Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph (Corina Bomann)

Dritter Teil der Geschichte um Sophia (1934 – 1946)

Schon die ersten beiden Teile dieser Reihe habe ich gerne gelesen. Jetzt wollte ich natürlich wissen, ob Sophia ihren Sohn wieder findet.

Beschreibung des Buches:
„Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph“ von Corinna Bomann ist im Ullstein Verlag 2020 als Taschenbuch mit 528 Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Das Titelbild reiht sich in die Cover der ersten beiden Teile ein. Hier dominiert die Farbe Gelb im Kleid der Frau, die auf die Stadt Paris blickt.

Kurze Zusammenfassung:
Sophia hat in Darren geheiratet und wieder bei Helena Rubinstein angefangen zu arbeiten, während sie nebenbei Wirtschaft und Chemie in New York studiert. Endlich kann sie sich ihren Traum, ihr Studium in Chemie abzuschließen, erfüllen. Als der 2. Weltkrieg ausbricht meldet sich ihr Mann freiwillig an die Front. Neben den Ängsten um ihn, treibt sie auch die Suche nach ihrem Sohn an. Wird sie beide jemals wiedersehen?

Mein Leseeindruck
Ich habe dieses Buch gerne gelesen, spielt der Roman doch in meinen Lieblingsstädten New York und Berlin. Neben den zahlreichen bekannten Schauplätzen wird man auch in die Zeit der 1930 und 1940er Jahre mitgenommen.

Der Roman ist aus Sicht Sophias geschrieben. So erlebt man ihre Gefühle hautnah mit. Man taucht ein in ihre Gedanken. Sie wirkt sympathisch und man hätte sie durchaus gerne als Freundin. So unterstützt sie ganz tatkräftig ihre Jugendfreundin aus Berlin als diese krank vor ihrer Tür steht.

Ihre Leidenschaft, die Chemie, treibt sie an, sich immer weiter zu entwickeln. So wechselt sie nach einer intensiven Zeit bei Elizabeth Arden wieder zu deren Konkurrentin Helena Rubinstein.

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, die wechselnden Schauplätze (hier New York, Frankreich, Berlin) und die Beschreibungen des Lebens in den 1930er und 1940er Jahren.

Das Ende dieser Trilogie erscheint mir dann allerdings etwas zu „hastig“ erzählt, es werden ab und an ein paar Jahre übersprungen und der Schluss hätte etwas ausführlicher ausfallen können.

Es gäbe da durchaus noch Stoff für einen 4. Band.

Fazit:
Die Trilogie um Sophia hat mir alles in allem gut gefallen, ich habe mich zu keinem Zeitpunkt beim Lesen gelangweilt und jeden Abend einige Kapitel verschlungen.

Bewertung: **** von *****

Abseits (Thorsten Fiedler)

Der dritte Krimi um OFC-Fan Adi Hessberger

Gastrezension von Matthias Busch:

Ich habe bereits die ersten beiden Krimis um Adi Hessberger gelesen. Deshalb musste es nun auch dieser Krimi sein.

Beschreibung des Buches:
„Abseits“ von Thorsten Fiedler ist 2020 im mainbook Verlag als Taschenbuch mit 206 Seiten erschienen. Das Cover ist rot/weiß (Offenbacher Kickers) gehalten, es zeigt einen Blick in das Offenbacher Stadion.

Kurze Zusammenfassung:
Der dritte Offenbach Krimi von Thorsten Fiedler, steht, wie sollte es auch anders sein, wieder mal im Zusammenhang mit dem OFC. Zu Anfang, noch völlig unabhängig vom OFC, startet der Krimi mit einem erhängten Lehrer, der im Zusammenhang mit belastendem Bildmaterial seiner Schutzbefohlenen gebracht wird. Die Ermittlungen, geführt von Adi Hessberger, ergeben keine Hinweise auf Fremdverschulden lassen aber auch die Frage offen, was es konkret mit dem Bildmaterial auf sich hat.

Mein Leseeindruck:
Adi Hessberger leitet die Ermittlungen, die allein schon schwierig genug sind. Doch verbandelt mit der Kollegin Sina Fröhlich, wird durch Sinas Kenntnis von der kurzen Affäre Adis mit Clarissa Wegner, der Gerichtsmedizinerin, während Sinas Krankenstandes in Adis letztem großen Fall, seine Arbeit nicht leichter.  

Klar, Adi ist OFC Fan durch und durch, so sind auch seine Stadionbesuche immer wieder Thema und  saisonal real beschrieben, wenn sie zeitlich zu seiner Arbeitszeit als Ermittler passen.  

Im Verlauf der Geschichte gibt es weitere Tote und Personen, denen Gewalt durch den vermeintlichen Täter zugefügt wurde und die irgendwie mit dem OFC und der Fangemeinde zusammen stehen könnten.

