Mein Herz ist eine Insel (Anne Sanders)

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(Im Rahmen der Blanvalet-Kampagne „Hello Sunshine – Bücher für klopfende Herzen“ wurde diese Rezension im Rahmen eines Gewinnspiels geschrieben und veröffentlicht,
meine Meinung hat dies nicht beeinflusst)

Anders als erwartet

Das Cover dieses Buches hatte mich angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders ist 2017 im blanvalet Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 384 Seiten. Ich habe die Ebook-Ausgabe gelesen. Auf dem Titelbild ist ein gemütlicher Fensterplatz an einem Strand zu sehen. Alles ist in einem schönen Blauton gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Isla Grant kommt auf ihre Heimatinsel Bailevar, eine kleine Insel im Westen Schottlands, zurück. Sie hat sich von ihrem Freund Eric getrennt. Die letzten Jahre hatte sie kaum Kontakt zu ihrer Familie und zu ihrem Jugendfreund Finn, den sie hier wieder trifft. Sie fühlt sich eigentlich nur von Finns Großtante Shona willkommen geheißen. Die alte Dame erzählt gerne ihre sehr eigenen Geschichten. Als sie im eigenen Haus überfallen wird, zeigt sich, dass sie offensichtlich ein Geheimnis mit sich herumträgt.

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist aus Sicht Islas und abwechselnd aus der Perspektive von Finn geschrieben. Zwischen einigen Kapiteln spannt sich die Legende von der verschwundenen Insel.

Nachdem ich mich bis zur Hälfte des Buches eher langweilte, weil sich diese Geschichte zunächst als reine Liebesgeschichte zu entpuppen schien, bekam der Roman plötzlich einen Wendepunkt und wurde richtig spannend.

Die Personen sind mir auch bis zum Schluss nicht ganz ans Herz gewachsen, dafür waren sie mir etwas zu oberflächlich dargestellt. Das ständige Hin- und Her von Islas Gedanken an die verschiedenen Männer in diesem Roman fand ich etwas überzogen.

Der Wendepunkt der Geschichte und die Landschaftsbeschreibungen, das westliche raue Schottland, haben mich dann noch versöhnt und ich habe den Rest des Buches fast in einem Tag verschlungen.

Fazit:
Ein Liebesroman, der sich nach und nach als spannender Familienroman entpuppt. Wer gerne Romane liest, die an der rauen See spielen und wer spannende Familiengeschichten mag, der kann hier zugreifen und mit ihm nette Lesestunden verbringen.

Bewertung: ****

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100 * Frankfurt (Jan Gerchow, Nina Gorgus)

Historisches Frankfurt

Museums Besuche sind nicht unbedingt meine Leidenschaft, doch wenn es um die Stadt Frankfurt am Main geht, dann betrete ich tatsächlich auch einmal ein „Historisches Museum“. Die neue Ausstellung „Frankfurt einst?“ im gerade erst eröffneten Neubau des Historischen Museums hat es mir sehr angetan. Im Vorfeld des Besuchs habe ich die Buchvorstellung dieses Buches auf der Frankfurter Buchmesse besucht und bin neugierig geworden.

Beschreibung des Buches:
„100 * Frankfurt“ ist 2017 zeitgleich mit der Eröffnung des Neubaus des Historischen Museums im Societäts-Verlag als Hardcover mit 399 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man den Orientierungsplan zu Morgensterns Panorama von Frankfurt, 1811.

Kurze Zusammenfassung:
Der Neubau des Historische Museum Frankfurt am Main wurde 2017 eröffnet, hier befindet sich die stadtgeschichtliche Dauerausstellung „Frankfurt einst?“. In diesem Buch findet man 100 ausgewählte Objekte dieser Ausstellung.

In chronologischer Reihenfolge über eine Zeitspanne von über 1000 Jahren haben die Autoren Jan Gerchow und Nina Gorgus dem jeweiligen Exponat mehrere Seiten Text und zusätzliche Fotos gewidmet. Im Anhang findet man ein ausführliches Literaturverzeichnis.

