Grace Kelly und Diana Spencer (Thilo Wydra)

Zwei Frauen unterschiedlicher Generation  – und was sie verband

Grace Kelly als auch Diane Spencer gehören zur jüngeren Zeitgeschichte, die auch mein Leben begleitet hat. Hat nicht der ein oder die andere als Kind oder Erwachsene/r vor dem Fernseher gesessen als die eine heiratete, aber auch als die große Trauergemeinde über den Bildschirm lief?

Beschreibung des Buches:
„Grace Kelly und Diana Spencer“ ist im Heyne-Verlag 2022 als Hardcover Buch erschienen. Es hat 384 Seiten. Das Cover ist zeigt Grace Kelly als auch Diana Spencer jeweils in einer schwarz/weiß Fotografie, beide mit einem Lächeln im Gesicht.

Kurze Zusammenfassung:
Der Autor hat in diesem Buch das Aufwachsen der beiden Frauen in ihren Familien, ihr Kennenlernen mit ihren zukünftigen Ehemännern, ihre erste gemeinsame Begegnung und ihren jeweiligen Todestag beschrieben. Begleitet werden seine Worte mit zahlreichen Fotos aus dem Leben der beiden Frauen.

Mein Leseeindruck:
31. August 1997, fast jeder Mensch, der damals gelebt hat, kann sich an den Todestag von Diana erinnern. Man vergisst nie, was man an diesem Tag gemacht hat. Die Bilder der völlig demolierten Limousine gingen durch die Welt…

Der Autor hat hier in diesem Buch viele bisher unveröffentlichte Dokumente verarbeitet und analysiert, so dass er zum Ergebnis kam, dass beide Frauen gewisse Parallelen in ihrem Lebensweg und ihren Einstellungen zum Leben hatten.

So finden sich hier Hinweise und Dokumente auf einen Briefwechsel zwischen den beiden Frauen nach ihrer ersten Begegnung.

Beide wuchsen als Kind unter mehreren Geschwistern auf. Sie heirateten schnell nach dem ersten Kennenlernen ihre monarchischen Ehemänner, sie waren Familienmenschen und sie setzten sich im Rahmen ihrer natürlich besonderen, privilegierten Möglichkeiten sehr für Menschen in Nöten auf der ganzen Welt ein.

Beiden war eine ganz besondere Aura gegeben. Während Grace jedoch schon in jungen Jahren als Filmstar bekannt und selbstbewusst durchs Leben gehen konnte, so musste Diana ihren Weg, der von Schüchternheit geprägt war, noch finden.

Mir haben die Zusammenstellung der Fotos und die parallel beschriebenen Lebensabschnitte der beiden Frauen sehr gefallen. Vieles blieb der Öffentlichkeit bisher verborgen oder man hat es nicht ganz so wahrgenommen.

Auf alle Fälle hat mich das Buch in die Zeiten vor 1997 zurück versetzt und ich konnte mich an die ein- oder andere Geschichte sogar dann doch erinnern.

Fazit:
Ich habe mit dem Buch ein paar gemütliche Lesestunden verbunden und bin in die Vergangenheit getaucht.

Bewertung: **** von *****

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Wer ist der Mörder? (Modesto Garcia/Javi de Castro – Illustration)

Comic-Krimis zum Selbstlösen

Ich liebe Rätsel und Krimis, in diesem Buch ist beides vereint.

Beschreibung des Buches:
„Wer ist der Mörder?“ von Modesto Garcia ist bei YES Publishing 2022 mit 222 Seiten als Hardcover erschienen. Auf dem Cover ist ein Schauplatz eines Verbrechens als Comic Bild abgebildet. Das Bild ist dunkel gehalten, nur das Opfer in einer Blutlache ist in leuchtender Farbe dargestellt.

