Hessentagtod (Tim Frühling)

Ein Krimi – nicht nur für echte Hessen!

Kommissar Daniel Rohde ermittelt im 4. Fall, diesmal in seinem Wirkungsgebiet Bad Hersfeld.

Beschreibung des Buches:
„Hessentagtod“ von Tim Frühling ist im emons:-Verlag 2020 als Taschenbuch mit 187 Seiten erschienen. Es ist der vierte Krimi von Tim Frühling, Radio- und Wettermoderator beim Hessischen Rundfunk.

Typisch an der Reihe der Regionalkrimis des emons:-Verlages sind die in weiß eingerahmten Titelbilder mit einem signifikanten Fotos der Krimischauplätze. Hier sieht man tanzende Personen im Trachtenlook, so wie man sie am Festumzug zum Ende des Hessentags erlebt.

Kurze Zusammenfassung:
Es ist Hessentagszeit in Bad Hersfeld. Jedes Jahr im Sommer findet das große Fest der Hessen 10 Tage in einer anderen „Hessentagsstadt“ statt. Bad Hersfeld hat sich herausgeputzt, ein hessischer Privat-Radiosender hat einen Wettbewerb ausgelobt, der auch von der Landesregierung unterstützt wird: es wird eine Hessenkönigin gekürt. Sechs junge Frauen stehen zur Auswahl. Diese müssen sich an den 10 Tagen präsentieren und so manche mehr oder weniger lustige Auftritte absolvieren. Während des Festumzugs kommt es zu einem Todesfall – was haben die jungen Frauen damit zu tun? Kommissar Daniel Rohde ermittelt!

Mein Leseeindruck:
Ich habe erst vor einigen Jahren den Hessentag so richtig wahr- und liebgewonnen (2011 Oberursel als Begleitung für meinen Sohn„Linkin‘ Park Konzert“, 2016 Herborn als Oldtimer-Ralley-Team mit hr1 und 2017 in Rüsselsheim als Fotoscout), deshalb war ich neugierig, was Tim Frühling diesmal für einen Fall seinem Kommissar in der Hessentagsstadt auferlegt hat.

Am Anfang des Buches findet man glücklicherweise die handelnden Personen. Hier sind die sechs jungen Frauen, um die sich der ganze Krimi dreht, ausführlich beschrieben. Die Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Da gibt es die Kronberger Burgenkönigin, die Ockstädter Kirschenkönigin, die Ahle-Worscht-Königin, die Hanauer Grimm-Prinzessin, die Fritzlarer Sauerkrautkönigin und die Mittelhessische Apfelweinkönigin. Alle zwischen 23 und 31 Jahre alt.

Wer den Hessentag liebt, kommt hier auf seine Kosten. Tim Frühling beschreibt sehr unterhaltsam und immer mit einem zwinkernden Auge, wie sich z.B. die Fernsehaufnahmen während der Hessentagswoche gestalten. Dabei erkennt man anhand seiner Beschreibungen die Moderatoren, die man von Funk und Fernsehen kennt, auch wenn er deren Namen verfremdet hat. Selbst unser Ministerpräsident bekommt seine eigene „Rolle“.

Während es Einblicke in den „Wahlkampf“ der sechs Frauen gibt, die Hessenkönigin werden wollen, erhält man auch ein wunderbares Stimmungsbild vom Hessentag mit seinen facettenreichen Ausstellungen und Darbietungen. Hier findet man typisch Hessisches.

Ich war von diesem Krimi weniger gefesselt durch Spannung als durch diese atmosphärischen Eindrücke des Hessentages.

Lustig sind auch die Wortwechsel, die zum größten Teil im hessischen Dialekt ausgefochten werden. Das Ganze macht das Buch zu einem kurzweiligen Krimi, denn es wird tatsächlich auch ermittelt in diesem Roman. Kommissar Rohde uns sein Team greifen wieder zu unkonventionellen Mitteln….

Es ist wieder einmal der Sprachstil, der Unterhaltungswert hat. Man merkt, dass Tim Frühling eine ganz besondere Beobachtungsgabe hat und ein Gespür für humorvoll erzählte Szenen.

