Julia Durant. Die junge Jägerin (Daniel Holbe)

Anfänge als Kriminalkommissarin in München Anfang der 1990er Jahre

Die ersten Krimis um Julia Durant, die in Frankfurt am Main spielen, habe ich sehr gerne gelesen. Jetzt war ich gespannt auf diesen ersten Fall Julia Durants in München, wo ihre Karriere begann.

Beschreibung des Buches:
„Julia Durant. Die junge Jägerin“ von Daniel Holbe ist im Knaur Verlag 2021 als Taschenbuch mit 496 Seiten erschienen. Ich habe hier die eBook-Variante gelesen.

Das Titelbild reiht sich in die Serie um Julia Durant ein, von der es schon 20 Teile gibt. In großer Schrift ist hier der ursprüngliche Autor Andreas Franz genannt, dessen Lebenswerk, die Krimis um Julia Durant, Autor Daniel Holbe nach Franz‘ Tod weiterführte.

Kurze Zusammenfassung:
Julia Durants erster Todesfall nach ihrem Wechsel von der Sitte zur Mordaufklärung in Münchens K 111 entpuppt sich als Serienmord in feinen Kreisen. Ihr ganzer Einsatz ist gefordert, muss sie sich doch erst einmal unter neuen Kollegen behaupten und ihr Können zeigen…

Mein Leseeindruck:
Ich war neugierig, wie es gelungen ist, heute einen Krimi zu schreiben, der in den Jahren 1990/91 spielt. Allein die Ermittlungsmethoden sind heute so gänzlich anders. Computer, Telefone, Infrastruktur – vor 30 Jahren teilweise noch in den Kinderschuhen.

Am Anfang war ich ganz fasziniert von diesem Krimi, dann fehlte mir etwas der Spannungsbogen, doch im letzten Drittel konnte ich das Buch dann fast nicht mehr aus der Hand legen.

Der Kriminalfall an sich zog mich nicht ganz so in den Bann, obwohl das Thema sicherlich auch heute noch sehr aktuell ist. Mich faszinierte mehr die Beschreibung von Alltagsgegenständen wie Wählscheibentelefon, Telefonzelle oder Autotelefon oder auch das gute alte Faxgerät. Auch die Arbeitsweise der Kriminalisten fand ich hier besonders spannend.

Dass in diesem Krimi der Fokus besonders auf Julia Durant liegt, lässt schon der Titel vermuten. Neben ihren dienstlichen Einsätzen wird auch ihr Privatleben mehr und mehr zum Thema. So hat man das Gefühl, dass sich hier zwei Handlungsstränge parallel entwickeln.

Mir hat ganz gut gefallen, dass die Stadt München mit ihren bekannten Örtlichkeiten einen besonderen Teil dieses Krimis ausmacht. Wer München kennt, wird sich hier die Szenen ganz besonders gut vorstellen können.

Fazit:
Wer die Reihe um Julia Durant liebt, der mag sicherlich auch erfahren, wie es zu ihrem Wechsel in die Frankfurter Mordkommission gekommen ist. Der Rückblick in die 1990er Jahre hat hier schon seinen besonderen Reiz.

Bewertung: **** von *****

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