Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie (smarticular)

Umweltfreundlich den Haushalt „wuppen“

Bisher habe ich beim Hausputz und der Wäsche auf die alltäglichen Haushaltsreiniger gesetzt und fast ohne Bedenken zu diesen Mitteln gegriffen. Manches Mal haben einzelne Reiniger versagt oder die Ökobilanz hat mich dann doch abgehalten, sie zu kaufen. So hat mich der Titel dieses Buches angesprochen und neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
„Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“ ist 2018 in 2. Auflage im Taschenbuchformat im smarticular-Verlag erschienen. Auf dem Cover sind die fünf verschiedenen Hausmittel (Zitronen(säure), Kernseife, Haushaltsessig, Natron und Soda) abgebildet.

Kurze Zusammenfassung:
Nach einer Vorstellung der fünf Hausmittel ist das Buch unterteilt in folgende Groß-Kapitel:
–           Reinigen und Putzen
–           Wäsche waschen
–           Körperpflege
–           Gesundheit
–           Ernährung
–           Haushalt
–           Garten
–           Weitere Anwendungen
–           Auf zum Selbermachen

Hierunter befinden sich weitere Unterkapitel, die ein Auffinden bestimmter Themen besser ermöglichen, ein Schlagwortverzeichnis gibt es leider nicht.

Mein Leseeindruck:
Nachdem ich zunächst erst einmal durch das Buch geblättert habe, bin ich auf die verschiedensten Anwendungen gestoßen, die für mich von besonderem Interesse sind. So habe ich folgende Rezepte gefunden und teilweise schon angewandt:
–           Rezept für Geschirrspülpulver
–           Fugen reinigen
–           Kalkablagerungen beseitigen
–           WC-Reiniger-Tabs
–           Mückenstiche behandeln
–           Falle für Obstfliegen
–           Blumenkübel und Pflanzkübel von Kalk und Schmutz befreien
–           Scheibenwischer reinigen

Für einige Rezepte braucht man noch weitere Mittel wie z.B. Spülmittel, ätherische Öle, Spülmaschinensalz oder auch Stärke. Die meisten dieser zusätzlichen Mittel hat man aber dann doch meistens zuhause.

Die Tipps und Rezepte sind gut beschrieben und sehr ansprechend dargestellt, teilweise mit einem Foto und zusätzlichen Hinweisen versehen. Die Anwendungen übertreffen bei weitem die Einsatzmöglichkeiten, die ich vorher vermutet hatte.

Mit wenig Einsatz, die Hausmittel bekommt man kostengünstig alle im Drogeriemarkt, kann man sich teilweise recht schnell Reiniger oder auch Geschenke zusammenmixen.

Mir ist z.B. beim Hausputz der WC-Reiniger ausgegangen. Innerhalb von 10 Minuten hatte ich einen gleichwertigen Reiniger mit Zitronensäure, Wasser, Spülmittel und Stärke hergestellt und in die leer gewordene Flasche eingefüllt. Auch die beschriebene Mischung zum Erstellen eines Kalkentferners hat mir bei hartnäckigen Kalkrändern in er WC Schüssel schon gute Dienste erwiesen.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, das man für fast jeden Einsatz im Haushalt „um Rat fragen“ kann. Man findet hier hilfreiche Rezepte, die mit wenig Aufwand zu realisieren sind und die auch funktionieren.

Bewertung: ***** von *****

VORANKÜNDIGUNG: In den nächsten Tagen verlose ich ein Exemplar dieses Buches!

 

Werbeanzeigen

Das Kaff (Jan Böttcher)

Heimat – aus Sicht eines „Heimkehrers“

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Das Kaff“ von Jan Böttcher ist als Hardcover im Aufbau-Verlag 2018 erschienen. Der Roman umfasst 267 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man eine aus der Luft aufgenommen sterile Häuserlandschaft, um die Häuser gibt es nur Wiese und Hecken. Es handelt sich um einen Fotoabdruck, in dem in der Mitte ein Loch herausgerissen wurde, in dem der Titel dieses Buches in roter Schrift zu sehen ist. Mich hat das Cover angesprochen und neugierig gemacht.

Kurze Zusammenfassung:
Architekt Michael Schürzt hat seiner Heimat in Norddeutschland schon lange den Rücken gekehrt. Für seinen Beruf ist er in die Großstadt Berlin gezogen. Als er für einen Bauleiterjob in seiner Heimatstadt engagiert wird, kommt er mit gemischten Gefühlen dort an. Erinnerungen kommen wieder hoch, er trifft auf ehemalige Schulfreunde und wird sogleich ins Vereinsleben eingebunden…Kann das gutgehen? Ist die Liebe zu einer Frau, der er im „Kaff“ eine Wohnung „hat bauen lassen“, stark genug, ihn aus der Großstadt in sein Heimatdorf zurück zu holen?

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist größtenteils in kurzen, knackigen Sätzen aus der Sicht des Protagonisten geschrieben. Michael beschreibt seine Gefühle, seine Beobachtungen und lässt uns Leser teilhaben an seinen zahlreichen Erinnerungen.

