Nächstes Jahr in Havanna (Chanel Cleeton)

Kubas Geschichte in einen Roman verpackt

Nach einer Kubareise interessieren mich auch Romane, in denen Kuba eine Rolle spielt.

Beschreibung des Buches:
Der Roman „Nächstes Jahr in Havanna“ ist im Heyne Verlag 2019 als Taschenbuch mit 462 Seiten erschienen.

Das Cover zeigt eine eingefärbte schwarz/weiß Fotografie mit Frauen an einem Pool – im Hintergrund sieht man Palmen.

Die Originalausgabe heißt „Next Year in Havanna“.

Kurze Zusammenfassung:
Dieser Roman ist der erste Band einer neuen Kuba-Saga. Die Autorin schildert die Geschichte Kubas anhand von Briefen der Großmutter Eliza aus den 1950er Jahren im Wechsel mit der Sicht auf ihre Enkelin Marisol, die im Jahr 2017 nach Kuba reist, während sie die Asche ihrer Großmutter Eliza, deren Wunsch es war auf Kuba beerdigt zu werden, auf die Insel bringen will.

Mein Leseeindruck:
Aus dem Amerikanischen übersetzt ist dieser Roman etwas ganz besonderes.

Die Geschichte ist sehr warmherzig geschrieben. Eine Liebesgeschichte der Großmutter, in Briefen festgehalten, bringt Marisol das Leben auf Kuba in den 1950/60er Jahren näher. Mit Hilfe dieser Briefe reist die Enkelin auf den Spuren ihrer Großmutter und erfährt Unbekanntes und Geheimnisse aus deren Leben.

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut. Auch der Kapitel-Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit aus verschiedenen Sichten ist ihr gut gelungen. Während man in das Buch eintaucht, hat man die herrlichen Kulissen vor Augen. Ganz besonders dann, wenn man schon auf Kuba (Havanna) war.

Wer sich mit der Geschichte Kubas befassen möchte, findet in diesem Roman viele Beschreibungen des Lebens auf der Insel, aber auch einen ganz besonderen Blick auf die Menschen, die dort leben – viel besser als jedes Geschichtsbuch – in einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte verpackt.

Fazit:
Ich freue mich auf die weiteren Bände dieser Saga!

Bewertung: ***** von *****

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Böse Schatten (Christian v. Ditfurth)

Schatten der Vergangenheit

Siebter Band einer Serie um Josef Maria Stachelmann – Privatermittler und frisch berufener Uni-Professor

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Böse Schatten“ ist im Penguin Verlag 2018 als Taschenbuch mit 414 Seiten erschienen. Der Autor Christiane v. Ditfurth hat bereits mehrere Krimis in mehreren Reihen veröffentlicht.

Auf dem Cover erkennt man unter Nebel Gebäude in Hamburg, die von Wasser umringt sind.

Kurze Zusammenfassung:
Beim Vergraben einer toten Katze findet der Vater einer Familie die Leiche eines vor 25 Jahren verschwundenen Mannes. Man stellt fest, dass dieser offensichtlich zu Tode gefoltert wurde. Nachdem die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommt, wird der Ex-Privatdetektiv und frisch berufene Professor Josef Maria Stachelmann um Hilfe gebeten. Es handelt sich um seinen 7. Fall, den er hier in Hamburg lösen soll. Schnell wird deutlich, dass hier die deutsch-deutsche Geschichte Dreh und Angelpunkt des Ganzen ist…

Mein Leseeindruck:
Bisher habe ich noch keinen Krimi aus der Reihe um Josef Maria Stachelmann gelesen.

Ermittelnde Personen sind der frisch ernannte Professor, sein junger Freund Georgie und Kriminalkommissarin Rebekka Kranz. Sie haben ihre ganz eigenen Ermittlungsmethoden, bilden aber ein interessantes Team mit viel Potential – und so einigen Querelen untereinander.

Während sich Stachelmann nach einem Anschlag auf das Auto seiner Lebensgefährtin von ihr trennt, um sie nicht weiter zu gefährden, kommen er und die Kommissarin sich während ihrer Suche nach den Hintergründen des Mordes näher, was die Ermittlungen nicht unbedingt vereinfacht.

