Der Apfelwein-Botschafer (Gerd Fischer)

Frankfurt und der Apfelwein – spannender Krimi mit viel Lokalkolorit

Schon zum 11. Mal ermittelt der Frankfurter Kommissar Andreas Rauscher in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main.

Beschreibung des Buches:
„Der Apfelwein-Botschafter“ von Gerd Fischer ist 2021 im mainbook main crime Verlag als Taschenbuch mit 244 Seiten erschienen.

Das Titelbild ist in Schwarz gehalten. Vor dem Hintergrund einer Tapete mit Äpfeln sieht man eine Person, deren Anzug mit einem Frankfurter Wappen und einer Apfelweinmedaille am Band geschmückt ist. Der Stoff des Anzugs zeigt das typische Bembelmuster (Krug für den Apfelwein).

Kurze Zusammenfassung:
Andreas Rauscher ist zum Apfelwein-Botschafter der Stadt Frankfurt ernannt worden. Noch immer offiziell vom Dienst suspendiert, ermittelt er undercover als der Dezernent Joachim Adlhof tot in seinem Haus aufgefunden wird. Schon bei der Gründung des Dezernats gab es kritische Stimmen im Netz gegen dieses Projekt. Wer steckt hinter dem Mord, sind es diese Kritiker?

Mein Leseeindruck:
Der Krimi beginnt mit einem Prolog, der eine Szene mit vier Jungen in einem Ferienlager beschreibt, die 35 Jahre zurück liegt. Noch kann man sich keine Verbindung zum Krimi, der im Jahr 2018 spielt, vorstellen.

Und dann ist man sogleich mitten drin im Geschehen. Die Ereignisse überschlagen sich und der Krimi gewinnt nach dem Fund des toten Dezernenten sofort an Fahrt. Während die Frankfurter Polizei die Ermittlungen aufnimmt, ist natürlich auch Rauschers Spürsinn gefragt, wurde er doch gerade als Botschafter für den Apfelwein ernannt.

Ich mag einfach den Schreibstil des Autors. Der Krimi wird durch die schnell wechselnden Szenerien sehr lebendig. Ständig gibt es neue Erkenntnisse und manch lustige Szene im Privatleben des Ermittlers lässt einen schmunzeln.

Was mir immer besonders an diesen Frankfurter Krimis gefällt ist das Lokalkolorit. Ich finde es einfach schön, wenn ich die Örtlichkeiten kenne, die beschreiben werden. So fühle ich mich oftmals mitten im Geschehen. Manchmal aber „entdecke“ ich beim Lesen auch neue Schauplätze, die ich unbedingt mal aufsuchen muss.

Mir gefällt an diesem Krimi besonders die Geschichte des Apfelweins. Die gute Recherche rund um das Stöffche beeindruckt. Aber auch andere geschichtliche Daten rund um Frankfurt werden so im Laufe der Ermittlungen vermittelt.

Es ist kein blutrünstiger Krimi. Der Autor legt Wert auf die Ermittlungsarbeit, Wissenswertes um die Stadt Frankfurt, humorvolle Szenen und das Privatleben des Ermittlers– und das gefällt mir!

Als besonders witzig fand ich die Szene, in der Rauscher sich über Touristen in seiner Liebslings-Apfelweinwirtschaft lustig macht, die einen „Süßgespritzen“ bestellen wollen…

Bis zum Schluss tappte ich beim Lesen im Dunkeln, obwohl der Autor zahlreiche Spuren legt.

Fazit:
Wieder ein gelungener Krimi um den Ermittler Andreas Rauscher, meiner Lieblingsstadt Frankfurt am Main und das Stöffche – den Apfelwein – spannend und sehr unterhaltsam!

Bewertung: ***** von *****

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