Endlich noch nicht angekommen (Désirée Nosbusch)

Fesselnde Biografie – Generation Baby-Boomer

Mit Désirée Nosbusch im Fernsehen bin ich aufgewachsen. Besonders beeindruckt hat sie mich in der Serie „bad banks“ als leicht ergraute Investmentbankerin Christelle Leblanc. Zudem gehören wir beide der gleichen Generation an.

Beschreibung des Buches:
„Endlich noch nicht angekommen“ von Désirée Nosbusch ist im ullstein Verlag 2022 als Hardcover mit 342 Seiten erschienen, ich habe das eBook gelesen.

Auf dem Cover ist Désirée Nosbusch abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Als Teenager machte sich Désirée Nosbusch bereits einen Namen als Radiomoderatorin. Es folgte eine Schauspielausbildung in New York und zahlreiche Einsätze als Moderatorin und als Schauspielerin in Filmen und Theatern. Mit ihren beiden Kindern lebte sie mehr als 27 Jahre in Los Angeles.

Mein Leseeindruck:
Es hat ein paar Seiten gedauert bis ich mit diesem Buch warm wurde. Irgendwie musste ich mich erst einmal in das Buch einlesen.

Nachdem mich das Buch in seinen Bann gezogen hatte, konnte ich es fast nicht mehr weglegen. Es sind die vielen Anekdoten und Gedanken an die Désirée Nosbusch die Leserschaft teilhaben lässt. Gerade weil sie in der gleichen Zeit aufgewachsen ist wie ich, kann ich mich an vieles, was sie aus ihrer Jugend zu erzählen hat, sehr gut erinnern.

So manches aus ihrem Leben und Arbeitsfeldern war mir bisher nicht bekannt. Ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen – eine Frau, die endlich da angekommen ist, wo sie eigentlich mit ihrer Schauspielausbildung hin wollte.

Dass Frau Nosbusch in so vielen Produktionen als Schauspielerin mitgewirkt hat, war mir so nicht bekannt. Ich habe sie hauptsächlich als mehrsprachig begabte Moderatorin wahrgenommen.

Besonders haben mich die Ausführungen zum Dreh der Filmserie „bad banks“ beeindruckt, bei dieser Serie war ich selbst als Komparsin an zwei Drehtagen dabei.

Fazit:
Eine fesselnde Biografie, die gerade für die sogenannten „Babyboomer“ sicherlich sehr interessant ist zu lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Bewertung:
***** von *****

Das zweite Geheimnis (Titus Müller)

Ein Leben in Ost-Berlin

Nachdem ich schon „Die fremde Spionin“ gelesen habe, wollte ich natürlich wissen, wie es mit Ria Nachtmann weitergeht.

Beschreibung des Buches:
„Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller ist 2022 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Roman hat 431 Seiten.

Auf dem Titelbild ist das Brandenburger Tor mit einem Trabi und Grenzwachen abgebildet, passend zum Inhalt des Buches.

Kurze Zusammenfassung:
Zwölf Jahre nach dem Mauerbau hat sich Ria Nachtmann mit ihrem Leben arrangiert. Doch die Liebe zum westdeutschen Journalisten Jens ist so stark, dass sie ein Treffen im Urlaub in Ungarn mit ihm plant. Das kurze Wiedersehen wird ihr zum Verhängnis…

Am Ende des Buches findet man eine Literaturangabe von Büchern und Quellen, die zur Recherche dieses Buches dienten.

Mein Leseeindruck:
Mir hat schon der erste Band diese Trilogie sehr gut gefallen. Diese Romane beinhalten geschichtliche Personen verbunden mit erdachten Personen.

Der Roman beschreibt die Realität in den 1970er Jahren sehr gut. An vieles kann ich mich auch erinnern, weil hier nicht nur Ostdeutsche sondern auch Westdeutsche Geschichte beschrieben ist.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir. Die einzelnen Szenen sind anschaulich beschrieben, die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Die Kapitel, die meist eine der vielen Personen zum Inhalt haben, sind recht kurz gehalten. So kann man sich Abend für Abend dieses Buch vornehmen.

