Gut für dich! (Dieter Nuhr)

Leitfaden? Kluge Ideen – zwischen lockerem Schreibstil und Wiederholungen

Auftritte Dieter Nuhrs schätze ich, ob er aber Bücher schreiben „muss“ …

Beschreibung des Buches:
„Gut für dich!“ ist 2019 als gebundene Ausgabe im Lübbe-Verlag erschienen. Das Buch hat 269 Seiten. Ich habe die E-Book-Variante gelesen. Auf dem Titelbild ist Dieter Nuhr abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
In fünf „Büchern“ ist dieses Buch unterteilt. „Wie ist es?“, „Muss“, „Der Zustand der Welt“, „Was tun?“, und „Worum ging es hier eigentlich?“

Mein Leseeindruck:
Schon die fünf Kapitelüberschriften wirken auf mich, nachdem ich das Buch gelesen habe, etwas sprunghaft – so wie das ganze Buch.

Eigentlich wirkt das Buch zunächst wie ein Berater-Buch…

Nuhr „erklärt“ die Phänomen der Welt, das Zusammenleben der Menschen und die daraus resultierenden Probleme auf seine ganz eigene Weise. Er warnt davor, in allem nur das Negative zu sehen und mit Angst durchs Leben zu laufen. So weit, so gut.

Die Texte sind durch „kluge Sprüche“ in der Farbe des Kapitels (rot, gelb, lila, petrol und blau), Unterkapitel und ganzseitigen Fotos mit Untertitel aufgelockert.

Der Schreibstil ist auch sehr locker, aber tatsächlich sehr sprunghaft. Das funktioniert auf der Bühne sehr gut, aber beim Lesen stolpert man auf sich immer wiederholende Texte, was mich doch sehr gestört hat.

Nuhr bietet mit diesem Buch keine Patentrezepte. Einige gute Ideen seiner Ausführungen bleiben zwar beim Lesen hängen, aber für mich überwiegt das verwirrende Hin- und Hergespringe und die Wiederholungen.

Fazit:
So richtig mitreißen konnte mich das Buch nicht. Da schaue ich mir Dieter Nuhr lieber auf der Bühne oder im Fernsehen an. Seine Bücher werde ich nicht mehr lesen.

Bewertung: *** von *****

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Glück ist meine Lieblingsfarbe (Kristina Günak)

Eine Insel, eine Frau, ein Hund – und ein Mann

Unter dem Genre „Tierroman“ wird dieses Buch gelistet. Mit dem Begriff „Glück“ im Titel und dem fröhlichen Cover hat es mich angesprochen.

Beschreibung des Buches:
„Glück ist meine Lieblingsfarbe“ ist 2019 im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch mit 272 Seiten erschienen. Ich habe die E-Book-Ausgabe gelesen. Das Cover ist fröhlich mit pastell-farbenen Zeichnungen gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
Juli lebt auf La Palma, nachdem sie ihre deutsche Heimat fast fluchtartig verlassen hat. Mit dem Ausführen von Hunden und einem Job in einem Imbiss hält sie sich über Wasser. Auf einer Party lernt sie Quinn kennen, der so ganz anders durchs Leben zu gehen scheint als sie. Als die beiden sich plötzlich um den Hund eines Freundes kümmern müssen, ändert sich ihre Sicht auf ihr Leben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist eine schöne Sommerlektüre:
Eine Geschichte die auf der Ferieninsel La Palma spielt, ein Hund, der sein Herrchen verliert – ereignisreiche Szenen wechseln sich ab mit nachdenklichen und auch traurigen.

Die Protagonisten wachsen einem während des Lesens ans Herz. Juli, die sanfte, die die Menschen versteht, ihnen zuhört, aber nicht an Quinns Geheimnis herankommt. Quinn, der Geschäftsmann, der vernünftig und zielstrebig durchs Leben zu gehen scheint und ein trauernder Hund, der von beiden liebevoll aufgenommen wird. Die Geschichte wird aus Julis Sicht erzählt.

Neben den Ereignissen, die sich in diesem Roman abspielen, bekommt man während des Lesens auch ein schönes Stimmungsbild von La Palma. Das Lebensgefühl der Bewohner hat die Autorin sehr gut in ihrem Roman eingebunden. Man bekommt so richtig Lust, diese Insel zu bereisen.

