Social Media Walk Deutsche Nationalbibliothek, 23.08.2017

Auf Einladung des Social Media Club Frankfurt (smcffm) war ich am 23.08.2017 auf einem Social Media Walk in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Meine Tante war dort langjährig als Bibliothekarin beschäftigt, sie hat den Umzug 1997 der damaligen Deutschen Bibliothek von der Zeppelinallee in Frankfurt am Main zum heutigen Standort an der Adickesallee1 in Frankfurt am Main mitgeplant und begleitet, deshalb hatte ich ein besonderes Interesse an diesem Walk.

Ca. 30 interessierte Social Media Walker trafen gegen 18 Uhr im Foyer der Bibliothek ein. Die ersten Kontakte wurden geknüpft, freudiges Wiedersehen unter einigen wurde gefeiert. Dann gab es das obligatorische Gruppenfoto auf der Haupttreppe.

Im Konferenzraum folgte dann eine kurze Einführung in den Ablauf der Veranstaltung und einen geschichtlichen Überblick anhand der Gemälde/Foto der bisherigen Generaldirektoren der Bibliothek über die Entstehung der Nationalbibliothek.

1912 wurde die Deutsche Bibliothek in Leipzig gegründet, der Sammelauftrag erfolgte im Jahr 1913. Veröffentlichungen in deutscher Sprache, Übersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachige Medienwerke über Deutschland werden gesammelt und für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Zwei Publikationen pro Veröffentlichung müssen abgegeben/gesammelt werden. Die Publikationen dürfen nur vor Ort in der Bibliothek ausgeliehen werden (Präsensnutzung). Seit der Wiedervereinigung nennt sich die Deutsche Bibliothek Nationalbibliothek und ist eine Bundesanstalt des Öffentlichen Rechts.

Nach der kurzen Einführung wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe besichtigte einen Teil der aktuellen Bestände im Untergrund, die andere Gruppe sah sich das Exil-Archiv (und umgekehrt) an. Leider konnte ich nur an einer der Führungen teilnehmen, da ich noch einen Folgetermin hatte.

Mit dem Bau der Deutschen Nationalbibliothek wurde 1992 begonnen, 1997 ist sie dann eingeweiht worden. Die insgesamt 47000 Quadratmeter Gebäudefläche ist aufgeteilt in ca. 17000 Quadratmeter Verwaltung und 30000 Quadratmeter unterirdischer Archivfläche. Täglich kommen ca. 2000 Publikationen (und 5000 Netz Publikationen) hinzu, was eine Regallänge von ca. 3 km pro Jahr ausfüllt. Wir durften uns einen kleinen Teil des unterirdischen Archivs anschauen. Wenn der Platz ab dem Jahr 2032 nicht mehr ausreichen sollte, so gibt es die Option auf das Gelände der gegenüber der Nationalbibliothek liegenden Tankstelle.

Dieser erste Teil der Führung war sehr informativ und die unterirdischen langen Gänge mit den Regalwänden sehr beeindruckend. Leider reichte mir die Zeit nicht mehr, um das Exil-Archiv komplett zu besichtigen und an der Abendveranstaltung „über den Dächern Frankfurts“ teilzunehmen, schade, hier war es wohl noch besonders schön und die Teilnehmer haben noch eifrig Kontakte knüpfen können.

Vielen Dank an das Team um Katja und Paul vom Social Media Club Frankfurt! Ich bin gerne wieder einmal bei einem Walk dabei!

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