Provenzalische Schuld (Sophie Bonnet)

Spannung mit Urlaubsfeeling in den französischen Bergen

Die Krimis um den Kommissar Pierre Durand sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich habe die bisher vier erschienen Bücher alle mehr oder weniger sehr gerne gelesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Provenzalische Schuld“ von Sophie Bonnet ist 2018 als Taschenbuch im Blanvalet-Verlag erschienen. Das Buch hat 333 Seiten. Das Titelbild zeigt ein dörfliches Idyll in der Provence.

Am Ende des Buches gibt es ein dreiseitiges Glossar, das die benutzten französischen Begriffe erläutert und drei Rezepte zum Nachkochen, der im Buch beschriebenen Speisen.

Kurze Zusammenfassung:
Eigentlich wollten Pierre Durand und seine Freundin, Charlotte, die Köchin, ein paar Tage in den wohlverdienten Urlaub fahren. Doch kurz vor ihrer Abreise wird die Frau des Bürgermeisters vermisst. Da zuvor zwei Frauen in der Hochprovence auf mysteriöse Weise zu Tode kamen, ist Durand alarmiert. Als dann auch noch der Bürgermeister unter Verdacht gerät, seiner Frau etwas angetan zu haben, muss sich Pierre Durand auf die Spur der Vermissten machen.

Mein Leseeindruck:
Endlich mal wieder ein Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. So haben mich die Charaktere, die Schauplätze als auch die Handlung voll überzeugt können. Der Krimi ist durchweg spannend, hat seine humorvollen Stellen und vertraute Personen.

Der Urlaubscharakter fehlt ebenfalls nicht, da sich die Szenen in Urlaubsgebieten abspielen. So nimmt man als Leser am Leben in dörflicher Idylle, an Wanderungen als auch Einkehrschwüngen teil. Nebenbei erfährt man auch etwas über das Geocaching (Schnitzeljagd nach Dosen über GPS-Daten).

Man tappt, wie auch der Kommissar, bis fast zum Schluss im Dunkeln. Ein Verdacht macht sich breit, aber die endgültige Lösung des Falles bleibt fast bis zum Ende offen.

Kommissar Pierre Durand wächst einem von Fall zu Fall ans Herz. Er hat eine nette Art und sein Liebesleben gerät unter seiner intensiven Ermittlungsarbeit so manches Mal unter die Räder.

Mir gefallen die Dorf- und Landschaftsbeschreibungen sehr gut. Man fühlt sich in die Urlaubsidylle hineinversetzt und hat die Szenen dadurch sehr schön vor Augen. Für den Leser gibt es keinen Ermittlungsvorsprung, da der Fokus meistens auf den Kommissar gelegt ist.

Mich muss ein Urlaubs-Krimi unterhalten, ich brauche hier nicht unbedingt die gesellschaftskritischen Themen.

Fazit:
Ein Urlaubskrimi, wie geschaffen für den Frankreich-Urlaub. Man kann ihn aber genauso gut an sonnigen Tagen auf der Terrasse im Liegestuhl liegend lesen. Von Vorteil ist es, wenn man die ersten Fälle des Kommissars kennt.

Bewertung: ***** von *****

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Die Buchhandlung der Träume (Cristina di Canio)

Anders als erwartet

Bücher, die auf dem Titelbild Bücher oder eine Buchhandlung zeigen, ziehen mich magisch an. Wenn dann auch der Titel von Büchern handelt, dann muss ich das Buch lesen.

Beschreibung des Buches:
„Die Buchhandlung der Träume“ ist 2018 im Goldmann Verlag als Taschenbuch mit 208 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist eine Buchhandlung abgebildet. Viele bunte Bücher stehen im Schaufenster, auch die Fassade der Buchhandlung ist farblich in Gelb und Blau schön gestaltet.

