Post von Karlheinz (Hasnain Kazim)

Unheimlich komisch – wenn es nicht so traurig wäre

Wenn man auf facebook so manchen Kommentar unter Posts von Journalisten oder Medien liest, dann fragt man sich: Wie geht man am besten damit um? Mit Hass, mit Diffamierung, mit Pauschalisierung, mit rechtsextremen Gedankengut oder auch mit Drohungen.

Dem Journalisten Hasnain Kazim begegnen solche Kommentare, Mails und Briefe tagtäglich. Hasnain Kazim ist 1974 in Oldenburg als Sohn indisch-pakistanischer Eltern zur Welt gekommen. Er schreibt schon seit Jahren für den SPIEGEL und SPIEGEL-Online. Als Korrespondent berichtete er zunächst aus Islamabad, Istanbul und nun aus Wien.

Beschreibung des Buches:
„Post von Karlheinze“ ist 2018 als Taschenbuch im Penguin-Verlag mit 270 Seiten erschienen. Auf dem mit grünem Hintergrund gestalteten Cover sieht man einen Gartenzwerg sitzend auf einer Toilette mit einem Laptop auf dem Schoß. Ein prima Titelbild, wie ich finde! Es macht neugierig und passt hervorragend zum Inhalt.

Kurze Zusammenfassung:
Hsnain Kazim ist auf vielen Social Media Kanälen unterwegs. In diesem Buch hat er Schriftwechsel mit Menschen veröffentlicht, die ihm teils Hassbriefe/Kommentare, Fragen gestellt aber auch manchmal lobende Worte geschrieben haben. Die Dialoge hat er in chronologischer Reihenfolge wieder gegeben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist köstlich (wenn es nicht so traurig wäre, wie Menschen von Menschen denken und miteinander umgehen). Ich habe mich wunderbar amüsiert, wie der Autor auf das „Geschreibsel“ einiger Menschen reagiert hat. Seine Antworten auf manchen Hasskommentar sind einfach genial. Er hält den Menschen den Spiegel vor.

Dabei ist er nicht verletzend. Auf „dümmliche“ Texte folgen die entsprechenden Antworten. Manche sind ziemlich „krass“, aber sie sind treffend. Die Menschen reagieren zwar selten betroffen, trotzdem entschuldigen sich dann doch einige für ihre unpassenden Kommentare.

Es ist schon erschrecken zu lesen, mit welchen Vorstellungen Menschen aus unserer Gesellschaft leben, wie sie „ticken“. Mangels ausgewogener Informationseinholung haben diese Menschen sich ein „Feindbild“ erschaffen, das sich durch gezielte Informationspolitik einzelner Gruppierungen  noch manifestiert. Hasnain Kazim tritt in den Dialog mit diesen Menschen. Das ist gut so!

Ich habe dieses Buch an einem sonnigen Herbstsamstag komplett durchgelesen. Teilweise habe ich es meinem Mann vorlesen müssen, so amüsant waren die Dialoge. Wir haben sehr gelacht!

Fazit:
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für Politik und Mitmenschlichkeit interessiert. Vielleicht hilft es, so manchem Kommentator zu kontern und ihm die entsprechende Antwort zu geben.

Bewertung: ***** von *****

 

Dein Tod komme (Faye Kellermann)

Serienmord?

Die Krimis um Peter Decker und seiner Frau Rina haben mich in den Anfängen sehr fasziniert. Ich habe die ersten Teile sehr gerne gelesen. Mittlerweile ist dies der 24. Band.

Beschreibung des Buches:
„Dein Tod komme“ von Faye Kellermann ist 2018 als Taschenbuch mit 480 Seiten im HarperCollins-Verlag erschienen. Ich habe die E-Book Ausgabe gelesen.

Auf dem Titelbild sieht man einen Hirsch im Winterwald. Dieses Cover hat mich nicht sonderlich angezogen – ich wollte einfach wieder einmal einen Decker/Lazarus-Krimi lesen.

