Die große Fotoschule (Christian Westphalen)

Die umfangreiche Fotoschule mit zahlreichen Fotobeispielen und Exkursionen

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Wir beschäftigen uns hobbymäßig seit einiger Zeit mit dem Fotografieren, dabei hat jeder seinen eigenen Anspruch an das „gute“ Foto. Mit den unterschiedlichsten Kameras ausgestattet und auch verschiedenem Wissen aus anderen Fotobüchern haben wir uns nun dieses Buch zugelegt.

Beschreibung des Buches:
Der Rheinwerk Verlag hat unter dem Thema Fotografie schon einige sehr schöne Sachbücher herausgegeben. Dieses Buch ist als Hardcover in der 3. Auflage im September 2016 erschienen. Es hat 700 Seiten. Der Autor Christian Westphalen ist Diplom Fotodesigner, Trainer für „Photoshop“ und „Colormanagement“ und Fachbuchautor. Er hat bereits an zahlreichen Büchern mit dem Thema Fotografie mitgewirkt bzw. sie geschrieben.

Kurzer Überblick:
„Die große Fotoschule“ ist ein Handbuch im Hardcover-Format, das in 12 Kapitel unterteilt ist. Ein Lesebändchen und farbige Buchschnitt-Markierungen erleichtern das Finden, schon gelesener/bekannter Buchabschnitte.

Zunächst geht es um die Kamera und Objektive, dann wird das Thema Schärfe, Licht und Farbe behandelt. Des Weiteren findet man Ausführungen zu Motiven und Bildgestaltung. Eine Exkursion geht in den Bereich „Filmen mit der Kamera“ und zum Schluss bekommt man einen Einblick in die Bildbearbeitung mit den Programmen „Ligthroom“ und „Photoshop“.

Eigener Eindruck:
Ein schweres Buch, das es in sich hat. Es ist so umfangreich, dass man sich tagelang damit beschäftigen kann, man kann es aber auch sehr gut als Nachschlagewerk nutzen.

Man findet sich gut in diesem Handbuch zurecht. Die Kapitelthemen sind treffend gewählt, so dass man Informationen über ein bestimmtes Thema, über die Kapitel aber auch im Index und im Glossar gut finden und mit dem Lesebändchen zum schnellen Auffinden markieren kann.

Der Sprachstil des Autors ist verständlich, man kann seine Ausführungen anhand der beispielhaften Fotos sehr gut nachvollziehen. Dadurch prägen sich wichtige Dinge gut ein. Es lebt von der Bebilderung. Viele dargestellten Fotos sind mit den Bildeinstellungen versehen, so dass man schnell einen Eindruck davon bekommt, wie man seine Kamera für bestimmte Fotoergebnisse einstellen kann.

Vergleichsfotos erleichtern einen Blick für die „richtige“ Einstellung und Überarbeitung zu bekommen. Tipps sind in einem farblich abgesetzten Kästchen schon beim Durchblättern schnell zu finden.

Schon von anderen Büchern des Rheinwerk (Fotografie) Verlages sind wir es gewohnt, dass durch den strukturierten Aufbau und die einzelnen Kapitel nicht das ganze Buch von vorne bis hinten durchgearbeitet werden muss. Man kann sich ganz gezielt die (für einen selbst wichtigen) Kapitel heraussuchen ohne das ganze Buch lesen zu müssen.

Auf alle Fälle ist es aber ein Nachschlagewerk, wenn man Hilfe zu einem ganz konkreten Problem sucht. Mir gefällt hier ganz besonders das Kapitel über die „Bildgestaltung“ und die Exkursion zum Thema „Wahrnehmungspsychologie, denn z.Z. interessiere ich mich besonders für die Bildgestaltung eines Fotos.

Fazit:
Ein prima Nachschlagewerk für Hobbyfotografen, es macht Lust, sich intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen.