Mein Leseeindruck:
Diese ausgewählten Exponate spiegeln das Bild Frankfurts mit seinem Facettenreichtum an Geschichte und ganz besonderen Dingen wieder, die die Gesellschaft Frankfurts prägten und auch heute noch prägen.

So findet man hier z.B. ein verziertes Wasserklosett aus dem Jahre 1890 oder aber auch die typische Frankfurter Küche aus dem Jahr 1927. Das auf dem Titelbild gezeigte Rundgemälde von Johann Friedrich Morgenstern wird ebenfalls ausführlich erklärt.

Auch Liebhaber des Frankfurter Schrankes kommen auf ihre Kosten, hier erfahren sie wissenswertes über die Entstehung des Trendmöbels des 18. Jahrhunderts. Wer den „Struwwelpeter“ kennt, findet hier ebenfalls Hintergrundinformationen.

Dieses Buch macht Lust auf einen besonderen Rundgang im neuen Teil des Historischen Museums.

Fazit:
Ein Buch für Frankfurt Liebhaber, für echte Frankfurter und für die, die es noch werden wollen. Als Geschenk verbunden mit einer Eintrittskarte für das Historische Museum finde ich dieses Buch gerade für Weihnachten eine schöne Geschenkidee.

Bewertung: *****

Couchsurfen – das Experiment (Rached Kaiser)

Wie lernt man Menschen kennen – beim Couchsurfen?


Durch einen ganz besonderen Weg fand dieses Buch zu mir: Rached Kaiser hat mich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2017 zu einem „Meet & Greet“ eingeladen. Auf meinen Bücherblog wurde er aufmerksam, weil hier der Begriff „Couch“ im Namen vorkam…

Beschreibung des Buches:
„Couchsurfen – das Experiment“ ist 2017 im Kaiser-Verlag als Taschenbuch mit 211 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man den Autor selbst auf einem Stuhl in einem wild eingerichteten Zimmer sitzen. Einige lustige Figuren und Gegenstände sind auf diesem Bild zu sehen, die man in den Erzählungen wiederfindet.

Kurze Zusammenfassung:
Der Autor, Rached Kaiser, ist ein paar Monate mit einem VW-Bus durch Deutschland gezogen. Dabei hat er sich unter fest vorgegebenen Bedingungen vorgenommen jeweils zwei Nächte auf einer „Couch“ bei Fremden zu nächtigen – auch wenn es ihm nicht gefallen sollte. Unter anderem durften die ausgesuchten Städte max. 200 000 Einwohner haben und der erste Gastgeber, der sich auf seinen Aufruf auf der Couchsurfing Seite meldete, sollte sein nächster werden.

Mein Leseeindruck:
Rached Kaiser ist ein kommunikativer Mensch, er lernt gerne Menschen kennen. So kam er auf die Idee des Couchsurfens.

In den 12 Kapiteln seines Buches erzählt er locker und sehr authentisch seine teilweise sehr skurrilen Erlebnisse beim Nächtigen „in fremden Betten“. Dabei kommen manche Personen sehr gut – andere wiederum etwas weniger gut weg.

Verwundert hat mich, dass die meisten beschriebenen Gastgeber Frauen waren, die hier einen unbekannten Mann in ihr Heim ließen. Jede hatte offensichtlich ihre eigene „Mission“, so dass Rached Kaiser hierbei wirklich sehr kuriose Erlebnisse hatte. Das Schmunzeln beim Lesen muss mir oftmals ins Gesicht gezeichnet gewesen sein…

Sein Sprachstil ist sehr lebendig, da er teilweise in Dialogform seine Gespräche mit seinen Gastgebern wiedergibt. Die Eindrücke, die Rached Kaiser in seinen verschiedenen „Heimen“ bekommen hat, hat er wunderbar in seiner Lektüre vermitteln können.

Ich fühlte mich durch dieses Buch bestens unterhalten und hätte gerne noch weitere Geschichten lesen wollen. Jetzt habe ich endlich einen Eindruck, wie es „unter fremden Betten“ in Deutschland aussieht 😉

Fazit:
Ein witziges Buch über Erlebnisse beim Couchsurfen. Rached Kaiser versteht es, den Leser mit seiner authentischen Art zu erzählen gut zu unterhalten.

