Ein Sommer am Chiemsee (Johanna Nellon)

Wunderschöner, leichter Sommerroman mit tollen Beschreibungen rund um den Chiemsee

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Beschreibung des Buches:
Das Buch „Ein Sommer am Chiemsee“ von Johanna Nellon ist im ullstein-Verlag erschienen und umfasst 265 Seiten.

Bei dem mir vorliegenden Buch handelt es sich um ein Taschenbuch Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt. Eine Frau mit Sommerhut sitzt auf einer roten Bank am Chiemsee mit Blick auf die Fraueninsel und im Hintergrund die Berge. Ein strahlend blauer Himmel und der blaue See runden den Gesamteindruck eines idyllischen Sommertages ab.

Kurze Zusammenfassung:
Hannah Scheifart hat alles verloren, ihre Arbeit, ihren Freund und später noch ihr Haus in Köln. Um auf andere Gedanken zu kommen, reist sie an den Chiemsee zu ihrem Cousin Bastian, der mit Lebensgefährte Ulli im Haus der gemeinsamen längst verstorbenen Großmutter lebt. Hannah hat dort ein lebenslanges Wohnrecht in einem Gästezimmer.

Um ein wenig Geld zu verdienen jobbt sie als Kellnerin. Sie rettet ein Kind vor dem Ertrinken und verliebt sich in den Vater. Alles könnte so schön sein, doch die Vergangenheit holt sie schnell wieder ein….

Mein Leseeindruck:
Mir hat der Erzählstil der Autorin sehr gut gefallen. Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, da es mich gleich von Anfang an „gefesselt“ hat. Es handelt sich hier zwar um einen klassischen Liebesroman, aber dieser ist gefüllt mit Landschaftsbeschreibungen rund um den Chiemsee. Da ich schon einmal Urlaub am Chiemsee mit einer kompletten Woche im Regen gemacht habe, konnte ich mir durch die wunderbaren Beschreibungen endlich ein Bild eines sommerlichen Chiemsees machen. Ich werde diese Urlaubsecke sicherlich bald mal wieder in hoffentlich sommerlichen Tagen genießen können.

Die Geschichte selbst ist eher klassisch gestrickt mit Verwirrungen, Klischees und natürlich Liebe. Man lernt die Arbeit eines Tierarztes kennen, das Leben auf dem Bauernhof, Touristenattraktionen wie Bootsfahrten und Kutschfahrten und die Hotelarbeit.

Die Personen wirken alles in allem recht sympathisch (einige wenige natürlich auch unsympathisch) und sind gut beschrieben. Man kann sich ein gutes Bild von den Menschen machen.

Fazit
Ein Buch für den nächsten Urlaub am Strand oder am See, vielleicht am Chiemsee ? Leichte Kost, aber prima um sich zu entspannen. Muss unbedingt mit die Bücherprovianttasche, wenn es an den Chiemsee geht !!!!!!

Bewertung: *****

Knödel-Blues: Das Provinz Kochbuch aus Bayern – Oma Eberhofers bayerische Rezepte rund um Knödel, Brotzeit & Co. (Rita Falk)

Herrlich schlemmen!

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Nach den drei Romanen von Rita Falk ist nun das Kochbuch zu den in den Krimis beschriebenen Gerichten erschienen, die der Polizist Franz Eberhofer so gerne bei seiner Oma speist.

Beschreibung des Buches:
Das Kochbuch hat eine handliche Größe mit 25 auf 18 cm. Ein Schutzumschlag gibt dem Ganzen eine hochwertige Aufmachung. Auf dem Schutzumschlag, wie auch auf der tatsächlichen Titelseite, ist eine Schüssel mit Knödeln abgebildet mit einer bayrischen Dekoration. Auch ohne Schutzumschlag sieht das Buch sehr dekorativ aus.

Aufgeteilt ist das Kochbuch in sieben treffend beschriftete Kapitel mit ca. 70 Rezepten, garniert mit handschriftlich anmutenden Bemerkungen, die einen schmunzeln lassen.

Jedes Rezept ist auf einer Seite beschrieben, Zutaten werden gesondert übersichtlich am Seitenrand aufgelistet. Das Ergebnis des Kochvergnügens zeigt dann ein Foto auf der gegenüberliegenden Seite.

