Outtakes

Meinen ersten instawalk habe ich 2014 auf der Frankfurter Buchmesse gemacht. Hier hatte ich mich zu einer Führung für Buchrezensenten angemeldet. Bis dahin hatte ich allerdings meine Rezensionen immer nur beim großen „a“ veröffentlicht.

Als wir uns gegenseitig vorstellten, musste ich gestehen, dass ich noch keinen eigenen Blog führe, das war allerdings auch nicht Voraussetzung für die Teilnahme.

Nach Hause gekommen, habe ich mir meinen Sohn geschnappt und mit ihm mithilfe von WordPress meinen Blog angelegt. Die schon vorhandenen Rezensionen seit 2010 habe ich dann nach und nach hier veröffentlicht.

Heute fotografiert mein Mann die Bücher. Außerdem gibt es zusätzlich die facebook-Seite zu meinem Blog.

Im Jahr 2018 fand ich es ziemlich nervenaufreibend, meinem Blog eine ordentliche Datenschutzerklärung beizufügen. Ich glaube, hier hatten die meisten Blogger so ihre Probleme!?

Lustig fand ich auf der Frankfurter Buchmesse 2019, dass mich Klaus-Peter Wolf unbedingt mit aufs Foto haben wollte, als ich eigentlich nur ihn fotografieren wollte. Bis heute habe ich noch keinen Krimi von ihm gelesen. Muss ich unbedingt einmal machen!

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Autoren-Interview mit Erin J. Steen

Kannst Du Dich kurz vorstellen? Deine Bücher?

Gerne. Ich bin die norddeutsche Autorin und Selfpublisherin Erin J. Steen. Seit 2016 habe ich das Schreiben von fiktiven Geschichten für mich entdeckt. Das Schreiben war immer Teil meines Lebens, aber früher habe ich fachliche und journalistische Texte veröffentlicht. Eine ganz andere Welt also.

Begonnen hat meine Autorenkarriere mit Emi Moorkamp – einer Yogalehrerin, die in Mordfälle verwickelt wird. Beendet habe ich ihre erste Geschichte jedoch zunächst nicht. Andere Schreibexperimente kamen dazwischen und mit einem davon wagte ich dann meinen Schritt auf den Buchmarkt. Dieses Buch gibt es inzwischen nicht mehr, weil es nicht zu dem passt, was ich danach geschrieben habe.

Meine Cosy Crime Reihe Moorkamps Fälle um Yogalehrerin Emi hat inzwischen drei veröffentlichte Bände. Dazu kommen zwei Romance Romane und aktuell arbeite ich an einer Mystery Serie im Stile von Pretty Little Liars mit erwachsenen Hauptfiguren, die ab Januar erscheint.

Wie sieht Dein Alltag aus? Beruf Autorin?

Ich habe Volkswirtschaft studiert und arbeite hauptberuflich inzwischen als Prozessanalystin in der IT eines großen Unternehmens. Das Schreiben muss daneben Platz finden. An manchen Tagen schaffe ich viel, an anderen wenig, aber mit dem Herzen bin ich täglich in meinen Büchern. Meinen Hauptberuf möchte ich dennoch nicht aufgeben, weil auch der mir viel gibt.

Neben den beruflichen Aspekten bin ich Mama einer fast dreijährigen Tochter, Frauchen zweier Hunde, Sklavin eines großen Gartens und Partnerin. Alles auf einmal zu sein, ist manchmal schwierig.

Was fällt Dir so spontan auf, wenn Du spazieren gehst? Worauf achtest Du?

Ich gehe sehr viel spazieren. In der Natur fließen meine Gedanken in anderen Bahnen und ich kann binnen Minuten Probleme lösen, über die ich zuvor stundenlang gegrübelt habe. Im Moment besonders auffällig ist für mich das viele bunte Laub, das auf den Wegen liegt. Ich liebe das Rascheln der Blätter und den Geruch der Erde.

Bist Du ein Stadtmensch? Wenn ja, könntest Du bestimmte kulturelle Veranstaltungen/Theater o.ä. empfehlen (in Deinem Wohnort/näherer Umgebung)?

Früher habe ich mich für einen Stadtmenschen gehalten. Einige Monate habe ich mitten in Peking gelebt und diese Zeit genossen, aber inzwischen bin ich durch und durch Landmensch. Das Zusammentreffen mit anderen Menschen zelebriere ich besonders auf der Leipziger Buchmesse und in kleinerem Rahmen auf der BuchBerlin. Ansonsten habe ich ein Faible für Kunst, insbesondere Fotografie. 

Wo schreibst Du am liebsten?

Am liebsten? In Coffeeshops. Aber das ist, seit ich Mama bin, nicht mehr so oft möglich und in Zeiten von Corona noch seltener. Am häufigsten schreibe ich allerdings an meinem Esstisch und inzwischen habe ich das Diktieren meiner Texte für mich entdeckt. So kann ich gleichzeitig spazierengehen und eine erste Fassung einer neuen Szene „schreiben“. 

