Mit 50 Euro um die Welt (Christopher Schacht)

In vier Jahren um die Welt – mit Fleiß und Zuversicht

Nach mehr als zwei Jahren war ich endlich einmal wieder in meiner Lieblingsbücherei. Auf dem Regal der neuen Bücher fand ich diese Lektüre. Den jungen Autor hatte ich schon in einer Fernsehsendung gesehen…

Beschreibung des Buches:
„Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht ist 2018 im adeo-Verlag hier in 3. Auflage als Hardcover-Buch erschienen. Das Buch hat 301 Seiten. Auf dem Cover sieht man den Autor, der sehr fröhlich in die Kamera blickt.

Kurze Zusammenfassung:
Christopher Schacht beschloss nach dem Abitur eine Weltreise ohne Flüge mit 50 Euro in der Tasche zu machen. Diese Reise dauerte vier Jahre. Teils war er per Segelschiff, aber auch als Anhalter unterwegs. Seine vielen abenteuerlichen Erlebnisse hat er hier in diesem Buch beschrieben und mit vielen Fotos dokumentiert.

Mein Leseeindruck:
Schon beim Durchblättern und Anschauen der vielen Fotos merkt man, dieser Mann hatte viel Spaß auf seiner Reise – und er hat unheimlich viel erlebt und gesehen. Seine Reiseroute kann man sich im Innenteil des Buchumschlages anschauen.

Mit viel Zuversicht und Fleiß hat er das Abenteuer Weltreise unversehrt geschafft. Seine Eindrücke hat er sehr authentisch und einfühlsam in diesem Buch wiedergegeben. Gerade die Strapazen des Weiterreisens sind hier sehr ausführlich beschrieben, aber auch über die Gastfreundschaft der unterschiedlichsten Menschen gibt er einen tollen Einblick.

Besonders spannend war für mich die Begegnung mit seiner zukünftigen (jetzt) Ehefrau, die er zunächst nur über das Internet während seiner Reise kennen lernte. Im letzten Drittel seiner Reise, trifft das Paar in Indien aufeinander…

Um sich in den jeweiligen Ländern gut verständigen zu können, hat Christopher Schacht einige Sprachen im Selbststudium erlernt.

Das Buch macht Mut andere Länder und Kulturen kennenzulernen, sich die Sprache anzueignen, um sich auch mit seinen Mitmenschen gut verständigen zu können.

Fazit:
Ein Buch, das ermuntert, den „Horizont“ im wahrsten Sinne des Wortes zu erweitern. Gerade, wenn man noch jung und unabhängig ist, sollte man sich die Welt unvoreingenommen anschauen.

Bewertung: ***** von *****

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Artgerecht: 13 Thesen zur Zukunft des Homo sapiens (Dr. Markus Strauß)

Zurück zur Natur – zum Ursprung?

Mich hat der Titel dieses Buches angesprochen, das Cover zunächst weniger. Es fällt durch seinen grauen Hintergrund nicht sofort auf.

Beschreibung des Buches:
„Artgerecht: 13 Thesen zur Zukunft des Homo sapiens“ von Dr. Markus Strauß ist 2018 als Hardcover-Buch im Franckh-Kosmos Verlag mit 319 Seiten erschienen.

Das Buch ist in Grautönen gehalten, auf dem Cover nimmt der Titel die Hälfte der Seite ein, im unteren Teil sieht man, wenn man das Buch zunächst auf den Rücken dreht, die Entwicklung des Menschen in Körper und Statur – bis hin zur Vision, dass der Mensch sich wieder die Äpfel von den Bäumen pflückt. Dieses Cover ist bei längerem Blick darauf sehr gut gelungen, es spiegelt den Inhalt in Bildern gut wieder. Durch seine Grautöne fällt es aber leider erst auf dem zweiten Blick auf.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist aufgeteilt in 13 Kapitel, die hier die im Titel genannten Thesen darstellen. So gibt es Kapitel wie „Ehrliche Lebensmittel“, „Echte Tierliebe“ oder auch „Neues Miteinander“. Es folgen am Ende des Buches die Quellen im Text, Literatur- und Filmtipps und Internetseiten sowie ein Index.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist kein Buch zum Entspannen, es kann als Lehrbuch als auch zum „Selbststudium“ aber auch einfach zur Information über „natürliches“ Leben dienen. Ein Schaubild, „Die Menschheitsgeschichte im Überblick“ in der Einführung zu diesem Buch, gibt schon einmal einen groben Überblick.

