Umarmt von Deinem Engel (Connie Albers)

Von Engeln begleitet durch das Jahr

Die Autorin Connie Albers hat die Bilder dieses Buches zu besonderen Anlässen wie Taufe, Hochzeit, Kommunion, aber auch Konfirmation und Geburtstagen gemalt. Auch Jahreskalender hat Connie Albers mit diesen Kunstwerken schon gestaltet.

Beschreibung des Buches:
„Umarmt von Deinem Engel“ ist 2017 im Brighton Verlag mit 111 Seiten als Hardcover erschienen. Auf dem Titelbild sieht man einen farbenfrohen Engel.

Kurze Zusammenfassung:
52 Engel mit den unterschiedlichsten „Aufgaben“ werden in diesem Buch durch farbenfroh gestaltete Bilder und Texte/Botschaften beschrieben. Zudem gibt es für jeden Engel einen Spruch (Affirmation) und eine Auflistung der Farbenenergie.

Mein Leseeindruck:
Man kann in diesem Buch blättern und sich den Engel „seines Tages/seiner Woche“ suchen, in dem man einfach auf einer Seite „hängen bleibt“. Oder man nimmt sich jede Woche einen anderen Engel vor und beschäftigt sich mit seiner Botschaft.

In diesem wunderschön gestalteten Buch findet man z.B.  „Engel der Freundschaft“, „Engel der Lebensfreude“ oder auch „Engel der Unabhängigkeit“.

Hat man seinen Engel des Tages (der Woche) gefunden, dann erhält man wunderbare Anregungen, um seine Tage erfüllt zu (er)leben und nicht nur „in den Tag hineinzuleben“. Man kann bewusster in den Tag (die Woche) starten und findet so ganz neue Seiten an sich und seinen Mitmenschen. Man wird viel aufmerksamer, wenn man diese kleinen Botschaften „verinnerlicht“.

Mir gefällt die Art der Texte gut. Sie sind von positivem Charakter und inspirieren, sie geben Energie, so, wie auch die wunderschön, farbenfrohen Bilder.

Fazit:
Dieses Buch eignet sich besonders als Geschenk für Menschen, denen man Zuversicht und mehr Aufmerksamkeit für sich und andere an die Hand geben möchte. Hier finden sie für jede Woche im Jahr einen Engel, der sie durch die Woche (oder bestimmte Situationen) begleitet.

Auch Menschen, die nicht an „Engel glauben“, finden hier wundervolle Texte, die ihnen in schwierigen Lebensphasen helfen können ihre Tage zu meistern.

Bewertung: ***** von *****

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Schlusspfiff (Thorsten Fiedler)

Krimi, nicht nur für Offenbacher – Serienmord an Schiedsrichtern

Als bekennender Frankfurt am Main Fan kann man auch mal ein Buch lesen, das einem die Stadt auf der anderen Mainseite näher bringt…

Beschreibung des Buches:
„Schlusspfiff“ von Thorsten Fiedler ist 2018 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 203 Seiten erschienen. Das Cover ist rot/weiß (Offenbacher Kickers) gehalten, es zeigt eine Ecke des Stadions „Bieberer Berg“.

Kurze Zusammenfassung:
Es fängt mit einem toten Schiedsrichter an – Kriminalhauptkommissar Adi Hessberger, der bekennender OFC-Fan ist, muss ermitteln. Weitere ermordete Schiedsrichter werden in Offenbacher Fußballstadien gefunden. Ist hier ein Serienmörder unterwegs? Was sind seine Beweggründe? Geht es um verlorene Fußballspiele?

Mein Leseeindruck:
Der Sprachstil des Autors liegt mir. Schnell habe ich mich in diesen Krimi eingelesen und fand die Akteure gleich sympathisch:
Kriminalhauptkommissar Hessberger, der ein fleißiger Ermittler zu sein scheint, seine Kollegin, die Kriminalkommissarin Sina Fröhlich, von der er sich mehr als nur Freundschaft erhofft, und Rüdiger Salzmann (ebenfalls Kriminalkommissar) bilden ein gutes Team. Jeder hat so seine Eigenheiten, die der Autor gut herausgearbeitet hat.