Kurze Zusammenfassung:
Rina, die Frau des Detectives Peter Decker, findet bei einem Waldspaziergang die Überreste eines Menschen. Schnell ist ihr Mann informiert, der findet kurze Zeit später heraus, dass es sich um eine Studentin handelt, die am nahegelegenen College eingeschrieben war. Da Rina im College als Dozentin arbeitet und die Ermittlungen stocken, macht sie sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit – doch plötzlich findet man weitere Leichen – ist hier ein Serienmörder unterwegs?

Mein Leseeindruck:
Irgendwie haben mir die ersten Bände dieser Reihe besser gefallen – als sich Peter und Rina kennenlernten, eine Familie gründeten und immer wieder gemeinsam interessante und spannende Krimifälle lösten.

Dieser Krimi hingegen ist langatmig und nur zu Beginn sowie am Ende spannend. Ich habe mehr als drei Wochen an diesem Buch gelesen, was schon zeigt, dass mich das Buch zwischenzeitlich nicht besonders fasziniert hat.

Die Ermittlungsmethoden sind zwar manchmal recht unterhaltsam und interessant, trotzdem ist der Funke nicht übergesprungen. Für meinen Geschmack waren einmal mehr zu viele Personen an diesem Fall beteiligt. Hat man das Buch ein paar Tage weggelegt, so muss man sich erst immer wieder neu orientieren: Wer war noch einmal wer?

Polizeiarbeit und Privatleben finden wild durcheinander statt, zuweilen reist Rina mit Peter auf Dienstreise, um dann nebenbei ihre Kinder zu besuchen. Rina bekommt immer wieder intensive Einblicke in die Fallarbeit – das wirkt dann doch zu unglaubwürdig.

Immerhin hat die Autorin am Ende wieder die gesponnenen Fäden zusammengefügt und eine schlüssige Fall-Lösung präsentiert.

Fazit:
Schade, nachdem mich der 22. Band zwischendurch mal wieder überzeugt hatte, bleibt dieser Krimi hinter meinen Erwartungen.

Bewertung: *** von *****

1000 Places to see before you die

Reiseziele auf der ganzen Welt

Nachdem mich der Band „Deutschland, Österreich und die Schweiz“ schon sehr beeindruckt hat, habe ich mir auch das Reisebuch für die ganze Welt zugelegt.

Beschreibung des Buches:
„1000 Places to see before you die“ in der Ausgabe für die ganze Welt ist in einer aktualisierten Auflage im 2018 als broschierte Ausgabe mit 1200 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist der Titel als zentraler Blickpunkt mit einem Globus mittig zu sehen –  als Rahmen kann man eine Landkarte entdecken.

Kurze Zusammenfassung:
Auf über 1120 Seiten findet man Reiseziele in der ganzen Welt. Dabei ist jedem Reiseziel oftmals mehr als eine Seite gewidmet. Pro Ziel findet man ein Farbfoto, den Ortsnamen, ggf. den Bundesstaat und das Land, eine treffende Überschrift sowie eine kurze Einführung runden das ganze ab. Es folgt eine „Sehenswürdigkeit“-Beschreibung incl. Geschichtlichem mit Info-Block (Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnr. und Internetseiten), Hotelvorschläge, Preise und Reisezeit. Ggf. gibt es auch Hinweise auf besondere Festivitäten.

Nach einer Einleitung folgen die Kapitel „Europa“, “Afrika, Der nahe Osten, Asien, Australien – Neuseeland und die Pazifischen Inseln“, „Die Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada“, „Lateinamerika“, „Die Karibik – Die Bahamas und Bermuda“.

Im Anhang findet man ein alphabetisches Register und Bildnachweise. Im Innenteil des Covers befindet sich eine grobe, schwach abgebildete Weltkarte.

Mein  Leseeindruck:
Ich mag diese Art der Reise-Bücher, die mir einen groben Überblick geben – hier mit kurzen und knackigen Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten, da reicht mir durchaus auch eine Seite.