Garniert ist das Ganze mit Kommentaren ‚“der Oma vom Eberhofer“‚.

Die Rezeptauswahl ist umfangreich. Es gibt Brotzeitgerichte, Hauptgerichte, Nachspeisen und Kuchen. Außerdem noch ein paar Grundrezepte.

Die Fotos zu den Gerichten sind sehr Appetit anregend, alles natürlich mit bayrischer Dekoration.

Zum Verweilen laden die Kommentare zu den Rezepten ein, selbst bei Gerichten, die einen vielleicht nicht unbedingt ansprechen.

Fazit:
Das Nachkochen der Rezepte ist denkbar einfach. Die Zutaten sind nicht so außergewöhnlich, als dass man sie nicht im Hause hätte. Die Auswahl bietet für jeden etwas. Mich hat das Buch dazu animiert, Neues auf den Tisch zu Hause zu bringen. Meine Familie ist begeistert.

Auch als Geschenk für die Franz-Eberhofer-Begeisterten bestens geeignet.

Bewertung:*****

Mordsviecher: Ein Alpen-Krimi (Alpen-Krimis, Band 4) (Nicola Förg)

Tod unter Tieren

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Das Buch „Mordsviecher“ von Nicola Förg ist als Groß-Taschenbuch im pendo-Verlag erschienen und umfasst 294 Seiten.
Passend zum Thema des Krimis sieht man auf dem Titelbild eine Gans, die vor einer Frau mit einem Dirndlkleid steht.

Auf einem gut gesicherten und abgelegenen Hof bei Garmisch wird ein toter Unternehmer gefunden. Um den Toten herum macht sich ein Bild des Chaos breit. Nichts als heruntergekommene Tiere in ihren Exkrementen, teilweise verhungert und sich selbst überlassen. Ein sogenanntes „Animal Hoarding“. Alles deutet zunächst auf einen Unfall durch einen Schlangenbiss einer Mamba hin. Allerdings ergeben sich während der Ermittlungen doch Anhaltspunkte, dass es sich um einen Mord handeln könnte.

Das Thema „Animal Hoarding“ wird gleich zu Beginn mit all seinen grauenvollen Varianten ziemlich detailliert beschrieben. Im Verlauf des Buches wird immer wieder darauf Bezug genommen.

Gerne wollte ich einmal einen dieser schon legendären Alpen-Krimis lesen. So griff ich zu „Mordsviecher“. Zunächst hatte ich Schwierigkeiten in den Sprachstil der Autorin einzusteigen. Es wollte mir auch im gesamten Verlauf des Buches nicht ganz gelingen.

Mit den ermittelnden Kommissarinnen konnte ich mich auch nicht so recht anfreunden. Vielleicht fehlt mir da der Bezug zu den Vorgängerbüchern. Ich werde den Versuch starten, zunächst das erste Buch der Serie zu lesen.

Gefallen hat mir, dass am Ende des Buches eine Gebietskarte der Schauplätze, die im Buch vorkommen, abgedruckt ist. So kann man die Spuren der Kriminalistinnen gut verfolgen.

Fazit:
Ein für mich mittelmäßiger Krimi, bei dem mir nicht der Funke übersprang, allerdings sprach mich das Thema an. Es wurde deutlich, dass die Autorin sich Tieren sehr verbunden fühlt, gut recherchiert hat und sich gut mit Tierhaltung auskennt. Auf dem Wege eines Krimis das Thema anzupacken, finde ich eine gute Idee.

Bewertung: ***

Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi (Rita Falk)

Tod in der Provinz

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Beschreibung des Buches:
Der Regionalkrimi „Dampfnudelblues“ von Rita Falk ist im dtv-Verlag erschienen. Er hat ca. 254 Seiten Romantext, ein Glossar und ein paar bayrische Rezepte im Anhang. Es handelt sich um einen so genannten Provinzkrimi oder auch Regionalkrimi. Die Handlung spielt in Niederbayern in einem Dorf namens Niederkaltenkrichen.