Ein klares Bild, dass alle Vorfälle zusammenhängen, ergibt sich aus den  Ermittlungen noch nicht. Für den Leser entsteht gefühlt der Eindruck, dass der Täter überall und nirgends ist und der Polizei bis zum Schluss immer einen Schritt voraus ist. Wie er dies erreicht bleibt geheim. Gegen Ende nimmt die Geschichte noch mal fulminant Fahrt auf und wird zum Spiel gegen die Zeit.

Schön ist, dass die Kapitel zeitlich und örtlich datiert sind und so den Ablauf miterleben lassen. Auch mit den Beschreibungen der Offenbacher Örtlichkeiten gibt Thorsten Fiedler dem Krimi eine Heimatnähe, die man gerne in regionalen Krimis liest.   

Schade ist, dass die genauen Beweggründe und die Art und Weise wie der Täter vorgeht, nicht detaillierter beschrieben wurden.

Aber eins verspricht das Ende – dass es eines mit Aussicht ist – für Sina und Adi.

Fazit:
Ich habe mich jederzeit gut unterhalten gefühlt, wenn ich mir auch ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.

Anmerkung:
Dieses Buch wurde von Matthias Busch gelesen und rezensiert.

Bewertung: **** von *****

Nachspielzeit: Eintracht Frankfurt-Krimi (Dana Müller-Braun, Ulrich Müller-Braun)

Krimi für Eintracht und Frankfurt Fans

Ich lese gerne Krimis, die in Frankfurt am Main und Umgebung spielen – und wenn es dann auch noch um Eintracht Frankfurt geht…

Beschreibung des Buches:
„Nachspielzeit“ von Ulrich und Dana Müller-Braun (Autorenduo – Vater-Tochter) ist 2020 als Taschenbuch mit 361 Seiten im Societäts-Verlag erschienen. Das Titelbild ist in schwarz/grau/rot gehalten, man sieht ein Gesicht versteckt unter Laub. Das Cover wirkt geheimnisvoll.

Kurze Zusammenfassung:
Sportredakteur Severin und die Pressesprecherin Lydia Heller von Eintracht Frankfurt ermitteln wieder in einem sehr heiklen Fall. Während sich die Zuschauer noch über den 5:1 Sieg der Eintracht über die Bayern freuen, entdeckt Lydia eine völlig aufgelöste Mitarbeiterin des Catering- Unternehmens auf der Toilette im VIP-Bereich. Die junge Frau behauptet, sie sei sexuell bedrängt worden. Der von ihr beschuldigte Mann wird ein paar Tage später tot an der Autobahn gefunden.  Einen Tag zuvor hatte Severin ein Rätsel zugespielt bekommen, dessen Lösung möglicherweise den Tod des Mannes hätte verhindern können…

Mein Leseeindruck:
Wie auch der Vorgänger „Das Auge des Adlers“, wird dieser Krimi aus zwei Perspektiven (Severin und Lydia) erzählt. Der Krimi spielt im Zeitraum vom 02.11.2019 bis zum 16.11.2019.

Ich fand diesen Krimi sehr spannend, auch die eingebauten Rätsel, die sich allesamt um Eintracht Frankfurt drehen, haben mir sehr gut gefallen.

Die wechselnden Sichten auf das Geschehen sind etwas verwirrend, wenn man das Buch nicht am Stück liest. So ist es mir ab und an passiert, dass ich nicht klar erkennen konnte, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. So musste ich regelmäßig zum Kapitelanfang blättern, hier ist vermerkt, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Mir gefällt auch der Lokalkolorit in diesem Krimi, gerade deshalb lese ich gerne Krimis, die im Rhein-Main-Gebiet spielen.

Dieser zweite Fall für Severin und Lydia hat mich besser „unterhalten“ als der erste Fall. So kann es weitergehen mit den Zweien.

Fazit:
Der Krimi ist kurzweilig, spannend und bietet ein Mitraten insbesondere dann, wenn man versucht die Fragen/Rätsel zu beantworten, die Severin zugespielt werden. Hier kommen Eintracht Frankfurt Fans auf ihre Kosten.

Bewertung: **** von *****

Das verborgene Zimmer (Kate Riordan)

Was eine Mutter fühlt

Eine geheimnisvolle Überschrift hat dazu geführt, dass ich dieses Buch lesen wollte.

Beschreibung des Buches:
„Das verborgene Zimmer“ von Kate Riordan ist 2020 als Taschenbuch mit 333 Seiten im DuMont Buchverlag erschienen. Auf dem Titelbild ist ein altes Haus abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Sylvie Durand ist in Frankreich aufgewachsen, lebt schon lange in London, da ereilt sie eine Mitteilung, dass es im verlassenen Haus ihrer Familie in der Provence gebrannt hat. Sie entscheidet sich mit ihrer Tochter Emma nach Frankreich zu reisen. Irgendwie hat sie den Verdacht, dass sie ihre Vergangenheit einholt. Vor Jahren hat sie hier ihre Tochter Elodie verloren.