Dr. Strauß stellt in seinem Buch mit den 13 Thesen eine Art Gebrauchsanweisung  für ein artgerechtes menschliches Leben vor.

Der Schreibstil des Autors ist gut verständlich. In jedem Kapitel gibt er einen interessanten und mit vielen Quellen fundierten Überblick über Geschichtliches und eine Beschreibung über den aktuellen Zustand des entsprechend behandelten Themas. Es folgt ein Abschnitt „Meine persönliche Empfehlungen“, in dem er seine eigenen Erfahrungen und Lebensweisen mit den dazu passenden Tipps und ggf. Rezepten weitergibt. Das Kapitel endet immer mit einer Zusammenstellung von Forderungen, „Was sich im Zuge der natürlichen Revolution ändern muss“. Diese sind teils sehr ausführlich und zahlreich.

Man bleibt schon beim ersten Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen. Die Zeilen rütteln auf. Manches wäre so einfach zu ändern, anderes bedarf sicherlich größerer Überzeugungen und Veränderungen, die nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen sind.

Über ein paar mehr auflockernde Bebilderungen hätte ich mich gefreut. Außer dem Schaubild zu Beginn des Buches, gibt es leider keine weiteren Bilder, den Text begleitende Bilder, Fotos oder herausgehobene Merksätze. Das Buch ist eher nüchtern gestaltet. Lediglich die Innenseiten des Buchumschlages zeigen Menschen in der Natur (grau/weiße Bebilderung).

Die Film- und Buchtipps am Ende sind eine sinnvolle Ergänzung zur Lektüre dieses Buches.

Fazit:
Ich habe dieses Buch nicht von vorne bis hinten durchgelesen, sondern mir immer mal wieder einzelne Kapitel vorgenommen. Als abendliche Bettlektüre ist es mit seinen teils erschütternden Zahlen und Fakten nicht unbedingt für mich geeignet gewesen. Aber es rüttelt auf! Jeder einzelne kann seinen Beitrag zu einem artgerechten und menschlichen Leben leisten – man muss nur anfangen und andere mitreißen.

Bewertung: **** von *****

Schlafe für immer (Mary Higgens Clark – Alafair Burke)

Sehr spannend – was ist die Wahrheit?

Vor Jahren fand ich die Thriller von Mary Higgens Clark sehr spannend, dann hatte ich ein paar Bücher erwischt, die mich nicht so fesselten. Jetzt habe ich mich doch zum zweiten Mal an dieses Autoren-Duo Mary Higgens Clark – Alafair Burke herangetraut – und wurde dieses Mal nicht enttäuscht.

Beschreibung des Buches:
„Schlafe für immer“ vom Autorenduo Mary Higgens Clark und Alafair Burke ist 2018 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 383 Seiten.

Das Cover ist weiß/grau gehalten. Es zeigt eine Hand auf der sich ein blauer Schmetterling gesetzt hat: Geheimnisvoll, Filigran – so wie die Wahrheit, die in diesem Thriller ans Licht kommen soll.

Es handelt sich um den 4. Band der Reihe um die Fernsehjournalistin Laurie Moran.

Kurze Zusammenfassung:
Nach 15 Jahren Haft kommt Casey Carter wieder aus dem Gefängnis frei. Sie soll ihren Verlobten Hunter Raleigh III ermordet haben. Casey hat immer ihre Unschuld beteuert. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, wendet sie sich an die Fernsehjournalistin Lauri Moran, die mit ihrer Sendung „Unter Verdacht“ ungelöste Kriminalfälle der Öffentlichkeit mit neuen Fakten präsentiert. Auch wenn ihre Mutter und ihre Cousine nicht hinter diesem Vorhaben stehen, so scheinen sie doch nach wie vor zu Casey zu halten.