Der Krimi spielt in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen, die relativ kurzen Kapitel sind meist mit Datum und Uhrzeit betitelt. In diesem Krimi geht es ziemlich rasant zu. Ein Toter „jagt“ den nächsten Toten. Es gibt schnelle Szenenwechsel und auch einige Rückblicke, die man aber erst am Ende so richtig zuordnen kann.

Die Spannung bleibt bis zum Schluss auf hohem Niveau, man tappt bis zur Auflösung der Mordfälle im Dunkeln, wer hier der oder die Mörder/in ist.

Gut haben mir die Beschreibungen der einzelnen Lokalitäten/Orte gefallen. Bisher kannte ich in Offenbach nur den Marktplatz, das Capitol und den Parkplatz am Mainufer (alles im Dunkeln). Durch das Buch habe ich Lust bekommen, Offenbach doch einmal näher zu erkunden.

Besonders zu erwähnen ist die Auflistung der „wichtigen Personen“ am Ende des Krimis und die Beschreibung der Schauplätze, die dieser Liste folgt.

Fazit:
Auch „Offenbach“-Krimis können spannend sein! Bleibt zu hoffen, dass es weitere Fälle um den Kriminalhauptkommissar Hessberger geben wird.

Bewertung: ***** von *****

Der Kormoran (Martin Österdahl)

Packender Thriller

Der Autor Martin Österdahl ist aufgewachsen in London und Stockholm. Er hat Russisch und Osteuropäische Geschichte studiert. Über zwanzig Jahre hat er für TV-Produktionen gearbeitet und war Programmdirektor eines schwedischen Fernsehsenders.

Beschreibung des Buches:
„Der Kormoran“ ist das Erstlingswerk von Martin Österdahl. Das Buch ist 2018 als Taschenbuch im blanvalet-Verlag mit 574 Seiten erschienen.

Auf dem Titelbild kann man Stockholm erkennen. Das Bild ist in Blau/Schwarz gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
Der Thriller spielt im Februar/März 1996, kurz vor den russischen Präsidentschaftswahlen. Der Russland-Experte Max Anger sucht seine Freundin Paschie, die, wie er, bei der schwedischen Denkfabrik Vektor arbeitet. In Sankt Petersburg verlieren sich ihre Spuren. Eigentlich war Max damit beschäftigt, seine Familiengeschichte zu erforschen, aber die Angst um seine Freundin, lässt ihn auf eine gezielte Suche nach ihr gehen. Nachdem auch noch das Mobilfunknetz Opfer eines Hackerangriffes geworden ist, stellt sich langsam heraus, dass es sich hier um zusammengehörige Puzzleteile zu  handeln scheint.

Mein Leseeindruck:
Ein Thriller, der es in sich hat. Nachdem ich zunächst nur langsam in dieses Buch eingestiegen bin, weil ich immer nur wenige Kapitel am Stück gelesen habe, hat sich meine Leselust gesteigert, als ich lange Sequenzen am Stück lesen konnte.

Man muss diesen Thriller tatsächlich am Stück lesen, sonst verwirren einen die vielen Szenewechsel. Die Kapitel sind meist nur 3-7 Seiten lang, hier variiert meist die Sichtweise, so dass man sehr konzentriert lesen muss, um die einzelnen Zusammenhänge zu begreifen.

Zu den kurzen Kapiteln, die im Jahr 1996 spielen, gibt es auch noch Rückblicke in das Jahr 1944, Stockholm. Die geschichtlichen Hintergründe sind hier real, wie so vieles in diesem Roman. Das macht die Stärke dieses Thrillers aus.

Neben der geheimnisvollen Familiengeschichte des Protagonisten, Geheimagenten, dem Ost-West Konflikt und des Kalten Krieges sind auch weitere politische und geschichtliche Aspekte in dieses Buch eingeflossen. Aus diesem Grund habe ich neben dem Lesen dieses Romans ab und an auch die realen geschichtlichen Hintergründe „nachlesen müssen“.

