Gesund – Das medizinsch-kulinarische Kochbuch (Surdham Göb/Cirus Henn)

Rund um das gesunde Essen – viele Rezepte mit wenigen exotischen Zutaten

Auf der Suche nach einem Kochbuch mit gesunden Zutaten als Weihnachtsgeschenk für gute Freunde, bin ich auf dieses Buch gestoßen. Es hat mich schon beim Durchblättern angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„Gesund – das medizinische-kulinarische Kochbuch“ ist 2022 im AT Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 247 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
Nach einer ca. 50seitigen Einführung über medizinische Grundlagen der Ernährung und praktischen Hinweisen zur neuen gesunden Küche, findet man zahlreiche Rezepte zum Start des Tages, Begleiter für unterwegs, Suppen- und Salate, Highlights für den Alltag, Festessen, Brote und Gewürzsalze, Kinderlieblinge und Süßes. Es folgen noch Hinweise zum Kochen von Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide und ein Rezeptverzeichnis.

Mein Leseeindruck:
Die ersten 50 Seiten über die medizinischen Grundlagen der Ernährung waren für mich sehr interessant. Die spaltenweise Anordnung der Absätze machte das Ganze zwar gut lesbar, ich hätte mir aber zur Auflockerung ein paar Fotos oder Zeichnungen gewünscht.

Hat man sich die ersten Seiten „erarbeitet“, so erhält man noch zusätzliche Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Es folgen ein paar Seiten über praktische Hinweise zur neuen gesunden Küche. Alles was man als Grundlagen und Gerätschaften brauchen könnte findet man hier.

Die anschließend folgenden Rezepte sind fotografisch sehr schön aufbereitet. Die Zutatenliste ist übersichtlich und meistens sehr kurz gehalten. Das heißt, man braucht meist nur wenige Zutaten – und die hat man möglicherweise grundsätzlich sowieso im Haushalt. Die meisten Rezepte kann man folglich mit Zutaten nutzen, die man als Grundstock für die gesunde Küche im Haushalt haben sollte.

Die Mengenangaben sind grundsätzlich für 4, ab und an für 2 und selten für eine größere Menge für Personen konzipiert.

Ich finde die meisten Rezepte sehr ansprechend, bei einigen hätte ich sofort loslegen können, weil ich sämtliche Zutaten immer zuhause habe. Auch die Auswahl der Rezepte ist recht abwechslungsreich.

Alles in allem finde ich dieses Buch sehr gelungen.

Fazit:
Als Weihnachtsgeschenk ist dieses Buch meines Erachtens sehr gut geeignet für Menschen, die sich intensiv mit der gesunden Ernährung beschäftigen wollen, aber noch wenig Erfahrung in der gesunden-medizinischen Küche haben.

Bewertung: ***** von *****

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GESUND kann jede*r! (Philipp Lahm)

Motivierend – guter Rundumblick über ein gesundes Leben

Ich muss zugeben, natürlich hat mich auch der Name des Autors neugierig gemacht. Wie hat dieser ehemalige Profifußballer seinen Weg zu einem aktiven Lebensstil gefunden?

Beschreibung des Buches:
„GESUND kann jede*r“ von Philipp Lahm ist 2022 im südwest-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 256 Seiten.

Auf dem Cover ist Philipp Lahm abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt. Die Kapitel umfassen die Themen „Gesundheit mal so grundsätzlich“, „Was ich als Fußballer über (meine) Gesundheit gelernt habe“, „Persönlichkeit entwickeln“, „In der Ruhe liegt die Kraft“, „Aktivität und Bewegung“, „Gesundheit beginnt oft in der Küche“, „Genussvolle und gesunde Rezepte“ und „Ausgewählte Übungen“. Es folgt ein Register. Dieses Sachbuch ist in Zusammenarbeit mit verschiedensten Experten in den Bereichen auf Gesundheit, Sport und Ernährung entstanden.

Mein Leseeindruck:
Mich hat die aufgelockerte Aufmachung dieses Buches sehr gefallen. Besonders Fans des ehemaligen Fußballers Philipp Lahm werden am Anfang des Buches so einiges aus seinem privaten Leben erfahren.

Die Abwechslung von privaten Einblicken, Erfahrungen und kleinen Anekdoten, sehr anschaulich dargestellten Tipps, Rezepten und den Interviews mit Experten im Bereich von Medizin, Ernährung und Sport bieten hier einen ganzheitlichen Überblick über das Thema Gesundheit.