Der Krimi spielt in Hamburg als auch in Berlin. Es passiert beim Lesen so manches Mal, dass man nicht genau weiß, wo befindet sich der Protagonist gerade bzw. wie ist er dort so schnell hingereist. Diese verschiedenen Perspektivwechsel sind oftmals nicht so leicht zu erfassen, zumal hier nicht hauptsächlich der Fokus auf die Ermittlung gelegt wird, sondern auch auf die vermeintlichen Täter.

Was mich am Anfang des Krimis ein bisschen störte, war, dass der Autor oftmals nur die Nachnamen nennt, wenn er von den handelnden Personen schreibt, das hat mich bei den weiblichen Protagonisten etwas irritiert…

Hervorheben möchte ich, dass man bei diesem Krimi so einiges an Hintergrundwissen über die deutsch-deutsche Geschichte erfährt.

Auch wenn dieser Krimi nicht durchweg spannend ist, weil er sich in einigen Nebensächlichkeiten verstrickt, so fand ich ihn aufgrund seiner Charaktere und des Themas sehr interessant.

Fazit:
Ein gelungener Krimi, der mich auf einer längeren Autofahrt gut unterhalten hat. Ich könnte mir vorstellen, noch weitere Fälle mit Josef Maria Stachelmann zu lesen.

Bewertung: **** von *****

Sommer in Wien (Petra Hartlieb)

Der Charme des Sommers 1912 in Wien

Von Petra Hartlieb habe ich bereits die Bücher über ihre Wiener Buchhandlung gelesen und war sehr begeistert. Die Vorgänger Romane dieses Buches kenne ich leider nicht, trotzdem wollte ich dieses Buch lesen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Sommer“ von Petra Hartlieb ist im DuMont-Verlag als Hardcover-Buch erschienen. Es hat 172 Seiten. Ein mit einer großen Blumenranke sehr schön gestaltetes Cover ziert das Buch. Zusätzlich bietet das Buch ein rotes Lesebändchen.

Die Autorin Petra Hartlieb war Pressereferentin und Buchkritikerin bevor sie mit ihrem Mann eine kleine Buchhandlung in Wien übernahm und später auch Autorin geworden ist.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist die Fortsetzung von „Ein Winter in Wien“ und „Wenn es Frühling wird in Wien“.

Die Protagonisten Marie, Kindermädchen beim berühmten Dichter Arthur Schnitzler, und Oskar, junger Buchhändler in Wien, kommen sich in diesem Buch endlich sehr nahe. Die Liaison begann offensichtlich schon in den Vorgänger Romanen. Während Marie mit der Familie Schnitzler den Urlaub auf einer Insel verbringt, schreiben sich die beiden Liebenden Briefe. Nach der Rückkehr macht Oskar seiner Marie einen Heiratsantrag. Wird diese Liebe in einer Hochzeit münden?

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist sehr schön geschrieben. Die Sprache ist sehr fein und der Zeit (1912) angepasst. Das Wien, die Menschen und die Familie Schnitzler sind ansprechend beschrieben und lassen einen beim Lesen in diese Zeit eintauchen.

Leider findet man in diesem Roman einige Zeitsprünge, die man nicht sogleich wahrnimmt. Außerdem fehlt einem doch ein wenig der Hintergrund der Liebesgeschichte, wenn man die Vorgänger Romane nicht gelesen hat…

Während ihres Urlaubs mit der Familie Schnitzler schreiben sich Marie und Oskar Briefe. Dieser Briefwechsel gibt ein Bild der Umstände wieder, in denen sich die beiden Liebenden befinden. Der Fokus ist auf Marie und auf Oskar gelegt, so dass der Roman fast ausschließlich ihre Gefühle und ihre Erlebnisse beschreibt. Da ist die unsichere Marie, die ihr Glück kaum fassen kann, dass sich Oskar in sie verliebt hat. Auf der anderen Seite der junge Oskar, der sich erst mit der Rolle des Teilhabers einer Buchhandlung anfreunden muss.