Die Autorin Cristina Di Canio hat sich selbst den Traum von einer eigenen Buchhandlung in Mailand erfüllt…

Kurze Zusammenfassung:
Nina hat sich ihren Traum von einer eigenen Buchhandlung am Rande von Mailand erfüllt. Um mehr Kunden in ihren Laden zu locken, hat sie sich ein Verschenk-System ausgedacht: Ein Kunde kauft ein für ihn sehr bedeutsames Buch, das dann an den nächsten Kunde, der die Buchhandlung betritt, anonym verschenkt wird. So entwickeln sich Bekanntschaften und auch Freundschaften. Mit zum „Inventar“ gehört Ninas Hilfe Adele, sie ist die stille Beobachterin der Szenen, die sich in dem kleinen Laden abspielen.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich hatte ich mir von diesem Buch mehr versprochen. Die Geschichte/n rund um die Buchhandlung wird von Adele, einer älteren Dame, die Nina im Laden hilft, erzählt. Fast alle Handlungen spielen sich in der Buchhandlung ab.

Adele beobachtet das Treiben im kleinen Laden, lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben und „erzählt“ von ihrem eigenen Leben. So taucht man als Leser in die frühe Jugend Adeles ein, nimmt Teil an der wunderbaren Liebe zu ihrem verstorbenen Mann und dem Aufwachsen ihrer drei Töchter in Italien. So sieht Adele immer wieder Parallelen zu Ninas und ihrem eigenen Leben.

Während Ninas Leben gerade auf dem Kopf steht – sie hat sich von ihrem Freund getrennt – schmieden gute Freunde Pläne, um Nina wieder fröhlich zu machen. Nicht nur durch Zufall tritt plötzlich ein musikalischer Poet in die kleine Buchhandlung.

Zu Konfliktsituationen kommt es, als Ninas Mutter bei Nina einziehen und sich in die Trennung einmischen will. Auch hier hat Adele eigene Erfahrungen parat, die in die Erzählungen einfließen.

Die Autorin hat die verschiedensten Charaktere in Persona der Kunden in diese Geschichte eingebaut. Da gibt es die jähzornigen, die fordernden, die ausnutzenden, aber auch die dankbaren Menschen. Jeder Kunde ist zunächst willkommen, bekommt aber die entsprechende Behandlung.

Es geht in diesem Buch nicht nur um die Leidenschaft des Lesens, sondern ganz viel um Gefühle, Träume und Phantasien, die man hier im Sinne von Freundschaft und Gemeinschaft teilt.

Trotzdem hatte ich mir mehr Handlung versprochen. Dass die Geschichten nur aus dem Blickwinkel der im Ohrensessel sitzenden Adele erzählt werden, wirkt bisweilen etwas seltsam. Der Klappentext hat mich irgendwie etwas anderes erwarten lassen.

Fazit:
Ein kleiner Sommerroman, den man schnell mal zwischendurch liest, der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Bewertung: *** von *****

Blutzucker (Leif Tewes)

Zucker und die Pharmaindustrie

Das Thema Zucker/Blutzucker beschäftigt uns in der Familie, deshalb hat mich dieser Thriller neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
„Blutzucker“ von Leif Tewes ist 2017 im Größenwahn-Verlag als Taschenbuch mit 289 Seiten erschienen. Das Titelbild ist schlicht gehalten, lediglich das „Z“ des Wortes Blutzucker fällt in seiner hellroten Farbe auf dunkelrotem Hintergrund besonders auf.

Leif Tewes ist das Pseudonym des Autors, er ist IT-Experte und lebt im Rhein-Main-Gebiet.

Kurze Zusammenfassung:
Die Firma WorldFood verarbeitet Lebensmittel. Konzernchef Meininger plant, versteckten Zucker zuzuführen, um Diabetes zu fördern, denn der Konzern hat einen Pharmakonzern für Diabetesmedikamente aufgekauft.
Die Freundin Nicole, Journalistin, des Lebensmittelchemikers Paul Hartmann ist in Kolumbien umgebracht worden. War sie auf der Spur eines Skandals um den versteckten Zucker? Paul denkt an Rache, Kommissar Berg und seine Kollegin Landers ermitteln.