Schon beim Lesen fühlte ich mich motiviert an meinem Lebensstil „kleine Stellschrauben zu drehen“, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, noch ausgewogener zu Essen und Stressabbau mit den vorgestellten Methoden zu erreichen.

Die Rezepte im letzten Teil des Buches sind zum größten Teil mit Grundnahrungsmitteln, die man eigentlich immer im zuhause haben sollte, nach zu kochen.

Die Fotos für das Buch sind ansprechend und laden, was den Rezeptbereich angeht, zum sofortigen „Nachmachen“ ein.

Mich hat das gesamte Buch sehr angesprochen, ich habe es tatsächlich von vorne bis hinten gelesen und mir nicht nur einzelne Kapitel herausgepickt.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein echter Gewinn, es motiviert auf unterhaltsame und umfangreiche Weise ohne zu belehren und es ist mit eigenen Erfahrungen ergänzt – sehr lesenswert!

Bewertung: ***** von *****

Der Mensch zu schlau zum Überleben (Dr. Matthias Meier, B. Meier-Arian)

Ursachenbehandlung – nicht nur Symptombehandlung

Fach- und Sachbücher lese ich selten von vorne bis hinten in einem Stück, aber dieses Buch hat mich nicht losgelassen…

Der Autor, Dr. Matthias Meier, hat ein abgeschlossenes Medizinstudium und ist u.a. Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie. Zudem ist er spezialisiert auf „rekonstruktive Chirotherapie“ und „regenerative Medizin“.

Die Co-Autorin, B. Meier-Arian, hat eine Ausbildung zur „Psychologischen Beraterin“ und „Psychotherapie nach dem Heilpraktiker Gesetz“.

Beschreibung des Buches:
„Der Mensch zu schlau zum Überleben“ ist 2020 im Novum Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 345 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
In 10 Kapiteln („Einführung“, „Das zentrale Nervensystem“; „Mineralien, die heimlichen Helden“, „Emotionen: Mythen und Fakten“, „Umwelteinflüsse“, „Impfungen“, „Sport und Bewegung“, „Fazit“, „Von A-Z“) geht es um Erkrankungen, Behandlungen, Vorbeugung und Einflüsse der Umwelt, Emotionen und Wirbelsäulenstruktur.

Mein Leseeindruck:
Meist suche ich mir in Fach- und Sachbüchern einzelne Kapitel, die mir besonders interessant erscheinen heraus, bleibe schon beim Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen und vertiefe mich in den Text. Dieses Buch habe ich von vorne bis hinten fast am Stück gelesen.

Mir hat der Sprachstil des Autorenduos von Anfang an sehr gut gefallen: Kein Medizinerdeutsch, nicht belehrend, sondern den Inhalt anhand von Fakten, Statistiken und Studien verdeutlicht.

Auch der Aufbau des Buches war für mich schlüssig. Ich konnte viele der Beispiele nachvollziehen und erkannte beim Lesen einige eigene Erfahrungen/Beobachtungen an/bei meinen Mitmenschen und natürlich auch an mir.

So fühle ich mich bei einigen Lebensgewohnheiten, die ich habe, sehr bestätigt. Über andere Tipps und Vorschläge muss ich noch einmal nachdenken. Besonders interessant finde ich Aussagen darüber, dass man vielen Krankheiten alleine durch gesunde Ernährung, Bewegung und emotionales Gleichgewicht vorbeugen kann und somit auch sein Immunsystem stärkt. Das beobachte ich schon lange an mir selbst, bin ich doch selten so krank, dass ich mich auch richtig krank fühle, Schmerzen habe o.ä.

Ich habe dieses Buch schon in meinem engsten Familienkreis empfohlen, das Interesse ist hier zumindest sehr groß. Mein Sohn hat es mir gerade schon, vor dem Schreiben der Rezension, entführt.

Fazit:
Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Man muss nicht mit allen Vorschlägen/Thesen übereinstimmen, aber man wird stark angeregt den eigenen Lebensstil zu überprüfen und möglicherweise zu ändern. Manch eine/r gelangt vielleicht auch zu der Erkenntnis, dass der eigene Körper durch eine gesündere und angepasstere Lebensweise manche Krankheiten besiegen, mildern oder verhindern kann.

Bewertung: ***** von *****

Das Anti-Insulin-Prinzip (Dr. med. Rainer Limpinsel)

Fünf Klimmzüge!

