Foto Basics (Joel Sartore)

Fotobuch für Einsteiger

Eines meiner Hobbys ist das Fotografieren, ich habe zwar auch schon Lehrgänge mitgemacht, aber ein Buch in den Händen zu halten und darin die wichtigsten Erkenntnisse präsentiert zu bekommen, ist für mich immer wieder ein Gewinn.

Beschreibung des Buches:
„Foto Basics“ von Joel Sartore ist 2020 mit 256 Seiten als Hardcover im GeraNova Brucknmann Verlagshaus in der Serie „National Geographic“ erschienen. Das Cover ist recht farbenfroh mit verschiedenen Fotos gestaltet. Autor Joel Sartore ist Gründer der Photo Ark, er hat mehr als 40 Jahre Fotografiererfahrung vorzuweisen.

Kurzer Überblick:
Das Buch ist in etwa zu gleichen Teilen aufgeteilt in 2 Abschnitte: Grundlagen und Praxis. Während man in den Grundlagen etwas zur Hardware wie Kamera und Zubehör, Komposition, Belichtung, Licht und Farben sowie Texturen lernt, findet man im zweiten Teil Exkursionen wie „Denken wie ein Fotograf“, Mensch- und Tierfotografie, Natur- und Landschaftsfotografie, Reisefotografie und zum Schluss etwas über die Bildbearbeitung. Es schließen sich Glossar, Quellen, Bildnachweise, Register und eine Beschreibung der Autoren an.

Eigener Eindruck:
Das Buch besticht durch seine Art, die Dinge in einer kompakten Form darzustellen. Es lebt von den zahlreichen wunderschönen Fotografien und den dazugehörigen kurzen und gut aufbereiteten Texten. Hier wird viel mit Farbhintergründen, farbigen Überschriften, farbig umrahmten Merkkästchen und guten Beschreibungen gearbeitet.

Zusätzlich gibt es sogenannte Aufgabenbeschreibungen. Hier erhält man eine Aufgabe sowie einige Tipps, die es bei der Aufgabe zu beachten gibt. Solche Aufgaben finden sich immer wieder bei einzelnen, besonderen fotografischen Herausforderungen.

Das Buch lebt von den positiven Ergebnissen einzelner Themenbereiche. Selten gibt es Vergleichsfotos, wie z.B. bei der Portraitfotografie, hier kann man das Ergebnis der unterschiedlichsten Lichtquellenrichtungen im Vergleich betrachten. Aufnahmeeinstellungen findet man nicht bei allen abgebildeten Fotos.

Mir gefällt bei diesem Buch besonders der angenehme Sprachstil, der nicht belehrend ist und bei dem man sich „an die Hand genommen“ fühlt.

Besonders gelungen finde ich, dass hier wirklich viele fotografische Situationen angesprochen werden, zwar nur meist auf zwei Seiten, aber für einen Anfänger durchaus vorteilhaft. So bekommt man eine gute Grundlage. Hat man erst einmal Erfahrung in vielen Bereichen des Fotografierens gesammelt, kann man sich weiterführende Literatur zulegen oder sich spezialisieren.

Das Format dieses Buches ist gerade noch als handlich zu bezeichnen. Ob ich es im Urlaub mitführen würde? Bei einer Flugreise sicher nicht, dafür ist es mir zu schwer.

Fazit:
Ein gelungenes Buch für Anfänger, die sich zunächst einen groben Überblick über die Möglichkeiten von Komposition, Natur- oder Personenfotografie machen möchten.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Vorschlag des Autors, manchmal einfach mal die Kamera wegzulegen und den Moment zu genießen.

Bewertung: ***** von *****

Fotografieren für Blogger (Katharina Dielenhein)

Kreatives Fotografieren nicht nur für Blogger

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Für meinen Bücherblog suchte ich nach Ideen für kreative Fotos, die z.Z. mein Fotograf (mein Mann) erstellt.