Für mich war es schon wichtig, den ersten Band gelesen zu haben, sonst hätten mich die Beziehungen der Personen zueinander doch noch mehr überfordert als es das nach dem Lesen des 1. Bandes vor ein paar Monaten trotzdem schon ein wenig getan hat.

Besonders gut haben mir die vielen Szenen an Schauplätzen in Ostberlin gefallen, die ich von meinen Besuchen in Berlin so richtig beim Lesen vor Augen habe und den damit verbundenen Vergleich zu heute – dass es keine Grenze/Mauer mehr gibt.

Fazit:
Ein lesenswertes Buch, das aber auf den ersten Band aufbaut. Deshalb empfehle ich hier, vorher „Die fremde Spionin“ zu lesen.

Bewertung: **** von *****

GESUND kann jede*r! (Philipp Lahm)

Motivierend – guter Rundumblick über ein gesundes Leben

Ich muss zugeben, natürlich hat mich auch der Name des Autors neugierig gemacht. Wie hat dieser ehemalige Profifußballer seinen Weg zu einem aktiven Lebensstil gefunden?

Beschreibung des Buches:
„GESUND kann jede*r“ von Philipp Lahm ist 2022 im südwest-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 256 Seiten.

Auf dem Cover ist Philipp Lahm abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 8 Kapitel unterteilt. Die Kapitel umfassen die Themen „Gesundheit mal so grundsätzlich“, „Was ich als Fußballer über (meine) Gesundheit gelernt habe“, „Persönlichkeit entwickeln“, „In der Ruhe liegt die Kraft“, „Aktivität und Bewegung“, „Gesundheit beginnt oft in der Küche“, „Genussvolle und gesunde Rezepte“ und „Ausgewählte Übungen“. Es folgt ein Register. Dieses Sachbuch ist in Zusammenarbeit mit verschiedensten Experten in den Bereichen auf Gesundheit, Sport und Ernährung entstanden.

Mein Leseeindruck:
Mich hat die aufgelockerte Aufmachung dieses Buches sehr gefallen. Besonders Fans des ehemaligen Fußballers Philipp Lahm werden am Anfang des Buches so einiges aus seinem privaten Leben erfahren.

Die Abwechslung von privaten Einblicken, Erfahrungen und kleinen Anekdoten, sehr anschaulich dargestellten Tipps, Rezepten und den Interviews mit Experten im Bereich von Medizin, Ernährung und Sport bieten hier einen ganzheitlichen Überblick über das Thema Gesundheit.

Schon beim Lesen fühlte ich mich motiviert an meinem Lebensstil „kleine Stellschrauben zu drehen“, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, noch ausgewogener zu Essen und Stressabbau mit den vorgestellten Methoden zu erreichen.

Die Rezepte im letzten Teil des Buches sind zum größten Teil mit Grundnahrungsmitteln, die man eigentlich immer im zuhause haben sollte, nach zu kochen.

Die Fotos für das Buch sind ansprechend und laden, was den Rezeptbereich angeht, zum sofortigen „Nachmachen“ ein.

Mich hat das gesamte Buch sehr angesprochen, ich habe es tatsächlich von vorne bis hinten gelesen und mir nicht nur einzelne Kapitel herausgepickt.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein echter Gewinn, es motiviert auf unterhaltsame und umfangreiche Weise ohne zu belehren und es ist mit eigenen Erfahrungen ergänzt – sehr lesenswert!

Bewertung: ***** von *****

Get up and grow (Lucy Hutchings)

Anbau von Kräutern, Gemüse und Früchten in Innenräumen

Wenn man keinen oder nur einen kleinen Garten hat, dann sucht man nach Möglichkeiten, wie man trotzdem Selbstgezogenes ernten kann.

Beschreibung des Buches:
„Get up and grow“ ist 2022 im AT Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 159 Seiten. Es ist ausgestattet mit zahlreichen Fotos. Auf dem Titelbild ist ein Indoor-Gewächshaus abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Aufgeteilt ist dieses Buch in eine „Einleitung“, „Die Basics“, „Pflanzenverzeichnis“, „Projekte“, „Bezugsquellen“, „Die Autorin“ und ein „Register“. Viel Foto- und Bildmaterial vervollständigt die ausführlichen Beschreibungen.