Fazit:
Diesen kurzweiligen und humorvollen Krimi kann man an Neu-Hessen, an Krimifans (mit Liebe zum Humor) und natürlich allen schenken, die Entspannung in einem eher lustigen Kriminalfall suchen.

Bewertung: **** von *****

Der Schatz liegt in Dir (Connie Albers)

(Selbst-)Begleitung in Lebenskrisen – das Glück finden

Im Leben eines Menschen gibt es immer wieder Krisen zu bewältigen, hier kann ein Buch eine Begleitung sein.

Beschreibung des Buches:
„Der Schatz liegt in Dir“ ist 2020 bei books on demand mit 110 Seiten als Taschenbuch erschienen. Das Cover ist farbenfroh gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
In einem 21-Tages-Programm gibt die Autorin Anregungen, Aufgaben, Meditationsvorschläge und stellt Fragen, mit denen man sich beschäftigen kann. Jedes Kapitel wird begleitet durch einen farbenfrohen von der Autorin selbst gemalten Engel

Mein Leseeindruck:
Ich muss zugeben, meditieren ist nicht so mein Ding. Aber ich lese trotzdem gerne Bücher, die einem Anregungen geben, sich mit dem eigenen ICH zu beschäftigen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Das Buch ist als „Mit-mach-Buch“ konzipiert. Schon zu Beginn kann man einen Vertrag mit sich selbst schließen. So gelingt es sicher, sich intensiver mit seinem eigenen „Schatz“ zu beschäftigen.

Die Autorin nimmt einen mit auf eine 21-tägige Reise zu sich selbst. Der Tag beginnt mit einem farbenfrohen Bild eines Engels und mit einem „Begleitspruch“. Im „Impuls des Tages“ erzählt die Autorin Erlebnisse und Gedanken aus ihrem Leben, die zum Tagesthema passend ausgewählt sind.  Am Ende des Kapitels/Tages kann man sich mit einer ausgewählten Frage zum Tagesthema beschäftigen.

Mir hat besonders das Tagesthema (Tag 4) „Dankbarkeit spüren“ gefallen. Vieles nehmen wir einfach so hin ohne wirkliche Dankbarkeit. Dabei gibt es tagtäglich viele Gelegenheiten dankbar für etwas zu sein. „Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück“, das konnte ich schon oft erfahren und hier nachvollziehen.

Das Buch inspiriert dazu, sich einmal wieder mehr mit sich selbst zu befassen, Tagebuch zu schreiben, die Schönen Seiten des Lebens „herauszuarbeiten“ und sich damit gegen Krisen zu wappnen. Oftmals hat man das Glück selbst in der Hand, man muss nur daran arbeiten – und wenn es kommt – auch annehmen.

Fazit:
Ein Buch für die Reise zu sich selbst –  für sich selbst aber auch als Geschenk für Menschen, die auf der Suche nach ihrem Glück sich immer wieder selbst im Wege stehen. Die Engel im Buch werden ihn begleiten, wenn er sich darauf einlässt.

Bewertung: ***** von *****

Papa, Papi, Kind – Warum Familie auch anders geht (Kevin und René Silvergieter Hoogstad)

Wunderbare Regenbogenfamilie: „Liebe ist Leben und Leben ist bunt“

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, irgendwann ist mir Papa Kevin auf instagram „über den Weg gelaufen“ – und ich fand seinen Post/Story so interessant, dass ich das Buch lesen wollte.

Beschreibung des Buches:
„Papa, Papi, Kind“ von Kevin und René Silvergieter Hoogstad ist 2020 im mvgverlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 249 Seiten. Auf dem Cover ist die Familie von Kevin und René in einer Zeichnung dargestellt: Papa, Papi, Sohn und Tochter.

Kurze Zusammenfassung:
Das Ehepaar Kevin und René Silvergieter Hoogstad hat in diesem Buch seine kleine Lebensgeschichte vom Kennenlernen bis hin zur Familie mit zwei Pflegekindern beschrieben.