Hast Du Vorbilder beim Schreiben?

Beim Schreiben nicht direkt. Es gibt viele Autoren, deren Arbeit ich besonders mag und als deren Fan ich mich bezeichnen würde. Aber im Schreiben eifere ich niemandem nach. Vorbilder suche ich mir aber unter erfolgreichen Selfpublishern in meinen Genres.

Was war Dein Berufswunsch als Kind?

Ich wollte vieles sein und es hat sich ständig geändert. Verrückter Wissenschaftler wäre wahrscheinlich das, was ich meinem jüngeren Ich als Berufswunsch mitgeben würde. 

Das ist heute noch so. Ich lerne ständig Neues und das liebe ich sowohl bei der Prozessanalyse als auch beim Schreiben. Ich mache auch viele Sachen für meine Buchboxen selbst, weil ich Spaß am Lernen der unterschiedlichen Prozesse und ihrer Ergebnisse habe.

Bist Du gerne zur Schule gegangen? Lieblingsfach?

Es gab Zeiten, in denen hat mich Schule furchtbar gelangweilt. Ich habe mein Abitur erst nach einem Ausflug in eine Ausbildung gemacht, während der ich entschied, dass ich Volkswirtschaft studieren wollte. Genau das habe ich dann durchgezogen. Wenn ich will, kann ich ziemlich konsequent sein. Ich mochte immer Englisch und interessiere mich für Geschichte, was dann auch meine Leistungskurse geworden sind. Mein angeborenes Talent für Mathematik hat in der Schulzeit lange geschlummert. 

Welches Genre liest Du selbst? Hast Du eine Empfehlung?

Ich lese querbeet. So würde ich eigentlich auch schreiben wollen, aber davon wird mir überall abgeraten. Ich beschränke mich daher beim Schreiben auf ein paar Genre, die nicht zu krass voneinander entfernt sind. Als Leser begeistern mich High Fantasy, Urban Fantasy und Dystopien genauso wie Krimis, Cosy Crime, Romance und literarische Belletristik. Ich mag auch mal Jugendbücher. Die Abwechslung ist mir allerdings wichtig, weshalb ich nie eine Reihe hintereinander weg lesen könnte.

Was ich für Cosy Crime Liebhaber empfehlen kann, ist die Highland Hexen Reihe meiner Kollegin Felicity Green.

Magst Du Büchereien? Findest Du dort die Atmosphäre auch so toll?

Jein. Ich mag die vielen Bücher, aber ich mag die Stille nicht. Lieber setze ich mich mit einem Buch auf den Hauptbahnhof.

Und hier kommt noch eine Schnellfragerunde:

Auto/Fahrrad/Zug/zu Fuß? – zu Fuß

Wenn Auto: Kleinwagen/SUV/Familienkutsche/Spaßwagen? – Familienkutsche

Süß/salzig? – beides abwechselnd

Laufschuhe/Couch? –erst Laufschuhe, dann Couch

Urlaub Meer/Berge?. – Hauptsache mit meinen Hunden

Kaffee/Tee? – Kaffee – immer erst Kaffee!

Pessimist/Optimist? – optimistischer Realist

Perfektionist/Pragmatisch? – eher pragmatisch

Ordentlich/Chaotisch? – strukturiertes Chaos

Neue Medien/Papier (für Aufzeichnungen)?. – eher Papier

Apfelwein/Sekt/Wein? Bier? – könnte ich ne Cola haben?

Frühling/Sommer/Herbst/Winter? – Herbst und Frühling

E-Book/gedrucktes Buch/Hörbuch. – Hörbuch

Hast Du eine facebook/Autorenseite?

Ja, meine Facebookseite ist www.facebook.com/erinjsteen aber meine Homebase ist meine Webseite www.erinjsteen.com

Vielen Dank liebe Erin für Deine Antworten!

Wer Erin live erleben möchte, der kann sie am Samstag, 07.11.2020 auf dem YR Kanal der OBM aus einem ihrer Bücher lesen hören/sehen.

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Bloggerstory

Meine allererste Rezension habe ich zu „Schneewittchen darf nicht sterben“ von Nele Neuhaus geschrieben. Damals habe ich das Buch bei „vorablesen“ gewonnen. In diesem Jahr erhielt ich dort auch eine Auszeichnung zur „Edelfeder“ für gut geschriebene Rezensionen.

Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dann poste ich mittlerweile das Titelbild samt Kurzbeschreibung auf meiner facebook-Seite. So kann man sehen, was ich aktuell lese.

Meine gelesenen Bücher sammelten sich zunächst in weißen Billy Regalen in 2er Reihen. Mittlerweile stehen die Stapel der gelesenen Bücher VOR den Regalen, sortiert nach Biografien, Sachbüchern, Krimis und Romanen.

