericht dazu erstellt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist sehr persönlich geschrieben. Es macht richtig Spaß darin zu schmökern, die Fakten werden ganz nebenbei mitgeliefert. Zu jedem Foto gibt es eine eigene Beschreibung. Diese Fotos sind teils recht spektakulär.
Besonders hat mir hier das Kapitel mit den Windrädern gefallen. Das scheint auch bei anderen Lesern sehr gut anzukommen. Gerade hier merkt man Sebastian Kisters an, dass er sehr authentisch seine Gefühle und Empfindungen bei seinen Berichten rüberbringen kann. Man „steigt“ richtig mit auf dieses Windrad, man spürt die Höhe. Und dann passiert beim Herunterfahren das Unglaubliche, der Fahrstuhl hat ein Problem…
Aber auch die anderen Kapitel sind sehr lesenswert. Man bekommt so richtig Lust an diese vielen verschiedenen Orte im „Hessenland“ zu reisen.

Fazit:
Hier hält man eine Art Reiseführer und Buch mit super Ausflugstipps (auch wenn man sicherlich nicht so einfach die Gelegenheit zum Besteigen eines Windrades bekommt) für große und kleine Menschen in der Hand. Mit diesem Buch findet sicherlich jeder seinen besonderen Ort in Hessen. Ein tolles Buch für die nächsten Familienausflüge.

Bewertung: *****

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Holgers Hessen – Skandale und Unglaubliches aus 30 Jahren (Holger Weinert)

Ein Blick hinter die Kulissen – 30 Jahre Fernseharbeit des Mr. Hessenschau

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Für mich und viele andere auch ist Holger Weinert „Mr. Hessenschau“. Seit ich Nachrichten schaue, auch schon unter dem Einfluss im Elternhaus, gehört die „Hessenschau“ und mit ihr Holger Weinert zum täglichen „Pflichtprogramm“ am Abend. Auch die anderen Fernsehprojekte Holger Weinerts habe ich mir immer gerne angesehen, genau  deshalb habe ich mich sehr auf diese Lektüre gefreut.

Beschreibung des Buches:
„Holgers Hessen“ ist 2016 im Waldemar Kramer Verlag/Verlagshaus Römerweg als Taschenbuch mit 144 Seiten erschienen. Das Titelbild zeigt einen lachenden Holger Weinert mit einem seiner Hunde (Sissi oder Timmi ?).

Kurze Zusammenfassung:
In zahlreichen Kapiteln erzählt Holger Weinert aus seinen Erlebnissen in 30 Jahren Arbeit in Hessen und beim Hessischen Rundfunk (mit ein paar Projekten beim ZDF). Unter anderem gibt es Anekdoten aus der Serie „Holgers Hessen“, die Berichte von vor 30 Jahren zeigt und dann ein Wiedersehen nach 30 Jahren begleitet. Hier bekommt man Einblicke, was sich in dieser langen Zeit getan oder auch nicht getan hat. Ausgewählte Fotos bereichern den Text. Ein weiteres großes Kapitel behandelt „eine Woche drüben – die DDR wiederbesucht“. Im letzten Kapitel erzählt Holger Weinert von Treffen mit besonderen Persönlichkeiten, von den  Sendungen „Holgers Waschsalon“ und der „vipshow“.

Mein Leseeindruck:
Mir hat es viel Spaß bereitet, dieses Buch zu lesen. Die Serie „Holgers Hessen“ habe ich bereits als Rubrik der „hessenschau“ regelmäßig verfolgt, jetzt konnte ich noch weitere Hintergrundinformationen und Eindrücke Holger Weinerts nachlesen – und – dabei hatte ich ständig seine mir bekannte angenehme Stimme im Ohr.

Es gibt so einiges, was ich noch nicht wusste und aus diesem Büchlein erfahren habe. Besonders gut gefallen hat mir deshalb der Blick hinter die Kulissen der Show „Holgers Waschsalon“: Wie sie zustande kam, wer mitarbeitete, wie die Auswahl der Gäste funktionierte und was für Spielchen man so mit den Gästen „treiben“ konnte. Das war schon eine tolle Sendung mit viel Humor. Schade, dass es sie nicht mehr gibt, ich habe sie gerne gesehen.