Oskar arbeitet in dieser Buchhandlung. Bei der Buchhandlung soll es sich um die heutige Buchhandlung der Autorin handeln. Auch hier taucht man beim Lesen in das Gefühl ein, mitten unter Büchern zu sein.

Petra Hartlieb ist wieder einmal ein ganz atmosphärisches Buch gelungen, das die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts ganz wunderbar wiedergibt.

Schade, dass das Buch so wenige Seiten hat, ich habe es bei einer Autofahrt in den Kurzurlaub komplett gelesen.

Fazit:
Um so richtig in diese Liebesgeschichte eintauchen zu können, würde ich das Lesen der Vorgänger Romane empfehlen. Der Roman war zwar sehr kurzweilig – und er hat mir auf eine schöne Weise die Anreise zu einem Kurzurlaub verkürzt, dennoch fehlte mir eine Art Einstieg in die Geschichte um Marie und Oskar.

Bewertung: **** von *****

Portugiesisches Blut (Luis Sellano)

In der Hitze von Lissabon – Henrik ermittelt weiter

Die Krimis um den deutschen Ermittler Henrik Falkner, der ein Antiquariat in Lissabon von seinem verstorbenen Onkel geerbt hat, gefallen mir gut. Und weil ich letztes Jahr Lissabon besucht und auf den Spuren von Henrik Falkner war, war ich natürlich neugierig, wie die Geschichte um seinen ermordeten Onkel weitergehen würde.

Beschreibung des Buches:
„Portugiesisches Blut“ von Luis Sellano (Pseudonym eines deutschen Autors) ist 2019 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Krimi hat 381 Seiten.

Auf dem Cover sieht man wieder eine typische Stadtansicht aus Lissabon mit historischen Gebäuden in bunter Farbgebung.

Kurze Zusammenfassung:
Henrik Falkner, ehemaliger deutscher Polizist, lebt nun schon mehr als ein Jahr im Haus seines verstorbenen Onkels in Lissabon. Onkel Martin hat ihm zudem ein Antiquariat hinterlassen. Eines Tages kommt eine junge Frau in sein Antiquariat auf der Suche nach den Mördern ihrer Mutter. Sie hat einen geheimnisvollen Brief dabei. Für Henrik beginnt ein neues Abenteuer.

Mein Leseeindruck:
Ich mag den Schreibstil von Luis Sellano. Gerade die Beschreibungen von Lissabon brachten mich wieder in Urlaubsstimmung. Wenn man die Stadt schon einmal kennen gelernt hat, kann man sich die Gassen, Gebäude und die Atmosphäre sehr gut vorstellen. Man hat die Szenen ganz wunderbar vor Augen und beamt sich fast hinein.

Der Roman ist mit dem Fokus auf Martin geschrieben. Man hat als Leser somit keine weitergehenden Erkenntnisse. Somit steht man bei diesem Fall einmal wieder genauso vor einem Rätsel, wie Martin selbst. Und rätselhaft ist diese Geschichte!

Ich fand diesen Krimi spannender als seine Vorgänger. Fäden sind zahlreiche gespannt, die werden zum Ende hin wieder gut entwirrt. Es sind viele Charaktere eingebaut, die man erst einmal auseinander halten muss. Immer wieder gibt es Rückblicke auf die vergangenen Fälle. (Für einen Leser, der diese nicht kennt, ist das eventuell etwas viel an Rückblicken.)

Die Liaison mit der Polizisten Helena rückt in diesem Krimi etwas in den Hintergrund. Henrik ist viel zu beschäftigt mit seinen Ermittlungen. Immerhin ist Helena manchmal doch zur rechten Zeit am richtigen Ort.

Henrik erfährt während seiner Suche nach der Wahrheit ein Netz aus Rache, Familienbande und Korruption. Er kommt den Geheimnissen seines Onkels von Fall zu Fall näher, denn auch dieser Krimi bringt hier einiges zu Tage.

