Die Buchhändlerin – Die Macht der Worte (Ines Thorn)

Buchhändlerin Christa – die 1950er bis 1960er Jahre in Frankfurt am Main

Der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen, nicht zuletzt, weil er in Frankfurt am Main spielte. Natürlich wollte ich wissen, wie es mit Christa und ihrer Familie weitergeht.

Beschreibung des Buches:
„Die Buchhändlerin: Die Macht der Wort“ von Ines Thorn ist im rowohlt Verlag 2022 als Taschenbuch mit 341 Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Auf dem Titelbild sieht man eine junge Frau, die vor einer Buchhandlung steht. Sie hält ein Buch in der Hand.

Kurze Zusammenfassung:
Im ersten Band wurden die 1940er Christas Familie erzählt. Christa ist in Frankfurt am Main aufgewachsen. Ihr Germanistikstudium hat sie abgeschlossen, ihre Doktorarbeit bricht sie ab, weil sie ihre Familie (Onkel, Pflegesohn, Ehemann) unterstützen will. Sie hilft weiterhin in der ehemaligen Buchhandlung ihres Onkels, unterstützt den Pflegesohn in seinem Antiquariat und führt den Haushalt als Ehefrau. Doch das erfüllt sie nicht…

Mein Leseeindruck:
Auch dieser Teil der Reihe hat mich an meinen Leseabenden gefesselt. Hier werden die 1950er und 1960er Jahre mit allen Konflikten, die besonders die Frauen innerlich mit sich führten, beleuchtet.

Der Fokus liegt eindeutig auf Christa. Immer wieder bremst sie ihre eigenen Wünsche aus, wenn die Familie sie braucht. Es ist die Stellung der Frau in der Gesellschaft, die hier ein großes Thema ist.

Mit den Männern hat Christa auch kein Glück. Den Mann, den sie liebt, verlässt sie, weil sein Vater während des Krieges eine leitende Funktion in einem Konzentrationslager hatte.

Ein weiterer Aspekt in diesem Buch ist das Buchwesen, hier bekommt man einen Einblick auch in die damals ausgeführten Buchmessen in Frankfurt.

Mir gefallen in diesem Buch wieder einmal die Beschreibungen der Schauplätze in Frankfurt – besonders im Vergleich zu heute. Was mir an dieser Reihe auch sehr gut gefällt, ist das Einfließen vieler realen Ereignisse und die politischen Situationen u.a. die Beschreibung der Studentenunruhen insbesondere, weil Christas Stiefsohn mit einer sehr selbstbewussten jungen Studentin liiert ist.

Gerade mit diesem Titel „Die Macht der Worte“ gelingt es der Autorin, das Deutschland der 1950/1960er Jahre in Deutschland darzustellen und mit einer hin- und hergerissenen jungen Frau zu bebildern.

Fazit:
Auch dieser Teil der Reihe ist ein Buch für Frankfurt- und Literaturliebhaber. Mir hat der Roman gut gefallen und ich würde mich auch einen dritten Teil sehr freuen.

Bewertung: **** von *****

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Ismaels Erwachen (Alexander Schaub)

Privatdetektiv Martini ermittelt

Das Titelbild hat mich angesprochen, verbringe ich doch so manche Mittagspause genau dort auf und an der Brücke „Eiserner Steg“ in Frankfurt am Main. Zudem lese ich gerne Krimis, die in Frankfurt am Main spielen. Ich habe die vorangegangenen Krimis um den Ermittler Martini nicht gelesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Ismaels Geheimnis“ von Alexander Schaub ist 2022 im mainbook-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 276 Seiten. Das Titelbild ist in Schwarz/Weiß/Grau gehalten, wobei hier der Titel und der Autorenname rot sind.

Auf dem Titelbild ist der Eisernen Stegs (Brücke in Frankfurt am Main) als Schweiß/Weiß Foto abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Eigentlich soll Privatdetektiv Martini einen vermissten Ehemann suchen, doch parallel findet man in und rund um Frankfurt zerstückelte Leichen. Die Kriminalpolizei ermittelt und Martini ist natürlich auch dabei. Haben die „zwei Fälle“ etwas gemeinsam?