Und – wer Hunde liebt, der kommt ebenfalls auf seine Kosten, denn schließlich geht es hier auch um den kleinen verwaisten Hund und seine Artgenossen, die Juli täglich durch die Straßen der Insel führt.

Fazit:
Alles in allem ein leichter, warmherziger Sommer-Roman, der Lust auf die Insel und Lust auf das Leben mit Hunden macht.

Bewertung: **** von *****

Dein Fleisch und Blut (Nicole Makarewicz)

Eine Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit

Beschreibung des Buches:
„Dein Fleisch und Blut“ von Nicole Makarewicz, Wiener Journalistin, ist 2018 im Holzbaum Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Thriller hat 222 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ist eine Pupp, ihr Gesicht ist nicht zu sehen, da sie auf dem Bauch liegt.

Kurze Zusammenfassung:
Für die Journalistin Leah Sebelia ist ihr Beruf eine Berufung. Während sie an einem Buch über Kinderpornographie schreibt, recherchiert sie sehr intensiv über das Thema. Daran zerbricht ihre Beziehung. Gerade als sie ihre Recherchen einstellen will, erhält sie Zugangsdaten zu einem Forum. Was sie hier erlebt übersteigt ihre Vorstellungskraft. Plötzlich werden Verdächtige umgebracht. Hat ein Mörder sie zum Handlanger gemacht?

Mein Leseeindruck:
Ein kurze Prolog, 5 Monate nach den eigentlichen Geschehnissen, führt in die Geschichte ein.

Der Thriller spielt in der Zeit von Februar bis August in Österreich. Die Kapitel sind mit dem Fokus auf die Journalistin Leah geschrieben. Als Leser hat man somit hat man als Leser keinen Vorteil im Lösen „des Falles“ – und tappt, wie Leah – lange Zeit im Dunkeln, wer hier „gut“ und wer hier „böse“ ist.

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, ihre Szenen sind gut beschrieben, man fühlt sich mitten im Geschehen. Der Thriller hat eine ansteigende Spannung, mehrere Verdächtige und die unterschiedlichsten Charaktere, die die Autorin gut herausgearbeitet hat.

Neben Leahs Recherche spielt auch ihr Liebesleben und ihre eigene Familiengeschichte eine große Rolle in diesem Roman. Das macht das Buch sehr abwechslungsreich und interessant. Ihre Recherchemethoden und die ihrer Freunde sind vielfältig. Da gibt es zum Beispiel die Halbschwester, die sich als Hackerin entpuppt.

Die Polizeiarbeit tritt in diesem Buch etwas in den Hintergrund, denn die Journalistin ist hartnäckiger in ihren Recherchen.

Zugegeben, das Thema ist schwierig. Die Autorin hat sicherlich ziemlich intensiv recherchieren müssen, am Ende des Buches gibt es noch Adressen und Ansprechpartner für „Täter“ und „Opfer“.

Alles in allem ist dieser Thriller spannend konstruiert, nicht zu grausam im Detail, aber dennoch aufrüttelnd. Ich konnte da Buch kaum weglegen.

Fazit:
Der Journalistin Nicole Makarewicz ist ein sehr spannender  und aktueller Thriller gelungen, der zeigt, dass Hartnäckigkeit von Journalisten manchmal zur Aufdeckung von Kriminalfällen führen kann – oftmals spielen sie dabei aber mit ihrem eigenen Leben.

Bewertung:  ***** von *****

Nudel im Wind (Jürgen von der Lippe)

Warum habe ich dieses Buch zu Ende gelesen?

Jürgen von der Lippe steht für humorvolle Fernsehunterhaltung. Doch seine Bücher treffen nicht jeden Geschmack…

Beschreibung des Buches:
„Nudel im Wind“ ist 2019 im Penguin-Verlag als Hardcover-Buch mit 234 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man den Autor Jürgen von der Lippe im Freizeitstil auf einem Gartenstuhl beim Schreiben. Das Bild ist in Aquarell gemalt.

Kurze Zusammenfassung:
Ein Witzbold und Hobbykoch, eine Visagistin und ein Ex-Zuhälter planen eine Fernsehshow. Dabei passieren die unmöglichsten Dinge, auch eine Entführung …

Mein Leseeindruck:
Ich habe keine Ahnung, dass ich annahm, ich würde einen Krimi lesen!?

