Wir informieren uns zu Tode (Gerald Hüther/Robert Burdy)

Wie wir der Informationsflut entkommen können

Gerade nach dem 24.02.2022 musste ich erkennen, dass mich zu viele Informationen täglich, ja fast minütlich, in Form von Push-Meldungen oder Mails erreichten. Ich habe sie dann kurzerhand sehr radikal reduziert und fahre damit seitdem sehr gut. Wie aber kann man im Alltag die notwendigsten Informationen filtern, die Erkenntnis versprach ich mir von diesem Buch.

Beschreibung des Buches:
„Wir informieren uns zu Tode“ von Gerald Hüther und Robert Burdy ist 2022 als Hardcover im Herder Verlag mit 239 Seiten erschienen. Das Cover ist eher schlicht gehalten, es zeigt die Portraits der Autoren auf grauem Hintergrund.

Kurze Zusammenfassung:
Die Autoren Gerald Hüther, Hirnforscher (Neurobiologe) und Verfasser zahlreicher Bücher und Robert Burdy, Journalist befassen sich in diesem Buch in drei Kapiteln mit dem „Absturz“, dem „Reset“ und dem „Neustart“ der Informationsflut. Wie gehen wir am besten damit um, was für Konsequenzen ziehen wir daraus und was brauchen wir als Menschen, um unser Leben selbst zu gestalten – ohne den Zwang der Außenwelt.

Mein Leseeindruck:
Im Alltag werden wir mit Informationen zugeschüttet. Folgt man in den Sozialen Medien zahlreichen Accounts, so bekommt man immer mehr ähnlicher Seiten in den Fokus, die derer ähneln, die man schon „abonniert“ hat. Die Einflussnahme nimmt immer größere Züge an. Wer hier nicht den Stecker zieht oder mit gesundem Menschenverstand an die Sache geht, der ist verloren…

Die Autoren beleuchten hier viele Bereiche, die uns im Alltag begegnen. Man bekommt hier den Spiegel vorgehalten und macht sich wirklich Gedanken, wohin das noch führen soll.

Mir gefällt an diesem Buch, dass hier zwei Autoren unterschiedlichsten beruflichen Hintergrunds ihre Vorstellung von einem „unverwickelten“ Gehirn zusammengetragen und dargestellt haben.

Letztendlich geht es doch darum, dass man als Mensch sich seines eigenen Verstandes bedienen solle. Dem einen gelingt das früher im Leben, der anderen später. Schon im Kindesalter werden hier oftmals die Weichen gestellt. „Man“ will gefallen und macht, was die Eltern/Lehrer von einem erwarten. Hat man sich davon befreit, lebt es sich oftmals leichter, freier und unbeschwerter.

Fazit:
Mich hat das Buch berührt, es hat mir den Spiegel vorgehalten – mich angehalten, meinen Alltag zu überdenken. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: „Es beginnt ja bereits mit einem Lächeln, das wir einem anderen Menschen schenken. Und das enthält mehr Informationen als tausend Worte“.

Bewertung: **** von *****

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