Mein Leseeindruck:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so gefesselt hat. Gerade Gerichtsfälle finde ich spannend, auch wenn die Verhandlung 15 Jahre zuvor stattgefunden hat, so gibt es immer wieder Rückblicke bzw. Hinweise, wie es zu der Verurteilung wegen Mordes kam.

Der Sprachstil (bzw. die Übersetzung) dieses Thrillers gefällt mir gut. Die mitwirkenden Charaktere sind gut dargestellt, die Namen nicht verwirrend und auch die Anzahl gerade richtig, um nicht den Überblick zu verlieren.

Die Kapitel sind teils sehr kurz, die Schauplätze wechseln oft, trotzdem wird man als Leser mitgenommen, gerade wenn es um die Planung und Umsetzung der angesprochenen Fernsehsendung „Unter Verdacht“ geht, das ist ganz besonders spannend und interessant.

Schon von Anfang an, wirken die verschiedenen Familienverhältnisse geheimnisvoll. Man ahnt, dass hier noch einiges zutage kommen kann, was den eigentlich so eindeutigen Mordfall in ein ganz anderes Licht rücken wird.

Das Autorenduo legt immer mal wieder kleine Hinweise, die sich wie mehrere rote Fäden durch das Buch spannen. Gerade hat man sich sein eigenes Bild gemacht und glaubt, den Fall gelöst zu haben, da tauchen neue Fakten auf. So macht das Miträtseln besonders Spaß. Am Ende werden diese Fäden gekonnt wieder zusammengeführt.

Der Thriller ist so spannend, dass man nichts um sich herum mehr wahrnimmt – total in die Geschichte versinkt. So habe ich zum Ende des Buches mein Abendessen fast verpasst: Mein Mann hatte gegrillt, das Essen auf den Tisch gestellt, sich dazu gesetzt und gewartet, dass ich auch dazu komme. Nur durch die den Essensduft wurde ich wieder in die Wirklichkeit zurück gerufen…

Auch wenn es sich hier um den 4. Band einer Reihe handelt (was ich erst im Nachhinein bemerkt habe, ich habe sogar schon einen Band der Reihe gelesen, der mir nicht so gut gefiel), kann man diesen Thriller lesen. Wichtige Zusammenhänge werden im Laufe des Romans erzählt.

Fazit:
Ein Thriller nach meinem Geschmack, man kann wieder Mary Higgens Clark lesen. Das Autorenduo Higgens Clark – Burke hat sich nun endlich bewährt. Das Buch ist sehr fesselnd, man kann es kaum aus der Hand legen.

Bewertung: ***** von *****

Kleinhirn an alle (Otto Waalkes)

(Fast) alles über Otto – „nach einer wahren Geschichte“

Eigentlich war ich nie Otto-Fan, aber die lustigen Ottifanten haben in unserem Haushalt eine ganz besondere Bedeutung – und seit dem Besuch einer Otto-Ausstellung seiner Kunstwerke bin ich nun doch zu einem heimlichen Otto-Fan geworden.

Beschreibung des Buches:
Die Autobiografie „Kleinhirn an alle“ von Otto Waalkes ist von Otto selbst geschrieben. Das Buch ist als Hardcover 2018 im HEYNE-Verlag erschienen. Es hat 413 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man einen nachdenklichen, aber freundlich schauenden Otto Waalkes. Der Titel passt zu Ottos Humor.

Kurze Zusammenfassung:
Diese „große Otto Biografie“ ist aufgeteilt in 3 Lebensabschnitte. „Lehr- und Wunderjahre (1948 – 1968)“, „Gründerjahre (1969 – 1985)“ und „Märchenzeit (1986 bis heute) sowie dem Kapitel „The Final Countdown“. Es gibt zwei Fotobereiche, einen mit Fotos aus dem Familienalbum bzw. Fotos mit Otto in Aktion. Im zweiten Bereich findet man ein paar seiner zahlreichen Kunstwerke incl. Beschreibungen.

