Die Herberge im Wald (Heidi Gebhardt)

Wieder einmal ein unterhaltsamer und spannender Cosy Krimi mit Lokalkolorit

Ich habe bereits mit viel Freude einen „Tante Frieda Krimi“ gelesen, deshalb war ich gespannt auf diesen Fall.

Beschreibung des Buches:
„Tante Frieda: Die Herberge im Wald“ von Heidi Gebhardt ist 2019 im Kolonelverlag als Taschenbuch mit 238 Seiten erschienen. Das Cover ist eher düster gehalten, es zeigt ein dunkles Gebäude, das offensichtlich mitten im Wald steht, passend zum Inhalt gewählt – es hätte mich aber eher nicht gleich angesprochen.

Kurze Zusammenfassung:
Friedas Nichte Lena springt als Urlaubsvertretung für Freunde als Leiterin einer Herberge mitten im Wald (Taunus) ein. Als in der Nähe des Gebäudes ein Toter gefunden wird, wird Frieda auf den Plan gerufen. Die alte Dame ist mal wieder voll in ihrem Element und managt Herbergsbetrieb und Spurensuche. Auch die Kommissare Peter und Bärbel, die man schon von vorherigen Fällen kennt, mischen sich in die Ermittlungen ein, obwohl der Taunus so gar nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt.

Mein Leseeindruck:
Diesen Krimi kann man abends lesen ohne mit Angst ins Bett gehen zu müssen 😉 – ein „Wohlfühlkrimi“ mit netter alter Dame und sehr speziellen Charakteren. Hier wird Wert auf die Beschreibung von Personen und Szenen gewählt, Kenner des Rhein-Main-Gebietes werden sich besonders „zuhause“ fühlen.

Der Krimi ist in wechselnden Erzählsträngen entwickelt. Da gibt es zum einen Lena (Ich-Form, Erzählerin) und zum anderen die Kapitel, in denen „neutral“ die Szenen beschrieben werden. Neben dem eigentlichen Fall, haben auch wieder die Beziehungen der einzelnen Mitwirkenden einen Platz in diesem besonderen Krimi gefunden. Das gibt einem solchen „Cosy“-Krimi das Besondere – Unterhaltung und Spannung sind hier gekonnt zusammengewoben.

Der Krimi ist gut entwickelt, kleine Spuren werden gelegt, manche führen in eine Sackgasse. Ganz besonders die atmosphärischen Beschreibungen möchte ich hier hervorhebe, die machen diesen Krimi aus. Das Ende ist überraschend!

Die Autorin hat sich parallel beim Schreiben Unterstützung von echten Kriminalisten und Rechtsmedizinern geholt, um ihre Krimis so realistisch wie möglich zu schreiben, das gefällt mir sehr gut.

Wie bei allen „Tante Frieda Krimis“ findet man am Ende des Buches leckere Rezepte von Gerichten, die im Krimi zubereitet werden.

Die handelnden Personen wachsen einem von Fall zu Fall immer mehr ans Herz, ich freue mich auf weitere Fälle mit Tante Frieda!

Die Kriminalfälle um Tante Frieda sind in sich abgeschlossen, so dass man hier nicht unbedingt eine bestimmte Reihenfolge beim Lesen der bisher erschienen Bücher einhalten muss.

Fazit:
Wer keine blutrünstigen Krimis mag, den Lokalkolorit liebt und auch, dass es im Krimi nicht nur um Ermittlungsarbeit sondern auch um die Menschen und ihre Beziehungen selbst geht, der kann mit diesem schönen Cosy-Krimi gemütliche Lesestunden verbringen.

Bewertung: ***** von *****

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