Mein Leseeindruck:
Mich hatte das Titelbild neugierig gemacht, einen zentralen Ort in diesem Krimi hat die Brücke allerdings nicht. Der Krimi spielt in und um Frankfurt. Neben dem ermittelnden Privatdetektiv und seiner Partnerin sind hier auch dessen Freunde von der Polizei an den Ermittlungen beteiligt.

Die Unterkapitel sind mit aktuellem Datum und Ort beschriftet. Teils ist der Krimi aus Sicht des Unbekannten Ismal erzählt, teils aus Sicht von Martini.

Mir gefällt an diesem Krimi, dass hier nicht nur Kriminalkommissare am Ermitteln sind, sondern auch ein Privatdetektiv, dessen Privatleben ebenfalls Teil des Krimis ist.

Die Szenen wechseln schnell, so auch die Sicht, aus der diese beschrieben werden. Hier muss man manchmal genau aufpassen, wer hier gerade „berichtet“.

Dass hier ein aktuelles Thema in die Kriminalgeschichte eingewoben wurde, macht den Krimi umso interessanter und zudem sehr spannend.

Ich habe mich durchweg gut spannend unterhalten gefühlt. Der Privatdetektiv wirkt sympathisch, deshalb könnte ich mir vorstellen, weitere Krimis aus dieser Reihe zu lesen.

Fazit:
Hier bekommt man einen spannender Krimi mit viel Lokalkolorit, einem sympathischen Privatdetektiv und einem geheimnisvollen Fall mit aktuellem Thema geboten. Man muss nicht die alten Fälle des Ermittlers gelesen haben.

Bewertung: **** von *****

Ready for take-off (Ulrike Corneliussen)

Der Frankfurter Flughafen – Tor zur Welt – eine eigene Stadt

Wenn man ganz in der Nähe des Frankfurter Flughafens aufgewachsen ist, den Fluglärm erträgt, den berechtigten Widerstand vor Bau der Startbahn West miterlebt hat, aber auch die schnelle Anfahrt und die dadurch gute Erreichbarkeit der weiten Welt genießt, dann macht alleine der Titel dieses Buches neugierig. Ich habe schon einige Führungen/Fahrten auf diesem Flughafen mitgemacht, genieße die Atmosphäre in den Terminals und habe schon manche Stunde vor der ratternden, altertümlichen Anzeigetafel verbracht und mich in die Ferne geträumt!

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Ready for take-off“ ist 2022 im Societäts-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 199 Seiten. Das Buch ist in Blau gehalten, auf dem Cover sind die unterschiedlichsten Szenen dargestellt, die man so an einem Flughafen erleben kann.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 3 Großkapitel unterteilt. Hier geht es um „Reisegeschichte(n)“, „Flughafen von A-Z“ und „Auch das ist der Flughafen“. Am Ende des Buches gibt es eine Übersichtskarte zur Orientierung.

Mein Leseeindruck:
Ich liebe Zahlen und Fakten – und genau das bietet dieses Buch, neben dem „Insider“-Wissen und kleinen Anekdoten. Mir gefällt die Aufteilung von Text und zahlreichen Fotos, die das Beschriebene untermalen.

Die Geschichte des Flughafens und die Dokumentationen dazu haben mich sehr angesprochen. Die Autorin hat intensiv recherchiert und dafür viele Flughafen-Mitarbeiter interviewt und befragt. Die meisten sind auch nach jahrzehnter langer Arbeit auf dem Flughafen von ihrem Arbeitsplatz fasziniert.

Man fühlt sich wie auf einer Rundfahrt über das Gelände, man erinnert sich an die eigene letzte Flugreise und geht in Gedanken die Wege und Stationen ab, die hier beschrieben werden. Gerne erinnere ich mich da auch an meine eigene Bustour, bei der ich nachts die Südbahn betreten durfte, während große Straßenbaumaschinen jede Nacht einen Teil der Bahn erneuerten – faszinierend daran: morgens landeten dann schon wieder Flugzeuge auf der Bahn.