Geeignet ist so ein dickes Buch allerdings nicht, um es mit auf Reisen zu nehmen. Dieses Buch kann ja auch nur eine grobe Richtung geben, wohin die Reise gehen könnte – bzw. auf eine Idee bringen, wohin man seine Urlaubsreise planen kann.

Da das Buch kein Lesebändchen bietet, empfiehlt es sich, mit Post-Its zu arbeiten. Leider ist die Schriftgröße der Texte ziemlich klein ausgefallen, so dass das intensive Lesen ein wenig Schwierigkeiten bereitet.

So ein dicker Wälzer mit 1000 Örtlichkeiten auf der ganzen Welt kann nur als Anregung dienen, ob die beschriebenen Orte tatsächlich so besuchenswert sind, kann ich nicht beurteilen. Auf alle Fälle habe ich zumindest einige Orte gefunden, die ich schon bereist habe und mir einige neue Ideen angelesen.

Prima wäre es, wenn man die vorgestellten Reiseziele auch auf dem Smartphone in Textform speichern könnte.

Fazit:
Ein prima Geschenk für junge Menschen, die noch nicht viel von der Welt gesehen haben. Aber auch als Abschiedsgeschenk für Neu-Rentner sicherlich eine gute Idee (wenn sie den Titel mit Humor nehmen können).

Bewertung: **** von *****

Mit 50 Euro um die Welt (Christopher Schacht)

In vier Jahren um die Welt – mit Fleiß und Zuversicht

Nach mehr als zwei Jahren war ich endlich einmal wieder in meiner Lieblingsbücherei. Auf dem Regal der neuen Bücher fand ich diese Lektüre. Den jungen Autor hatte ich schon in einer Fernsehsendung gesehen…

Beschreibung des Buches:
„Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht ist 2018 im adeo-Verlag hier in 3. Auflage als Hardcover-Buch erschienen. Das Buch hat 301 Seiten. Auf dem Cover sieht man den Autor, der sehr fröhlich in die Kamera blickt.

Kurze Zusammenfassung:
Christopher Schacht beschloss nach dem Abitur eine Weltreise ohne Flüge mit 50 Euro in der Tasche zu machen. Diese Reise dauerte vier Jahre. Teils war er per Segelschiff, aber auch als Anhalter unterwegs. Seine vielen abenteuerlichen Erlebnisse hat er hier in diesem Buch beschrieben und mit vielen Fotos dokumentiert.

Mein Leseeindruck:
Schon beim Durchblättern und Anschauen der vielen Fotos merkt man, dieser Mann hatte viel Spaß auf seiner Reise – und er hat unheimlich viel erlebt und gesehen. Seine Reiseroute kann man sich im Innenteil des Buchumschlages anschauen.

Mit viel Zuversicht und Fleiß hat er das Abenteuer Weltreise unversehrt geschafft. Seine Eindrücke hat er sehr authentisch und einfühlsam in diesem Buch wiedergegeben. Gerade die Strapazen des Weiterreisens sind hier sehr ausführlich beschrieben, aber auch über die Gastfreundschaft der unterschiedlichsten Menschen gibt er einen tollen Einblick.

Besonders spannend war für mich die Begegnung mit seiner zukünftigen (jetzt) Ehefrau, die er zunächst nur über das Internet während seiner Reise kennen lernte. Im letzten Drittel seiner Reise, trifft das Paar in Indien aufeinander…

Um sich in den jeweiligen Ländern gut verständigen zu können, hat Christopher Schacht einige Sprachen im Selbststudium erlernt.

Das Buch macht Mut andere Länder und Kulturen kennenzulernen, sich die Sprache anzueignen, um sich auch mit seinen Mitmenschen gut verständigen zu können.

Fazit:
Ein Buch, das ermuntert, den „Horizont“ im wahrsten Sinne des Wortes zu erweitern. Gerade, wenn man noch jung und unabhängig ist, sollte man sich die Welt unvoreingenommen anschauen.

Bewertung: ***** von *****

Artgerecht: 13 Thesen zur Zukunft des Homo sapiens (Dr. Markus Strauß)

Zurück zur Natur – zum Ursprung?