Mein Leseeindruck:
Die Reise durch die Lebensabschnitte ist kurzweilig, humorvoll und in Ottos sehr eigener, aber feinen Schriftsprache erzählt. Ich fand es sehr erstaunlich mit welchem schönen Sprachstil Otto aus seinem Leben berichtet, hatte ich ihn doch bisher eher als „Ulknudel“ wahrgenommen. Noch heute habe ich Filmsequenzen aus Auftritten oder den Otto-Filmen vor Augen und auch seine lustige Art zu Sprechen.

Neben den familiären Ereignissen erlebt man als Leser auch Welt- bzw. Deutsche Geschichte, schließlich umreißt dieses Buch fast 70 Jahre. In dieser Zeit ist Otto zahlreichen bekannten Künstlern begegnet, von diesen erfährt man so manche nette Geschichte. Niemals ist Otto beleidigend oder macht jemanden schlecht. Er spricht eigentlich nur positiv von seinen Mitmenschen – oder – er unterlässt jede weitere Erwähnung – da kann man sich dann sein eigenes Bild machen.

Zur Auflockerung benutzt Otto eine Menge englischer und deutscher Zitate, die meist ein Kapitel einleiten.

Warum habe ich diese Biografie gelesen? Weil mich der Mensch Otto Waalkes mein Leben lang, zumindest im Fernsehen, „begleitet“ hat. Seine teils etwas übertrieben witzige Art spiegelte zwar nicht immer meinen Humor wieder, aber irgendwie kann man diesem lustigen Menschen nicht böse sein.

Was ich erfahren habe? Dass Otto ein Kunststudium absolviert hat, ist mir erst seit einiger Zeit bekannt. Eine Ausstellung seiner zahlreichen Werke habe ich gerade besucht und fand diese ganz hinreißend. Außerdem sind in mir Erinnerungen an andere Komiker, Comedians und Bühnen- bzw. Fernsehkünstler geweckt worden. Einige haben tatsächlich so manchen Fernsehabend in unserer Familie gefüllt.

Weshalb schreibt ein Künstler eine Biografie? Sicherlich auch, um mal wieder auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich wird Otto 2018 70 Jahre alt, da passt so eine Biografie natürlich hervorragend, um aus ihr auf Lesungen vorzutragen oder in Talkshows darüber zu sprechen.

Fazit:
Mir hat diese „Reise“ durch Ottos Leben Spaß bereitet. Sie ist gut geschrieben, weckt Erinnerungen und hat mir den Komiker Otto in ein anderes Licht gerückt.

Bewertung: ***** von  *****

1000 Places to see before you die (Deutschland, Österreich, Schweiz)

Anregungen für Reisen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

Bisher hatte ich noch kein Buch der Reihe „1000 Places to see before you die“ in den Händen, aber der Titel diese Reihe hat mich schon länger neugierig gemacht.

Jetzt habe ich den Band „Deutschland, Österreich und die Schweiz“ einmal genauer unter die Lupe genommen (fast im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Texte sind schon sehr klein gedruckt).

Beschreibung des Buches:
„1000 Places to see before you die“ in der Ausgabe für Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in einer überarbeiteten Nachauflage im Juli 2018 als broschierte Ausgabe mit 1168 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist der Titel als zentraler Blickpunkt zu sehen, ein paar Wahrzeichen der o.g. Länder findet man mittig und als Rahmen kann man eine Landkarte entdecken.

Kurze Zusammenfassung:
Auf über 1000 Seiten findet man pro Seite ein Reiseziel in den o.g. deutschsprachigen Ländern, zunächst sortiert nach Bundesländern und als weiteres nach den Ortsnamen/Örtlichkeiten der beschriebenen Sehenswürdigkeiten. So gibt es pro Ziel ein Farbfoto, den Ortsnamen mit Bundesland, eine kurze und treffende Einführung in der Überschrift, eine Beschreibung der „Sehenswürdigkeit“ sowie geschichtliches und einen Info-Block mit Adressen, Öffnungszeiten, Telefonnummern und Internetseiten.