Das Buch hat mich leider wenig unterhalten – und spannend fand ich es auch nicht.

Wer einen kleinen überzogenen Einblick in die Welt des Showgeschäftes bekommen möchte, der ist hier richtig. Manche Vorkommnisse mögen dabei ja auch noch witzig sein, doch das Ganze trifft irgendwie nicht ganz meinen Humor.

Die Sätze sind teils sehr verschachtelt. Die Handlungen sind sehr überzogen. Es kommen einfach zu viele Personen in diesem Buch vor (da hilft auch das 2 ½ seitige Personenregister zu Beginn des Buches nichts). Hatte ich ein paar Tage Lesepause eingelegt, waren die Charaktere für mich bereits wieder verblasst und ich musste mich wieder „einlesen“.

An manchen Stellen „kommuniziert“ der Autor mit seiner Frau, die ihre Kommentare und Vorschläge zum Weiterschreiben des Romans gibt. Leider findet man hier keinerlei Unterscheidung in Schrift oder Farbe, wenn sie zitiert wird….

Zu Ende gelesen habe ich den Roman, weil ich dem Buch eine Chance geben wollte und mich das Ende interessiert hat – aber auch das Ende hat mich enttäuscht…

Fazit:
Es gibt bessere Bücher von Jürgen von der Lippe – und als Showmaster ist er unschlagbar.

Bewertung: ** von *****

Eine Familie in Deutschland (Peter Prange)

Hautnah erlebte Deutsche Geschichte – eine Familie erlebt die NS Zeit

Ich mag die Bücher des Autors Peter Prange, auch die Verfilmung seines Romans „Das Bernstein-Amulett“ fand ich sehr gelungen. Bisher haben mich seine Bücher sehr beeindruckt.

Beschreibung des Buches:
„Eine Familie in Deutschland“ von Peter Prange ist im Scherz Verlag 2018 als Hardcover mit 672 Seiten erschienen. Ich habe die eBook-Variante gelesen.

Der Autor hat schon einige erfolgreiche Bücher geschrieben, sein erster Erfolg kam mit der deutsch-deutschen Familiengeschichte „Das Bernstein-Amulett“, das 2004 für die ARD verfilmt wurde.
Auf dem Titelbild sieht man einige Menschen beim gemeinsamen Essen im Freien. Das Bild wirkt leicht vergilbt. Es ist im Vintage-Stil.

Es handelt sich um den ersten Band einer Familiengeschichte, dem noch ein zweiter Band folgen soll.

Kurze Zusammenfassung:
Peter Prange erzählt in diesem Roman die Geschichte einer Familie in der NS Zeit (hier von 1933 – 1939)  im Wolfsburger Land (hier in der Stadt Fallersleben, damals noch eine eigenständige Gemeinde). Die Familie Ising lebt von ihrer Zuckerfabrik. Man hat ein neues Haus gebaut, die Kinder Georg, Edda, Charly und Horst sind erwachsen und gehen ihren eigenen Berufen nach. Doch das bisher sorgenfreie Leben ändert sich…

Mein Leseeindruck:
Glücklicherweise habe ich dieses Buch mit seinen vielen Seiten als eBook-Ausgabe lesen können, so konnte ich es auch in die Bahn mitnehmen.

Ich habe den Roman mit sehr viel Neugier, Interesse und Mitleid mit den Charakteren gelesen. Er hat mich teils gefesselt, teils sehr traurig gemacht und mir noch einige unbekannte Details aus der Nazi-Zeit näher gebracht.

Zu Beginn sollte man sich erst einmal ein Bild über die handelnden Personen machen, sonst verliert man leicht den Überblick. Im Anhang findet man hier ein Personenregister.

Der Aufbau des Romans ist chronologisch (1933 – 1939), so dass man das Geschehen gut verfolgen kann. Die Schauplätze wechseln oft, da der Roman jedes einzelne Kind der Familie fokussiert. Die Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein.

Die Beschreibungen der einzelnen Szenen sind sehr genau. Man kann sich direkt in die Handlung hineinversetzen. Die „Geschichten“ um die Familie Ising ist sehr facettenreich.

Jedes Kind hat sein ganz besonderes „Problem“. Hier schafft es Prange einen Querschnitt der Bevölkerung Deutschlands in den 1930er Jahren aufzuzeigen.