Bewertung: *****

Der Autor Rached Kaiser mit seinem Buch auf dem Eisernen Steg in Frankfurt am Main (Quelle: Foto von Rached Kaiser zur Verfügung gestellt):

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Totengräbers Tochter (Hanna Hartmann)

Der Tote im Golfbag

Krimis, die in Frankfurt spielen, muss ich lesen…

Beschreibung des Buches:
Die Autorin Hanna Hartmann hat bereits mit „Tod im Licht der Luminale“ (https://chrissisbuntelesecouch.wordpress.com/2012/12/31/tod-im-licht-der-luminale-ein-frankfurt-krimi-hanna-hartmann/ )  und „Darling“ zwei Frankfurt Krimis veröffentlicht. „Totengräbers Tochter“ ist 2017 als Taschenbuch mit 201 Seiten im Societäts-Verlag erschienen. Auf dem Titelbild sieht man eine Abflugtafel (es handelt sich hier nicht um die große Abflugtafel am Frankfurter Flughafen, diese ist nämlich aktuell noch die einzige mechanische Tafel, die im Einsatz ist).

Kurze Zusammenfassung:
Am Frankfurter Flughafen wird in einem Golfbag die Leiche eines Mannes gefunden. Zwischen Flughafengegnern und im Gewühl von gestrandeten Passagieren, die wegen eines Gewitters am Boden bleiben müssen, finden die Ermittlungen statt.

Mein Leseeindruck:
Der Krimi beginnt vielversprechend: die Leiche in der Golftasche, die Montagsdemo am Frankfurter Flughafen und ein Gewitter  – dies alles als Auftakt finde ich sehr gelungen. Doch dann flacht der Krimi nach meinem Geschmack ab.

Auch wenn in diesem Frankfurt Krimi viele mir bekannte Örtlichkeiten genannt werden, so spielen sie doch eher eine untergeordnete Rolle und wirken oftmals nur aneinandergereiht (z.B. Haltestellen). Weitere Beschreibungen von Schauplätzen finden kaum statt, da dieser Krimi auf das gesprochene Wort setzt, was ich mag.

Die Handlungen werden wechselweise aus Sicht des Täters (KEIN SPOILER: der dem Leser schon zu Beginn bekannt ist) und aus Sicht der ermittelnden Kommissarin Edith beschrieben. So ist man als Leser mitten im Geschehen.

Das Ende kommt sehr plötzlich und lässt mich etwas ratlos zurück. Irgendwie hätte man aus dem vielversprechenden Anfang mehr machen können…

Fazit
Ein kurzweiliger Krimi mit ein wenig Lokalkolorit, der leider am Ende schwächelt.

Bewertung: ***

Kopfküche (Dr. med. Michael Nehls)

Schnelle Rezepte mit wenigen Zutaten – gegen das Vergessen

Rezepte „gegen das Vergessen“ – wer kann da widerstehen!

Beschreibung des Buches:
„Kopfküche – das Anti-Alzheimer-Kochbuch“ von Dr. med. Michael Nehls ist 2017 als Taschenbuch mit 203 Seiten im systemed Verlag erschienen. Auf dem Titelbild sieht man Kochlöffel, Kräuter und Gewürze.

Kurze Zusammenfassung:
Ein Drittel des Buches befasst sich mit der Krankheit Alzheimer, hier geht es hauptsächlich um die gesunde Lebensweise, die diese Krankheit möglicherweise verhindern kann, um Ernährungsmythen und um die Warenkunde rund um „hirngesundes“ Essen.
Es folgen 50 Rezepte:
Müsli, Brot und Aufstriche
Salate
Tee
Suppen
Vorspeisen und Snacks
Hauptspeisen
Nachspeisen

Mein Leseeindruck:
Fast jeder kennt im nahen Umkreis mittlerweile Menschen, die an der Krankheit Alzheimer leiden. Auch unser engerer Familienkreis ist davon betroffen. Gerade deshalb interessiert man sich vor allem dafür, wie man sich vor Alzheimer schützen kann.