Auch wenn ich schon eine Menge über den Frankfurter Flughafen wusste, habe ich in diesem Buch noch vieles erfahren, was ich noch nicht über diesen wusste. Es hat mich animiert einmal wieder einen Abstecher per Rad oder Bahn zum Flughafen zu machen.

Fazit:
Ein wunderbare Reise durch die Geschichte des Flughafens, durch den Flughafen selbst und alles was dort Tag und Nacht geschieht – sehr gelungen!

Bewertung: ***** von *****

101 Genussorte (Bernd Buchterkirch und Julia Söhngen)

Sinnliche Orte in und um Frankfurt am Main

Immer wieder bin ich auf der Suche nach neuen Ideen für Ausflüge in und um Frankfurt am Main. Jetzt habe ich dieses Buch entdeckt.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „101 Genussorte in Frankfurt“ ist 2021 im Societäts-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 217 Seiten. Die Autorin und der Autor sind in Frankfurt am Main zuhause.

Kurze Zusammenfassung:
101 neue Genussorte beschreibt nicht nur Orte in Frankfurt, an denen man etwas verzehren und trinken kann, sondern auch Orte zum Wohlfühlen um Frankfurt herum.

Wie in den meisten Büchern dieser „101“-er Serie, ist auf der linken Buchseite eines vorgestellten Ortes ein Foto der beschriebenen Örtlichkeit abgedruckt, auf der rechten Seite findet man dann eine Beschreibung des Ortes sowie die postalische Adresse incl. Webadresse.

Aufgeteilt sind diese Orte in 15 Kapitel wie z.B. „Kaffee und mehr“, „Kulinarische Weltreise“, „Auf Entdeckungstour“, „Einblicke – Ausblicke“ und „Nah am Wasser“.

Mein Leseeindruck:
Der Titel dieses Buches suggeriert, dass es sich hier um Beschreibungen von kulinarischen Örtlichkeiten ausschließlich in Frankfurt handelt – dem ist nicht so. Hier bekommt man viel mehr geboten, was ich persönlich bereichernd finde. Wer allerdings einen reinen „Speiselokalführer“ für Frankfurt gesucht hat, der wird hier etwas enttäuscht sein.

Schon beim Durchblättern bleibt man beim ein oder anderen Foto und der Beschreibung hängen. Manche Örtlichkeit habe ich selbst schon besucht, viele andere waren mir bisher kein Begriff und ich freue mich, davon zu lesen und sie in meine Sammlung für Ausflugstipps  in die nähere Umgebung aufzunehmen.

Gewünscht hätte ich mir noch eine grobe Anfahrtsbeschreibung. So muss man für weitere Informationen dann entweder auf die entsprechende Webseite gehen oder die Adresse in einen Routenplaner eingeben. Ein Hinweis auf Öffentliche Verkehrsmittel oder vielleicht Radwege wäre hier auch hilfreich.

Schade, dass auf dem matten, bedruckten Papier die farbenfreudigen Fotos nicht ganz so zur Geltung kommen.

Für eine Ausflugsplanung empfiehlt es sich die interessantesten Örtlichkeiten auf einer Landkarte zu markieren, denn das  Buch bietet hier keinerlei Kartenausschnitte.

Fazit:
Das Buch macht Lust sich auf Entdeckungsreise in die nähere Umgebung zu machen. Es lädt ein mit allen Sinnen zu genießen – nicht nur Speis und Trank!

Bewertung: **** von *****

Sharing – willst du wirklich alles teilen? (Arno Strobel)

Fesselnder Psychothriller – Schauplätze Frankfurt am Main und Umgebung

Mich hat der Titel angesprochen – vom Autor habe ich bereits ein spannendes Buch gelesen…

Beschreibung des Buches:
„Sharing“ von Arno Strobel ist im FISCHER Verlag 2021 als Taschenbuch mit 368 Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Das Titelbild zeigt das Display eines Smartphones. Die Augen einer Frau sind mit einem gelben Klebestreifen überklebt, das Display hat einen Sprung.