Das Buch hat einen festen Taschenbucheinband, sodass es nicht gleich beim Lesen auseinander fällt. Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt und gehört zu einer neuen Serie über den Dorfpolizisten Franz Eberhofer. Es handelt sich hier um den 2. Fall, den der Polizist löst.

Kurze Zusammenfassung:
Der Dorfpolizist Franz Eberhofer wohnt mit seinem Vater und seiner Großmutter zusammen in Niederkaltenkirchen. Neu-Onkel, Franz bekommt jetzt des Öfteren seine kleine Nichte zur Aufsicht. Was ihm sichtlich „Vergnügen“ bereitet. Sein Liebesleben gerät etwas unter die Räder, seine Freundin Susi hat einen neuen Freund in Italien‘..
Im Heimatdorf des Dorfpolizisten wird ein Rektor getötet, nachdem er zuvor eine Warnung an seiner Hauswand erhalten hatte. Schüler und Lehrer sind nicht unglücklich über den Tod des Rektors. Die Suche nach dem oder den Mördern beginnt.
Als Erzählform ist Ich-Form gewählt, d.h. der Dorfpolizist erzählt die Dinge aus seiner Sicht.

Mein Leseeindruck:
Wie auch im ersten Fall des Franz Eberhofer gelangt der Krimi zur Nebensache, weil die Charaktere und die Nebenhandlungen so witzig und spritzig geschrieben sind. Man kann sich die Personen und die Gegebenheiten recht gut vorstellen. Die bayrische Sprache hat man direkt im Ohr. Die Beschreibung der Charaktere erinnert an die Vorabendserie „Rosenheimkops“ im Fernsehen. Die bayrischen Begriffe kennt man oftmals, sie sind im Anhang aber näher beschrieben. Das Buch lässt sich so zwischendurch zum Entspannen gut lesen, lebt weniger von der Spannung als vom bayrischen Witz. Mir hat das sehr gut gefallen mal einen Krimi mit „Augenzwinkern“ zu lesen. Nebenbei lernt man lernt so Einiges über den landestypischen Essgeschmack, deshalb wohl auch die Rezepte am Ende des Buches. Ich habe sie noch nicht ausprobiert‘..

Bewertung: ****

Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi (Rita Falk)

Lustiger Krimi

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Beschreibung des Buches:
Der Regionalkrimi „Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk ist im dtv-Verlag erschienen. Er hat ca. 220 Seiten Romantext, ein Glossar und ein paar bayrische Rezepte im Anhang. Es handelt sich um einen so genannten Provinzkrimi oder auch Regionalkrimi. Die Handlung spielt in Niederbayern in einem Dorf namens Niederkaltenkrichen.

Das Buch hat einen festen Taschenbucheinband, sodass es nicht gleich beim Lesen auseinander fällt. Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt. Allerdings ist es fraglich, ob Nicht-Bayern sich davon angesprochen fühlen.

Kurze Zusammenfassung:
Der Dorfpolizist Franz Eberhofer wohnt mit seinem Vater und seiner Großmutter zusammen in Niederkaltenkirchen. Im Heimatdorf des Dorfpolizisten geschehen merkwürdige Dinge. Aus einer Familie im Dorf kommen die Menschen seltsam zu Tode. Franz recherchiert auf ungewöhnliche Weise. Als Erzählform ist Ich-Form gewählt, d.h. der Dorfpolizist erzählt die Dinge aus seiner Sicht.

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte ist witzig und spritzig geschrieben. Die Beschreibung der Charaktere erinnert an die Vorabendserie „Rosenheimkops“ im Fernsehen. Die bayrischen Begriffe kennt man oftmals, sie sind im Anhang aber näher beschrieben. Das Buch lässt sich so zwischendurch zum Entspannen gut lesen, lebt weniger von der Spannung als vom bayrischen Witz. Der Kriminalfall wird zur Nebensache, wenn es um die einzelnen Beziehungen der beschriebenen Personen geht. Man kann sich die Personen und die Gegebenheiten recht gut vorstellen. Die bayrische Sprache hat man direkt im Ohr. Man lernt so Einiges über den landestypischen Essgeschmack, deshalb wohl auch die Rezepte am Ende des Buches. Ich habe sie noch nicht ausprobiert…

Bewertung: ****