In unserer Familie ist Altersdiabetes (Diabetes Typ 2) seit einiger Zeit ein Thema. Den Autor Dr. med. Rainer Limpinsel habe ich in einer Talkshow gesehen und bin da auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Beschreibung des Buches:
„Diabetes – Das Anti-Insulin-Prinzip“ ist im Trias Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 142 Seiten. Auf dem Titelbild ist der Autor abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist (nach einen Vorwort des Autors) in vier Themenbereiche aufgeteilt:

Diabetes – die Zuckerkrankheit
Warum ich?
Mein neues Leben beginnt
Diabetes natürlich heilen.

Die Kapitel sind in weitere Unterkapitel unterteilt, hier findet man schon beim Durchblättern interessante Ausführungen zum Thema Ernährung, kleine Tabellen und farblich hervorgehobene „Exkursionen“ und Tipps.

Mein Leseeindruck:
Dr. med. Rainer Limpinsel ist Arzt. Mit 40 Jahren bekommt er die Diagnose „Diabetes Typ 2“. In diesem Buch hat er sehr authentisch, mit viel Witz und lustigen Anekdoten seinen Weg raus aus der Krankheit beschrieben.

Eigentlich begann sein „Leidensweg“ schon in der Kindheit. Hier beschreibt er, wie in seinem Elternhaus die Essensrituale abliefen. Beim Lesen fühlt man sich in mancher Hinsicht an die eigene Kindheit erinnert, wenn auch nicht in einem solchen extremen Maße. Im Laufe seines Lebens legt Rainer Limpinsel enorm an Gewicht zu, was ihm zum Verhängnis (mit der Diagnose Diabetes Typ 2) wird.

In seinen Ausführungen über sein eigenes Leben und die Diagnose nimmt er „kein Blatt“ vor den Mund. So berichtet er z.B. von seinem ersten Termin in der Ernährungsberatung und stellt sich die Frage: Wie kann eine Mitarbeiterin Tipps für die Ernährung geben, wenn sie selbst übergewichtig ist?

Seine Tipps hinsichtlich Ernährung und Bewegung sind teilweise sehr extrem. Hier kann sicherlich ein noch junger Mensch sein Leben umstellen, allerdings bezweifle ich, dass z.B. in meiner Verwandtschaft die älteren Herrschaften die Kraft und Konsequenz besitzen, eine so radikale Kehrtwende bei der Speisenzubereitung und dem Essen hinzubekommen. (Ich werde das Buch trotzdem den Verwandten weitergeben, zumindest als Ratgeber)

Trotzdem habe ich (ohne Diabetes Diagnose) durch diese Lektüre so einiges über gesundheitsförderliche Nahrungsmittel gelernt und werde die Tipps in meinen Alltag einbauen in der Hoffnung, dass ich von einer solchen Diagnose verschont bleibe.

Fazit:
Dr. med. Rainer Limpinsel hat es geschafft. Er ist kein Diabetiker mehr, lebt ohne Medikamente und hat seinen Blutzuckerspiegel mit Hilfe einer radikalen Nahrungsmittelumstellung im Griff. Seinen Weg dorthin hat er in diesem Buch eindrucksvoll geschildert. Unbedingt lesenswert auch für Nicht-Diabetiker.

Bewertung: *****

Life Changing Food (Eva Fischer)

Abwechslungsreich und gesund durch den Tag

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Zu einem gesunden Leben gehört neben vielem anderen auf alle Fälle die Ernährung. Mit LCF (Life Changing Food) kann man seinem Körper eine gute Unterstützung zu einem fitteren und gesünderen Leben geben.

Die Autorin Eva Fischer ist Ernährungsexpertin, sie gibt Workshops, schreibt regelmäßig für Magazine. Unter anderem ist sie auch noch Food-Fotografin und –Bloggerin.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Life changing food“ ist 2016 als Hardcover im Brandstätter Verlag erschienen. Es hat 192 Seiten. Auf dem Titelbild ist die Autorin mit einem bunten Gemüsegericht zu sehen. Ein schwarzes Seidenlesebändchen hilft, ein ausgesuchtes Rezept schnell wieder aufzufinden.

Kurze Zusammenfassung:
Die ersten Kapitel befassen sich mit der Beschreibung von LCF. Dabei gibt es Tipps zum Einkauf, einen drei Wochen-Plan und eine Vorstellung besonders gesunder Nahrungsmittel. Es folgen zahlreiche Frühstücksrezepte auf mehr als 30 Seiten. Ein kurzes Kapitel widmet sich der heimischen Superfoods, dem sich 40 Seiten Rezepte für das Mittagessen anschließen. Ein kleiner Überblick über exotische Superfoods leiten über zu fast 40 Seiten Rezepten für den Abend. Weitere Rezepte für kleine Zwischenmahlzeiten vervollständigen die Auswahl. Im Buch liegt noch ein kleines Plakat zum Aufhängen, das bestimmte Gewürze und ihren Einsatz mit farbigen Zeichnungen erläutert. Rückseitig findet man 9 Gewürzvorschläge der Firma Sonnentor, die den Gerichten den besonderen Pep geben können.