Kurze Zusammenfassung:
In diesem Buch werden 12 „Fälle“ durch ein gezeichnetes Bild dargestellt. Es gilt, durch intensive Betrachtung der Einzelheiten, die auf den Folgeseiten detaillierter dargestellt sind, den Fall zu lösen und den Tathergang zu rekonstruieren.

Mein Leseeindruck:
Das ist ein tolles Buch zum Selbstlösen von Kriminalfällen. Die Zeichnungen sind in Comic-Stil, sie sind sehr detailliert und sie „erzählen“ förmlich eine Geschichte, man muss nur genau hinschauen.

Schon nach dem ersten Fall hat man ein Gespür davon, was man  bei den Fällen besonders beachten muss. Dabei geht es um versteckte, verschlüsselte Hinweise, die entweder aus der Zeichnung „abzulesen“ sind, die man aber auch z.B. mit Hilfsmitteln, wie dem Smartphone abhören kann.

Da gibt es manches Mal eine Internetseite, die man aufrufen muss, einen QR-Code zum Scannen oder ähnliches. So wird das Rätseln interaktiv.

Kommt man nicht weiter, findet man einige Lösungshinweise in Spiegelschrift auf Folgeseiten des Fall-Bildes.

Glaubt man den Fall gelöst zu haben, so kann man sich die Schritt für Schritt Lösung und den rekonstruierten Tathergang zu Gemüte führen.

Mir hat das Rätseln der Fälle Spaß bereitet – auch wenn ich die Krimis nicht komplett ohne Lösungshilfen aufklären konnte, so hat es meinen Blick auf die versteckten Hinweise geschärft und ich habe mich gefreut fast immer auf der richtigen Spur gewesen zu sein.

Fazit:
Ein schön gestaltetes Buch zum Krimirätseln, das man alleine, aber auch zu mehreren (dann vielleicht als Spiel) nutzen kann. Das Buch eignet sich für Jugendliche als auch für Menschen, die gerne rätseln und sich dabei der unterschiedlichsten Lösungsansätze bedienen können. Prima auch als Geschenk geeignet.

Bewertung: ***** von *****

Wir informieren uns zu Tode (Gerald Hüther/Robert Burdy)

Wie wir der Informationsflut entkommen können

Gerade nach dem 24.02.2022 musste ich erkennen, dass mich zu viele Informationen täglich, ja fast minütlich, in Form von Push-Meldungen oder Mails erreichten. Ich habe sie dann kurzerhand sehr radikal reduziert und fahre damit seitdem sehr gut. Wie aber kann man im Alltag die notwendigsten Informationen filtern, die Erkenntnis versprach ich mir von diesem Buch.

Beschreibung des Buches:
„Wir informieren uns zu Tode“ von Gerald Hüther und Robert Burdy ist 2022 als Hardcover im Herder Verlag mit 239 Seiten erschienen. Das Cover ist eher schlicht gehalten, es zeigt die Portraits der Autoren auf grauem Hintergrund.

Kurze Zusammenfassung:
Die Autoren Gerald Hüther, Hirnforscher (Neurobiologe) und Verfasser zahlreicher Bücher und Robert Burdy, Journalist befassen sich in diesem Buch in drei Kapiteln mit dem „Absturz“, dem „Reset“ und dem „Neustart“ der Informationsflut. Wie gehen wir am besten damit um, was für Konsequenzen ziehen wir daraus und was brauchen wir als Menschen, um unser Leben selbst zu gestalten – ohne den Zwang der Außenwelt.

Mein Leseeindruck:
Im Alltag werden wir mit Informationen zugeschüttet. Folgt man in den Sozialen Medien zahlreichen Accounts, so bekommt man immer mehr ähnlicher Seiten in den Fokus, die derer ähneln, die man schon „abonniert“ hat. Die Einflussnahme nimmt immer größere Züge an. Wer hier nicht den Stecker zieht oder mit gesundem Menschenverstand an die Sache geht, der ist verloren…

Die Autoren beleuchten hier viele Bereiche, die uns im Alltag begegnen. Man bekommt hier den Spiegel vorgehalten und macht sich wirklich Gedanken, wohin das noch führen soll.