Was ich nicht gedacht hätte, dass ein so „alter Hase“, wie Holger Weinert, immer noch unter dem sogenannten „Lampenfieber“ leidet. Aber vielleicht macht gerade das einen authentischen Moderator und Journalisten aus. Gerade der authentische Schreib- und Erzählstil ist es, der diesem Buch die besondere Note gibt.

Holger Weinert hat schon viele Menschen im Sender kommen und gehen sehen, mit und auch „unter“ ihnen gearbeitet – er ist geblieben und bleibt es noch hoffentlich für eine ganze Weile. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können, leider war das Buch dann doch schnell zu Ende gelesen.

Fazit
Ein Buch, nicht nur für „waschechte“ Hessen, sondern für alle, die gerne einmal hinter die Kulissen des Fernsehens und der Fernsehmacher schauen wollen. Besonders aber für die Leser, die Holger Weinerts Fernsehstil lieben und gerne mehr „Internes“ und „Gedankliches“ von seinen Fernsehprojekten erfahren möchten.

Bewertung: *****

fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss (Zeitgeist Media)

Familienfreundlicher hessischer Ausflugführer

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Ich habe die Aktion vom Hessischen Rundfunk verfolgt, in der 50 Dinge, die ein Hesse getan haben muss, von den Zuschauern zusammengetragen und von den Moderatoren Tobias Kämmerer und Anna Lena Dörr ausprobiert wurden.

Nach der Zuschauerabstimmung entstand dieses Buch. Es zeigt bebildert und auf durchschnittlich drei Seiten beschrieben, die fünfzig verschiedenen Ausflugsorte. Eine farblich abgesetzte Infobox führt u. a. Preise, Anfahrt, Veranstalter, Öffnungszeiten, Bemerkungen und Tipps auf.

Im Anhang befinden sich 30 Gutscheine in Form von Rabatten bzw. 2 für 1 Eintrittskarten-Gutscheine.

Mir gefällt dieses Buch ausgesprochen gut, wird man doch als Familie auf Ausflugsziele aufmerksam gemacht, die man noch nie auf dem Plan hatte. Die Gutscheine sind dann zusätzlich ein Anreiz, sich einen solchen Trip vorzunehmen. Die Texte und Bebilderungen sind gut gewählt, um Lust auf das Lesen und das tatsächliche Anschauen der Lokalität zu machen. Prima finde ich, dass die Moderatoren einen ersten Test des Ausflugziels gemacht haben und so davon mit ihren eigenen Erfahrungen berichten können.

Noch haben wir die Ausflugssaison nicht begonnen, aber nach Weihnachten kommt die Zeit, ganz sicher.

Mein Tipp:
Als Geschenk für befreundete Familien unter den Weihnachtsbaum!

Bewertung: *****

Fünfzig Dinge, die ein Hesse wissen muss! (Reinhard Ehret)

Prima Geschenk für Weihnachten (oder sonstige schöne Anlässe)

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Bei der Aktion „Fünfzig Dinge, die ein Hesse wissen muss“ vom Hessischen Rundfunk hatte ich mich aktiv beteiligt und die gesamte Aktion verfolgt. Umso neugieriger wartete ich auf das Erscheinen dieses Buches. Schon die Aktion „Fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss“ im Vorjahr habe ich interessiert verfolgt.

Dieses Buch ist entstanden durch die Zuhörer und Zuschauer des Hessischen Rundfunks. Man konnte sein persönliches hessisches Wissen mitteilen. Die interessantesten Meldungen wurden zusammengetragen und konnten gewählt werden. Hieraus entstand eine Zusammenstellung von fünfzig wissenswerten „Dingen“, die hier in diesem Buch vorgestellt werden.
Auf durchschnittlich zwei Seiten werden die „Dinge“ erklärt. Fakten, Fotos, Bilder, Tipps in Form auch mal in eine kleine Geschichte verpackt sowie Internetadresse, Öffnungszeiten, Eintrittspreise runden das vorgestellte Wissen ab. Ein QR-Code führt den Leser auf manchen Seiten zum Kurzfilm über das vorgestellte Thema.
Im Anhang befinden sich 26 Gutscheine in Form von Rabatten bzw. 2 für 1 Eintrittskarten-Gutscheine, die alle bis Ende 2015 gültig sind.