Mein Leseeindruck:
Es vergeht kein Tag an dem man in den Medien nicht wieder von einem Lebensmittelskandal hören muss. Somit hat dieser Roman ein sehr realistisches Thema.

Die ermittelnden Personen wirken sympathisch. Man kennt sie schon, wenn man den Vorgängerroman von Blutzucker gelesen hat. Man muss diesen aber nicht zwingend vorher gelesen haben.

Dieser Thriller lebt von der Realität. Großkonzerne kaufen Firmen auf und versuchen, so viel Profit wie möglich zu machen, meist ohne Skrupel. Leif Tewes lässt den Leser hinter die Kulissen schauen. Der Blickwechsel geschieht Kapitelweise. Teils gibt es Rückblicke, das ist leider nicht immer klar ersichtlich.

Die Szenen sind ansonsten klar und sehr bildhaft beschrieben. Man fühlt sich oftmals mitten im Geschehen. Die Geschichte ist gut recherchiert, sie ist spannend und sehr realistisch erzählt.

Mit diesem Thriller hat man nicht nur eine gute Unterhaltung – das Thema Zucker betrifft uns alle. Können wir den Lebensmittelkonzernen noch trauen? Sollten wir nicht noch viel mehr auf unsere Ernährung achten und Speisen möglichst mit „rohen“ Grundnahrungsmitteln zubereiten, deren Herstellung/Anbau/Zucht wir genau kennen?

Fazit:
Ein Thriller mit vielen realistischen Inhalten, spannend erzählt und gut recherchiert.

Bewertung: **** von *****

Frankfurt für Anfänger (Matthias Arning)

DAS Geschenk für Neu- und Alt-Frankfurter

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Geschenkideen – da ist mir dieses Buch über den Weg gelaufen – und als bekennende „Frankfurtliebhaberin“ musste ich es einfach haben!

Beschreibung des Buches:
„Frankfurt für Anfänger“ ist 2018 im Verlag  Edition Frankfurter Ansichten  als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 220 Seiten. Autor Matthias Arning hat die Stadt Frankfurt  am Main schon in jungen Jahren kennen und lieben gelernt. Als politischer Redakteur der Frankfurter Rundschau  und auch als Grundsatzreferent von Claudia Roth (ehem. Oberbürgermeisterin der Stadt) hat er einen ganz besonderen Blickwinkel auf die Stadt. Die Illustrationen wurden von Eva Feuchter erstellt. Sie hat Kommunikationsdesign studiert und hat sich hier ganz besonders mit Stadtszenen und dem Verhältnis zu Menschen befasst.

Auf dem in Schwarz/Weiß gehaltenen Titelbild sieht man einen Radfahrer vor der Skyline am Main entlang fahren. Titel und Buchrücken sind in hellem Gelb gehalten.

Kurze Zusammenfassung:
In 6 Kapiteln („Frankfurter Klassiker“, „Wahrzeichen“, „Kleine Fluchten“, „Meilensteine“, „Strandgut“ und „Frankfurter Ansichten“) findet man Tipps, Lokalitäten, Kurioses und manches weniger bekannte Stück Frankfurt.

Mein Leseeindruck:
Nachdem man sich die „Gebrauchsanweisung“ und „Liebe auf den zweiten Blick“ durchgelesen hat, bleibt man beim ersten Durchblättern allein der wunderbaren Illustrationen wegen an dem ein oder anderen Kapitel hängen und liest sich fest.

Hier findet man selbst als Frankfurt Kenner viel Neues (z.B. war mir das „Ich-Denkmal“ bisher nicht bekannt). Informationen unübersehbar am Textrand platziert, runden die mit kleinen Anekdoten beschriebenen „Sehenswürdigkeiten“ und „Lokalitäten“ ab.