Während der eine Sohn, Horst, sich als treuer Parteifunktionär darstellt, der auch die eigene Familie nicht verschont, gehen die anderen Kinder eher in ihren erlernten Berufen auf.

Sehr interessant fand ich die Entwicklung rund um den Aufbau der Automobil-Fabrik. Die damalige Stadt Fallersleben wurde dann 1945 in Wolfsburg umbenannt, in der noch heute das VW-Werk steht. In Pranges Geschichte ist der Ingenieur Georg, der Sohn der Familie, mit der Entwicklung des Käfers beschäftigt.

Ein weiterer Erzählstrang legt den Fokus auf die Tochter Edda, die mit der in den 1930er Jahren bekannten Filmregisseurin, -produzentin Leni Riefenstahl zusammenarbeitet und –lebt.

Eine weitere Tochter, die Ärztin Charlotte, ist mit einem Juden verheiratet, der Deutschland und Charlotte verlässt, weil er um sein Leben fürchtet. Charlotte wiederum setzt sich für ihren jüngsten Bruder Willy ein, der unter einer Entwicklungsstörung zu leiden scheint.

Der Schreibstil Peter Pranges begeistert mich sehr. Seine Kunst, die Charaktere so unterschiedlich zu entwickeln, gefällt mir ausgesprochen gut.

Es gelingt ihm, das Leben in Deutschland in der NS-Zeit mit seinen Protagonisten einzufangen und ihnen eine ganz eigene Geschichte zu geben, die für viele Menschen in dieser Zeit steht.

In diesem Roman sind neben einer Liebesgeschichte, die Familiengeschichte und ganz besonders reale geschichtliche Elemente vereint. Er bietet zudem auch noch Spannung, weil man mit den Protagonisten mitleidet und hofft, dass sich alles wieder zum Guten wenden könnte.

Fazit:
Wieder einmal hat mich ein Buch von Peter Prange überzeugt. Der Roman ist sehr gelungen. Er hat mich viele Tage (und Wochen) gefesselt. Man kann ihn nicht einfach so „zwischendurch“ lesen.

Bewertung: *****

 

111 Orte in Mittelhessen, die man gesehen haben muss (Tim Frühling)

Für Einheimische, für Neugierige und für Ausflügler

Für einen Freund zum Geburtstag haben wir dieses Buch ausgesucht, um mit ihm einen gemeinsamen Ausflug aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Mittelhessen zu machen.

Beschreibung des Buches:
„111 Orte in Mittelhessen, die man gesehen haben muss“ von Tim Frühling ist im emons-Verlag 2019 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 233 Seiten. Das Titelbild reiht sich in die Serie „111 Orte“ des emons-Verlages. Es ist in Weinrot gehalten, hat den Titel in weißer Schrift und die Hessische Spezialität „Handkäs“ über dem Titel positioniert.

Der Autor Tim Frühling ist als Radio- und Wettermoderator des Hessischen Rundfunks bekannt, er hat bereits „111 Orte in Osthessen und in der Rhön“ und 3 Krimis geschrieben.

Die Fotografin Christine Frühling ist seine Mutter, gelernte Fotografin. Sie arbeitet in einem Reisebüro.

Kurze Zusammenfassung:
111 Orte in Mittelhessen sind mit Zahlen versehen (zur Zuordnung auf der Landkarte am Ende des Buches). Sie sind mit je 2 Buchseiten beschrieben, ein Foto und ein einseitiger Text. Zum Foto gibt es jeweils noch eine Kurzbeschreibung, wie Öffnungszeiten, Adresse und Tipps.

Auf den letzten Seiten gibt es Übersichtspläne, in denen die Ausflugtipps mit einer Nummer markiert aufzufinden sind.

Mein Leseeindruck:
Wir mussten uns zunächst mit der Sortierung vertraut machen (nach Region alphabetisch). Die kleine Überschrift oberhalb der Nummern gibt die Region an. So sind die Tipps gut zusammengefasst. Hat man das Prinzip verstanden, dann ist die Nummerierung verständlich und man findet die Zahlen schneller auf der Karte.