Kurze Zusammenfassung:
Markus betreibt mit seiner Frau Bettina ein Car-Sharing Unternehmen. Als seine Frau nach einem Treffen mit einer Freundin nicht nach Hause zurückkehrt, beginnt Markus‘ Alptraum. Erst findet er ihre Leiche in ihrer gemeinsamen leerstehenden Mietwohnung, dann wird auch noch seine Tochter Leonie entführt. Wie schon zuvor Bettina, wird Leonie in einer für sie misslichen Lage im Darknet zum „Teilen“, Ansehen angeboten. Nach einem ersten Kontakt mit den Entführern macht sich Markus selbst auf die Suche nach Leonie, immer auf der Flucht vor der Polizei, die ihn als Mörder seiner Frau sieht…

Mein Leseeindruck:
Ein rasanter Psychothriller, bei dem man permanent und Strom steht. Eine Szene jagt die nächste, es tauchen immer wieder neue Charaktere auf.

Mir hat diese Art des Thrillers sehr gut gefallen, besonders, weil er auch noch in Frankfurt am Main und Umgebung spielt. Die Spannung bleibt während des gesamten Lesens auf einem hohen Niveau, man fiebert mit Markus mit, weiß allerdings nicht so recht, ob er ein „Guter“ oder „Böser“ ist.

Allerdings erscheint die Geschichte etwas konstruiert und unheimlich. Das Ende ist keineswegs vorhersehbar, während des Lesens kristallisieren sich einige Sachverhalte heraus, die man zu Beginn nicht vermuten konnte.

Fazit:
Ein spannender und rasanter Psychothriller, den man kaum aus der Hand legen kann.

Bewertung: **** von *****

In ewiger Freundschaft (Nele Neuhaus)

Der zehnte Fall

Sind es tatsächlich schon so viele Krimis aus Neles Hand? Ich kann mich noch sehr gut an den ersten Krimi der Reihe um Pia und Oliver „Die unbeliebte Frau“ erinnern, den ich gelesen habe als Nele Neuhaus noch nicht bekannt war. Ich war auf einer Lesung in Kelkheim-Ruppertshain in einem Atelier am Zauberberg als Nele hier ihren ersten Krimi vorstellte – hier gab es auch „Unter Haien“ zu kaufen. Auch dieses Buch wanderte damals käuflich erworben in meine Tasche…

Beschreibung des Buches:
„In ewiger Freundschaft“ von Nele Neuhaus ist 2021 im Ullstein Verlag als Hardcover mit 528 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book Version gelesen. Auf dem Titelbild sieht man eine schwarze Katze in der Toreinfahrt zu einer Villa in der Dämmerung – das Bild wirkt geheimnisvoll.

Kurze Zusammenfassung:
Die Programmleiterin des Literaturverlags Winterscheid wird vermisst, man findet ihren an Demenz erkrankten Vater an Ketten gefesselt im Dachgeschoss ihres Wohnhauses. Kurze Zeit später wird ihre Leiche im nahe gelegenen Wald gefunden. War es ein Unfall beim Joggen? Als dann jedoch eine weitere Leiche aus dem Umfeld der Programmleiterin aufgefunden wird, erkennen Pia und Oliver schnell Gemeinsamkeiten.

Mein Leseeindruck:
Schön, dass zu Beginn des Buches eine Aufstellung aller beteiligten Protagonisten aufgeführt ist, denn auch in diesem Krimi spielen zahlreiche Personen wichtige Rollen. So kann man sich immer mal wieder vergegenwärtigen, wer mit wem und was zu tun hat. Gerade wenn man das Buch, das doch wieder einmal ziemlich viele Seiten aufweist, nicht am Stück lesen kann.

Man wird in Nele Neuhaus‘ Bücher immer sofort hineingezogen und findet sich mitten im Geschehen wieder, das liegt an ihrer sehr bildhaften und detaillierten Beschreibung. Es ist wie ein Sog, der einen nicht mehr loslässt.