Mein Leseeindruck:
Das Buch lebt von den schönen Fotos der Rezepte. Die laden zum Kochen ein. Eine Zeitangabe, die Personenanzahlangabe und die tabellarische Auflistung der Zutaten erleichtern den Überblick über die einzelnen Rezepte. Die Zubereitung ist einfach, verständlich und vor allem übersichtlich geschrieben.

Die meisten Rezepte sind für zwei Personen konzipiert. Die Auswahl der Zutaten und letztendlich der Kochideen ist sehr groß. Das ein oder andere lässt sich sicherlich auch mit vorhandenen Zutaten (die man als „Grundausstattung“ zu Beginn der Ernährungsumstellung kaufen sollte) schnell kochen, aber die meisten Rezepte benötigen tatsächlich einen gut geplanten Einkauf.

Besonders die Zwischengerichte haben es mir angetan. Hier lacht einen das vitale Nussbrot an oder aber auch die leckeren Energie-Riegel , für die ich sogar ohne einen Grundnahrungsmitteleinkauf alle Zutaten im Hause hätte. Viele Gerichte kann man kalt genießen, so lassen sie sich auch gut mit ins Büro nehmen, wenn es sich nicht um Burger, Waffeln oder Omlettes handelt (für die es auch einige Rezepte gibt).

Bisher konnte ich mich noch nicht durchringen, die 21 Tage-Umstellung durchzuführen. Hierzu gibt es eine tabellarische Aufstellung mit jeweils 3 Rezeptvorschlägen pro Tag. Sicherlich gelingt so eine Ernährungsumstellung, wenn man sich dafür Zeit nimmt.

Fazit:
Das Buch dient mir als Anregung, das ein oder andere Rezept auszuprobieren. Ob ich mich gänzlich auf eine LCF Ernährung einlassen werde, kann ich noch nicht beurteilen. Auf alle Fälle bietet dieses Buch die notwendigen Informationen bestens aufbereitet.

Bewertung: ****

Lebenstempo: In Alltag und Sport den eigenen Rhythmus finden (Nils Schumann und Ingo Niermann)

Den eigenen Lebensrhythmus finden

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Ich lese gerne Biografien und Bücher von Autoren, die ihre eigenen Erfahrungen einbringen, um den Lesern hilfreiche Tipps zu geben.

Beschreibung des Buches:
Nils Schumann, Jahrgang 1978, war Europameister und Olympiasieger im 800-Meter-Lauf. Er hat mit Ingo Niermann und Erik Niedling hier eine Art Biografie mit Lebenstipps geschrieben, die das eigene Leben in einen Rhythmus bringen sollen. Auf dem Titelbild ist Nils Schumann in sportlicher Bewegung zu sehen. Das Buch ist 2016 im Herder-Verlag als Hardcover erschienen. Es hat 315 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
Nils Schumann beschreibt in seinem Buch seine eigene sportliche Biografie, in vier großen Kapiteln erzählt er von „Sport als Maxime“,  „Fitness als Maß“, „Rhythmus als Methode“ und zum Schluss „Den Gewinn“.

Mein Leseeindruck:
Der Sprachstil von Nils Schumann gefällt mir gut. Er erzählt von seiner Laufbahn als Sportler mit allen Höhen und Tiefen. Im Weiteren geht er tiefer auf sportliche Aktivitäten ein, erklärt seine Erfahrungen mit Trainingseinheiten und Wettkämpfen. Seine eigenen Geschichten rund um den Sport machen das Buch sehr authentisch, dabei geht es hier nicht um konkrete Tipps und Anleitungen zum Finden des eigenen Lebensrhythmus sondern vielmehr zum Kennenlernen des eigenen Stils, Tempos und der selbstgewählten Regelmäßigkeit.

Das Buch lebt von den zahlreichen kurzen Kapiteln, so lässt es sich gut lesen. Ich habe es fast am Stück verschlungen, es war für mich einerseits spannend, aber auch sehr interessant. Nils Schumann hat sich intensiv mit dem Thema Sport, Ernährung und Lebensweise beschäftigt und kann mit vielen eigenen Erfahrungen aufwarten. Dabei hebt er nicht den Zeigefinger, sondern berichtet von seinen eigenen Erlebnissen.