Mich hat der Titel dieses Buches angesprochen, das Cover zunächst weniger. Es fällt durch seinen grauen Hintergrund nicht sofort auf.

Beschreibung des Buches:
„Artgerecht: 13 Thesen zur Zukunft des Homo sapiens“ von Dr. Markus Strauß ist 2018 als Hardcover-Buch im Franckh-Kosmos Verlag mit 319 Seiten erschienen.

Das Buch ist in Grautönen gehalten, auf dem Cover nimmt der Titel die Hälfte der Seite ein, im unteren Teil sieht man, wenn man das Buch zunächst auf den Rücken dreht, die Entwicklung des Menschen in Körper und Statur – bis hin zur Vision, dass der Mensch sich wieder die Äpfel von den Bäumen pflückt. Dieses Cover ist bei längerem Blick darauf sehr gut gelungen, es spiegelt den Inhalt in Bildern gut wieder. Durch seine Grautöne fällt es aber leider erst auf dem zweiten Blick auf.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch ist aufgeteilt in 13 Kapitel, die hier die im Titel genannten Thesen darstellen. So gibt es Kapitel wie „Ehrliche Lebensmittel“, „Echte Tierliebe“ oder auch „Neues Miteinander“. Es folgen am Ende des Buches die Quellen im Text, Literatur- und Filmtipps und Internetseiten sowie ein Index.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch ist kein Buch zum Entspannen, es kann als Lehrbuch als auch zum „Selbststudium“ aber auch einfach zur Information über „natürliches“ Leben dienen. Ein Schaubild, „Die Menschheitsgeschichte im Überblick“ in der Einführung zu diesem Buch, gibt schon einmal einen groben Überblick.

Dr. Strauß stellt in seinem Buch mit den 13 Thesen eine Art Gebrauchsanweisung  für ein artgerechtes menschliches Leben vor.

Der Schreibstil des Autors ist gut verständlich. In jedem Kapitel gibt er einen interessanten und mit vielen Quellen fundierten Überblick über Geschichtliches und eine Beschreibung über den aktuellen Zustand des entsprechend behandelten Themas. Es folgt ein Abschnitt „Meine persönliche Empfehlungen“, in dem er seine eigenen Erfahrungen und Lebensweisen mit den dazu passenden Tipps und ggf. Rezepten weitergibt. Das Kapitel endet immer mit einer Zusammenstellung von Forderungen, „Was sich im Zuge der natürlichen Revolution ändern muss“. Diese sind teils sehr ausführlich und zahlreich.

Man bleibt schon beim ersten Durchblättern auf der ein- oder anderen Seite hängen. Die Zeilen rütteln auf. Manches wäre so einfach zu ändern, anderes bedarf sicherlich größerer Überzeugungen und Veränderungen, die nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen sind.

Über ein paar mehr auflockernde Bebilderungen hätte ich mich gefreut. Außer dem Schaubild zu Beginn des Buches, gibt es leider keine weiteren Bilder, den Text begleitende Bilder, Fotos oder herausgehobene Merksätze. Das Buch ist eher nüchtern gestaltet. Lediglich die Innenseiten des Buchumschlages zeigen Menschen in der Natur (grau/weiße Bebilderung).

Die Film- und Buchtipps am Ende sind eine sinnvolle Ergänzung zur Lektüre dieses Buches.

Fazit:
Ich habe dieses Buch nicht von vorne bis hinten durchgelesen, sondern mir immer mal wieder einzelne Kapitel vorgenommen. Als abendliche Bettlektüre ist es mit seinen teils erschütternden Zahlen und Fakten nicht unbedingt für mich geeignet gewesen. Aber es rüttelt auf! Jeder einzelne kann seinen Beitrag zu einem artgerechten und menschlichen Leben leisten – man muss nur anfangen und andere mitreißen.

Bewertung: **** von *****

Schlafe für immer (Mary Higgens Clark – Alafair Burke)

Sehr spannend – was ist die Wahrheit?