Auch wenn in diesem Thriller wieder zahlreiche Charaktere auftauchen, so verliert man eigentlich nie den Überblick. Die Szenen sind sehr bildhaft beschrieben, an manchen Stellen schauert es einen gewaltig, da sind starke Nerven gefragt. Man kann diese Szenen allerdings an einer Hand abzählen, so dass ich dieses Buch nicht als „blutrünstig“ bezeichnen würde, sie gehören durchaus auch in einem Thriller.

Fazit:
Dieser Thriller ist packend. Er hat reale geschichtliche Hintergründe und es spielt ein Familienschicksal eine tragende Rolle. Das alles zusammen ergibt ein sehr lesenswertes und spannendes Buch.

Bewertung: **** von *****

Was uns schmeckt und was dahinter steckt (Nikola Schwarzer)

Mehl, Eier, Fett usw.  , was ist das, chemisch gesehen, genau?

Beschreibung des Buches:
„Was uns schmeckt und was dahinter steckt“ von Nikola Schwarzer ist 2018 als Hardcover im Hirzel Verlag mit 183 Seiten erschienen.

Das Titelbild erweckt den Eindruck, es gehe um die Herstellung von Speisen…

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch geht es um  Mehl, Backtreibmittel, Eier, Fett, Zucker, Milchprodukte, Schokolade und Geliermittel . Jedem Nahrungsmittel ist ein Kapitel gewidmet. Am Ende des Buches findet man Literaturhinweise und Quellenangaben.

Mein  Leseeindruck:
Wen wundert es, dass man in diesem Buch viel über die Chemie von Lebensmitteln erfahren kann, hat die Autorin doch Chemie studiert.

Neben einigen „Versuchen“, die man selbst nachbilden kann, findet man auch zahlreiche Schaubilder, in denen die chemische Verbindung der behandelten Lebensmittel anschaulich erklärt und gezeigt wird, was mit der Nahrung z.B. beim Kochen passiert.

Toll sind die Schaubilder, die die Verwendung der einzelnen Lebensmittel im Nahrungsmittelangebot aufzeigen. Endlich kann man einmal nachvollziehen, welche Zutaten/Verarbeitungsschritte es braucht, um z.B. einen bestimmten Käse zu erzeugen. Ergänzt wird das ganze durch sehr schöne Fotos.

Das Buch von vorne bis hinten durchzulesen, setzt großes chemisches Interesse und Spaß an Versuchen voraus. Aber man kann sich ja auch einzelne Kapitel oder einzelne Versuche aussuchen und hierzu die Erklärungen lesen. Besonders das Kapitel über Schokolade hat mir da sehr gut gefallen.

Fazit:
Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses Buch sehr gut mit Kindern nutzen kann, denn die Versuche und die Darstellungen der Verarbeitung von Lebensmitteln helfen den Kindern spielerisch die Speisenzubereitung und z.B. die chemischen Verbindungen leichter zu verstehen.

Bewertung: **** von *****

Überleben unter Kollegen (Mathias Fischedick)

Das Miteinander im Arbeitsalltag – mit dem WOW-Prinzip

Ich glaube, dass Kollegen/innen, die miteinander „gut auskommen“, effektiver sind und mehr Spaß an der Arbeit haben.

Beschreibung des Buches:
„Überleben unter Kollegen“ von Mathias Fischedick ist 2018 im Piper Verlag als Taschenbuch mit 336 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Variante gelesen.
Das Buch ist in einem kräftigen Grün gehalten. Auf dem Titelbild ist eine fröhliche Comic-Zeichnung zu sehen.

Kurze Zusammenfassung:
Autor Mathias Fischedick hat als Coach große Erfahrung in Sachen Mitarbeitermotivation. In seinem Buch stellt er zuerst etwas überzogene und humorvolle Situationen in einem Betrieb dar „Der tägliche Wahnsinn mit den Kollegen“. Im zweiten Teil „Warum manche Kollegen so anstrengend sind“ werden die verschiedenen Mitarbeiter-Typen vorgestellt und analysiert. Der dritte Teil „Ihre Entscheidung: Kämpfen oder Spielen“ stellt zwei Möglichkeiten dar (AUA bzw. WOW), wie man mit den verschieden „Typen“ umgehen kann. Im Anhang findet man Werte- und Emotionen-Stichworte, zudem gibt es einen Test und eine Testauswertung.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch lebt durch den lockeren Schreibstil des Autors und die humorvollen Illustrationen. Anhand von witzigen Beispielen hält der Autor einem den Spiegel vor. Manches Mal erkennt man sich selbst in den vorgestellten Situationen, sicherlich natürlich auch manchmal die Kollegen/innen.