Mir gefallen hier natürlich die lokalen Örtlichkeiten, wohne ich doch auch gerade um die Ecke. Auch Frankfurt am Main (hier spielen sich viele Szenen ab, denn der involvierte Verlag hat hier seinen Stammsitz) mit seinen bekanntesten Ecken und Straßen ist mir sehr vertraut.

Der Krimi ist mal wieder sehr weit und ausschweifend gesponnen. Ich frage mich immer, wie man dann die Fäden wieder zusammenbekommt – Nele Neuhaus gelingt es. So tauchen immer mehr Personen auf und es gibt viele Bezüge zu Ereignissen fast 35 Jahre zuvor in Frankreich, zu einer Insel, auf der die Autorin als Jugendliche regelmäßig die Ferienzeit mit ihren Eltern verbracht hat.

Es werden in diesem Krimi immer wieder neue Fährten gelegt, so dass man erst nach und nach Zusammenhänge versteht und einordnen kann. Deshalb muss man den Krimi schon intensiv lesen, sonst verliert man schnell die Spur.

Neben den kriminalistischen Arbeiten bekommt auch das Privatleben der Kriminalbeamten Oliver von Bodenstein und Pia Sander einmal wieder mehr den Fokus, den ich bei diesen Krimis so liebe.

Mich hat auch dieser Krimi wieder gut unterhalten, auch wenn mir einmal mehr zu viele Mitwirkende das Lesen etwas erschwert haben.

Fazit:
Wer die Reihe um Pia Sander und Oliver von Bodenstein liebt, der wird auch diesen Krimi wieder gerne lesen. Über 500 Seiten Lesevergnügen – ich habe hier die Abend- und Morgenstunden meines Weihnachtsurlaubs genutzt.

Bewertung: **** von *****

Stille Nacht – Eintracht Frankfurt Krimi (Dana Müller-Braun, Ulrich Müller-Braun)

Dritter Band der Eintracht Frankfurt Krimis

Ich habe bereits die ersten beiden Bände, die mir sehr gut gefallen haben, gelesen.

Beschreibung des Buches:
„Stille Nacht“ von Ulrich und Dana Müller-Braun (Autorenduo – Vater-Tochter) ist 2021 als Taschenbuch mit 333 Seiten im Societäts-Verlag erschienen.

Auf dem Titelbild sieht man ein Bild eines in Blut getränkten Eintracht Frankfurt Adlers, der Hintergrund ist in weiß gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Einen Tag vor Heilig Abend feiert ein kleiner Kreis inoffiziell eine Weihnachtsfeier in der Geschäftsställe von Eintracht Frankfurt im Stadion, während sich eine Gruppe um Sportjournalist Severin in der Nähe der West-Tribüne trifft, um den Todestag des Freundes Mic zu gedenken. Dieser hatte sich hier 2 Jahre zuvor hier in den Tod gestürzt. Plötzlich rauschen mehrere Vans heran, stürmen die Eintracht Zentrale, nehmen zahlreiche Geiseln und verschwinden mit ihnen in ihren Fahrzeugen.

Eine waghalsige Verfolgung nimmt ihren Lauf…

Mein Leseeindruck:
Dieser Krimi wird auch, wie seine zwei Vorgänger, aus zwei Perspektiven erzählt (Lydia und Severin). Severin ist Sportjournalist, Lydia Pressesprecherin der Eintracht.

Im Grunde genommen spielt der Krimi nur innerhalb weniger Stunden (23.12.2021 – 24.12.2021), dabei ist er mitreisend, spannend und ziemlich abwechslungsreich in seinen Szenerien. Wer Frankfurt kennt, der kommt hier voll auf seine/ihre Kosten.

Während seine Vorgänger auf das Miträtseln setzten, kommt man hier im Sog der Ereignisse kaum zum Atmen, so schnell wechseln hier die Örtlichkeiten und die Zusammensetzung des Personenkreises.