Mir gefällt an diesem Buch, dass hier zwei Autoren unterschiedlichsten beruflichen Hintergrunds ihre Vorstellung von einem „unverwickelten“ Gehirn zusammengetragen und dargestellt haben.

Letztendlich geht es doch darum, dass man als Mensch sich seines eigenen Verstandes bedienen solle. Dem einen gelingt das früher im Leben, der anderen später. Schon im Kindesalter werden hier oftmals die Weichen gestellt. „Man“ will gefallen und macht, was die Eltern/Lehrer von einem erwarten. Hat man sich davon befreit, lebt es sich oftmals leichter, freier und unbeschwerter.

Fazit:
Mich hat das Buch berührt, es hat mir den Spiegel vorgehalten – mich angehalten, meinen Alltag zu überdenken. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: „Es beginnt ja bereits mit einem Lächeln, das wir einem anderen Menschen schenken. Und das enthält mehr Informationen als tausend Worte“.

Bewertung: **** von *****

Die Braubachstraße (Dagmar Priepke)

Die kulturell lebendige Straße im Herzen von Frankfurt

Seit 25 Jahren arbeite ich quasi um die Ecke der Braubachstraße u.a. deshalb habe ich einen ganz besonderen Bezug zu diesem Buch.

Wer auf der Suche nach einem Reiseführer für Frankfurt ist oder nach einem Weihnachtsgeschenk für Frankfurt Fans sucht, der kann an diesem Buch nicht vorbeigehen. Die Autorin Dagmar Priepke, auch als Stadtführerin unterwegs, hat hier eine der lebendigsten Straßen Frankfurts beschrieben, die sich angrenzend an der neuen Altstadt Frankfurts befindet.

Beschreibung des Buches:
„Die Braubachstraße“ ist 2022 im axel dielmann – verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 176 Seiten. Auf dem Titelbild ist die Braubachstraße in östliche Richtung abgebildet. Im unteren Bereich findet man einige Bilder aus dem Buch.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch beschreibt die Straße, ihre Menschen und Häuser. Neben städtebaulichen Informationen und Geschichten portraitiert Dagmar Priepke in jeweils einem Kapitel jedes einzelne Haus/Hausnummer der Braubachstraße. Am Ende des Buches gibt es noch Infos und Tabellen.

Mein Leseeindruck:
Schon beim Blättern fällt auf, dass das Buch von seinen Bildern von den Menschen und den Häusern, die man in der Braubachstraße entdecken kann, lebt.

Was mir bei diesem Buch aber ganz besonders auffällt, ist der Sprachstil, der mir sehr gefällt. Hier merkt man, dass Dagmar Priepke als Stadtführerin genau hinschaut und alles erklärt, was zu sehen ist. Auch die Hintergründe, die Geschichten um die Menschen und Häuser erzählt sie ganz wunderbar.

Wer als Tourist die neue Altstadt besucht, der kann sich mit diesem Buch auf Spurensuche in der angrenzenden Braubachstraße machen, flanieren, schauen, einkehren, gut essen und Menschen beobachten.

Mich haben die Beschreibungen gefesselt. Noch nie habe ich mir diese Straße so genau angeschaut, obwohl ich seit mehr als 25 Jahren um die Ecke arbeite, manch eine Mittagspause mich durch die Straße schlendern ließ – aber mir fehlten die Geschichten dazu. Hier habe ich sie – ich werde mich mit diesem Buch auf den Weg machen und mir die Häuser mit ihren Menschen einmal ganz genau anschauen.

Fazit:
Das Buch ist ein wunderbares Geschenk – für die Straße und ihre Menschen – und ganz besonders für Menschen, die die Stadt Frankfurt am Main lieben – sei es als Besuchende oder als Einheimische.