Mein Leseeindruck:
Es macht Spaß in diesem Buch zu stöbern. Schon beim ersten Durchblättern fallen einem die tollen Fotobeispiele, Tipps in Boxen und Zeichnungen auf.

Ich mag die aufgelockerte Gestaltung dieses Buches. Mithilfe der kurzen Hinweistexte und den Zeichnungen kann man schnell die vorgestellten Projekte erfassen.

Die Schritt für Schritt Anleitungen sind gut bebildert und teilweise ausführlich dokumentiert, so kann beim Nachmachen nichts schiefgehen.

Die vorgestellten Projekte sind teilweise ziemlich ausgefallen, wie z.B. der rollende Raumteiler (mehrere Klettertopfpflanzen nebeneinander aufgereiht, aufgereit auf einem rollenden Untersatz und mit einer fast deckenhohen Rankhilfe – tolle Idee! Oder die „köstliche Naschwand“ mit übereinander aufgebauten Pflanztöpfen.

Im Register kann man nach den Pflanzen/Gemüse-/Obstsorten suchen, die man gerne Inhouse anbauen möchte.

Fazit:
Dieses Buch macht Lust auf’s Gärtnern im Haus. Besonders gut als Geschenk für Menschen geeignet, die keinen Garten oder Balkon haben, aber auch Hobbygärtner werden hier noch viele ungewöhnliche Vorschläge zum Gärtnern finden.

Bewertung: ***** von *****

Der Plan (Julie Clark)

Fesselnd und geheimnisvoll

Schon das Buch „Der Tausch“ von Julie Clark hatte mich fasziniert, deshalb griff ich auch zu diesem Buch.

Beschreibung des Buches:
„Der Plan“ von Julie Clark ist 2022 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Thriller hat 382 Seiten.

Auf dem Cover ist eine Meeresbrandung zu sehen, es wirkt irgendwie aufwühlend…

Kurze Zusammenfassung:
Kat und Meg, zwei Frauen, die Besonderes planen. Während Meg sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen zu rächen, deren skrupellose Männer um alles gebracht haben, hat Kat eine ganz andere Mission. Sie ist Journalistin und Autorin und möchte einen Roman schreiben – ihr Grund ist Rache. Irgendwann laufen sich beide Frauen zufällig/geplant (?) über den weg…

Mein Leseeindruck:
Der Thriller ist wechselweise aus der Sicht von Kat und Meg geschrieben. Während es zu Beginn einen Rückblick 10 Jahre zuvor gibt, spielt sich der Thriller in der Gegenwart von Juni bis Dezember ab.

Zu Beginn werden die Fäden gespannt, die die Autorin gekonnt im weiteren Verlauf des Romans zusammenführt. Zunächst hat man den Eindruck als handele es sich um 2 Parallelhandlungen, erst später versteht man die Zusammenhänge.

Ich fühlte mich während des Lesens immer spannend unterhalten. Man fragt sich von Kapitel zu Kapitel, wie naiv können Menschen sein.

Mir hat hier auch das Ende gut gefallen. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen!

Fazit:
Ein solider Thriller, eine gute Übersetzung und ein interessantes Ende – sehr lesenswert!

Bewertung: ***** von *****

Portugiesiches Gift (Luis Sellano)

Zwei Fälle parallel – ein Lissabon Kriminalroman

Nachdem ich den ersten Lissabon-Krimi dieser Reihe gelesen habe, haben wir die portugiesische Hauptstadt besucht und uns auf die Suche nach den beschriebenen Örtlichkeiten gemacht. Die Stadt fasziniert uns. Und weil mir die bisherigen Krimis um Henrik Falkner so gut gefallen haben, musste ich jetzt auch diesen 7. Teil lesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Portugiesisches Gift“ von Luis Sellano (Pseudonym eines deutschen Autors) ist 2022 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Krimi hat 303 Seiten.

Auch dieses Cover ist wieder farbenfroh gestaltet. Es zeigt eine Stadtansicht aus Lissabon – den Blick auf die Kirche Santo Estevao.

