Der Mensch zu schlau zum Überleben (Dr. Matthias Meier, B. Meier-Arian)

Ursachenbehandlung – nicht nur Symptombehandlung

Fach- und Sachbücher lese ich selten von vorne bis hinten in einem Stück, aber dieses Buch hat mich nicht losgelassen…

Der Autor, Dr. Matthias Meier, hat ein abgeschlossenes Medizinstudium und ist u.a. Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie. Zudem ist er spezialisiert auf „rekonstruktive Chirotherapie“ und „regenerative Medizin“.

Die Co-Autorin, B. Meier-Arian, hat eine Ausbildung zur „Psychologischen Beraterin“ und „Psychotherapie nach dem Heilpraktiker Gesetz“.

Beschreibung des Buches:
„Der Mensch zu schlau zum Überleben“ ist 2020 im Novum Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 345 Seiten.

Kurze Zusammenfassung:
In 10 Kapiteln („Einführung“, „Das zentrale Nervensystem“; „Mineralien, die heimlichen Helden“, „Emotionen: Mythen und Fakten“, „Umwelteinflüsse“, „Impfungen“, „Sport und Bewegung“, „Fazit“, „Von A-Z“) geht es um Erkrankungen, Behandlungen, Vorbeugung und Einflüsse der Umwelt, Emotionen und Wirbelsäulenstruktur.

Mein Leseeindruck:
Meist suche ich mir in Fach- und Sachbüchern einzelne Kapitel, die mir besonders interessant erscheinen heraus, bleibe schon beim Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen und vertiefe mich in den Text. Dieses Buch habe ich von vorne bis hinten fast am Stück gelesen.

Mir hat der Sprachstil des Autorenduos von Anfang an sehr gut gefallen: Kein Medizinerdeutsch, nicht belehrend, sondern den Inhalt anhand von Fakten, Statistiken und Studien verdeutlicht.

Auch der Aufbau des Buches war für mich schlüssig. Ich konnte viele der Beispiele nachvollziehen und erkannte beim Lesen einige eigene Erfahrungen/Beobachtungen an/bei meinen Mitmenschen und natürlich auch an mir.

So fühle ich mich bei einigen Lebensgewohnheiten, die ich habe, sehr bestätigt. Über andere Tipps und Vorschläge muss ich noch einmal nachdenken. Besonders interessant finde ich Aussagen darüber, dass man vielen Krankheiten alleine durch gesunde Ernährung, Bewegung und emotionales Gleichgewicht vorbeugen kann und somit auch sein Immunsystem stärkt. Das beobachte ich schon lange an mir selbst, bin ich doch selten so krank, dass ich mich auch richtig krank fühle, Schmerzen habe o.ä.

Ich habe dieses Buch schon in meinem engsten Familienkreis empfohlen, das Interesse ist hier zumindest sehr groß. Mein Sohn hat es mir gerade schon, vor dem Schreiben der Rezension, entführt.

Fazit:
Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Man muss nicht mit allen Vorschlägen/Thesen übereinstimmen, aber man wird stark angeregt den eigenen Lebensstil zu überprüfen und möglicherweise zu ändern. Manch eine/r gelangt vielleicht auch zu der Erkenntnis, dass der eigene Körper durch eine gesündere und angepasstere Lebensweise manche Krankheiten besiegen, mildern oder verhindern kann.

Bewertung: ***** von *****

Woanders ist es auch nicht ruhiger (Andrea Sawatzki)

Mehrgenerationen-Haus – unterhaltsam, aber auch skurril

Bisher habe ich nur die Filme mit „Familie Bundschuh“ im Fernsehen gesehen. Dies ist mein erster Roman aus dieser Reihe – der 5.

Beschreibung des Buches:
„Woanders ist es auch nicht ruhiger“ von Andrea Sawatzki ist im Piper Verlag 2021 als Taschenbuch mit 336  Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Auf dem Cover ist Gundula (sieht aus wie die Autorin) inmitten einer Bauernhof- ähnlichen Idylle zu sehen…

Kurze Zusammenfassung:
Familie Bundschuh will umziehen. Ihr Haus in Berlin liegt in der Einflugschneise des neuen Flughafens. Man ersteigert einen großen Hof in einem Vorort von Berlin. Schon die Finanzierungs- und Umzugskosten übersteigen das Budget. Es müssen Ideen her, wie man die (maroden) Gebäude sanieren und unterhalten kann. Dabei hat jedes Familienmitglied der Großfamilie so seine/ihre eigenen Ideen.

Mein Leseeindruck:
Die Idee eines großen Mehrgenerationen-Hauses an sich finde ich ja wirklich toll. Doch nach diesem Roman vergeht einem zunächst die Lust, sich ernsthaft damit zu beschäftigen 😉

Der Roman ist humorvoll, oft vorhersehbar und zuweilen skurril. Die Protagonisten kenne ich von den Filmen und habe hier natürlich die Schauspieler immer vor Augen. Da leben wirklich die extremsten Persönlichkeiten unter einem Dach. Das will man sich im realen Leben eigentlich nicht vorstellen, dass sich dann eine einzelne Person so schamlos ausnutzen lässt.

Bei den Bundschuhs ist es nie langweilig, ständig passieren kleine und große Katastrophen. Das Geld reicht nie und die Ehe der Protagonistin Gundula scheint auch nicht zum Besten bestellt zu sein. Alles, wie im richtigen Leben, aber hier dann doch etwas zu übertrieben dargestellt.

Als Film sicherlich, getragen durch die gut ausgewählten Schauspieler, eine lustige Story, die in 90 Minuten erzählt ist. Ein weiteres Buch aus dieser Reihe werde ich allerdings nicht mehr lesen (wollen).

Fazit:
Unterhaltsamer, manchmal allerdings etwas zu skurriler Roman. Ich schaue mir dann doch lieber die Filme mit Familie Bundschuh an und entspanne 90 Minuten.

Bewertung: *** von *****