Mein Leseeindruck:
Das ist ein sehr authentisches Buch. Kevin und René erzählen hier meist abwechselnd in 14 Kapiteln auf welchem Weg sie zu einer bunten Familie gekommen sind. Man erfährt, wie die zwei Flugbegleiter sich kennen gelernt, geheiratet und zunächst einen kleinen Jungen (vor 5 Jahren) und später ein kleines Mädchen in ihrer Familie aufgenommen haben.

Dabei erzählen sie schonungslos ihre Erlebnisse mit Freunden, Bekannten und Verwandten, aber auch die langen Wege, die es braucht, um als Pflegeeltern anerkannt zu werden. Beide haben sich sehr gut auf ihre Verantwortung vorbereitet.

Ich war von der ersten Seite an gefesselt von dem Thema Regenbogenfamilie und Pflegekinder. Es war richtig spannend zu lesen, wie die kleine Familie zusammengewachsen ist. Welche Hürden es zu überwinden gab, welche Mitspracherechte die leiblichen Eltern haben (können) und woran eine Pflegschaft eventuell scheitern kann.

Man merkt dieser Familie durch die sehr authentische Erzählung an, wie liebevoll alle miteinander umgehen, welche Verantwortung für sich selbst und vor allem für die Kinder diese zwei Papas auf sich nehmen, welche Gedanken, Ideen und Möglichkeiten sie erwägen und umsetzen, damit jedes Kind, aber auch beide Erwachsenen nicht zu kurz kommen und die Kinder individuell gefördert werden.

Man wünscht sich, dass es in allen Familien so liebevoll und kindgerecht zugeht, dass die Kinder eine liebevolle Erziehung genießen und sich in ihrer Familie geborgen fühlen können.

Fazit:
Ein Buch für alle, die offen für neue Familienkonstellationen sind, die sich als Paar für ein Pflegekind interessieren oder für alle, die einfach das bunte Leben mit ganz viel Liebe lieben.

Bewertung: ***** von *****

101 Ausflüge ohne Auto (Sabine Börchers)

Ausflugtipps für das Rhein-Main-Gebiet – lass‘ das Auto mal zuhause!

Ich wohne im Vordertaunus, habe ein Jobticket für das gesamte RMV (ÖPNV) Gebiet und kann am Abend und am Wochenende eine weitere Person kostenlos im gesamten RMV-Gebiet mitnehmen. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen für Kurzausflüge in die Umgebung, die man mit dem ÖPNV erreichen kann.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „101 Ausflüge ohne Auto“ ist 2020 im Societäts-Verlag als Taschenbuch mit 219 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man eine fahrende Frankfurter U-Bahn.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist in 6 Kategorien aufgeteilt:
– Ab ins Grüne
– Anschauen
– Ausruhen und genießen
– Bummeln
– Sich führen lassen
– Spiel und Sport
Diese Kategorien sind farblich am Buchschnitt zum besseren Auffinden gekennzeichnet. Jedem Ausflugsziel sind zwei Seiten gewidmet. Auf der linken Seite findet man ein Foto mit einem kleinen Ausschnitt des Fußweges ab der Haltestelle, die angefahren werden muss und der Adresse (incl. Internetseite). Die rechte Seite liefert eine Kurzbeschreibung des Ausflugziels mit Öffnungszeiten und Besonderheiten im Fußtext. Im Anhang findet man den Schnellbahnplan des RMV.

Mein Leseeindruck:
Ich blättere gerne erst einmal in solchen Büchern und verweile auf für mich interessanten Seiten. So habe ich hier gleich Ausflugsziele entdeckt, von denen ich noch nie etwas gehört habe, die aber durchaus sehenswert für mich erscheinen (z.B. Aussichtsturm in Dietzenbach, Blauer Kran in Offenbach).

Im Buch findet man Vorstellungen von Museen, Ausstellungen, Cafés, Schwimmbäder, Spielplätze uvm. .

Die Aufteilung der Ausflugsziele auf 2 Seiten gefällt mir gut, sie ist ansprechend und völlig ausreichend, um das Ziel gut zu erfassen und abzuwägen, ob es für einen selbst interessant erscheint.

Alle Ziele sind zu Fuß bis max. ca. 15-20 Minuten ab dem Zielbahnhof zu erreichen.