Hier setzt Michael Nehls an. Anhand von klinischen Studien verdeutlicht der Mediziner die Zusammenhänge von Nahrungsmitteln und der Krankheit. Seine Ausführungen sind verständlich geschrieben und mit Fotos, Skizzen und Begriffserklärungen sehr gut aufbereitet. Hier habe ich doch so einiges „Erschreckendes“ über meine Vorlieben bei der Speiseauswahl erfahren.

Im Kapitel „Warenkunde“ kann man sich noch einmal richtig mit den einzelnen Lebensmitteln befassen und lernt, sie gekonnt einzusetzen.

Die 50 Rezepte sind recht abwechslungsreich, sehr schmackhaft, mit jeweils einem Foto bestückt, schnell gemacht und mit teils wenigen Zutaten zuzubereiten. Portionen-, Zeit- und Kalorienangaben gibt es zu jedem Rezept.

Mir gefallen besonders gut die vielen Aufstriche und die leckeren Nudelgerichte, gerade diese bieten sich im manchmal hektischen Kochalltag besonders an.

Es ist manchmal doch erstaunlich, wie schnell und mit wenigen Zutaten man ein sehr ausgewogenes Gericht kochen kann. In diesem Buch findet jeder genügend Rezepte, auch wenn er/sie das ein- oder andere Nahrungsmittel vielleicht nicht so mag.

Wir haben es in der Hand diese schreckliche Krankheit zu vermeiden indem wir unsere Lebensweise frühzeitig ändern.

Fazit:
Es braucht keine exotischen Speisen oder besonderen Medikamente, um dem Körper etwas Gutes zu tun und vielleicht im besten Fall die schreckliche Krankheit Alzheimer zu verhindern. Packen wir es an! Ein Buch für alle Altersklassen!

Beewertung: *****

Was man von hier aus sehen kann (Mariana Leky)

Skurriler Roman mit Tiefgang

Ein ungewöhnliches Titelbild mit einem seltsamen Titel brachte mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky ist 2017 im Dumont-Verlag als Hardcover Buch mit 315 Seiten erschienen. Das Titelbild ist hell gehalten, man sieht ein Okapi auf einem Apfelbaum-Blatt (mit Aussicht). Der Titel nimmt fast die Hälfte der Buchseite ein.

Kurze Zusammenfassung:
Selma lebt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Immer wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt in den nächsten 24 Stunden ein Mensch (aus dem Dorf). Die Dorfbewohner entwickeln an solchen Tagen immer eine gewisse Emsigkeit. Sie bringen Dinge in Ordnung, lassen Sachen verschwinden, denken über die Liebe nach, wagen Neues uvm.

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Luise, Selmas Enkelin, erzählt. Der Roman umfasst mehrere Jahre noch vor der Jahrtausendwende (2000) und später. Smartphones gibt es noch nicht, die Kommunikation läuft über Briefe und Festnetztelefonate und natürlich über das gesprochene Wort.

Luise beschreibt die vielen verschiedenen Persönlichkeiten durch ihre Brille. Die Erzählweise ist an manchen Stellen recht skurril und sehr humorvoll. Die einzelnen Protagonisten sind u.a. ihr Vater, der ein Weltenreisender geworden ist, die Mutter, die sich in einen Dorfbewohner verliebt hat, ein Optiker (mit einem Koffer voller angefangener Liebesbriefe), ein Buchhändler (in dessen Buchhandlung Luise lernt und arbeitet), Tante, Onkel, Luises Jugendfreund Martin, ein junger Mönch (in den sich Luise nicht, oder vielleicht doch verliebt) und die unterschiedlichsten Dorfbewohner. Einer seltsamer als der andere.

Ich habe dieses Buch an zwei Tagen regelrecht verschlungen, wollte immer wissen, wie es in dieser doch so engen Dorfgemeinschaft weitergeht. Die Handlungen sind zwar auf der einen Seite sehr alltäglich, sind aber durch die Sichtweise und die Erzählsprache (kurze und knappe Sätze) immer wieder etwas Besonderes.

Jede einzelne Person mit ihren Marotten wächst einem beim Lesen ans Herz, man mag die Person, gerade weil sie so etwas Besonderes ist. Bei manchen fühlt man, wie als sei man zuhause im eigenen Wohnzimmer (oder in dem der Eltern).