Beschreibung des Buches:
„Fotografieren für Blogger“ ist 2016 im Rheinwerk Fotografie Verlag als broschiertes Buch mit 271 Seiten erschienen. Schon auf der Titelseite, die zahlreiche interessante Fotos zeigt,  bekommt man einen guten Eindruck, was den Leser dieses Buches erwartet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch richtet sich an Blogger, die mit guten Fotos ihren Blog interessant gestalten möchten. Auch Fotografie-Interessierte bekommen hier einen Überblick über die verschiedensten Situationen, in denen Fotos entstehen können.
Es gibt Informationen u.a. über die Einstellungen der eigenen Kamera, die Gestaltungsmöglichkeiten eines Fotos, Essen & Kochen, Mode, Personenfotografie, Reisen und Überarbeiten von Fotos.

Mein Leseeindruck:
Die Autorin Katharina Dielenhein ist Bloggerin. Ihre Liebe zur Fotografie hat sie spätestens bei ihrer Ausbildung zur Fotomedienlaborantin gefunden. Sie pflegt einen eigenen Blog auf dem man u.a. auch etwas über die Entstehung dieses Buches lesen kann. Des Weiteren findet man hier Texte über Bewegung, Ernährung und Reisen. Katharina Dielenhein weiß über das Fotografieren eine ganze Menge und auch darüber, wie Fotos auf einem Blog neue Leser anziehen können.

Mit vielen Beispielfotografien begleitet sie ihren Exkurs über das Fotografieren für Blogger. Zunächst zeigt sie, dass es wichtig ist, die eigene Kamera gut zu kennen.

Mit zusätzlichen Tipps in farblich abgesetzten Kästchen geht sie in das jeweilige Thema ein. So bekommen im ersten Teil dieses Buches auch Fotografie-Anfänger einen sehr guten Überblick über die Handhabung einer Kamera und die verschiedensten Aufnahmeeinstellungen.

Weiter geht es über die Gestaltung von Fotografien. Auch hier helfen die Beispielfotos ungemein. Sie veranschaulichen das Geschriebene bestens. So sind sie auch hilfreich beim Querlesen dieses Buches, d.h. man pickt sich einzelne Kapitel heraus und findet so schnell wichtige Tipps.

Auch das Thema Requisiten bekommt hier eine wichtige Bedeutung zugestanden. Gerade dieses Thema hat sich mein Fotograf (mein Mann) für meinen Bücherblog besonders vorgenommen und angefangen umzusetzen. Die Themen Essen und Mode sind in weiteren Kapiteln sehr anschaulich bearbeitet.

Unter dem Kapitel Portrait und Familie findet man auch einen Exkurs über Tierfotografie. Ein Unterkapitel  von Living und Lifestyle hat zum Thema „Buchblogger und die Rechtefrage“, was mich besonders interessierte.

Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Überarbeitung und Veröffentlichung von Fotos.

In allen Kapiteln gibt es Hinweise auf interessante Blogs, die man sich anschauen sollte, um weitere Inspirationen zu holen.

Fazit:
Mein Eindruck von diesem Buch ist durchweg positiv, es gibt zahlreiche gute Beispiele für das Finden, Gestalten und Überarbeiten von interessanten Fotografien, dazu immer gute Tipps und weiterführendes „Material“ in Form von Hinweisen auf Blogs, die beschriebene Aspekte umgesetzt haben. Das Buch ist nicht nur für Blogger sondern für alle Fotografier-Interessierte geeignet. Es lebt von den zahlreichen Bebilderungen.

Bewertung: *****

Digitale Fotografie – Die umfassende Fotoschule (Marion Hogl)

Die umfangreiche Fotoschule, reich bebildert, absolut informativ und lehrreich

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In unserem Haushalt gibt es die verschiedensten Hobby-Fotografen. Jeder hat seinen eigenen Anspruch an das „perfekte“ Foto. Dabei benutzen wir auch sehr unterschiedliche Kameras zu denen wir auch schon einiges Wissen aus verschiedenen Fotobüchern gesammelt haben.