Die Zielorte befinden sich alle im Bereich der Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main und in den Kreisen Groß-Gerau, Main-Taunus, Hochtaunus, Main-Kinzig, Wetterau und Rheingau-Taunus. Sie sind gut mit dem ÖPNV zu erreichen.

Was ich mir noch gewünscht hätte? Einen Kartenausschnitt mit den Zielen und den Zielnummern, hier hätte man einen tollen Überblick auf die Entfernungen vom eigenen Wohnort und könnte noch besser einen Ausflug planen.

Fazit:
Auch wer nicht mit dem ÖPNV unterwegs sein will, kann hier tolle Ideen für Ausflüge bekommen, die man dann zu Fuß, per Rad oder auch mit dem Auto erreichen kann. Ich finde das Buch auch gut geeignet als Mitbringsel oder als kleines Geschenk für Menschen aus der Region, damit kann man nichts falsch machen.

Bewertung: ***** von *****

Black Mamba oder die Macht der Imagination (Fred Mast)

Wie Fantasie uns weiterbringt

Schon immer habe ich mich gefragt, weshalb manche Menschen so besonders kreativ sind und andere wiederum nicht – wie unterschiedlich die Gehirne arbeiten und Dinge aufnehmen, verarbeiten und daraus ihre ganz eigenen Schlüsse ziehen. Ich habe mich mit diesem Buch auf die Reise gemacht…

Beschreibung des Buches:
„Black Mamba oder die Macht der Imagination“ von Fred Mast ist 2020 im Herder Verlag als Taschenbuch mit 281 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild ist ein Gehirn abgebildet – über ihm schwebt eine schwarze Mamba.

Der Autor Fred Mast ist Professor für Psychologie an der Universität Bern in der Schweiz und spezialisiert auf mentale Bilder, sensomotorische Verarbeitung und visuelle Wahrnehmung.

Kurze Zusammenfassung:
In 18 Kapiteln nimmt Fred Mast uns Leser mit auf eine Reise mit dem Gehirn. Dabei geht es um Träume, um das Denken von Kindern, um Fantasie, um Realität, um Kreativität, ums Heilen – um nur einige Schlagworte zu nennen. Am Ende des Buches findet man schließlich noch Referenzen mit Buchtipps zum Weiterlesen für Interessierte.

Mein Leseeindruck:
Mich haben zunächst die interessanten und zumeist humorvollen, neugierig machenden Überschriften der Kapitel fasziniert. So bin ich bei der ein oder anderen Seite zuerst einmal hängen geblieben („Schneewittchen erwischt Spiderman“, „Genie mit Schlagring“, „Träume entschlüsseln“, „Die Gewalt aus der Konsole“, „Sind Träume nur Schäume“).

Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten. So dass man dieses Buch abschnittsweise lesen und auch mal unterbrechen kann ohne den „roten Faden“ zu verlieren. Die Kapitel bieten einige Schaubilder, Fakten, Erläuterungen (in grau unterlegten Kästchen) und Zeichnungen, die das Lesen und Verstehen erleichtern. Glücklicherweise gibt es nur wenige Fußtexte. Die Referenzen findet man ja am Ende des Buches.

Der Schreibstil ist sehr verständlich, man muss nicht vom Fach sein, um die Ausführungen zu verstehen. Mit dem Buch begibt man sich auf eine Reise durch das Gehirn, dabei lebt das Buch von den vielen anschaulichen Alltagsbeispielen, die besonders einprägsam sind.

Auch die präsentierten Forschungsergebnisse über das Gehirn und seine Arbeitsweise sind für den Laien sehr verständlich aufbereitet und dargestellt.

Besonders interessant fand ich die Ergebnisse von Untersuchungen von Menschen, die sich Stunden über Stunden mit Computerspielen beschäftigen. Hier habe ich ganz neue Aspekte kennen gelernt, die diese Spiele nicht nur verteufeln (trotzdem bin ich froh, dass in unserer Familie diese Spiele nicht „eingezogen sind“ 😉 ).