Düstersee (Elisabeth Herrmann)

Solider Kriminalroman – ein neuer Vernau Fall

Dies ist der 7. Fall des Anwalts Joachim Vernau. Bisher habe ich nur einen Fall aus dieser Reihe gelesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Düstersee“ ist im Goldmann-Verlag im August 2022 als Taschenbuch mit 460 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sind ein See, eine alte Villa und ein rot gefärbter Himmel zu sehen. Alles wirkt düster und geheimnisvoll.

Kurze Zusammenfassung:
Joachim Vernau ist eingeladen in der Uckermark im Bootshaus der Villa des Philosophieprofessors Christian Steinhoff ein paar Urlaubstage zu verbringen. Doch kurz nach seiner Ankunft findet Vernau die Leiche Steinhoffs. Als dann auch noch eine junge Frau des Ortes tot aufgefunden wird, stürzt sich Vernau in die Ermittlungen…

Mein Leseeindruck:
Irgendwie hatte ich die letzten Wochen im Übergang zum Herbst eine leichte Leseblockade. In den Sommermonaten wecken mich an den Wochenenden die Sonnenstrahlen, im Herbst bleibt es lange dunkel, so dass das morgendliche Lesen an Samstagen und Sonntagen dann doch recht kurz ausfiel.

Der Krimi konnte mich zudem zu Beginn nicht so richtig fesseln. Nachdem ich mich aber dann eingelesen hatte, tauchte ich immer tiefer in die Geschichte ein. Er ist aus der Sicht Vernaus geschrieben, nur einige wenige Kapitel sind es nicht.

Durch die Erzählweise ist man beim Lesen nah an der Ermittlungsarbeit und hat Teil an Vernaus Privatleben, was so manche lustige Überraschung bereithält. Auch Vernaus Mutter wird in die Geschehnisse in Düstersee hineingezogen, hat sie doch einen Aufenthalt mit ihrer Mitbewohnerin, die eine Beziehung zu Düstersee hat, in diesem düsteren Ort geplant.

Im Laufe des Krimis kristallisiert sich heraus, dass vieles mit einem Brand 10 Jahre zu vor zu tun hat. Ist Vernau einer Familientragödie auf der Spur? Oder geht es hier um weit mehr – den Spekulationen um Häuser und Grund und Boden in der Uckermark?

Die Autorin hat die Spuren gut gelegt, hier einige Verdächtige präsentiert und einen charismatischen Anwalt erfunden, der auch in diesem Fall wieder seine besondere Fähigkeiten in Recherche und Ermittlungsarbeit zeigt.

Fazit:
Mich hat der Krimi sehr gut unterhalten. Auch wenn ich bisher nur einen „Vernau-Fall“ gelesen habe, so war das hier kein Problem. Man kann diesen Krimi auch ohne die Vorgänger zu kennen lesen.

Bewertung: **** von *****

Die Buchhändlerin – Die Macht der Worte (Ines Thorn)

Buchhändlerin Christa – die 1950er bis 1960er Jahre in Frankfurt am Main

Der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen, nicht zuletzt, weil er in Frankfurt am Main spielte. Natürlich wollte ich wissen, wie es mit Christa und ihrer Familie weitergeht.

Beschreibung des Buches:
„Die Buchhändlerin: Die Macht der Wort“ von Ines Thorn ist im rowohlt Verlag 2022 als Taschenbuch mit 341 Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Auf dem Titelbild sieht man eine junge Frau, die vor einer Buchhandlung steht. Sie hält ein Buch in der Hand.

Kurze Zusammenfassung:
Im ersten Band wurden die 1940er Christas Familie erzählt. Christa ist in Frankfurt am Main aufgewachsen. Ihr Germanistikstudium hat sie abgeschlossen, ihre Doktorarbeit bricht sie ab, weil sie ihre Familie (Onkel, Pflegesohn, Ehemann) unterstützen will. Sie hilft weiterhin in der ehemaligen Buchhandlung ihres Onkels, unterstützt den Pflegesohn in seinem Antiquariat und führt den Haushalt als Ehefrau. Doch das erfüllt sie nicht…

Mein Leseeindruck:
Auch dieser Teil der Reihe hat mich an meinen Leseabenden gefesselt. Hier werden die 1950er und 1960er Jahre mit allen Konflikten, die besonders die Frauen innerlich mit sich führten, beleuchtet.

