Das Mädchen Jannie (Petra Hammesfahr)

Interessante Geschichte – leider etwas langatmig

Es gibt Bücher von Petra Hammesfahr, die finde ich sehr gelungen, deshalb freue ich mich immer wieder auf neue Bücher von ihr. Allerdings sind manche etwas langatmig, was auf dieses Buch leider auch wieder zutrifft.

Beschreibung des Buches:
„Das Mädchen Jannie“ ist 2019 als Hardcover im Diana-Verlag erschienen. Das Buch hat 512 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein Mädchen im strömenden Regen auf einem Feldweg in Richtung eines einsamen Hauses laufen – das Bild ist gut zum Inhalt gewählt.

Kurze Zusammenfassung:
Jannie, die an Miro verkauft wurde,  zieht mit einem kleinen Jungen und einigen Frauen bettelnd durch die Orte. Sie ist ca. 11 Jahre alt als sie auf Dieters einsamen Hof trifft und von ihm aufgenommen wird. Während sie sich rührend um Dieters bettlägerige und von einem Schlaganfall gezeichnete Mutter kümmert, versorgt Dieter sie mit Schulunterlagen, Kleidung und Spielzeug. Dieter ist Autor, er arbeitet an einem besonderen Roman, deshalb dient ihm Jannie und ihr Leben als Vorlage – er hat noch einiges mit ihr vor. Gleichzeitig plant er einen Rachefeldzug gegen eine ihm nicht wohlgesonnene Rezensentin…

Mein Leseeindruck:
Eigentlich fand ich die Geschichte um Jannie sehr interessant konstruiert. Es geht um einen Thriller-Autor, eine Rezensentin, ein entlaufenes Mädchen und um die Aufklärung von mysteriösen Mordfällen. Alles eigentlich, was einen Krimi oder sogar einen Thriller ausmacht könnte.

Doch die Geschichte zieht sich etwas langatmig durch die Seiten, während die Perspektiven regelmäßig wechseln. Abwechselnd wird der Roman aus Jannies Sicht, Dieters Gedanken und Handlungen als auch mit der Perspektive auf die Ermittlungen zu den Mordfällen erzählt. Man erlebt hier alles hautnah mit. Und trotzdem kann mich das Buch auf vielen Seiten nicht fesseln.

Da der Schreibstil an sich mir gut gefällt, die Idee dieses Buches mehr erhoffen ließ, habe ich es bis zum bitteren Ende gelesen. Ich denke, man hätte das Buch auch kürzer und dafür  spannender schreiben können.

Das letzte Drittel hat mich dann wieder etwas mehr gepackt und leicht versöhnt.

 Fazit:
Schade, wieder einmal konnte mich ein Titel von Petra Hammesfahr nicht vollständig überzeugen. Ich würde mir wünschen, die Autorin würde ihre Romane nicht unnötig in die Länge ziehen.

Bewertung: *** von *****

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