Wer eine Reise nach Lissabon plant, der sollte sich diese Krimireihe nicht entgehen lassen. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß bereitet, auf den Spuren Henriks durch die Stadt zu streifen. Lissabon ist allemal eine Reise wert.

Fazit:
Der 4. Band aus der Feder von Luis Sellano mit Ermittler Henrik hat mir besser gefallen als sein Vorgänger. Er war spannend bis zum Schluss, rätselhaft zum Miträtseln und für Überraschungen gut.

Bewertung: ***** von *****

Gut für dich! (Dieter Nuhr)

Leitfaden? Kluge Ideen – zwischen lockerem Schreibstil und Wiederholungen

Auftritte Dieter Nuhrs schätze ich, ob er aber Bücher schreiben „muss“ …

Beschreibung des Buches:
„Gut für dich!“ ist 2019 als gebundene Ausgabe im Lübbe-Verlag erschienen. Das Buch hat 269 Seiten. Ich habe die E-Book-Variante gelesen. Auf dem Titelbild ist Dieter Nuhr abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In fünf „Büchern“ ist dieses Buch unterteilt. „Wie ist es?“, „Muss“, „Der Zustand der Welt“, „Was tun?“, und „Worum ging es hier eigentlich?“

Mein Leseeindruck:
Schon die fünf Kapitelüberschriften wirken auf mich, nachdem ich das Buch gelesen habe, etwas sprunghaft – so wie das ganze Buch.

Eigentlich wirkt das Buch zunächst wie ein Berater-Buch…

Nuhr „erklärt“ die Phänomen der Welt, das Zusammenleben der Menschen und die daraus resultierenden Probleme auf seine ganz eigene Weise. Er warnt davor, in allem nur das Negative zu sehen und mit Angst durchs Leben zu laufen. So weit, so gut.

Die Texte sind durch „kluge Sprüche“ in der Farbe des Kapitels (rot, gelb, lila, petrol und blau), Unterkapitel und ganzseitigen Fotos mit Untertitel aufgelockert.

Der Schreibstil ist auch sehr locker, aber tatsächlich sehr sprunghaft. Das funktioniert auf der Bühne sehr gut, aber beim Lesen stolpert man auf sich immer wiederholende Texte, was mich doch sehr gestört hat.

Nuhr bietet mit diesem Buch keine Patentrezepte. Einige gute Ideen seiner Ausführungen bleiben zwar beim Lesen hängen, aber für mich überwiegt das verwirrende Hin- und Hergespringe und die Wiederholungen.

Fazit:
So richtig mitreißen konnte mich das Buch nicht. Da schaue ich mir Dieter Nuhr lieber auf der Bühne oder im Fernsehen an. Seine Bücher werde ich nicht mehr lesen.

Bewertung: *** von *****

Glück ist meine Lieblingsfarbe (Kristina Günak)

Eine Insel, eine Frau, ein Hund – und ein Mann

Unter dem Genre „Tierroman“ wird dieses Buch gelistet. Mit dem Begriff „Glück“ im Titel und dem fröhlichen Cover hat es mich angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„Glück ist meine Lieblingsfarbe“ ist 2019 im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch mit 272 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Ausgabe gelesen. Das Cover ist fröhlich mit pastell-farbenen Zeichnungen gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
Juli lebt auf La Palma, nachdem sie ihre deutsche Heimat fast fluchtartig verlassen hat. Mit dem Ausführen von Hunden und einem Job in einem Imbiss hält sie sich über Wasser. Auf einer Party lernt sie Quinn kennen, der so ganz anders durchs Leben zu gehen scheint als sie. Als die beiden sich plötzlich um den Hund eines Freundes kümmern müssen, ändert sich ihre Sicht auf ihr Leben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist eine schöne Sommerlektüre:
Eine Geschichte die auf der Ferieninsel La Palma spielt, ein Hund, der sein Herrchen verliert – ereignisreiche Szenen wechseln sich ab mit nachdenklichen und auch traurigen.