Der Fokus liegt eindeutig auf Christa. Immer wieder bremst sie ihre eigenen Wünsche aus, wenn die Familie sie braucht. Es ist die Stellung der Frau in der Gesellschaft, die hier ein großes Thema ist.

Mit den Männern hat Christa auch kein Glück. Den Mann, den sie liebt, verlässt sie, weil sein Vater während des Krieges eine leitende Funktion in einem Konzentrationslager hatte.

Ein weiterer Aspekt in diesem Buch ist das Buchwesen, hier bekommt man einen Einblick auch in die damals ausgeführten Buchmessen in Frankfurt.

Mir gefallen in diesem Buch wieder einmal die Beschreibungen der Schauplätze in Frankfurt – besonders im Vergleich zu heute. Was mir an dieser Reihe auch sehr gut gefällt, ist das Einfließen vieler realen Ereignisse und die politischen Situationen u.a. die Beschreibung der Studentenunruhen insbesondere, weil Christas Stiefsohn mit einer sehr selbstbewussten jungen Studentin liiert ist.

Gerade mit diesem Titel „Die Macht der Worte“ gelingt es der Autorin, das Deutschland der 1950/1960er Jahre in Deutschland darzustellen und mit einer hin- und hergerissenen jungen Frau zu bebildern.

Fazit:
Auch dieser Teil der Reihe ist ein Buch für Frankfurt- und Literaturliebhaber. Mir hat der Roman gut gefallen und ich würde mich auch einen dritten Teil sehr freuen.

Bewertung: **** von *****

Spaziergang zu dir selbst (Biyon Kattilathu)

Ein Spaziergang zum Glück und zur Zufriedenheit

Vom Autor habe ich bereits ein Buch gelesen, das mich sehr inspiriert hat. Aufgrund des Titels und des vorangegangenen Leseerlebnisses habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Spaziergang zu dir selbst“ ist 2022 im GU-Verlag als Hardcover erschienen. Es umfasst 190 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
Biyon Kattilathu ist indischer Abstammung, er ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und arbeitet mittlerweile als Motivations-Entertainer. Mit diesem Buch geht man ein paar Schritte mit dem Autor durch einen imaginären Wald. Dabei geht es um Akzeptanz, den eigenen Weg, Schritte mit Mitmenschen, Schritte zum inneren Kind, um die Liebe, Schritte nach Hause…

Mein Leseeindruck:
Das Buch besteht aus 8 Kapiteln, die sehr schön aufgebaut sind. Es gibt immer eine Seite zum selbst gestalten, inspirierende Sprüche und kleine Zeichnungen. Der Autor spricht mich als Lesende direkt an. So werde ich beim Lesen „abgeholt“ und mitgenommen.

Schon bei den einzelnen „Gesprächen“ fühle ich mich angesprochen und berührt. Diese direkte Ansprache macht etwas mit einem. Man fühlt sich „verstanden“ und kann die Beispiele aus Biyons Leben sehr gut nachvollziehen und oftmals mit den eigenen Erlebnissen vergleichen.

Es geht hier in diesem Buch um die Selbstliebe, Achtsamkeit und letztendlich um das eigene Glück, dass sich am besten „einstellt“, wenn man seine eigenen potentiale nutzt, Dinge akzeptiert, die man selbst nicht ändern kann, aber dennoch Dinge ändert, die einem nicht gut tun.

Fazit:
Das Buch hat mich an zwei Wochenenden morgens begleitet. So konnten die Tage erstaunlich gut beginnen. Tolles Buch – auch als Geschenk wunderbar geeignet.

