Blackbird (Matthias Brandt)

Eine Jugend in den 1970ern

Dieses Buch habe ich im Regal unserer Buchhandlung auf der Spiegel-Bestseller Liste entdeckt.

Beschreibung des Buches:
„Blackbird“ von Matthias Brandt ist 2019 im Kiepenheuer & Witsch-Verlag als Hardcover-Buch erschienen. Das Buchhat 276 Seiten. Auf dem Cover ist eine rote Parkbank mit eher tristem Hintergrund zu sehen.

Kurze Zusammenfassung:
Der 15-jährige Morten Schumacher (Motte) erfährt, dass sein bester Freund Bogi sehr schwer erkrankt ist. Seine Gefühle hinsichtlich des Freundes, aber auch zu einem gleichaltrigen Mädchen übermannen ihn. Er ist in seinen Gedanken, Gefühlen hin- und her gerissen, so, wie das zahlreichen Jugendlichen in seinem Alter passiert…

Mein Leseeindruck:
Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben. Der Sprachstil gefällt mir gut. Der junge Morten erzählt, wie es ihm nach der Diagnose seines Freundes ergeht. Es ist das typische Leben eines Teenagers in den 1970er Jahren. Freunde, mit denen man abhängt, erste Annäherungsversuche an das andere Geschlecht, gute Laune – zu Tode betrübt, getrennte Eltern.

Die Erzählungen Mortens sind teils sehr humorvoll, aber auch manchmal gespickt voll Traurigkeit und Mutlosigkeit. Manchmal weiß er gar nicht, wie er sich seinem kranken Freund gegenüber verhalten soll.

Er interessiert sich für Rockmusik, weniger für Sport, aber dann auch wieder für Mädchen. Zu allem Überfluss trennen sich seine Eltern. Der letzte Halt, wenn er denn überhaupt da war, geht verloren. Die Freunde und Lehrer werden wichtiger – und wie ist sein Verhältnis zum kranken Freund?

Diese Erzählung ist so nah dran an den Gedanken und Empfindungen der Jugend der 1970er Jahre, dass man vieles als Mensch der gleichen Generation nachempfinden kann. Man erkennt bestimmte Charaktere (z.B. Lehrer) wieder, hat ähnlichen „Blödsinn“ zusammen mit Freunden verzapft und war ebenfalls in Gedankengängen hin- und hergerissen.

Das Buch ist zuweilen sehr melancholisch, aber auch wiederum mit Witz gespickt. Besonders lustig fand ich die Szene beim Annäherungsversuch an ein Mädchen im Kino. Man hat das Erzählte sehr bildlich vor Augen und muss schmunzeln.

Fazit:
Ein lesenswertes Buch, das fesselt, besonders für die Leser, die in den 1970er Jahren im Teenager Alter waren.

Bewertung: **** von *****

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