Die Beschreibungen sind kurzweilig und informativ ohne dass sie mit übermäßig vielen geschichtlichen Daten befrachtet sind.

Die wunderschönen Illustrationen fallen besonders durch ihre Originalität und den gewissen Pfiff auf.  Das Gelb des Buchrückens findet man auch hier immer wieder z.B. in den Überschriften und als „Hingucker“ auf so manchem Bild.

Fazit:
Ein tolles Geschenk für Neu-Frankfurter aber auch für Frankfurter, die glauben, ihre Stadt wie ihre Westentasche zu kennen. Gerade die werden sich wundern, was die facettenreiche Stadt am Main noch alles zu bieten hat.

Bewertung: ***** von *****

Frankfurt Kalender 2019 (Adrienne Schneider, Rainer Vollmar)

Es gibt ihn wieder, den Kalender für alle Frankfurt am Main Fans: Jetzt schon an 2019 denken!

Nachdem ich dieses Jahr den Frankfurt Kalender 2018 (nach über 30 Jahren gab es meinen geliebten Burda-Kalender nicht mehr) in Benutzung habe, freue ich mich, dass auch 2019 ein Frankfurt Kalender vom Societäts-Verlag angeboten wird.

Eigentlich bleibe ich gerne „meinem“ Kalender in Form und Art treu, dieser neue Kalender ist allerdings deutlich größer als sein Vorgänger. Er ist um 2,5 bzw. 5 cm in Breite und Höhe gewachsen. Doch da ich im Laufe dieses Jahres gemerkt habe, dass mir der Platz für Eintragungen (ich benutze meine „Taschenkalender“ immer als eine Art Tagebuch) leider doch zu knapp bemessen ist, kommt mir dieses Wachstum sehr entgegen.

Der Kalender ist 13 cm breit und 19,5 cm hoch. Er hat einen weißen Leineneinband en. Auf der Vorderseite ist der Kalender blau mit einem Muster (Bembelmuster) bedruckt, zwei ebenso blaue Streifen verlaufen am oberen Rand auch auf der Rückseite.  Ein weißes Lesebändchen ziert den Kalender und hilft so zum Auffinden der aktuellen Woche.

Aufgebaut ist dieser Kalender ähnlich wie sein Vorgänger, er bietet Platz für persönliche Daten, wichtige Telefonnummern (einige sind schon eingetragen) und auf den ersten Seiten eine 12seitige Monatsübersicht. Termine für sämtliche Frankfurter Festivitäten sind bereits im Kalender eingetragen. Schulferien und eine einseitige Jahresübersicht für das Jahr 2020 schließen sich an.

In diesem Kalender sind die Wochentage/eine Woche auf zwei vollen Seiten angelegt. So hat man deutlich mehr Platz, um pro Tag ausführliche Eintragungen vorzunehmen. Im 2-Wochen Rhythmus gibt es eine ganze Seite für Notizen und eine Seite mit einem Comic bzw. eine kurze Frankfurter Anekdote oder ein Frankfurter Rezept. Fast wöchentlich findet man „Mundart“ , „Rezepte“, „Persönlichkeiten“ oder „Frankfurter Wissen“ (jeweils auf der zweiten Wochenseite.

Im Anhang befinden sich einige Informationen über die Stadt:
Frankfurter Stadtteile, Wochenmärkte in Frankfurt, Preise und Ehrungen der Stadt Frankfurt, Frankfurter Museen, Frankfurter Bühnen, Kinos, Frankfurt in der Literatur, Frankfurt für Feinschmecker, Wasserhäuschen, Schwimmbäder, Frankfurter Wörterbuch, Apfelweinwirtschaften, Hochhäuser, Frankfurt – die internationale Stadt  und drei frei Seiten für eigene Notizen.