Bis in das kleinste vorbereitete Trainingspläne gibt es nicht, aber Nils Schumann macht viele Vorschläge, wie man seinen eigenen sportlichen Rhythmus findet, um eine gewisse Fitness und somit auch eine gute Lebensqualität auch ins hohe Alter zu erlangen und zu bewahren. Durch seine Erfahrungen als Fitness-Coach, kann er mit einigen Beispielen hilfreiche Vorschläge geben.

Skizzen, sowie besondere Anmerkungskästen findet man keine in diesem Buch. Einige wenige Fotos lockern den Text etwas auf.

Besonders sympathisch fand ich Schumanns Bemerkung, dass er pro Woche ca. 2 Romane lese. Auch das Lesen nimmt Tempo aus dem ereignisreichen Alltag heraus.

Fazit:
Ein Buch, das nicht belehrt,  aber auf eigenen Erfahrungen beruhend Tipps für das eigene sportliche (Fitness) Leben und das eigene Lebenstempo gibt. Vielleicht hat man am Ende des Buches auch den Schluss gezogen: Ich will so bleiben, wie ich bin – oder aber – man ändert sein Lebenstempo, weil man sich hat aufrütteln lassen. Ein gelungener „Ratgeber“.

Bewertung: *****

Paleo Power für Frauen (Esther Blum)

Dauerhaft abnehmen und sich gesund fühlen funktioniert nur mit den richtigen Nahrungsmitteln

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„Gesund, schnell und dauerhaft abnehmen“, das verspricht dieses Buch. Was wird mir die Autorin erzählen? Geht es nur mit der Änderung des Essverhaltens? Ich habe schon einige Bücher über die verschiedensten Abnehmarten gelesen. U.a. auch über sogenannte „Stoffwechselprogramme“. Auch in diesem Buch befasst sich die Autorin mit dieser Art der Ernährungsumstellung.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Paleo Power für Frauen“ ist im GOLDMANN-Verlag als Taschenbuch im September 2015 erschienen. Es hat 351 Seiten. Eine aufgeschnittene Artischocke auf einem Holzuntergrund ziert das Titelbild. Der Titel leuchtet in roter Farbe darauf.

Die Autorin Esther Blum ist Ernährungs- und Gesundheitsexpertin. Sie lebt in den USA und tritt dort in zahlreichen Radio- und Fernsehprogrammen auf. Außerdem schreibt sie Artikel für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. In Connecticut hat sie eine eigene Privatpraxis. Dieses Buch wurde von Inke Brodersen vom Amerikanischen ins Deutsche übersetzt.

Kurze Zusammenfassung:
„Paleo Power“ ist in drei Teile aufgeteilt:
–           Von Natur aus schön
–           Ernährungsmythen unter der Paleo-Lupe
–           Mit Paleo schlank werden und bleiben
Es folgt ein Kapitel mit Rezepten (ca. 80 Seiten) und ein Anhang mit Einkaufstipps und Registern

Mein Leseeindruck:
In einer lockeren Art beschreibt Esther Blum, wie man sich gesund ernähren kann. Dabei ist ihr Sprachstil leicht humorvoll. Ihre Ausführungen sind in kleinere Abschnitte unterteilt. Das lockert das Lesen auf. Weitere Erläuterungen sind in einem grau unterlegten Kasten auffällig gemacht. So findet man besondere Erklärungen auch beim Durchblättern schnell wieder.

Nachdem man so Einiges über natürliche Schönheit, Gene und Hormone gelesen hat, wird im zweiten Teil beleuchtet, welche Nahrungsmittel besondere Effekte auf die Verdauung und auch den Allgemeinzustand haben. Hier räumt Esther Blum mit Ernährungsmythen auf und macht Vorschläge zum Ersatz bestimmter, gern gegessener (aber „ungesunder“) Nahrungsmittel. Dabei verteufelt sie nicht, sie erklärt warum manche Gewohnheit bei der Nahrungsaufnahme nicht gesundheitsfördernd ist bzw. welchen Schaden sie zufügen kann (z.B. übermäßiger Zuckerkonsum).