Das Zusammenspiel der wechselnden Sichten scheint mir hier besser gelungen als bei den ersten Bänden. Was mir bei diesen Eintracht Krimis sehr gut gefällt ist der Lokalkolorit.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi, der spannend in Szene gesetzt ist und nie langweilig wird. Man kann ihn besonders gut in der Weihnachtszeit oder vielleicht „zwischen den Jahren“ lesen. Ein super Geschenk für Eintracht Frankfurt Fans, die sicherlich auch schon die ersten beiden Bände gelesen haben.

Bewertung: ***** von *****

Das Präsidium (Ralf Schwob)

Abwechslungsreicher Krimi mit interessanten Schauplätzen

Das alte Polizeipräsidium in Frankfurt am Main habe ich vor kurzem innerhalb eines Fotoworkshops unter die Lupe nehmen können. Da lag es nahe, dass ich als Frankfurt Fan diesen Krimi lesen musste.

Beschreibung des Buches:
„Das Präsidium“ von Ralf Schwob ist 2021 als Taschenbuch mit 237 Seiten im Societäts-Verlag erschienen. Auf dem Titelbild sieht man den Haupttrakt mit Eingang des alten Polizeipräsidiums in Frankfurt am Main – passend zum Titel.

Kurze Zusammenfassung:
Der Ex-Banker Thomas macht seiner Familie schon einige Zeit vor, er arbeite noch. Er pendelt täglich nach Frankfurt am Main. Durch einen Zufall fällt ihm eine Tasche mit Drogen in die Hände. Er sieht eine Lösung für all seine Probleme. Währenddessen sucht Drogenkurier Maik diese Tasche. Sein Hauptstützpunkt ist das alte Polizeipräsidium in Frankfurt. Die Jagd beginnt.

Mein Leseeindruck:
Ein rasanter Krimi, den ich hier in Händen halte. Die Szenen wechseln genauso schnell, wie die Locations, die sich in und um Frankfurt befinden. Besonders gut gefallen mir natürlich die Beschreibungen vom alten Polizeipräsidium (das man aktuell tatsächlich mit einer geführten Tour besichtigen kann), hier hatte ich die ein- oder andere Ecke tatsächlich vor Augen.

Polizeiarbeit ist in diesem Krimi kein Thema, es geht eher um die eigene Verfolgung der Täter. Man ist als LeserIn immer hautnah an der Sache, bekommt die Zusammenhänge schnell mit und hat manches Mal schon eine Ahnung, was als nächstes passieren dürfte, wird dann aber auch durch neue Wendung und auftretende Personen überrascht.

Mir hat dieser Krimi ausgesprochen gut gefallen, ich fühlte mich neben dem „Kriminalfall“ durch seine Kurzweiligkeit und die manchmal humorvoll, gestaltete Szenerie sehr gut unterhalten.

Fazit:
Kurzweilig, spannend, humorvoll und tolle Szenen u.a. im Alten Polizeipräsidium in Frankfurt – hier kommt man als Frankfurt Fan voll auf seine Kosten.

Bewertung: ***** von *****

Frankfurt im Detail (Silke Wustmann, Till Fischer)

Frankfurts Innenstadt spielerisch erkunden

Als Frankfurt am Main Fan freue ich mich immer, wenn ich Geschenkideen  für Frankfurt-Fans und –Interessierte finde und vorstellen kann.

Beschreibung des Spiels:
„Frankfurt im Detail“ von Silke Wustmann und Till Fischer ist 2021 bei Ravensburger erschienen.

Es handelt sich um ein Memo-Spiel mit 36 Kartenpaaren aus stabiler Pappe für 2-6 Spieler, das in einer quadratischen Pappschachtel angeboten wird.

Zusätzlich zu den Kärtchen befinden sich in der Schachtel auch noch eine Beschreibung der Fotos und ein Stadtplan (hier Ausschnitt der Innenstadt). Hier kann man nachschauen, wo sich das Fotografierte tatsächlich befindet.  

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Spiel findet man 36 Memo-Karten mit Fotos, die in der Frankfurter Innenstadt entstanden sind. Auf den Fotos sieht man teils Ausschnitte von Gebäuden, Besonderheiten an Gebäuden, Örtlichkeiten oder einfach sehenswerte Details, die im Alltag beim Durchstreifen der Innenstadt oftmals den eigenen Augen verborgen bleiben.