Bewertung: ***** von *****

Die Toten von Fleat House (Lucinda Riley)

Ein atmosphärischer Krimi – mein bisheriges Highlight 2022

Die Bücher von Lucinda Riley, die ich bisher gelesen habe, haben mir sehr gut gefallen – hier haben mich die Kurzbeschreibung und tatsächlich auch das Titelbild angesprochen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Die Toten von Fleat House“ ist 2022 als Hardcover im Goldmann-Verlag erschienen. Das Buch hat 499 Seiten. Das Titelbild sieht geheimnisvoll aus, es zeigt ein altes Gebäude unter einem dunklen Wolkenhimmel.

Der Krimi ist 2006 geschrieben worden. Rileys Sohn hat ihn nach dem Tod der Mutter veröffentlicht. Offenbar sollte es der Beginn einer Reihe werden.

Kurze Zusammenfassung:
Die junge Ermittlerin Jazz Hunter hatte sich eine Auszeit in Nofolk von ihrer Arbeit nach einer gescheiterten  Beziehung  in London genommen. Doch der kleine Ort wird von einem Todesfall überschattet. Ein Schüler des ansässigen Internats Fleat House wird tot aufgefunden. Schon hat Jazz ihren ersten Fall an ihrem neuen Arbeitsplatz. Es scheint viele Geheimnisse um das Internat zu geben…

Mein Leseeindruck:
Von Anfang an habe ich diesen Krimi verschlungen. Der Schreibstil der Autorin liegt mir. Selbst bei den vielen verschiedenen Namen und Charakteren kam ich, nicht wie üblich, durcheinander. Die Personen sind einfach sehr gut beschrieben und deshalb gut auseinander zu halten.

Das Atmosphärische ist das, was diesen Krimi ausmacht:
In den alten Gemäuern ein Todesfall – und weitere Geheimnisse, die sich erst nach und nach offenbaren. Dazu noch eine ganz besondere Familiengeschichte und –konstellation.

Die Autorin hat die Spuren weit ausgelegt und mit einem roten Faden gekonnt wieder zusammengefügt. Wunderbar ist ihr das gelungen.

Auch die Beschreibungen der Szenerien sind erwähnenswert. Ich fühlte mich förmlich in die alten Gemäuer hineinversetzt.

Neben all der Ermittlungsarbeit hat es mir auch die persönliche Entwicklung der Ermittlerin angetan, die hier nicht unerwähnt bleiben soll. Denn auch das macht für mich einen guten Krimi aus.

Schade, dass es leider keinen weiteren Band um die Ermittlerin Jazz Hunter geben wird. Dieser Krimi hat mir außerordentlich gut gefallen.

Fazit:
Ein wunderbarer Krimi, sehr lesenswert !

Bewertung: ***** von *****

Niu (Kathrin Werner)

Feinfühliger Roman über eine Beziehung – in New York


Es handelt sich hier um einen Erstlingsroman.

Beschreibung des Buches:
„Niu“ ist 2022 im Atlantik Verlag als Hardcover mit 254 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild kann man aus einem Fenster auf die Stadt New York schauen, nackte Männerbeine auf einem Bett ragen in das Bild hinein.

Kurze Zusammenfassung:
Carmen und Thomas wagen einen Neuanfang in New York. Während Thomas unmittelbar nach ihrem Umzug bei einem Startup beginnt, hat Carmen noch einen Monat Zeit, um dann als Anwältin in einer großen Kanzlei anzufangen. Beide lernen unabhängig voneinander Niu kennen – eine junge Musikerin. Und schon läuft nicht alles nach Plan…

Mein Leseeindruck:
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Ich liebe die Stadt New York. Die Beschreibungen der Szenerien mit Geräuschen, Gerüchen und Bildern ist der Autorin wirklich gelungen. Ihr gelingt ein wunderbares Stimmungsbild. Das kann man besonders wahrnehmen, während Carmen Straße für Straße täglich abläuft. Hier kann man wunderbar in New York eintauchen.