Im dritten Teil gibt es dann konkrete Ernährungstipps für die verschiedenen Phasen (Entgiftung, Reset und Paleo) von Paleo. Jede Phase mit 14 Tagen wird begleitet mit Rezeptvorschlägen für jeden dieser Tage. Tipps für das Durchhalten, aber auch Schlemmen gibt es obendrein. Die Rezepte sind mir manchmal zu Aufwendig in der Zusammenstellung, ich habe besonders dann Probleme, wenn Zutaten dabei sind, die ich einfach nicht mag. Hier wäre eine „Ersatzzutat“ hilfreich.

Im Rezeptteil ist für alle Tageszeiten und auch für Snacks etwas zu finden. Hier kommen viele abwechslungsreiche Rezepte mit wenigen (alltäglichen, nicht besonders exotischen) Zutaten aus. Das gefällt mir gut. Eine Einkaufsliste mit Mengenangaben für 2 (manchmal 4) Personen mit einem Zubereitungstext vervollständigen jedes Rezept. Dabei wird auf Bebilderung gänzlich verzichtet, was ich etwas schade finde.

Fazit
Esther Blum ist es gelungen, dass ich das Buch wirklich von vorne bis zum Rezeptteil intensiv gelesen habe. Ihre Art, Laster nicht zu verteufeln, aber die Nachteile bestimmter Angewohnheiten in der Essenszubereitung aufzuzeigen, hat mich überzeugt, mein Kochverhalten/meine Essenszubereitung zu überdenken und beim Einkauf auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten bzw. andere im Speiseplan aufzunehmen.

Ob ich die sechs Wochen des Paleo-Planes so, wie vorgesehen, durchführen kann, weiß ich noch nicht. Schließlich muss hier die Familie „mitspielen“. Da braucht es noch Überzeugungskraft.

Bewertung: ****

Men’s Health Cooking (Adina Steiman, Paul Kita)

Kochbuch – nicht nur für den Mann

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In unserem Haushalt wird die Zeitschrift Men’s Health gelesen. Hier wurde für dieses Buch geworben, so landete es auf dem Wunschzettel unseres Nachwuchses…

Beschreibung des Buches:
Das Men’s Health Kochbuch „Cooking“ ist 2015 als Hardcover im Falken-Verlag erschienen. Es ist die Übersetzung des im Jahr 2013 in den USA erschienenen Buches „Guy Gourmet“. Die deutsche Ausgabe hat 288 Seiten.

Die Autorin Adina Steiman hat ihre Kochausbildung in der internationalen Kochschule „Cordon Bleu“ absolviert und ist z.Z. Koch- und Ernährungsredakteurin des Men’s Health Magazins. Der Autor Paul Kita ist ebenfalls Redakteur dieses Magazins und Erfinder des „Men’s Health Guy Gourmet“-Blog.

Das Titelbild hat eine eher rustikale Aufmachung. Eine schwarze gusseiserne Pfanne auf einer dunklen Holzfläche. Der Buchtitel „Cooking“ ist in schwarzer Schrift auf hellgrünem Untergrund quer über die Pfanne „platziert“.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Kochbuch ist nicht einfach ein Kochbuch mit einer Schritt für Schritt Anleitung, es ist ein Buch über Ernährung, Gesundheit und Genuss- und Essgefühl.

Es ist unterteilt in Vorwort, Einleitung , 10 Kapitel:
1             Was ist Kochen?
2             Frühstück
3             Lunch
4             Muskel-Snacks
5             Schnelle Feierabend-Mahlzeiten
6             Kochen für Gäste
7             Draußen Kochen
8             Candlelight-Dinner
9             Partygerichte
10           Drinks
sowie einem Anhang.

Jedes Kapitel beginnt mit dem Leitsatz „Iss, um zu leben. Lebe, um zu essen.“ Darauf folgen meist vier Regeln, die in einem jeweils abgeschlossenem Kasten in das Kapitelthema einführen. In manchen Kapiteln folgen zusätzlich „Werkzeugtipps“, danach sind die Rezepte teils mit Fotos, aber auch viele ohne Fotos, aufgeführt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch liegt gut in der Hand und lässt sich im aufgeschlagenen Zustand prima ablegen ohne dass sich die Seiten alleine umblättern. Die Aufteilung der Kapitel ist gelungen. So gibt es zunächst eine Einleitung, die sich grundsätzlich mit der Ernährung beschäftigt, hier folgen Tipps für die Grundausstattung in der Küche, Einkaufsstrategien und Kühlschrankmanagement. Schmunzeln musste ich bei der Überschrift „Der Küchen Werkzeugkasten“. Überhaupt fallen einem schon beim Durchblättern typische „Männerbegriffe“ auf.

