Das Flüstern der Bäume (Michael Christie)

Eine Familiengeschichte – Bäume –  und die Suche nach einem Tagebuch

Ein Titel, der ins Auge fällt und neugierig auf das Lesen macht.

Beschreibung des Buches:
„Das Flüstern der Bäume“ ist 2020 beim Penguin-Verlag als Hardcover mit 560 Seiten erschienen. Das Buchcover zeigt eine Landschaft mit See, Gebirge und Bäumen. Es strahlt eine gewisse Ruhe aus.

Kurze Zusammenfassung:
In verschiedenen Zeitebenen wird die Familiengeschichte der Greenwoods erzählt. Beginnt das Buch zunächst im Jahr 2038, so gibt es immer wieder auch Zeitrückblicke bis ins Jahr 1908 zurück. Die Naturführerin Jacinda Greenwood arbeitet im Jahr 2038 auf einer kanadischen Insel. Hier gibt es ein Luxus-Ferienresort, für dessen Gäste sie als Naturführerin arbeitet. Es handelt sich um eine Art Freilichtmuseum, denn die Natur auf der Erde ist zum größten Teil zerstört. Als sie das Tagebuch ihrer Großmutter von einem ehemaligen Freund erhält, lernt sie ihre tatsächlichen Wurzeln kennen. Bäume scheinen ihr familiäres Schicksal zu sein.

Mein Leseeindruck:Es hat schon einige Seiten gedauert, bis ich mit diesem Buch warm geworden bin. Vielleicht lag es daran, dass dieser Roman im Jahr 2038, in der Zukunft startet. Es wirkte zunächst etwa surreal auf mich und konnte mich irgendwie nicht richtig fesseln.

Bis mich der Roman in seinen Bann zog, musste ich in das Jahr 1974 eintauchen. Die Perspektiv- und Protagonistenwechsel waren für mich am Anfang nicht ganz klar zu verstehen. Doch irgendwann erkannte ich die Zusammenhänge. Das Problem: Wenn man immer nur ein paar Seiten am Abend liest, verliert man den Faden, kann sich nicht mehr an die Charaktere/Namen erinnern und muss fast wieder beim Anfang starten.

Die Familiengeschichte mit der Suche nach einem Tagebuch zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, man muss sich nur auf die Zeitenwechsel und auch die unterschiedlichen Erzählweisen der Protagonisten einlassen, sonst ist man verloren.

Während man im Jahr 2038 startet, geht es erst einmal zurück ins Jahr 1908 und weiter durch die Jahre 1934, 1974 und 2008, genauso, wie man es auf den Jahresringen eines aufgeschnittenen Baumes zu Beginn der Geschichte ablesen kann.

Mich hat das Buch dann endlich gefesselt, als es auf mich plötzlich auch wie ein Krimi wirkte: Die Jagd nach dem Tagebuch – und die ungeklärte Abstammung einer Frau – gepaart mit der engen Verbundenheit zu Bäumen.

Fazit:
Ein spannender Roman über eine ungewöhnliche Familie, der über mehrere Generationen hinweg erzählt wird. Man lernt nebenbei einiges über Bäume und Landschaftspflege und Natur kennen – und wird nachdenklich, wenn man im ersten Kapitel (im Jahr 2038) die apokalyptischen Zustände der Erde vor Augen geführt bekommt.

Bewertung: **** von *****

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