Im Anhang findet man ein alphabetisches Register (nach Ländern sortiert), Bildnachweise und eine Checkliste zum Abhaken, der besuchten „Places“.

Im Innenteil des Covers findet man eine grobe Landkarte von Deutschland sowie von Österreich und der Schweiz.

Mein  Leseeindruck:
Mir gefällt diese Art der Reise-Bücher mit kurzen und knackigen Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten. Da reicht mir durchaus eine Seite, wie sie hier pro „Place“ vorgesehen ist.

Allerdings ist so ein dickes Buch nicht unbedingt geeignet, um es mit auf die Besichtigungstouren zu nehmen, man muss sich eher im Vorfeld mit diesem Buch auseinandersetzen. Am besten eignen sich dann Post-Ist, um die Örtlichkeiten zu markieren, die man für eine geplante Reise herausgesucht hat.

Da in diesem Buch 1000 Beschreibungen ihren Platz finden mussten, ist die Schriftgröße der Texte ziemlich klein ausgefallen, so dass ich zumindest beim abendlichen Lesen fast eine Lupe hätte bemühen müssen.

Ein solches Buch kann nur eine Anregung sein, so habe ich besondere Geheimtipps noch nicht gefunden. Aber es regt an, sich mit der ein- oder anderen Sehenswürdigkeit näher zu befassen und als nächstes Reiseziel nicht die üblichen Ecken von Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu besuchen.

Gerade die aufgelisteten Plätze in der Schweiz sind für mich ein Highlight, da ich bisher dieses Land fast nur in der Durchreise erlebt habe.

Gefallen würde mir, wenn man sich die hier aufgeführten Reiseziele auch auf dem Smartphone in Textform speichern könnte, dann braucht man das Buch beim Erkunden der Örtlichkeiten nicht mit sich herumtragen.

Fazit:
Ob man einem/r angehenden Rentner/in dieses Buch mit dem Titel als Abschiedsgeschenk überreichen kann, hängt vom Typ ab. Ich würde mich über ein solches Geschenk freuen.

Bewertung: **** von *****

 

 

 

 

Sei DU der Leuchtturm deines Lebens (Nina Ruge)

Das Leben selbst in die Hand nehmen

Die Autorin Nina Ruge war Lehrerin bevor sie als Journalistin und deutsche Fernsehmoderatorin ihre Berufung fand.

Beschreibung des Buches:
„Sei DU der Leuchtturm deines Lebens“ ist 2017 im Gütersloher Verlagshaus als Hardcover Buch mit 248 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist die Autorin selbst abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In 12 Kapiteln zeigt Nina Ruge den Weg zur Selbstbestimmung. Die Kapitel bauen aufeinander auf. Wer sich darauf einlassen kann, der findet hier Übungen zu Meditationen. Im Anhang findet man vertiefende und weiterführende Literatur.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich brauche ich keine Bücher, die mir den Weg zur Selbstbestimmung weisen, trotzdem interessiert es mich immer wieder, wie manche Menschen zu dem geworden sind, was sie sind. Nina Ruge fasziniert, weil sie den sicheren Beamtenjob als Lehrerin aufgab, um als freie Journalistin, Fernsehmacherin und Buchautorin ihr Leben mehr oder weniger selbstbestimmt lebt.

In ihrem Buch zeigt sie auf authentische Weise, wie man sein Leben zu mehr Selbstbestimmung ausrichten kann. Neben den zahlreichen eigenen Erfahrungen führt sie auch Beispiele aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis auf.

Begleitet werden diese Geschichten von Übungen. Interessante Thesen von bekannten Persönlichkeiten, u.a. aus der Literatur, habe ich mit ganz besonderer Aufmerksamkeit gelesen.

Gerade Menschen, die sich  in einer Sinnkrise befinden, kann dieses Buch ein guter Begleiter sein, sein Leben zu reflektieren und „hinter sich zu lassen, was keine Herausforderung darstellt“.