Die Rezepte bieten eine breit gefächerte Auswahl. Schon in der Überschrift der Rezepte, wird mit Symbolen auf den Hauptnutzen der einzelnen Gerichte hingewiesen (Muskelaufbau, schnell gekocht, gut fürs Herz, gut für die Figur). So findet man leicht, das richtige Gericht für die jeweilige Situation bzw. „den Nutzen“, den man daraus ziehen möchte.

Viele Rezepte kommen ohne eine Bebilderung aus, manche Rezepte, wie z.B. die Fleischbällchen“, werden mit einer bebilderten Einleitung zum Zutateneinkauf (Fleischsorte, Würze) aufgepeppt. Diese Skizzen bieten hier den Vorteil, die verschiedenen Variationen auf den ersten Blick zu sehen.

Zwischen den Rezepten gibt es immer wieder besondere Tipps, die sich durch Skizzen/Bebilderungen erklären. Zusatzinformationen sind in einem farbigen Kästchen dem jeweiligen Rezept beigefügt. Bei bestimmten Themengebieten wie z.B. beim „Draußen Kochen“, gibt es weitere Hinweise (Zutaten, die der Wald anbietet). Zu jedem Rezept wird die Information zur Portionenanzahl, Kalorien, Fett, Kohlehydrate, Ballaststoffe, Proteine angegeben.

Uns haben es u.a. besonders die Cocktailrezepte angetan. Hier gibt es zu jedem Rezept ein skizziertes Glas (so lernt man die Glasauswahl ganz einfach kennen) und eine schematische Einteilung der jeweiligen Zutaten incl. Skizzierung der Dekoration mit einem Obststück. Das ist hier wirklich gut gelungen.

Eine Gesamtzeit der Zubereitung einzelner Gerichte ist nicht angegeben. Leider gibt es auch kein Lesebändchen, das finde ich bei Kochbüchern einfach praktisch.

Fazit:
Nicht nur Männer finden hier eine rundum Information über die Ernährung und das Zubereiten von Speisen. ..

Dieses Kochbuch ist ganz besonders für Neulinge (Kochanfänger) geeignet. Hier bekommt man weit mehr als nur Rezepte. Die Ernährung, die Ausstattung und ganz viele Tipps rund um das Essen machen aus diesem Kochbuch ein echtes Nachschlagewerk. Aber auch Neugierige, die ihr Koch- und Essverhalten ändern möchten, können sich hier ganz wertvolle Informationen erlesen und sie ausprobieren.

Wer ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für junge Leute sucht, der kann hier zugreifen. Vielleicht zieht der Nachwuchs gerade aus dem Elternhaus aus? Auch hier ist dieses Buch das ideale Geschenk.

Bewertung: *****

SOS Schlank ohne Sport -: Das Turbo-Stoffwechselprogramm aus den Tropen (Katharina Bachman)

Den Stoffwechsel anregen – aber bitte auch mit Sport!

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Gerne würde ich „gesund“ ein paar Kilo abnehmen, deshalb hat mich der Titel des Buches angesprochen, denn eigentlich bin ich ein Sportmuffel, zwinge mich aber doch mehrmals wöchentlich zur Bewegung (Laufen, Tanzen und Gymnastik). Mit einem sogenannten „Stoffwechselprogramm“ habe ich mich bisher nicht befasst.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „SOS Schlank ohne Sport“ ist im GOLDMANN-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 320 Seiten. Auf dem Titelbild sind sehr ansprechend exotische Früchte abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Die Autorin und freie Journalistin Katharina Bachman hat ihren Weg zu weniger Gewicht, Gesundheit und Schlanksein anschaulich in diesem Buch geschildert. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst erzählt Katharina Bachman, wie es dazu kam das Turbo-Stoffwechselprogramm erfolgreich anzuwenden. Dabei schildert sie ausführlich ihre Lebensumstände. In weiteren Kapiteln werden zahlreiche Nahrungsmittel ausführlich vorgestellt, auch den krankmachenden Nahrungsmitteln werden einige Seiten gewidmet. Es folgen ein siebentägiger Entgiftungsplan und Erläuterungen zur Ernährungsumstellung.

Im zweiten Teil gibt es zahlreiche Rezepte.

Mein Leseeindruck:
Katharina Bachmans Mann musste einen Arzt aufsuchen und lernte dadurch einen indischen Arzt kennen, der ihm das Turbo-Stoffwechselprogramm nahebrachte. K. Bachman schildert sehr ausführlich ihren gemeinsamen Weg vom Abnehmen. Neben dem Abnehmen haben sich auch beider Blutwerte, Blutdruckwerte und Blutzuckerspiegel zu Normalwerten verbessert.