Alles, was ich rund ums Buch an Dekoartikeln finde, wird gesammelt. Hier eine Bücher-Teekanne aus Brügge.

Neben meinen Rezensionen findet man auf meinem Blog mittlerweile auch Berichte über besondere Ausflüge, Tätigkeiten (Komparsin) oder die verschiedenen Buchmessen. Das Fotografieren bereitet mir nämlich, seit ich 2017 als Fotoscout beim Hessentag in Rüsselsheim dabei sein konnte, noch mehr Freude. Hier habe ich sehr, sehr viel über das Fotografieren gelernt.

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Bloggeralltag

Ich lese meistens abends, besonders gerne aber am Wochenende unter meinem Dachfenster im Bett. Dann koche ich uns einen Kaffee und genieße diesen beim Lesen. Das Tageslicht finde ich beim Lesen einfach am besten. Für den Garten habe ich mir dieses Jahr eine Akku-Stehlampe gekauft – genial um im Dunkeln auf der Terrasse zu lesen.

Meine Lieblings-Genre sind Krimis, Thriller, Biografien, Bücher über Fotografie, Familiengeschichten und natürlich Bücher über/mit meine/r Lieblingsstadt Frankfurt am Main.

Mir fehlt die diesjährige Frankfurter Buchmesse. Hier habe ich viele Kontakte bei instawalks und auch beim Schlendern knüpfen können. So bin ich auch in viele Verteiler von Verlagen gelandet und bekomme fast täglich Mails mit interessanten Buchvorstellungen. Hier suche ich mir dann gezielt Bücher aus, die ich lesen möchte.

Aktuell fehlt mir die Zeit, mich weiter zu vernetzen. Trotzdem beantworte ich jede Anfrage von Autoren, die mich anschreiben. Spezialisiert habe ich mich aber tatsächlich auf Bücher aus dem Rhein-Main-Gebiet, wenn es um „neue“ Autoren geht.

Meine Rezensionen schreibe ich meist am Wochenende, da kann ich mir mehr Zeit nehmen als an manchen Arbeitstagen.

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Vorstellung Person

Mein Name ist Christiane Busch, ich bin 1966 in Frankfurt am Main geboren und lebe im Rhein-Main-Gebiet, im Vordertaunus. Seit 1986 arbeite ich als Software-Entwicklerin in Frankfurt am Main.

Ich liebe Bücher. Seit 2010 stelle ich Bücher, die ich lesenswert finde, mit einer Rezension vor.
Man wird hier auf meinem deshalb auch kaum Bücher finden, die mir so gar nicht gefallen haben.

Meine Liebe zu Büchern habe ich schon gefunden, seit ich lesen gelernt habe (und das war noch vor dem ersten Schuljahr). Meine Tante war Bibliothekarin an der Deutschen Bibliothek (heute Nationalbibliothek) in Frankfurt am Main. Sie hat mich frühzeitig an Bücher herangeführt. Mit meiner Mutter war ich schon als kleines Kind immer in der Bücherei und habe mir bald wöchentlich einen Stapel Bücher mit nach Hause genommen. Später habe ich in meiner Heimatbücherei (in Flörsheim am Main) einmal wöchentlich die zurückgegebenen Bücher einsortiert und damit mein Taschengeld aufgebessert.

Zum Rezensieren bin ich eigentlich über die Krimiautorin Nele Neuhaus gekommen. Ihren zweiten Krimi „Mordsfreunde“ durfte ich Testlesen. Sie wohnte damals in meinem Heimatort, deshalb konnte ich sie auch persönlich kennen lernen. Noch heute freuen wir uns, wenn wir uns bei Events begegnen.

Seit August 2019 helfe ich immer samstags in unserer hiesigen Buchhandlung in der Beratung und im Verkauf aus. Besonders freut es mich, wenn ich Menschen ein Buch empfehlen kann, das sie dann tatsächlich kaufen und sich später meist noch einmal für die guten Tipps bedanken.

Zusätzlich engagiere ich mich in unserem hiesigen Tierschutzverein bei der Vermittlung von Kleintieren und dem Facebook-Auftritt des Vereins.

Heute rezensiere ich Bücher, seien es meine eigenen, die ausgeliehenen von den diversen Büchereien bei denen ich Mitglied bin oder Vorabexemplare bzw. Rezensionsexemplare, die ich mir selbst aussuche.

Von Urlaubsreisen bringe ich mir immer ein Buch mit, das in der Gegend meines Urlaubsortes spielt, denn ich kann an keiner Buchhandlung vorbeigehen. In meiner Handtasche befindet sich immer etwas zum Schmökern, es kann ja sein, dass ich irgendwo warten muss, da vertreibe ich mir die Zeit doch am besten mit Lesen.

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