Wenn man dieses Buch durchblättert, fallen einem die ganz besonderen „Sehenswürdigkeiten“ auf. Solche, die man in Standard-Reiseführern oftmals nicht finden wird. Örtlichkeiten, die auch manch Kenner der Region noch nicht gesehen hat. Die Fotos machen Lust auf mehr, heißt, aufs Lesen und Besuchen.

Am besten geht man zur Planung eines Ausflugs so vor: Man schaut sich Seite für Seite an und versieht interessante Örtlichkeiten mit PostIts. Schnell hat man eine ambitionierte Zahl von Orten, die man „abarbeiten“ kann.

Auf den einzelnen Seiten gibt es u.a. Cafés und Museen, besondere Gebäude, Türme, Denkmale. Anfahrt, Adresse und Öffnungszeiten sind dem jeweiligen Foto hinzugefügt, so dass man hier eine gute Vorplanung machen kann

Die Texte sind recht unterhaltsam geschrieben. Man hat Tim Frühling im Ohr, wenn man die Beschreibungen der Fotos liest. So hat man auch während der Fahrt als Beifahrer ein gut unterhaltendes Buch, das man dem Fahrer vorlesen kann.

Fazit:
Für unsere Ausflugsplanung ist dieser etwas andere Reiseführer sehr gut geeignet. Hier findet man auch etwas entlegenere Orte und so manche nicht ganz so beachtete Örtlichkeit, sicherlich weit ab vom Touristenstrom. Diese Art der Reiseführer gefällt uns ganz besonders gut.

Bewertung: ***** von *****

Das geht so nicht weiter! (Sophie und Karl-Ludwig Schweisfurth)

Für die Würde des Tieres

Durch eine liebe Freundin wurde ich auf dieses Buch aufmerksam.

Beschreibung des Buches:
„Das geht so nicht weiter!“ ist 2019 im bene! Verlag als Hardcover erschienen. Das Buch hat 111 Seiten. Gestaltet ist es mit einem Leineneinband, auf dem Titelbild ist ein schwarzes Schwein eingeprägt. Der rote Schriftzug „Die Würde des Tieres ist unantastbar“ ist als Untertitel in roter Schrift ebenfalls im Cover eingeprägt.

Kurze Zusammenfassung:
Karl-Ludwig Schweisfurth, der ehemalige Chef von „Herta“, einer der größten Fleischfabriken Europas, und seine Enkelin Sophie erzählen aus ihren Erfahrungen bei der „Herstellung“ von Fleisch. Sie entwickeln eine ganz besondere Vision, wie man „glückliche“ Tiere zur Fleischgewinnung aufziehen, halten und schlachten kann.

Mein Leseeindruck:
In einer Art Zwiegespräch erzählen die beiden (Generationen), wie es möglich werden könnte, die Fleischgewinnung würdevoller zu gestalten. Dabei beschreiben sie schonungslos, wie sich die konventionelle Fleischgewinnung darstellt, wie sich alles entwickelt hat und wie der Preiskampf sich auf die Situation der Tiere auswirkt.

In ihrem Buch sprechen sie u.a. über „Hauptsache günstig“, „Wenn man sie lässt (die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum)“ und über „Zahlen, Daten, Fakten“.

Als Verbraucher bekommt man hier schonungslos gezeigt, wie sich der Konsum auf Kosten der Tiere verändert hat. Erschreckende Tatsachen werden einem hier beim Lesen nochmals bewusst gemacht.

Das Buch rüttelt nicht nur auf. Es zeigt auch neue Wege aus diesem Dilemma, man (jeder einzelne, der Kunde) muss sie nur gehen.

Einzelne schwarz/weiße Fotos zeigen „glückliche“ Tiere mit viel Platz und einer „natürlichen“ Umgebung.

Ihre Vision vom würdevollen Leben und Sterben von Rindern, Schweinen oder Hühnern haben sie bereits in den „Herrmannsdorfer Landwerkstätten“ umgesetzt. Hier kann man bei Hofführungen die Philosophie des Unternehmens kennenlernen.

Fazit:
Wer noch immer nur auf „billig“ beim Einkaufen achtet, der wird durch dieses Buch aufgerüttelt. Ein wunderbares Buch zum Verschenken an „Fleischesser“, die immer nur nach dem billigsten Fleisch schauen, ohne darauf zu achten, woher ihre Nahrung eigentlich kommt und wie sie „fabriziert“ wurde.

Bewertung: ***** von *****