Mein „Spieleeindruck“:
Man kann dieses Spiel als ganz normales Memory-Spiel spielen – man kann daraus aber auch ein Suchspiel machen und die einzelnen Gebäude oder Örtlichkeiten in Frankfurts Innenstadt aufsuchen und bestaunen.

Abgewandelt könnte man auch beim Suchen der Paare erklären (müssen), wo genau man die Bildausschnitte in Frankfurts Innenstadt findet.

Mir gefällt die Auswahl der Ausschnitte sehr gut. Obwohl ich schon seit über 25 Jahren in Frankfurts Stadtmitte arbeite und hier auch schon viele Mittagspausen verbracht habe, blieben mir doch viele der gezeigten Details bisher verborgen. Da sieht man mal, wie „betriebsblind“ man manchmal durch die Gegend läuft.

Ich werde mir sicherlich nach und nach die einzelnen Fotos vornehmen, die Erläuterungen zu ihnen lesen und mich dann auf die Suche machen, um mir die Originale anzuschauen.

Unseren nächsten Besuch, der Frankfurt noch nicht kennt, werde ich auch mit diesen Foto-Beschreibungen durch die Stadt führen.

Alternativ lohnt sich auch eine Führung mit den beiden „Erfindern“ dieses Spiels, den Stadtführern Silke Wustmann und Till Fischer.

Fazit:
Mir bereitet dieses Memo-Spiel allein von seiner Aufmachung und Idee viel Freude. Ich kann es mir auch gut als Geschenk für Menschen vorstellen, die sich besonders mit Frankfurt am Main verbunden fühlen oder vielleicht eine Reise in diese Stadt planen.

Bewertung: ***** von *****

Der Banker mit dem Stöckelschuh (Katja Kleiber)

Privatdetektivin Sandy im Einsatz in Frankfurt – unkonventionell und leidenschaftlich

Sandys zweiter Fall lässt sie in der Bankenszene ermitteln.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Der Banker mit dem Stöckelschuh“ von Katja Kleiber ist 2021 als Taschenbuch mit 262 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Variante gelesen.

Das Titelbild ist in schwarz/rot/olivgrün gehalten. Es zeigt einen Bankenturm, einen Stöckelschuh und weißes Pulver in Röhrchen…

Kurze Zusammenfassung:
Sandys Schwester Silvia taucht plötzlich bei in Sandys kleiner Wohnung auf, um ein paar Tage bei ihr zu wohnen. Sie ist in eine Bank nach Frankfurt versetzt worden und nun auf der Suche nach einer eigenen Wohnung. Als ihr neuer Chef tot in der Taunusanlage aufgefunden wird, gerät Silvia unter Verdacht. Sandy macht sich auf die Suche nach der Wahrheit…

Mein Leseeindruck:
Der Krimi hat es in sich. Der Sprachstil der Autorin ist kurz und knackig. Er ist aus der Sicht Sandys in der Ich-Form geschrieben. Die Szenen wechseln temporeich und machen diesen Krimi so interessant.

Man befindet sich in einem Sog, kann das Buch kaum aus den Händen legen. Die detailreiche Schilderung macht den Krimi sehr lebendig. Als Frankfurt-Fan kennt man viele Örtlichkeiten, die hier beschrieben werden. So fühlt man sich fast mittendrin im Geschehen.

Mir gefällt, dass der Krimi in viele kurze Kapitel unterteilt ist. So kann man sich das Lesen in abendliche Häppchen gut unterteilen.

Auch das Privatleben von Sandy kommt in diesem Krimi nicht zu kurz, das mag ich an Krimis.

Der Krimi hält die Spannung bis zum Schluss. Zwar werden hier einige Fährten gelegt, aber das Ende überrascht dann doch.

Fazit:
Mir hat dieser Krimi einige spannende Lesestunden beschert. Man kann ihn auch lesen ohne den ersten Teil zu kennen.

Bewertung: **** von *****