Während er im zweiten Teil die verschiedenen Kollegen-Typen darstellt und analysiert, beginnt der dritte Teil mit der Vorstellung des AUA-Prinzips (Aggression, Unterdrückung, Arroganz). Danach wird in aller Ausführlichkeit das WOW-Prinzip (Wahrnehmung, Offenheit, Wertschätzung) vorgestellt.

Bereichert wird diese Lektüre mit zahlreichen Übungen, die man im Arbeitsalltag ausprobieren kann.

Beim Lesen der Lektüre wird schnell klar, dass es beim Zusammenarbeiten auf die Selbstreflexion ankommt. Nur wer sich selbst kennt und seine Einstellungen/Bewertungen gegenüber anderen Menschen durchschaut, der kann im Arbeitsleben etwas ändern. Alles was man hier in diesem Buch lernt, kann man natürlich auch im Alltagsleben „anwenden“.

Wenn man auf Augenhöhe mit einer besonderen Wahrnehmung, der eigenen Offenheit und einer Wertschätzung dem Gegenüber entgegen tritt, dann lassen sich so manche Konflikte schneller lösen oder sie treten erst gar nicht auf.

Mit den zahlreichen Übungen, den Tipps und den Selbsttests ist dieses Buch ein guter Begleiter im Arbeitsleben und im Alltag.

Fazit:
Mit diesem Buch ist man gut gerüstet mit vermeintlich „schwierigen“ Kollegen besser auszukommen (wenn man sich denn auch einmal selbst reflektiert), um im Team zu besseren Ergebnissen zu gelangen und mit Spaß an die Arbeit zu gehen.

Bewertung: ***** von *****

AUF DEM PARKETT Kleines Handbuch des weltläufigen Benehmens (Enrico Brissa)

Sicher im Verhalten in ungewohnten Situationen – Rituale und Zeremonien – unterhaltsam

Auf dieses Buch bin ich durch ein Radio-Autoren-Interview aufmerksam geworden.

Beschreibung des Buches:
„AUF DEM PARKETT – Kleines Handbuch des weltläufigen Benehmens“ ist 2017 im Siedler Verlag als Hardcover Buch mit 272 Seiten erschienen. Auf dem illustrierten Cover sieht man eine Begrüßung zwischen einem jungen Mann und der Queen.
Der Autor war Protokollchef der Bundespräsidenten Wulff und Gauck, seit 2016 leitet er das Protokoll des Deutschen Bundestages. Die Illustrationen sind von Birgit Schössow, Illustratorin für Zeitschriften- und Buchverlage.

Kurze Zusammenfassung:
Auf 243 Seiten stellt Brissa in alphabetischer Reihenfolge „die schönsten Künste der Höflichkeit“ – Begriffe, Rituale und Zeremonien in aufgelockerter Form mit zahlreichen Illustrationen verschönert vor.

Mein Leseeindruck:
Dieses feine Büchlein bringt den Leser auf humorvolle Weise, aber auch mit dem nötigen Nachdruck, bestimmte Verhaltensweisen, Rituale und Begriffe, die mit menschlichen Begegnungen einher gehen, näher.

Der Autor kann hier auf seinen riesigen Erfahrungsschatz u.a. als Protokollchef und promovierter Jurist zurückgreifen und bringt das ein – oder andere Beispiel, um z.B. Begriffe zu erläutern.

Gerade wenn es um Einladungen zu Banketts, Jubiläen oder einfach um eine Einladung beim Chef geht, fragt man sich manchmal, ob man die „Benimm-Regeln“ kennt und sich sicher auf „dem Parkett bewegen kann“. Hier leistet dieses Buch wirklich sehr gute Dienste.