Die Einzelbeschreibungen der Nahrungsmittel, ihre Wirkungen und ihren Einsatz waren mir an manchen Stellen zu ausführlich. Ich hätte mir auch ein wenig mehr Bebilderungen und Tipps/Hinweise gewünscht, die schon beim Durchblättern ins Auge fallen. So habe ich dann das ganze Buch komplett gelesen, die Tipps muss ich mir später im Fließtext mühsam suchen.

Ein wenig befremdet hat mich, dass man zusätzlich noch Ergänzungsmittel in Tablettenform zu sich nehmen sollte. Nahrungsergänzungsmittel habe ich bisher vermieden und auch nicht vermisst, meine Blutwerte sind trotzdem im Normbereich.

Der 7tägige Entgiftungsplan erscheint mir durchführbar (ich werde ihn die nächsten Tage, während ein paar Urlaubstagen, ausprobieren und die Rezension ggf. ergänzen), wie es danach weitergeht, muss sich zeigen.

Die Rezepte im zweiten Teil sind abwechslungsreich und mit wenigen Zutaten anzuwenden.

Auch wenn das Buch heißt „Schlank ohne Sport“, so sollte man nicht dauerhaft ohne sportliche Betätigung sein Leben gestalten.

Fazit
Das Buch beschreibt ausführlich Nahrungsmittel, die den Stoffwechsel ankurbeln (und bestimmte Krankheiten vorbeugen können, manche Krankheitssymptome können sogar gemindert werden), das gefällt mir gut, habe ich mich doch vorher noch nicht so intensiv damit befasst. Ich werde auf alle Fälle den Entgiftungsplan verfolgen.

Bewertung: ***

Hier gibt es weitere Informationen zum Buch mit einer Leseprobe: https://www.vitalingo.com/ernaehrungsumstellung/

No-Carb-Smoothies: Die Drei-Stufen-Diät für mehr Energie, Gesundheit und eine schlanke Linie (Dr. med. Ulrich Strunz)

Kleiner Einblick in die „ohne Kohlehydrate“ Ernährung mit Smoothies-Rezepten

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Ich war auf der Suche nach Rezepten für Smoothies, dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Über die „no carb“ Ernährung hatte ich noch nicht viel gehört bzw. gelesen.

Beschreibung des Buches:
Das Taschenbuch von Dr. med. Ulrich Strunz „no carb smoothies“ ist im HEYNE-Verlag erschienen. Es hat 140 Seiten. Das Titelbild ist grün/pink gehalten, grüne und pinke Smoothies mit Limetten sind abgebildet. Die Abbildung macht neugierig auf die Smoothies.

Kurze Zusammenfassung:
Die ketogene („kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte und deshalb fettreiche“) Ernährung wird auf den ersten 70 Seiten mit reichlich Bebilderung, Hinweiskästchen und Tipps vorgestellt, dabei spart der Autor nicht an eindringlichen Worten. Auf den weiteren 70 Seiten gibt es ca. 30 Smoothie-Rezepte, darauf folgen 6 Seiten mit Aufstellungen zur Kohlehydratmenge (in Gramm) in den verschiedensten Lebensmitteln.

Mein Leseeindruck:
Dr. med. Ulrich Strunz macht ziemlich eindringlich auf die ketogenen Ernährung aufmerksam. Dabei spart er nicht an Beispielen. Seine im „Plauderton“ ähnliche Art zu schreiben hat mich etwas befremdet, allerdings habe ich Einiges erfahren, was ich noch nicht wusste, weil ich mich noch nicht mit dieser Ernährungsform befasst habe. Ob die Informationen vollständig und objektiv gehalten sind, kann ich deshalb nicht beurteilen.

Der vorgeschlagene Diätablauf erscheint mir aber für mich als Mitglied einer Familie z.Z. nicht durchführbar. Außerdem sind mir die Rezepte (zumindest was die Zutaten betrifft) etwas zu aufwendig.

Fazit
Das Buch gibt einen groben Überblick über die ketogene Ernährung und bietet einige Rezepte für Smoothies, für ein Taschenbuch dieser Art durchaus gut gelöst. Der/Diejenige, d. sehr diszipliniert ist und sich konsequent an die Ernährungsweise hält, der hat bestimmt Erfolg damit. Um sich komplett auf eine solche Ernährungsweise einzustellen braucht es sicherlich mehr Informationen und nicht nur Smoothie-Rezepte.

Bewertung: ****