Der Roman berührt, weil er so „ehrlich“ mit der Realität umgeht. Die Geschichten um die Menschen sind sehr tiefgründig. Es geht um Liebe und Tod, aber auch um Verletzlichkeit.

Fazit:
Auch wenn der Roman an manchen Stellen recht traurig ist, man sollte sich auf diese ganz ungewöhnliche Geschichten einlassen.

Bewertung: *****

 

Das Leben ist kein Punschkonzert: Ein Weihnachtsroman (Heike Wanner)

Weihnachtszeit – Zeit der Liebe, Zeit für die Familie

Frauenromane sind eigentlich nicht mein Lieblingsgenre, aber bei Heike Wanner greife ich immer gerne zu. Ihre Romane sind herzerfrischend, wirken sehr authentisch und lassen einen ganz und gar eintauchen in die Geschichte – und gerade zur Weihnachtszeit liebe ich es Weihnachtsromane zu lesen.

Beschreibung des Buches:
„Das Leben ist kein Punschkonzert“ ist 2017 im Ullstein-Verlag als Taschenbuch mit 304 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Ausgabe gelesen. Das Cover ist weihnachtlich mit Punschzutaten gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
Julia, Melly und Caro sind Schwestern, so unterschiedlich, wie Geschwister nur sein können. Während die Jüngste, Julia, den Kartoffelpufferstand der Eltern übernommen hat und alljährlich auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt steht, wurde aus Caro eine „Karrierefrau“ und Melly arrangiert das Familienleben mit Mann, Aupair und ihren Kindern. Als Julia sich bei einem Geschwisterspaziergang auf Glatteis das Handgelenk verletzt, müssen alle gemeinsam den Kartoffelpufferverkauf auf dem Weihnachtsmarkt stemmen.

Mein Leseeindruck:
Man fühlt sich in Heike Wanners Büchern gleich „zuhause“, denn sie sind sehr lebensnah geschrieben. Der Umgang der Geschwister miteinander ist mir gleich vertraut. Als Hauptkulisse den Wiesbadener Weihnachtsmarkt (Sternschnuppenmarkt) auszuwählen, hat mir ganz sehr gefallen. Die Beschreibungen der Gerüche, Lichter und Menschen lassen einen wunderbar in die Adventszeit eintauchen. Und Wünsche, wie man sie bei einer Sternschnuppe oftmals „an den Himmel schickt“, haben in dieser Geschichte eine ganz besondere Bedeutung…

Dieser Weihnachtsroman, wie kann es anders sein, ist in 24 Kapitel unterteilt. So kann man sich jeden Tag ein Kapitel in der Adventszeit vornehmen, wenn man nicht so neugierig wie ich ist und die Geschichte fast am Stück liest.

Der Roman beleuchtet immer alle Blickwinkel, so dass man als Leser(in) gleich auf dem Laufenden ist und so manche Situation voraussieht. Dass manches anders kommt, macht das Lesen so spannend – es ist kein „Punschkonzert“. Drei Frauen, drei verschiedene Lebenssituationen, die Liebe, das Leben – das bringt abwechslungsreiche Unterhaltung. Man kann sich beim Lesen in jede der Frauen hineinversetzen, Heike Wanner hat sie liebevoll und durch ihre Erzählweise ganz wunderbar beschrieben.

Gerade das Zusammenhörigkeitsgefühl einer Familie hat Platz in diesem Roman gefunden, oftmals fehlt es an diesem in der heutigen Zeit.

Besonders gefallen hat mir, dass hier der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt so schön vorgestellt wird. Ich war hier noch nie, muss ihm aber jetzt unbedingt einmal einen Weihnachtsbesuch abstatten, schließlich wohne ich nur ca. 30 Minuten von Wiesbaden entfernt.

Wie bei Heike Wanners Büchern mittlerweile üblich erhält sie am Ende der Geschichte noch ein paar schöne Rezepte bereit. Hier findet man Monikas Punschkuchen und Rezepte für Kartoffelpufferbeilagen.

Fazit:
Weihnachtszeit – Zeit für die Familie – Zeit für wunderbare Romane von Heike Wanner und für ein vorweihnachtliches Buchgeschenk.

Bewertung: *****