Fantasie, Vorstellungskraft und Wahrnehmung gepaart mit Lebenserfahrung können Kreativität hervorbringen, man muss sie nur im Alltag einsetzen und üben.

Fazit:
Ein Buch für alle, die ihre Fantasie und Wahrnehmung schulen und besser im Leben einsetzen möchten – und natürlich für die Menschen, die wissen möchten, wie ein Gehirn „tickt“.

Bewertung: ***** von *****

Provenzalischer Stolz (Sophie Bonnet)

Hausboot-Feeling, schwarze Prophezeiung und Spannung in der Camargue

Ich habe bisher alle 6 Krimis um den Kommissar Pierre Durand gelesen und freue mich jedes Mal wieder auf den nächsten Fall.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Provenzalischer Stolz “ von Sophie Bonnet ist 2020 als Taschenbuch im Blanvalet-Verlag erschienen. Das Buch hat 363 Seiten. Das Titelbild zeigt einen kleinen Hafen in einem Fischerstädtchen der Camargue.

Am Ende des Romans findet man ein 5seitiges Glossar, das die benutzten französischen Begriffe erläutert und drei Rezepte zum Nachkochen der im Buch beschriebenen Speisen.

Kurze Zusammenfassung:
Pierre Durand ist von seinem Dienst freigestellt. Er muss über seine Zukunft nachdenken. Was passt da besser als mit einem Hausboot durch das Rhonedelta zu fahren, um es für einen Freund zu einem Mieter zu überführen.

Während dieser Zeit verbreitet sich ein handgeschriebener Kettenbrief mit einer Weissagung, die 3 Tote vorhersagt. Bei dem ersten Toten handelt es sich um einen Kriminalbeamten. Zufälligerweise versteckt sich ein junger Mann auf dem Hausboot, der den Täter beobachten konnte, aber sein Gedächtnis angeblich verloren hat. Pierres kriminalistischer Spürsinn und eine unerwartete väterliche Sorge um diesen jungen Mann erwachen…

Mein Leseeindruck:
Grundsätzlich gefallen mir die Krimis um Pierre Durand schon allein aufgrund der wunderschönen Landschafts-, Kultur- und Dorfbewohnerbeschreibungen. Man fühlt sich von der ersten Seite an in das südliche Frankreich hineinversetzt und in Urlaubsstimmung – gerade hier mit der idyllischen Fahrt mit dem Hausboot.

Auch die Charaktere, ganz besonders der Hauptpersonen Pierre und seiner Freundin Charlotte, arbeitet die Autorin immer sehr schön heraus. An Witz und Humor wird nicht gespart, vertraute Personen tauchen immer wieder in diesen Krimis um Pierre Durand auf.

Das Thema der Kettenbriefe mit einem Konflikt der verschiedenen Kulturen hat mich hier leider nicht so ganz in den Bann gezogen. Es „spielten“ hier zu viele verschiedene Personen eine Rolle, so dass ich teilweise „den Faden“ verloren habe, das lag sicher u.a. auch daran, dass ich nicht täglich zum Lesen dieses Krimis kam. Trotzdem sollte man sich dann nicht immer wieder „einlesen“ müssen, sondern einfach weiterlesen können…

Mich muss ein solcher Urlaubs-Krimi (und das sind für mich diese Krimis um Pierre Durand) unterhalten, ich suche hier nicht unbedingt die gesellschaftskritischen Themen.

Somit war auch die Lösung dieses Falles nicht so ganz einfach und für mich beim Lesen auch nicht vorhersehbar. Schade, trotzdem wächst mir Kommissar Pierre Durand von Fall zu Fall mehr ans Herz. Und gerade seine persönlich liebe Art, seinen inneren Konflikt mit der Beziehung zu Charlotte und sein Umgang mit den Menschen machen ihn so liebenswert.

Fazit:
Diesmal konnte mich „der Fall“ nicht vollständig überzeugen. Trotzdem haben mich die Hausboot-Fahrt und die Beschreibungen des dörflichen Lebens im Heimatort von Pierre Durand unterhalten. Von Vorteil ist es, wenn man die ersten Fälle des Kommissars kennt.

Bewertung: *** von *****