Die Protagonisten wachsen einem während des Lesens ans Herz. Juli, die sanfte, die die Menschen versteht, ihnen zuhört, aber nicht an Quinns Geheimnis herankommt. Quinn, der Geschäftsmann, der vernünftig und zielstrebig durchs Leben zu gehen scheint und ein trauernder Hund, der von beiden liebevoll aufgenommen wird. Die Geschichte wird aus Julis Sicht erzählt.

Neben den Ereignissen, die sich in diesem Roman abspielen, bekommt man während des Lesens auch ein schönes Stimmungsbild von La Palma. Das Lebensgefühl der Bewohner hat die Autorin sehr gut in ihrem Roman eingebunden. Man bekommt so richtig Lust, diese Insel zu bereisen.

Und – wer Hunde liebt, der kommt ebenfalls auf seine Kosten, denn schließlich geht es hier auch um den kleinen verwaisten Hund und seine Artgenossen, die Juli täglich durch die Straßen der Insel führt.

Fazit:
Alles in allem ein leichter, warmherziger Sommer-Roman, der Lust auf die Insel und Lust auf das Leben mit Hunden macht.

Bewertung: **** von *****

Dein Fleisch und Blut (Nicole Makarewicz)

Eine Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit

Beschreibung des Buches:
„Dein Fleisch und Blut“ von Nicole Makarewicz, Wiener Journalistin, ist 2018 im Holzbaum Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Thriller hat 222 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ist eine Pupp, ihr Gesicht ist nicht zu sehen, da sie auf dem Bauch liegt.

Kurze Zusammenfassung:
Für die Journalistin Leah Sebelia ist ihr Beruf eine Berufung. Während sie an einem Buch über Kinderpornographie schreibt, recherchiert sie sehr intensiv über das Thema. Daran zerbricht ihre Beziehung. Gerade als sie ihre Recherchen einstellen will, erhält sie Zugangsdaten zu einem Forum. Was sie hier erlebt übersteigt ihre Vorstellungskraft. Plötzlich werden Verdächtige umgebracht. Hat ein Mörder sie zum Handlanger gemacht?

Mein Leseeindruck:
Ein kurze Prolog, 5 Monate nach den eigentlichen Geschehnissen, führt in die Geschichte ein.

Der Thriller spielt in der Zeit von Februar bis August in Österreich. Die Kapitel sind mit dem Fokus auf die Journalistin Leah geschrieben. Als Leser hat man somit hat man als Leser keinen Vorteil im Lösen „des Falles“ – und tappt, wie Leah – lange Zeit im Dunkeln, wer hier „gut“ und wer hier „böse“ ist.

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, ihre Szenen sind gut beschrieben, man fühlt sich mitten im Geschehen. Der Thriller hat eine ansteigende Spannung, mehrere Verdächtige und die unterschiedlichsten Charaktere, die die Autorin gut herausgearbeitet hat.

Neben Leahs Recherche spielt auch ihr Liebesleben und ihre eigene Familiengeschichte eine große Rolle in diesem Roman. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich und interessant. Ihre Recherchemethoden und die ihrer Freunde sind vielfältig. Da gibt es zum Beispiel die Halbschwester, die sich als Hackerin entpuppt.

Die Polizeiarbeit tritt in diesem Buch etwas in den Hintergrund, denn die Journalistin ist hartnäckiger in ihren Recherchen.

Zugegeben, das Thema ist schwierig. Die Autorin hat sicherlich ziemlich intensiv recherchieren müssen, am Ende des Buches gibt es noch Adressen und Ansprechpartner für „Täter“ und „Opfer“.

Alles in allem ist dieser Thriller spannend konstruiert, nicht zu grausam im Detail, aber dennoch aufrüttelnd. Ich konnte da Buch kaum weglegen.

Fazit:
Der Journalistin Nicole Makarewicz ist ein sehr spannender  und aktueller Thriller gelungen, der zeigt, dass Hartnäckigkeit von Journalisten manchmal zur Aufdeckung von Kriminalfällen führen kann – oftmals spielen sie dabei aber mit ihrem eigenen Leben.

Bewertung:  ***** von *****