Kurze Zusammenfassung:
Während Henrik Falkner immer noch nach weiteren Hinweisen eines Verbrechens in seinem Antiquariat sucht, die sein verstorbener Onkel ihm hinterlassen hat, muss seine Freundin und Kriminalkommissarin Helena Gomes im Fall eines an einem allergischen Schocks verstorbenen Jungen ermitteln. Es stellt sich schnell heraus, dass die Eltern für den Jungen nicht erreichbar waren, als es ihm nicht gut ging. Helena wird in diesem Fall an eine ähnliche Geschichte in ihrem familiären Umfeld erinnert.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich hatte mir hier die Mischung von Ermittlungsarbeit und den privaten Personen Henrik und Helena gut gefallen. Die Zwei sind ein sympathisches Team und ergänzen sich ganz wunderbar in ihrer Ermittlungsarbeit. Helena kann sich auf Henrik verlassen, wenn ihre eigene Tochter Sara eine Betreuung braucht – Henrik springt ein oder organisiert einen „Babysitter“.

In diesem Krimi laufen allerdings die Fäden nicht ganz so schön zusammen, teils verwirren die Rückblicke und man sieht nicht ganz den Zusammenhang. Das Ende kommt dann sehr plötzlich…

Was mich auch an dieser Reihe fasziniert sind die Beschreibungen von Lissabon, die Örtlichkeiten, das Flair und die Menschen. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Lissabon – einfach eine tolle Stadt.

Fazit:
Dieser Teil der Reihe konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie die bisherigen 6 Fälle.

Bewertung: *** von *****

Hungrig auf Berlin (Anne-Dore Krohn, Denis Scheck)

Kulinarisch durch Berlin

Da wir immer wieder Kurztrips nach Berlin machen – und der nächste Aufenthalt dort schon geplant ist, hat mich der Titel dieses Buches neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
Der Buch „Hungrig auf Berlin“ von Anne-Dore Krohn & Denis Scheck ist im Merian-Verlag 2022 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 236 Seiten. Das Cover ist farbenfroh gehalten, es zeigt zahlreiche Berlin typische Speisen und Sehenswürdigkeiten. Der Titel prangt mittig auf diesem Cover.  

Kurze Zusammenfassung:
Die beiden Autoren haben 32 verschiedene Locations ausgewählt, die sie natürlich subjektiv und nach ihrem eigenen „Lustprinzip“ besucht haben. Um jedes Speisenangebot gibt es eine mehrseitige ausführliche Beschreibung. Fotos findet man hier keine.

Mein Leseeindruck:
Wer Berlin liebt und hier einen Platz zum Speisen sucht, der ist manchmal überfordert ob des großen Angebots. Dieses Buch bietet ein Rundumpaket um einzelne Locations. Hier werden Geschichten, Anekdoten und eine ausführliche „Anreisebeschreibung“ angeboten.

Durch die ausführliche Beschreibung des Interieurs kann man durchaus hier auch auf Fotos verzichten, so macht man sich erst einmal ein eigenes Bild in seinen Vorstellungen in der Hoffnung, nicht enttäuscht zu werden.

Am Ende jedes Kapitels findet man die genaue Adresse, Preiskategorie und Öffnungszeiten. Hier hätte man vielleicht noch die nächstgelegene ÖPNV Haltestelle angeben können.

Mir gefallen die Geschichten rund um die Restaurants, Streetfood, Markthallenstände uvm. richtig gut. Man kann sich so schön auf die eigene Reise vorbereiten – vielleicht bei der Anreise im Zug?!

Die ausgewählten Speiseörtlichkeiten verteilen sich über ganz Berlin allerdings auch einige in der Nähe sogenannter Hot Spots. Einen Überblick bietet die Berlin-Karte am Ende des Buches im Innenumschlag.

Die Texte sind kurzweilig und gut zu lesen.

Fazit:
Ein „Reiseführer“ der etwas anderen Art. Berlin-Fans kommen hier auf ihre Kosten – sehr empfehlenswert!

Bewertung: ***** von *****