Ich habe in diesem Buch viele Anregungen bekommen, anderen Menschen durch kleine Hinweise auf „die Sprünge“ zu helfen. Manchmal fehlt es einfach an der nötigen Selbstreflexion, am „Zeit nehmen“ und am „auf die kleinen Dinge des Lebens schauen“, die gut laufen.

Ein paar „Sprüche“ haben mir besonders gut gefallen, die werde auch ich mir verinnerlichen:
„Der innere Frieden ist das wahre Ziel bewusster Lebensführung“ oder auch „ Je stärker man die Ansicht hat, mit seiner Zeit etwas angefangen zu haben, desto geringer fällt das Gefühl aus, keine Zeit zu haben“.

Fazit:
Wer den Eindruck hat, sein Leben nicht selbst der Hand zu haben, der findet in diesem Buch das notwendige Rüstzeug, um eine Veränderung herbei zu führen. Manchmal braucht es einfach einen „Anstupser“.

Bewertung: ****

 

Als Luca verschwand (Petra Hammesfahr)

Zu viele Personen, zu langatmig, zuweilen spannend

Die Bücher von Petra Hammesfahr reizen mich, weil sie eigentlich immer spannend sind, trotzdem überzeugen sie mich dann doch nicht am Ende zu 100%.

Beschreibung des Buches:
„Als Luca verschwand“ ist 2018 als Hardcover im Diana-Verlag erschienen. Das Buch hat 496 Seiten (wie auch schon die letzten Bücher der Autorin, das finde ich seltsam). Auf dem Titelbild ist ein winterliches Feld vor einer Ortschaft mit einem einzelnen Kinderschuh, an dessen Sohle Blut zu kleben scheint, abgebildet. Das Bild macht neugierig, es wirkt geheimnisvoll.

Kurze Zusammenfassung:
An einem kalten Tag wird der kleine Luca aus seinem Kinderwagen, der vor einer Drogerie steht, entführt. Es ist Winter. Mutter und Bruder befinden sich gerade in der Drogerie um einzukaufen. Unter Verdacht steht zunächst die Oma, aber auch eine merkwürdige ältere Frau zählt bald zu den Tatverdächtigen…

Mein Leseeindruck:
Dieser Roman konnte mich zunächst fesseln, war doch der Anfang recht spannend und versprach ein guter Krimi zu werden. Doch nachdem in die Geschichte mehr und mehr Personen hineingeschrieben wurden, wurde es für mich unübersichtlich.

Ich lese Bücher selten am Stück, so fiel es mir schwer, aufgrund der zahlreichen Charaktere nach ein paar Tagen Pause wieder in den Roman zu finden. Ständig wechselte der Fokus, da gab es Rückblicke und Gedankengänge von Personen, die man sich erst wieder ins Gedächtnis rufen musste.

Bewundernswert finde ich es schon, dass man bei diesen vielen Charakteren als Autorin noch den Überblick hat, mir fehlte er zwischendurch sehr und so sehnte ich das Ende herbei. Aus den ganzen Verwicklungen und Verbindungen der Personen zueinander, hätte man sicherlich mehrere Krimis/Thriller schreiben können, warum packt man alles in einen Roman?

Interessant fand ich die Oma des entführten Jungen, eine bekannte Autorin, die sich einen jungen Liebhaber an Land gezogen hat.

Meines Erachtens hätte man die Geschichte nicht so in die Länge ziehen müssen, zwischenzeitlich fragte ich mich, was die ein- oder andere Szene mit der Lösung dieses „Falles“ zu tun haben sollte. Es war mir an diesen Stellen einfach zu langatmig.

Das Ende hat ein wenig versöhnt, trotzdem kann ich diesem Buch nicht mehr als 3 Sterne vergeben, da es mich über weite Teile nicht gefesselt hat.

Fazit:
Und wieder hat mich ein Krimi nicht über die ganze Geschichte hinweg gefesselt. Manchmal liegt dann vielleicht doch in der „Kürze die Würze“.

Bewertung: *** von *****