Beschreibung des Buches:
Der Vierfarben Verlag, in dem dieses Buch erschienen ist, hat sich spezialisiert auf Sachbücher über Computer und Fotografie. Dieses Buch ist als Hardcover im Oktober 2015 erschienen. Es umfasst 677 Seiten. Mit seiner Aufmachung reiht es sich in die Fotografie-Bücher des Verlages gut ein. Die Autorin Marion Hogl ist seit 2002 selbstständige Fotografin und hat bereits ein Buch (Porträtfotografie) im Vierfarben-Verlag herausgebracht.

Kurzer Überblick:
Das Buch ist in vier große Hauptkapitel unterteilt:
Technik: hier geht es um die Grundlagen der digitalen Fotografie, die Erläuterung von Begriffen der Fotografie, die Technik der Kamera, Schärfeneinstellungen, Zubehör und Blitzlichttechnik

Bildgestaltung: Kompositionen, Farbe und Licht, Motive erkennen

Fotopraxis: Beispiele wie z.B. Makrofotografie, Menschen, Natur, Tiere, Nacht, Veranstaltungen, Studiofotografie

Bildbearbeitung und Präsentation: Bearbeitung der Fotos, Effekte , Präsentation

Anhang: Probleme und Lösungen, Beruf Fotograf, Fotorechte

Eigener Eindruck:
Dieses Buch hat es in sich…
Ein schwerer Wälzer, der so umfangreich ist, dass man Tage, Wochen und Monate damit verbringen kann, um alles intensiv zu lesen. Man kann das Buch aber auch als Nachschlagewerk benutzen.

Zunächst fällt auf, dass das Buch eine umfangreiche Bebilderung hat. Es lebt von der reichlichen Bebilderung. Jedes dargestellte Foto ist mit den Bildeinstellungen versehen, so dass man schnell einen Eindruck davon bekommt, wie man seine Kamera bei bestimmten Fotowünschen einstellen kann.

Zusätzlich gibt es fast zu jedem Foto eine Kurzbeschreibung, wie die Aufnahme gemacht wurde bzw. auf welches Detail das Foto abzielt.

Die Fotos sind allesamt sehr beeindruckend, besonders die Naturaufnahmen haben es uns angetan. Besondere Tipps, Wissen und Übungen sind in einem farblich abgesetzten Kästchen auch schon beim Durchblättern schnell auffindbar. Die Übungen vertiefen das zuvor angelesene Wissen.

Wie wir das von den Fotografie-Büchern des Vierfarben-Verlages schon gewohnt sind, hat auch dieses Buch den großen Vorteil, dass man durch den strukturierten Aufbau der unabhängigen Kapitel nicht das ganze Buch von vorne bis hinten durcharbeiten muss, sondern sich gezielt die gerade interessanten Kapitel heraussuchen kann. Ein Fotografie-Neuling kann sich aber auch wunderbar genau an die Kapitelreihenfolge halten und so nach und nach sein Wissen über die Fotografie erweitern.

Man kann das Buch auch wunderbar als eine Art Nachschlagewerk einsetzen. Denn es lässt sich u. Umständen auch ganz gezielt ein „Problem“ bzw. eine konkrete „Aufgabe“ lösen, weil hier intensiv auf das jeweilige Thema eingegangen wird.

Wie das bei Büchern im Vierfarben-Verlag üblich ist, hat jedes Kapitel eine eigene Kapitelfarbe am oberen Seitenrand, die man auch recht gut zum Wiederfinden am Buchschnitt erkennen kann. Das erleichtert das Finden bekannter Kapitel.

Die Begriffserklärungen am Ende des Buches helfen Neulingen, Begriffe, die zur Fotografie gehören, „endlich“ zu begreifen.

Fazit:
Das Buch ist ein sehr umfangreiches Nachschalgewerk für den Hobbyfotografen als auch ein wunderbares Lehrbuch für den Fotoanfänger. Es beeindruckt mit seinen vielfältigen wunderbaren Fotografien und macht Lust, sich viel intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen.

Es hat einen echten Mehrwert für alle, die sich bisher nur nebenbei mit dem Fotografieren beschäftigt haben, die (wie ich) meist die voreingestellten Programme nutzen und endlich einmal Fotos mit eigenen Einstellungen fotografieren und Motive in Szene setzen möchten.

