Interview mit Steffen Schroeder

Lieber Steffen Schroeder! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten!

Wie kamen Sie auf die Idee so ein gefühlvolles Buch zu schreiben? (Gab es eigene Erfahrungen, eine glückliche Kindheit, die in diesen Roman eingeflossen sind?)

Genau wie Konrad, der Protagonist des Romans, bin ich direkt neben dem Freibad Floriansmühle in München aufgewachsen. Es war ein Familienbetrieb, und das Haus, in dem wir wohnten, gehörte ebenfalls den Eigentümern des Schwimmbads. Als Mieter hatten wir freien Eintritt und so habe ich einen Großteil meiner Kindheit im Freibad verbracht. Die ganze Ausgangssituation ist also autobiographisch, ansonsten ist es aber eine fiktive Geschichte.

Haben Sie Vorbilder beim Schreiben (Autoren/innen), eigene Empfehlungen, Lieblingsbücher, Buchempfehlungen, lesen Sie selbst gerne?

Vorbilder direkt nicht. Es gibt natürlich zahlreiche Autoren/innen, die ich sehr verehre. Aber man muss schon seine eigene Sprache finden. Ich lese viel, zur Zeit vor allem zu einem Thema, über das ich gerade recherchiere.
Daneben lese ich gerade Theaterstücke von Jon Fosse, für mich einer der größten zeitgenössischen Dramatiker, und „Beethovn“, den neuen Roman von Albrecht Selge.

Wie sah Ihr Arbeitsalltag beim Schreiben aus (inspirierendes Arbeitszimmer, mobil im Zug, draußen, außerhalb der Drehzeiten) ?

Das ist sehr unterschiedlich. Schreiben lässt sich nicht planen. Zumindest bei mir nicht.
Wenn ich schreibe, hat die Geschichte ihr Eigenleben, und die erzählt sich, wenn sie gerade Lust dazu hat.
In der Regel nicht, wenn ich mich an den Schreibtisch setze und grüble. Sondern wenn ich unterwegs bin, spazieren gehe oder nachts träume. Das ist manchmal etwas unpraktisch, aber auch spannend.

Ist ein weiteres Buchprojekt in Planung, welches Genre?

Ja. Wobei ich gerade an verschiedenen Stoffen „dran“ bin. Ich recherchiere momentan munter vor mich hin, und bin mir noch nicht ganz sicher, wofür ich mich entscheide. An meinen ersten beiden Büchern habe ich jeweils zweieinhalb Jahre gearbeitet- da muss man sich gut überlegen, mit welchem Thema man sich so lange und intensiv beschäftigen will. Es bestimmt dann auch mein Leben.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Diese Bücher von Steffen Schroeder habe ich bereits gelesen und hier auf meinem Blog vorgestellt:

Mein Sommer mit Anja:

Was alles in einem Menschen sein kann:

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