Das verborgene Zimmer (Kate Riordan)

Was eine Mutter fühlt

Eine geheimnisvolle Überschrift hat dazu geführt, dass ich dieses Buch lesen wollte.

Beschreibung des Buches:
„Das verborgene Zimmer“ von Kate Riordan ist 2020 als Taschenbuch mit 333 Seiten im DuMont Buchverlag erschienen. Auf dem Titelbild ist ein altes Haus abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Sylvie Durand ist in Frankreich aufgewachsen, lebt schon lange in London, da ereilt sie eine Mitteilung, dass es im verlassenen Haus ihrer Familie in der Provence gebrannt hat. Sie entscheidet sich mit ihrer Tochter Emma nach Frankreich zu reisen. Irgendwie hat sie den Verdacht, dass sie ihre Vergangenheit einholt. Vor Jahren hat sie hier ihre Tochter Elodie verloren.

Mein Leseeindruck:
Der Roman beginnt im Sommer 1993, springt aber mit vielen Rückblicken in die Jahre 1968 bis 1983 zurück. Die Protagonistin Sylvie erzählt ihre Geschichte als würde sie sie ihrer jüngsten Tochter Emma erzählen.

Mir hat dieser Roman von Anfang an sehr gut gefallen. Ich mag geheimnisvolle Familiengeschichten. Zunächst fand ich den Wechsel mit den vielen Rückblicken und die direkte Ansprache an die Tochter etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich habe mich schnell daran gewöhnt. Manchmal allerdings waren die Zweifel, wer hier genau angesprochen wird, wahrscheinlich von der Autorin gewollt.

Es geht hier in diesem Roman um die Geschichte eines etwas außergewöhnlichen Mädchens, das seine Eltern von Kindesbeinen an viele Sorgen bereitet. Elodie leidet an einer Krankheit, die ihr keine Gefühle zulässt. So passieren immer wieder Dinge, die das Familienleben auf den Kopf stellen….

Als Mutter Sylvie wieder an den Ort des Geschehens reist, kommen die Muttergefühle wieder hoch. In ihren Gedanken taucht die erstgeborene Tochter immer wieder auf, obwohl sie schon lange als vermisst gilt, so dass ihrer Schwester Emma erzählt wurde, Elodie sei tot.

Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite.

Fazit:
Mich hat dieses Buch ziemlich gefesselt. Es war spannend, geheimnisvoll und manchmal auch traurig, mir hat es gut gefallen.

Bewertung: ***** von *****

Das Manuskript (John Grisham)

Ein gefürchtetes Manuskript

Schon den ersten Teil um den Buchhändler Bruce Cable „Das Original“ habe ich gerne gelesen. Eine Insel, eine Buchhandlung und ein leidenschaftlicher Buchhändler, der sich gern mit Autoren umgibt….

Beschreibung des Buches:
„Das Manuskript“ von John Grisham ist 2020 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 367 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein Haus umgeben von Palmen, die sich im Wind biegen.

Kurze Zusammenfassung:
Als Bruce Cable gerade mit Gästen und Autorin zusammen in seiner Buchhandlung auf Camino Island eine Autorenlesung veranstaltet, macht sich Hurrikan Leo auf den Weg zur Insel. Die Bewohner der Insel sollen sich alle auf dem Festland in Sicherheit bringen. Doch Bruce und sein Mitarbeiter bleiben auf der Insel. Als der Sturm vorübergezogen ist, machen sie eine grausame Entdeckung. Autor Nelson Kerr liegt erschlagen in seinem Garten. Wurde er Opfer des Sturms oder war es Mord?

Mein Leseeindruck:
Dieser Roman spielt im Kreise von Autoren und Büchern, ein weiterer Schauplatz ist die Urlaubsinsel Camino, die nach dem Hurrikan ziemlich zerstört ist.

Bruce ist sich mit seinem Mitarbeiter ziemlich sicher, dass „sein“ Autor Nelson Kerr ermordet wurde. Er stand kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Romans. Die benachrichtigte Polizei hat aufgrund der Vorkommnisse auf der Insel wenig Interesse zur Nachverfolgung einer Straftat.

So beauftragen Bruce und Nelsons Schwester Polly eine Organisation, um herauszufinden, warum Nelson sein Leben lassen musste.

Die Handlungen wechseln in diesem Roman sehr schnell, immer wieder tauchen neue Protagonisten auf, die man zuordnen muss. Da ist es zuweilen etwas schwierig, sich alle Namen zu merken, besonders dann, wenn man mit Pausen in diesen Roman liest.

Die atmosphärischen Beschreibungen während des Sturms sind gelungen. Man konnte sich das Geschehen ziemlich gut vorstellen und mitfühlen.

Die um das Manuskript gesponnene Geschichte ist wieder einmal ziemlich eigenwillig, aber durchaus interessant. Wer hier mit wem einen Deal führt und welche Organisationen hier ein Sagen haben und ermitteln dürfen, ist mir einmal wieder mehr etwas schleierhaft. Aber abgesehen davon finde ich diesen Roman wieder einmal recht spannend. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen.

Fazit:
Wieder einmal ein kurzweiliger Roman, der besonders Buchliebhaber ansprechen könnte. Mir hat er gefallen und ich freue mich auf einen weiteren „Fall“ um den Buchhändler Bruce Cable auf Camino Island.

Bewertung: **** von *****