Mein Leseeindruck:
Der Roman beginnt im Sommer 1993, springt aber mit vielen Rückblicken in die Jahre 1968 bis 1983 zurück. Die Protagonistin Sylvie erzählt ihre Geschichte als würde sie sie ihrer jüngsten Tochter Emma erzählen.

Mir hat dieser Roman von Anfang an sehr gut gefallen. Ich mag geheimnisvolle Familiengeschichten. Zunächst fand ich den Wechsel mit den vielen Rückblicken und die direkte Ansprache an die Tochter etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich habe mich schnell daran gewöhnt. Manchmal allerdings waren die Zweifel, wer hier genau angesprochen wird, wahrscheinlich von der Autorin gewollt.

Es geht hier in diesem Roman um die Geschichte eines etwas außergewöhnlichen Mädchens, das seine Eltern von Kindesbeinen an viele Sorgen bereitet. Elodie leidet an einer Krankheit, die ihr keine Gefühle zulässt. So passieren immer wieder Dinge, die das Familienleben auf den Kopf stellen….

Als Mutter Sylvie wieder an den Ort des Geschehens reist, kommen die Muttergefühle wieder hoch. In ihren Gedanken taucht die erstgeborene Tochter immer wieder auf, obwohl sie schon lange als vermisst gilt, so dass ihrer Schwester Emma erzählt wurde, Elodie sei tot.

Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite.

Fazit:
Mich hat dieses Buch ziemlich gefesselt. Es war spannend, geheimnisvoll und manchmal auch traurig, mir hat es gut gefallen.

Bewertung: ***** von *****

Das Manuskript (John Grisham)

Ein gefürchtetes Manuskript

Schon den ersten Teil um den Buchhändler Bruce Cable „Das Original“ habe ich gerne gelesen. Eine Insel, eine Buchhandlung und ein leidenschaftlicher Buchhändler, der sich gern mit Autoren umgibt….

Beschreibung des Buches:
„Das Manuskript“ von John Grisham ist 2020 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 367 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein Haus umgeben von Palmen, die sich im Wind biegen.

Kurze Zusammenfassung:
Als Bruce Cable gerade mit Gästen und Autorin zusammen in seiner Buchhandlung auf Camino Island eine Autorenlesung veranstaltet, macht sich Hurrikan Leo auf den Weg zur Insel. Die Bewohner der Insel sollen sich alle auf dem Festland in Sicherheit bringen. Doch Bruce und sein Mitarbeiter bleiben auf der Insel. Als der Sturm vorübergezogen ist, machen sie eine grausame Entdeckung. Autor Nelson Kerr liegt erschlagen in seinem Garten. Wurde er Opfer des Sturms oder war es Mord?

Mein Leseeindruck:
Dieser Roman spielt im Kreise von Autoren und Büchern, ein weiterer Schauplatz ist die Urlaubsinsel Camino, die nach dem Hurrikan ziemlich zerstört ist.

Bruce ist sich mit seinem Mitarbeiter ziemlich sicher, dass „sein“ Autor Nelson Kerr ermordet wurde. Er stand kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Romans. Die benachrichtigte Polizei hat aufgrund der Vorkommnisse auf der Insel wenig Interesse zur Nachverfolgung einer Straftat.

So beauftragen Bruce und Nelsons Schwester Polly eine Organisation, um herauszufinden, warum Nelson sein Leben lassen musste.

Die Handlungen wechseln in diesem Roman sehr schnell, immer wieder tauchen neue Protagonisten auf, die man zuordnen muss. Da ist es zuweilen etwas schwierig, sich alle Namen zu merken, besonders dann, wenn man mit Pausen in diesen Roman liest.

Die atmosphärischen Beschreibungen während des Sturms sind gelungen. Man konnte sich das Geschehen ziemlich gut vorstellen und mitfühlen.

Die um das Manuskript gesponnene Geschichte ist wieder einmal ziemlich eigenwillig, aber durchaus interessant. Wer hier mit wem einen Deal führt und welche Organisationen hier ein Sagen haben und ermitteln dürfen, ist mir einmal wieder mehr etwas schleierhaft. Aber abgesehen davon finde ich diesen Roman wieder einmal recht spannend. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen.

Fazit:
Wieder einmal ein kurzweiliger Roman, der besonders Buchliebhaber ansprechen könnte. Mir hat er gefallen und ich freue mich auf einen weiteren „Fall“ um den Buchhändler Bruce Cable auf Camino Island.

Bewertung: **** von *****