Auch dieses Buch gefällt mir ausgesprochen gut, wie schon der Vorgänger „Fünfzig Dinge, die ein Hesse getan haben muss“. Man wird wunderbar auf Ausflugsziele aufmerksam gemacht, an die man noch nicht gedacht hat. Die Gutscheine sind dann ein zusätzlicher Anreiz, sich einen solchen Trip vorzunehmen. Die Texte und Bebilderungen sind gut gewählt, um Lust auf das Lesen und das tatsächliche Anschauen der Lokalität zu machen. Prima finde ich, dass die Moderatoren einen ersten Test des Ausflugziels gemacht haben und von ihren eigenen Erfahrungen berichten können.

Für die Zeit nach Weihnachten bieten sich doch einige Ausflugsziele an. Vielleicht auch in Form eines Gutscheines zu Weihnachten (als Reise- und Ausflugsziel).

Auch hier mein Tipp:
Als Geschenk für befreundete Familien unter den Weihnachtsbaum!

Bewertung: *****

Erleuchtung: Kriminalroman (Ein Karen-Stark-und-Paul-Bremer-Krimi, Band 8) (Anne Chaplet)

Kein reiner Regionalkrimi

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Das Buch „Erleuchtung“ von Anne Chaplet ist als Hardcover-Buch im List-Verlag erschienen und umfasst 318 Seiten.
Das Titelbild zeigt einen Grabstein nebst Krähe auf der Spitze des Steins. Die Farben sind düster gehalten. Es wurde passend zum Inhalt gut gewählt.

Der Frankfurter Hauptkommissar Giorgio DeLange erfährt auf einer Reise durch Peru, dass der in Finanzkreisen wohlbekannte Karl-Heinz Neumann keine Schule aufgebaut hat, wie er immer behauptete. Vielmehr ist bekannt, dass sich dort eine Terrorgruppe gebildet hat.
Zurück in Frankfurt wird DeLange gemobbt und zu Archivar-Arbeiten in den Keller versetzt. Erst dann beginnt er intensive eigene Nachforschungen, diese ziehen auch seine beiden Töchter und seine Freundin, die Staatsanwältin Karen Stark, fast mit ins Verderben.

Das Buch beginnt mit einem Prolog über eine Vermisstenmeldung, die 40 Jahre zurückliegt. Dieser Fall findet im Krimi ebenfalls seine Bedeutung. Im Buch wechseln die Sichtweisen kapitelweise. Einmal werden die einsamen Ermittlungen von DeLange beschrieben, dann wieder in parallelen Handlungssträngen die Erlebnisse der Staatsanwältin und seiner Töchtern. Außer Peru und Frankfurt gibt es noch einen hessischen Schauplatz bei Grünberg.

Eigentlich lese ich gerne Regionalkrimis und dachte, bei Anne Chaplet bin ich richtig. Doch dieser Krimi geht über einen Regionalkrimi hinaus. Die Schauplätze wechseln häufig. Es haben viele Personen an der Geschichte teil. Die vielen Namen verwirren etwas und sind deshalb nicht immer eindeutig zuzuordnen ohne dass man im Buch zurückblättern muss. Auch das Thema hat mich nicht wirklich angesprochen, wobei ich die Verbindung zu einem in der Vergangenheit liegendem Fall schon interessant fand. Man hätte darin vielleicht mehr Gewicht legen können.

Im mittleren Teil fehlte mir die Spannung, die kam dann doch noch am Ende zurück und fesselte mich.

Die Beziehungsverhältnisse des Kommissars zu seiner Freundin und den Töchtern sind verzwickt, aber gut beschrieben. Überhaupt gefällt mir der Sprachstil von Anne Chaplet sehr gut, nicht alleine deshalb habe ich das Buch dann doch fertig gelesen und vergebe hiermit vier Sterne.

Bewertung: ****