Die Geschichte um Thomas, Carmen – und – Niu ist ungewöhnlich, aber sehr gefühlvoll geschrieben. Man leidet mit ihnen, man fühlt mit ihnen. Das gelingt durch die wechselseitige Sicht auf Carmen und Thomas.

Es ist ein berührender Roman, durch Niu gelangen die Wünsche, Sehnsüchte und Gefühle von Carmen und Thomas ans Tageslicht. Beide haben zurückliegende Geschehnisse zu verarbeiten, was ihnen bisher nicht gelungen zu sein scheint…

Das Ende kommt etwas plötzlich, hier hätte die Geschichte sicherlich noch ein wenig potential gehabt.

Fazit:
Ein wunderbares Erstlingswerk, das es lohnt zu lesen. Mich hat der Roman gefesselt, nicht zuletzt durch die Location New York.

Bewertung: **** von *****

Stille blutet (Ursula Poznanski)

Auftakt einer neuen Reihe


Von Ursula Poznanski habe ich bereits Bücher gelesen, diese fand ich sehr spannend. Deshalb und aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Beschreibung des Buches:
Der Thriller „Stille blutet“ von Ursula Poznanski ist 2022 als Taschenbuch im Knaur-Verlag erschienen. Das Buch hat 397 Seiten.

Das Cover ist in Rot/Schwarz gestaltet. Der Wiener Stephansdom ist hier zu sehen. Da der Thriller in Wien spielt, passt das Titelbild sehr gut zum Inhalt des Buches.

Kurze Zusammenfassung:
Eine Wiener Nachrichtensprecherin kündigt vor laufender Kamera ihren eigenen Tod an – kurze Zeit später ist sie tatsächlich tot. Auch ein bekannter Blogger verkündet in den sozialen Medien seinen Tod. Ihm ergeht es ebenso, wie der Nachrichtensprecherin, er wird ermordet.

Schnell wird vom Ermittlerteam um die junge Fina Plank ein Mann verdächtigt, der irgendwie mit beiden Personen Kontakt gehabt haben muss…

Mein Leseeindruck:
Mich haben die Themen Medien und Soziale Medien in Verbindung mit einem Mord neugierig gemacht. Die Idee, den eigenen Tod vom Mordopfer ankündigen zu lassen, ist hier faszinierend und makaber zugleich. Man fragt sich gleich zu Beginn, wie konnte der Text, den die Nachrichtensprecherin Nadine Just vorlesen musste, in ihren Teleprompter gelangen.

Dass der besorgte Ex-Freund Tibor Glaser Nadine dann auch noch selbst tot auffindet, macht ihn sofort zu einem Tatverdächtigen. Auch deshalb ermittelt er selbst und findet doch tatsächlich den nächsten „Kandidaten“, was seine Situation nicht verbessert, sondern verschlimmert.

Die mit dem Fall beauftragte junge Ermittlerin Fina Plank muss sich gegenüber ihrem Kollegen durchsetzen, der sie ständig demütigt und bloßstellt.

All diese Charaktere bilden ein spannendes Zusammenspiel in diesem Thriller. Denn neben der Ermittlungsarbeit bieten auch die Umgehensweise der handelnden Personen miteinander einen interessanten Aspekt in diesem Thriller. Frauen bei der Kriminalpolizei? Das scheint nicht jedem Kollegen zu gefallen.

Was nach einer Absprache und einem Serienmord auszusehen scheint, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer Jagd auf den „vermeintlichen“ Mörder.

Mich hat der Thriller gut unterhalten, verbindet er doch die Themen Soziale Medien, ihren Einfluss auf uns Menschen und das reale Leben auf gekonnte Weise.

Das Ende überrascht!

Fazit:
Ein spannender Thriller, der mehrere aktuelle Themen vereint – ich freue mich auf weitere „Fälle“ dieser Reihe.

Bewertung: **** von *****