Vor Jahren fand ich die Thriller von Mary Higgens Clark sehr spannend, dann hatte ich ein paar Bücher erwischt, die mich nicht so fesselten. Jetzt habe ich mich doch zum zweiten Mal an dieses Autoren-Duo Mary Higgens Clark – Alafair Burke herangetraut – und wurde dieses Mal nicht enttäuscht.

Beschreibung des Buches:
„Schlafe für immer“ vom Autorenduo Mary Higgens Clark und Alafair Burke ist 2018 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 383 Seiten.

Das Cover ist weiß/grau gehalten. Es zeigt eine Hand auf der sich ein blauer Schmetterling gesetzt hat: Geheimnisvoll, Filigran – so wie die Wahrheit, die in diesem Thriller ans Licht kommen soll.

Es handelt sich um den 4. Band der Reihe um die Fernsehjournalistin Laurie Moran.

Kurze Zusammenfassung:
Nach 15 Jahren Haft kommt Casey Carter wieder aus dem Gefängnis frei. Sie soll ihren Verlobten Hunter Raleigh III ermordet haben. Casey hat immer ihre Unschuld beteuert. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, wendet sie sich an die Fernsehjournalistin Lauri Moran, die mit ihrer Sendung „Unter Verdacht“ ungelöste Kriminalfälle der Öffentlichkeit mit neuen Fakten präsentiert. Auch wenn ihre Mutter und ihre Cousine nicht hinter diesem Vorhaben stehen, so scheinen sie doch nach wie vor zu Casey zu halten.

Mein Leseeindruck:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so gefesselt hat. Gerade Gerichtsfälle finde ich spannend, auch wenn die Verhandlung 15 Jahre zuvor stattgefunden hat, so gibt es immer wieder Rückblicke bzw. Hinweise, wie es zu der Verurteilung wegen Mordes kam.

Der Sprachstil (bzw. die Übersetzung) dieses Thrillers gefällt mir gut. Die mitwirkenden Charaktere sind gut dargestellt, die Namen nicht verwirrend und auch die Anzahl gerade richtig, um nicht den Überblick zu verlieren.

Die Kapitel sind teils sehr kurz, die Schauplätze wechseln oft, trotzdem wird man als Leser mitgenommen, gerade wenn es um die Planung und Umsetzung der angesprochenen Fernsehsendung „Unter Verdacht“ geht, das ist ganz besonders spannend und interessant.

Schon von Anfang an, wirken die verschiedenen Familienverhältnisse geheimnisvoll. Man ahnt, dass hier noch einiges zutage kommen kann, was den eigentlich so eindeutigen Mordfall in ein ganz anderes Licht rücken wird.

Das Autorenduo legt immer mal wieder kleine Hinweise, die sich wie mehrere rote Fäden durch das Buch spannen. Gerade hat man sich sein eigenes Bild gemacht und glaubt, den Fall gelöst zu haben, da tauchen neue Fakten auf. So macht das Miträtseln besonders Spaß. Am Ende werden diese Fäden gekonnt wieder zusammengeführt.

Der Thriller ist so spannend, dass man nichts um sich herum mehr wahrnimmt – total in die Geschichte versinkt. So habe ich zum Ende des Buches mein Abendessen fast verpasst: Mein Mann hatte gegrillt, das Essen auf den Tisch gestellt, sich dazu gesetzt und gewartet, dass ich auch dazu komme. Nur durch die den Essensduft wurde ich wieder in die Wirklichkeit zurück gerufen…

Auch wenn es sich hier um den 4. Band einer Reihe handelt (was ich erst im Nachhinein bemerkt habe, ich habe sogar schon einen Band der Reihe gelesen, der mir nicht so gut gefiel), kann man diesen Thriller lesen. Wichtige Zusammenhänge werden im Laufe des Romans erzählt.

Fazit:
Ein Thriller nach meinem Geschmack, man kann wieder Mary Higgens Clark lesen. Das Autorenduo Higgens Clark – Burke hat sich nun endlich bewährt. Das Buch ist sehr fesselnd, man kann es kaum aus der Hand legen.

Bewertung: ***** von *****