Fazit:
Auch wenn dieser „Frankfurter Kalender“ für das Jahr 2019 gewachsen ist, so werde ich ihn als Folgekalender einsetzen, denn aktuell dient mir der Taschenkalender 2018 hauptsächlich als „Tagebuch“ (Termine werden zuhause vom online-Kalender nachgetragen), so dass ich den großformatigen Kalender ebenfalls, zwar mit Terminen bestückt, aber nur zuhause im Einsatz haben werde. Als „Frankfurter“ Schmuckstück wird er auf meinem Buchständer im Esszimmer auch wieder ein kleiner Blickfang werden.

Auch mit diesem Kalender für das Jahr 2019 kann man einem Frankfurter (Fan) bestimmt eine Freude machen. Selbst wenn d. Beschenkte damit keine Termine führt, die Informationen und das Wissenswerte rund um die Stadt machen diesen Frankfurt Kalender zu einem wunderbaren Geschenk.

Bewertung: ***** von *****

Unterwegs mit Bodie (Belinda Jones)

Eine Reisegeschichte – mit Hund

Da ich gerne reise und in meiner Freizeit einige Stunden die Woche mit Tieren (u.a. Hunden im Tierheim) verbringe, hat mich dieses Buch sofort angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„Unterwegs mit Bodie“ von Belinda Jones ist im Benevento-Verlag als Taschenbuch 2018 mit 312 Seiten erschienen. Auf dem Cover sieht man Bodie, den „Reisehund“. Geblendet durch die Sonne, bei strahlend blauem Himmel, wirkt der Hund mit seinen geschlossenen Augen freundlich und entspannt.

Kurze Zusammenfassung:
Die Autorin Belinda Jones, die bisher hauptsächlich Liebesromane geschrieben hat, erzählt hier ihre Reisegeschichte mit einem Hund, den sie vor der Todesspritze aus dem Tierheim gerettet hat. Auch sie erfährt eine Wendung in ihrem Leben. Auf 3000 Kilometer an der Westküste der USA erleben die beiden so manches Abenteuer bei der Begegnung mit Mensch und Tier.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist autobiografisch. Die Autorin hat hier ihre Erlebnisse auf einer langen Reise mit ihrem neuen Freund, dem Hund Bodie, sehr intensiv beschrieben. Ihre Gedanken, ihre Enttäuschung, ihr Verlassen sein von ihrem Freund, all das arbeitet sie in diesem Buch auf.

Zu Beginn war ich sehr angetan von der Erzählung: Wie Belinda zu ihrem Hund kam, wie die ersten Tage mit ihm verliefen und auch der Aufbruch an die Westküste der USA haben mich neugierig auf den weiteren Verlauf der Reise gemacht. Auch die Freude, die sie mit dem neuen Freund Hund erlebt, kann man miterleben.

Allerdings habe ich gemerkt, dass mich das Buch dann doch nicht so ganz in seinen Bann gezogen hat. Die Beschreibungen der Unterkünfte verloren nach und nach ihren Reiz für mich. Die Anekdoten über die Treffen mit anderen hundebegeisterten Menschen sind mir nach ein paar Tagen Abstand vom Buch auch nicht mehr besonders in Erinnerung geblieben.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich keinen eigenen Hund habe. Ein Mensch-Hund-Team kann mit diesem Buch eventuell mehr anfangen. So könnte man sich z.B. auf die gleiche Reise machen, wie Belinda und Bodie.

Gefreut hätte ich mich, wenn ich in dem Buch die Fotos gefunden hätte, die ich mir von Literaturtest, Berlin, habe zuschicken lassen. Diese Fotos sind wirklich gelungen.

Fazit:
Hundeliebhaber mit eigenem Hund finden in diesem Buch Anregungen für die Reise mit ihrem Liebling. Hier werden Unterkünfte auf der Reise im Westen Amerikas sehr gut beschrieben. Fotos von der Reise hätten dieses Buch sicherlich bereichern können.

