Leipziger Buchmesse 2017

Leipziger Buchmesse 2017

Zum ersten Mal machte ich mich am Freitag, 24.03.2017, mit meinem Mann auf den Weg nach Leipzig. Schon um 6.12 Uhr (meiner üblichen Arbeitsfahrt) startete unser Tag ab Kelkheim. Mit dem ICE ging es dann gegen 7:16 Richtung Dresden. In knappen 3.15 Stunden kam der Zug in Leipzig Messe an.

Zu Fuß folgten wir der Masse Menschen, die an diesem Tag das gleiche Ziel hatten. Nach den Sicherheits-Checks wollten wir unser Abenteuer Buchmesse Leipzig starten, doch ich musste leider feststellen, dass ich zwar mit meiner Akkreditierung den Presseeingang benutzen durfte, dieser aber einen weiten Fußweg zurück für mich bedeutete.  So startete ich meinen Buchmessebesuch mit Verzögerung erst gegen 11:15 Uhr.

Um 11:30 Uhr traf ich dann meinen Mann, wie verabredet, am Stand des Größenwahn-Verlages. Hier war mir im Vorfeld eine gut gefüllte, selbst entworfene und genähte Stofftasche versprochen worden. Ich stellte mich vor und bekam sie ausgehändigt. In ihr fand ich zwei Wunschbücher für mich und allerlei weitere nette Kleinigkeiten sowie süße Verköstigung.

Unser nächstes Ziel war die Halle der Zeitungsverlage. Hier wollten wir einem Interview mit Steffen Schroeder (Schauspieler SOKO Leipzig) beiwohnen, der das Buch „Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder“ in einem Interview vorstellte. Doch zunächst trafen wir auf Heiner Geißler in einem Gespräch mit einem Pressevertreter. Hier war der Andrang sehr groß, die Besuchertribüne übervoll und beim Wechsel zu Steffen Schroeder gab es leider keine Möglichkeit einen Sitz zu ergattern, zu viele Menschen blieben einfach sitzen.

Steffen Schroeder berichtete über die Entstehung seines Buches. Er ist seit längerem Pate eines Gefängnisinsassen, den er regelmäßig besucht und Zeit mit ihm verbringt. Seine Ausführungen waren sehr kurzweilig und interessant. Ich lese das Buch gerade.

An einem Stand um die Ecke verköstigten wir uns dann mit Rhabarber-Schorle. Die weiteren, für uns interessanten Hallen, waren schnell durchlaufen. Die Stände hier auf der Leipziger Buchmesse sind teilweise deutlich kleiner als auf der Frankfurter Buchmesse. Alles geht insgesamt etwas geruhsamer vor sich.

Um von Halle zu Halle zu wechseln kann man über einen Mittelteil gehen, der komplett von einer Glaskonstruktion vor Wind und Regen geschützt ist. Hier ist die Akustik ziemlich schrecklich, es ist fürchterlich laut, wenn sich hier viele Menschen aufhalten. Durch Glasbrücken gelangt man dann in die einzelnen Hallen. An diesem schönen Sonnentag war es entsprechend warm unter den Glasverkleidungen.

Nach ca. 4 Stunden hatten wir genug Eindrücke. Am Ausgang liefen wir dann leider prompt in Aufnahmen von Dieter Moor, der von der Leipziger Buchmesse berichtete. Er lief auf einer Treppe entlang und wir oberhalb, um aus dem Bild zu laufen gingen wir schneller. Leider schafften wir es nicht der Kamera zu entkommen, so dass die Aufnahmen noch einmal gemacht werden mussten. Wir haben uns sonntags in einer Kultursendung des ZDF davon überzeugen können.

Per Straßenbahn machten wir uns dann auf den Weg in Leipzigs Innenstadt. Bei unserem letzten Besuch in Leipzig wollten wir im bekannten Augustiner Keller essen. Aufgrund der zahlreichen Reservierungen bekamen wir damals keinen Tisch. Diesmal war das kein Problem, 16 Uhr, da waren wenige Gäste auf Essen eingestellt. Wir haben die köstliche Roulade mit leckeren Klößen sehr genossen.

In einer Buchhandlung am Leipziger Hauptbahnhof fand kurz vor der Abfahrt unseres Zuges eine Lesung mit Steffen Schroeder statt. Die Buchhandlung hat eine wunderschöne Inneneinrichtung, auch der Lesesaal machte einen zwar altertümlichen, aber trotzdem heimeligen Eindruck. Er war bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir hatten leider keine Zeit für diese Lesung, denn unser Zug fuhr pünktlich um 17:20 Uhr ab nach Frankfurt. Leider fuhr der ICE dann in Frankfurt  verspätet ein, so dass wir zu unserer Bahn nach Kelkheim hechten mussten. Ich brauchte 5 Minuten um mich wieder zu regenerieren, denn eigentlich waren die Zugtüren schon geschlossen worden, der Zugführer öffnete sie für uns aber wieder, obwohl wir noch in weiter Ferne angerannt kamen.

Um 21:30 Uhr waren wir dann glücklich, aber völlig erschöpft wieder zuhause. So einen Tagesausflug in ca. 3 stündiger Entfernung mit gemütlicher Zugfahrt sollte man öfter machen…