Ein echter Mehrwert für alle Neulinge des Fotografierens, die ihre Fotos in Szene setzen wollen.

Bewertung: *****

Die Fotoschule in Bildern. Bildgestaltung (Harald Franzen)

Wahrnehmungen transportieren mit Hilfe der Bildgestaltung

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Auch wenn man schon Jahre in der Fotografie unterwegs ist, kann man immer weiter dazu lernen. Dies geht sehr gut zusammen mit anderen Fotografen, hier kann man sich gegenseitig einiges „abschauen“, aber auch mit entsprechenden Fachbüchern, wie dieses eines ist.

Beschreibung des Buches:
Der Rheinwerk Verlag, vormals bekannt unter Galileo Press, bietet vornehmlich Sachbücher aus den Bereichen IT, Web & Social Media, Grafik & Design und Fotografie an.
Das hier beschriebene Buch ist broschiert und in der 2. Auflage erschienen. Es umfasst 315 Seiten, wiegt 1,2 kg und hat ein nahezu quadratisches Format. Es ist in 14 Kapitel gegliedert mit einem Index am Ende des Buches.

Kurzer Überblick:
Mit der einleitenden Frage „Was sind gute Bilder?“ befasst sich der erste Abschnitt. Hier geht es um die Gründe der Bildgestaltung, die in den nachfolgenden Abschnitten  einzeln detailliert besprochen werden. Neben dem eigentlichen Thema „der Bildgestaltung“ gibt es auch einzelne Exkurse, die technische Details erklären.

Eigener Eindruck:
Das Buch liegt trotz seiner 1,2 kg gut in der Hand und lässt sich aufgrund seines Formates leicht durchblättern, um sich einen ersten Überblick zu beschaffen bzw. einzelne Kapitel herauszupicken.

Der Autor Harald Franzen hat bei der Wahl der Bilder, anhand deren er die verschiedensten Themen in diesem Buch bespricht, auf ein breites Band an Fotomotiven aus seiner beruflichen Mission als Fotoreporter zurückgegriffen. Allein diese Bilder anzuschauen, lohnt es sich, in diesem Buch zu blättern und auf der ein- oder anderen Seite zu verweilen.

In den einzelnen Kapiteln (die u.a. folgende Themen behandeln: Motive sehen, Motive inszenieren, Raum, Regeln brechen, Licht und Farbe) stellt der Autor Fragen zur Bildgestaltung, die leichtverständlich beleuchtet und beantwortet werden. Neben den Texten wird anhand der Fotos sehr anschaulich die unterschiedlichste Problematik vor Augen geführt, wie und warum etwas verbessert werden kann. Oftmals ist dies auch direkt im Bild skizziert, was die Verständlichkeit fördert und sich somit besser einprägt.

Besonders interessant sind für mich die Bildinformationen des fotografierten Motives. Hier kann man die Einstellungen und den Ort an dem die gezeigten Fotos entstanden sind prima ablesen.

Der Schreibstil von Harald Franzen ist gut verständlich und angenehm zu lesen, da auch die Menge an Text aus meiner Sicht in einem guten Verhältnis steht, die Themen zu besprechen. Sein Anstoß, sich auch einmal aus der Komfortzone zu bewegen und neue Blickwinkel für sich zu entdecken, wird durch die interessanten Themen und die teils wunderschönen Fotos in den behandelten Kapiteln gefördert.

Fazit:
Das Buch beeindruckt mit seinen Fotos und sehr guten Beschreibungen. Die Erklärungen, warum ein Bild so ist, wies es ist und vielleicht nicht so sein sollte, sind besonders wertvoll. Auch wenn man sich mancher Regeln aus der Fotografie bewusst ist, werden sie dem Leser hier nochmals gut erklärt. Nach der Lektüre ist man auf jeden Fall für den einen oder anderen neuen Aspekt gut gerüstet, um besondere Momente, Personen oder Landschaften in Bildern einzufangen.

Bewertung: *****