Bewertung: *****

Kreativ fotografieren (Harold Davis)

Kreatives Fotografieren ist für jeden möglich

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Das Buch ist ein Hardcover mit 260 Seiten, gedruckt auf mattgestrichenem Bilderdruckpapier incl. eines Lesebändchens als Lesezeichen. Es handelt sich um die 1. Auflage aus dem Jahr 2015, übersetzt aus dem Englischen von Jacqueline Esen. Der Autor Harold Davis selbst ist preisgekrönter Fotograf und Autor von mehr als 30 Büchern, die vor allem von der Fotografie handeln. Auch der populäre Fotoblog 2.0 www.photoblog2.com stammt aus seiner Feder.

In diesem Buch geht es, wie der Titel es schon verrät, um die Kreativität beim Fotografieren. Harold zeigt nicht nur einzelne Situationen, die man dann ausprobieren kann, sondern er versucht vielmehr den Leser immer wieder selbst zur Kreativität anzuregen. In den einzelnen Kapiteln bespricht er die vielfältigen Komponenten der Fotografie, angefangen von der eigenen Bewertung der Bilder über die Kraft der Vision, Botschaften in den Bildern, Nutzen des Unerwarteten aber auch Setzen von Grenzen.

Dabei wird nicht ein allgemeines Rezept erstellt, weil es auch gar nicht möglich ist, nach einem Plan zu fotografieren. Harold Davis versucht vielmehr immer wieder in den Kapiteln das Auge des Fotofreundes für das Besondere, das ein tolles Bild interessant macht, zu schulen. Die Möglichkeiten zu nutzen, die der Zufall bietet, das ist es, was er für sich als die Frische an der Arbeit mit der Fotografie benennt und sie interessant und geheimnisvoll macht. Genau dieses Ziel verfolgt Harold Davis mit seinem Buch.

Zur Vollständigkeit ist in diesem Buch auch ein kleiner „Technikteil“ (44 Seiten) enthalten, der allerdings nicht wirklich nur die pure Technik beschreibt. Auch hier bleibt Harold Davis auf der kreativen Ebene und verfällt nicht in reine Verschlusszeiten und Blendenwerte.

Jedes Kapitel und die darin enthaltenen Unterabschnitte haben einen Verweis auf eine Übung. Diese Übungen sind im hinteren Teil des Buches zusammengefasst und versuchen den Leser noch mal zu animieren, dass Gelesene aufzuarbeiten und für die eigene Fotoaktivität aktiv zu festigen.

Das Buch ist reichlich bebildert mit eigenen Fotos des Autors. Zu vielen Bildern gibt es eine Beschreibung, die die Entstehung dieser Bilder erläutert. Hier wird nicht die Technik sondern vielmehr die Situation und die Kreativität beschrieben, wie das Bild entstanden ist. Schön wäre es allerdings doch, wenn wie sonst in Fotobüchern üblich, die Kameraeinstellungen zum Bild angegeben würden.

Vor dem Übungsteil befindet sich eine zweiseitige Begriffserklärung von A wie Abblenden über F wie Focus Stacking bis V wie Verlauf.

Aus meiner Sicht richtet sich das Buch an (Hobby-)Fotografen, die bereits Firm mit der Fotografie sind und ihren Horizont bzgl. der Möglichkeiten im Unerwarteten suchen. Auch für die Bewertung und das Hinterfragen der eigenen Ergebnisse, wie auch als Impulsgeber, ist dieses Buch gut geeignet. Wer allerdings eine Vorlage sucht, die er einfach nacharbeiten kann, wird hiermit nicht zufrieden sein, denn die eigene Kreativität ist immer gefragt.

Fazit:
Mein Eindruck von diesem Buch ist durchweg positiv, da es insgesamt die Kreativität beim Fotografieren anregt und durchweg schön bebildert ist. Schon beim Durchblättern bleibt man bei dem ein- oder anderen Foto fasziniert hängen. Man muss dieses Buch nicht unbedingt von der ersten Seite beginnend lesen.

Bewertung: *****