 

Bewertung: *** von *****

Die Eishexe (Camilla Läckberg)

Schwedenkrimi mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und geschichtlichem Hintergrund

Beschreibung des Buches:
Der schwedische Krimi „Die Eishexe“ von Camilla Läckberg ist im Ullsteinbuch-Verlag 2018 erschienen. Er gehört zu einer Reihe von Krimis um den Kommissar Patrik Falck und seiner Frau Erica, einer Autorin, im kleinen schwedischen Fischerdorf Fjällbacka. Das Buch umfasst 752 Seiten.

Das Titelbild ist passend zu den neueren Krimis dieser Krimireihe (10. Fall) um den Kommissar Patrik Falck und passend zum Inhalt ausgewählt. Es zeigt einen fast abgestorbenen Baum im Nebel in einer eisigen Landschaft.

Kurze Zusammenfassung:
Ein Mädchen wird vermisst und tot aufgefunden, genau an der Stelle, an der auch 30 Jahre zuvor ein kleines Mädchen tot entdeckt wurde. Die damals 13jährigen verdächtigen Mädchen halten sich mittlerweile wieder in Fjällbacka auf. Haben sie auch jetzt etwas mit dem Tod dieses Mädchens zu tun?

Mein Leseeindruck:
Bisher haben mir die Krimis von Camilla Läckberg immer recht gut gefallen, an diesem Buch, das ja auch ausgesprochen viele Seiten hat, habe ich mehrere Wochen mit Unterbrechung gelesen.

Im Krimi gibt es regelmäßig Rückblicke auf ein Geschehen 30 Jahre zuvor und um die „Eishexe“ im 17. Jahrhundert. Teilweise ähneln sich die Fälle. Zunächst war mir nicht klar, was die Rückblicke in das 17. Jahrhundert mit dem eigentlichen Krimi zu tun haben sollten, (ein Hinweis findet sich am Ende des Krimis).

Viele der Protagonisten waren mir aus den älteren Krimis schon bekannt, wie die Ermittler Melberg, Patrik und dessen Frau Erica, die Autorin. Sie ist es, die in dieser Krimi-Reihe immer wieder die entscheidenden Hinweise zur Lösung der Fälle durch ihre Buchrecherchen findet. In diesem Fall schreibt sie an einem Buch über den Tod des kleinen Mädchens 30 Jahre zuvor.

Der Krimi beginnt geheimnisvoll. Es gelingt der Autorin immer wieder Spuren zu legen, die sie gut am Ende der Geschichte wieder zusammenfügt. Neben den Rückblicken in das 17. Jahrhundert, hier die Hexenverbrennung, fließen auch aktuelle Themen wir z.B. Flüchtlingsleben und -unterbringung in Schweden in diesen Krimi ein.

Der Sprachstil der Autorin bzw. die Übersetzung gefällt mir. Sie schreibt sehr bildhaft, so dass man sich die Szenen sehr gut vorstellen kann. Gerne würde ich deshalb auch einmal in dieses kleine Örtchen Fjällbacka reisen und mich auf die Spuren der Autorin Erica machen.

Mir gefällt auch, dass das Familienleben von Patrik und Erica eine Rolle in den Krimis erhält. Man erfährt so auch doch einiges über die Rollenverteilung und das Familienleben in Schweden und die Personen wachsen einem von Fall zu Fall ans Herz.

Alles in allem fand ich diesen Krimi spannend, aber eindeutig zu langatmig und die vielen Rückblicke haben mich eher verwirrt als dass sie für mich in die aktuelle Handlung hineingepasst hätten.

Fazit:
Wer Krimis liebt und Informationen zu geschichtlichen Hintergründen der Hexenverfolgung in Schweden im 17. Jahrhundert nicht abgeneigt ist, sich nicht durch verschiedene Zeitebenen verwirren lässt – und dicke „Schwarten“ mag, der sollte diesen Krimi lesen. Mir war er alles in allem zu langatmig.

Bewertung: *** von *****