Man kann es von vorne bis hinten durchlesen (habe ich gemacht) oder aber man pickt sich einzelne Begriffe heraus und findet hier die besten Erläuterungen.

Ein Literaturverzeichnis und ein Index ergänzen diese wunderbaren Ausführungen.

Fazit:
Ein Buch, das man in jedem Alter lesen kann, der junge Mensch wird hier sicherlich einige Begriffe noch nie gehört haben, der reifere Zeitgenosse kennt sie vielleicht, weiß aber nicht immer etwas damit anzufangen – hier findet er die Erklärungen.

Bewertung: ***** von *****

Das Wintertagebuch (Nigel Slater)

Das „Tag für Tag“-Buch im Winter (Von November bis Februar)

Von Nigel Slater (Foodjournalist) gibt es wieder ein neues Buch. Kein reines Kochbuch, sondern ein Buch  das mit Geschichten und Kochrezepten durch die dunkle Zeit des Jahres führt.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Wintertagebuch“ ist im DUMONT-Verlag 2018 als Hardcover erschienen. Der Bucheinband ist aus schwarzem Leinen und einer kupferfarbenen Prägung von Baumstämmen und Titel gestaltet. Es hat 480 Seiten, als Lesezeichen dient ein graues Stofflesebändchen

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Koch- und Geschichtenbuch findet man vom ersten November bis zweiten Februar jeden Tag Geschichten, Rezepte, aber auch Geschenke- und Weihnachts-Deko-Ideen, alles aufgelockert mit Fotografien der Speisen und weihnachtlichen Bildern.

Am Ende des Buches gibt es ein Rezepteregister (ca. 180 Rezepte) und ein Register über „Besinnlichkeit“ und „Brauchtum“.

Mein Leseeindruck:
In der dunklen Jahreszeit nehme ich mir immer wieder vor, z.B. in Adventskalender-Büchern jeden Tag eine kleine weihnachtliche Geschichte zu lesen. Leider klappt das im Alltag selten, der Wille ist am 1. Dezember noch da, vielleicht noch bis zum Nikolaus-Tag, dann hat mich der weihnachtliche Stress gepackt…

Mit diesem Buch wird es mir sicherlich nicht anders ergehen, zumal man hier ab dem 1. November bis Anfang Februar für jeden Tag, Anekdoten, Geschichten, Kochrezepte, Deko-Ideen, Besinnliches und alles über Brauchtümer an den einzelnen Tagen findet.

Trotzdem lohnt es sich, dieses Buch an einem gemütlichen Leseplatz liegen zu haben. Man muss es ja nicht von vorne bis hinten „lesen“. Ein Blick, ein Blättern – und schon ist man auf einer interessanten Seite hängen geblieben und findet z.B. eine Beschreibung der verschiedenen Weihnachtsbaumarten. Oder aber, man fragt sich, warum soll ich im Winter Rhabarber verarbeiten, wenn man auf ein leckeres Gericht mit Rhabarber stößt. (Oh, da fällt mir ein, ich habe noch eingefrorenen Rhabarber vorrätig…)

Dieses Buch lebt vom Erkunden, vom Staunen (gerade habe ich „Cumberland-Würstchen, Datteln und Pancetta“ entdeckt!). Allein vom Ansehen der Fotos „läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen“. Die Fotos sehen sehr natürlich aus, da sie nicht auf Hochglanzpapier gedruckt sind, somit wirkt das ganze Buch wie ein alter Klassiker.

Schon wenn man das Buch nur in der Hand hält, lässt einen das Gefühl nicht los, als habe man Omas Kochbuch in der Hand.

Die Rezepte setzen meist nur eine kleine Menge von verschiedenen Zutaten voraus. Leider geht die Zubereitung etwas im Fließtext unter.

Als besonderen Mehrwert an diesem Buch finde ich die Beschreibungen von Brauchtümern, denn manches ist in den letzten Jahren doch verloren gegangen.

Fazit:
Ein Buch für Menschen, die Geschichten und das Kochen lieben – und sich jeden Tag ein Stück Gemütlichkeit an tristen Herbst/Winter-Tagen ins Heim herein holen wollen.

Bewertung: **** von *****