Mir fehlte bei der Geschichte ein wenig der rote Faden. Zunächst plätscherte der Roman etwas dahin. Je mehr ich in den Roman hineinfand, desto neugieriger wurde ich zwar…

Michael ist auf dem Weg zu ergründen, was ihn in diesem Heimatort, dem Kaff, als Kind gehalten hat und ob es ihm gelingen kann, hier wieder als Städter Fuß zu fassen, mit all den (auch negativen) Erinnerungen, die sich ihm auftun.

Nach und nach erfährt man nicht nur einiges aus dem Dorfleben, sondern auch von Michaels Familie samt seiner Geschwister (Bruder und Schwester), die ihn wieder mehr in ihr Leben einbinden möchten.

Die Atmosphäre in dem kleinen Ort hat der Autor gut herausgearbeitet, sein Schreibstil mit den knackigen Sätzen gefällt mir. Aus den Geschichten der beteiligten Personen hätte man sicherlich mehr machen können, auch aus dem Thema „Heimatgefühle“. Mir fehlten die Vergleiche von Großstadt zu Landleben.

Fazit:
Die Idee über das Thema „Heimat“ einen Roman zu schreiben hat mir gefallen, allerdings hat mich das Buch nicht 100% mitgerissen.

Bewertung: *** von *****

Einzige Liebe (Gerd Fischer)

Frankfurt-Krimi – die Frankfurter und ihre Eintracht

Das ist der 8. Band der Reihe um den Kommissar Andreas Rauscher, der in Frankfurt am Main ermittelt. Es ist der zweite Krimi, den ich von Gerd Fischer gelesen habe.

Beschreibung des Buches:
„Einzige Liebe“ von Gerd Fischer ist 2017 im mainbook main crime Verlag als Taschenbuch mit 244 Seiten erschienen. Der Krimi ist in Schwarz gehalten, ein Fußball im Tornetz und der in weiß gedruckte Titel auf rotem Hintergrund deuten auf die „Frankfurter Eintracht“ hin…

Kurze Zusammenfassung:
Am Heimspieltag der Frankfurter Eintracht wird auf dem Stadiongelände die Leiche eines bekennenden Eintracht Fans gefunden. Kommissar Rauscher muss ermitteln. Auch seine neue Freundin Jana Kern, selbst Kommissarin und Eintracht Fan seit Kinderzeiten, fühlt sich verpflichtet eigene Recherchen zu betreiben, ohne Auftrag, denn sie gehört nicht zur Frankfurter Mordkommission. Das führt schnell zu Verwicklungen, die die Beziehung der beiden auf eine harte Probe stellt.

Mein Leseeindruck:
Auch diesen Krimi fand ich sehr mitreißend. Ich fühlte mich gleich auf den ersten Seiten wieder in die Geschichte hineingesogen und mitten im Geschehen. Als bekennende Lokalpatriotin, wenn es um die Frankfurter Eintracht geht, kennt man das Stadion, die Umgebung und auch besonders treue Eintracht-Fans. Als „Frankfurter“ sind einem die beschriebenen Straßen und Locations bekannt, man fühlt sich „heimisch“.

Der Krimi ist in 30 Kapitel unterteilt, darüber hinaus gibt es die Hauptkapitel, die wie ein Fußballspiel aufgebaut sind: Warmlaufen, Anpfiff: 1. Halbzeit usw. usf.

Die Kombination von Privatleben und Kriminalfall hat mir auch in diesem Krimi gut gefallen. Ich mag Krimis, die auch die private Seite der Ermittler zeigen. Besonders Lokalkolorit macht für mich einen echten Frankfurt Krimi aus!

Der Haupterzählstrang liegt auf Kommissar Rauscher, wenige Szenen werden aus einer anderen Perspektive erzählt. So ist man den Ermittlungen von Rauscher kaum einen Schritt voraus. Die Spuren werden nur nach und nach deutlicher, so dass man nicht zu Beginn des Buches schon den/die Täter/in erahnen kann.

Der Kriminalfall rund um die Frankfurter Eintracht hat mir als Idee gut gefallen. Zahlreiche auch mir bekannte Begebenheiten, die rund um die Frankfurter Eintracht in den letzten Jahren passiert sind, werden in diesem Krimi benannt. Einige „Ach ja, daran kann ich mich erinnern“-Gedanken konnte der Autor mir beim Lesen entlocken. Allerdings konnte mich der tatsächliche Hintergrund des Mordfalles nicht vollständig überzeugen.

Auch dieser Krimi lebt wieder von den toll beschriebenen Charakteren, von den ganz besonderen Eintracht-Fans und auch vom Frankfurter Humor. Es gefällt mir gut, dass die Krimis um Kommissar Rauscher nicht blutrünstig sind.

Fazit:
Für einen Fußball Fan der Frankfurt Eintracht ist dieser Krimi ein super Geschenk. Ich freue mich auf weitere Krimis um Andreas Rauscher.

Man kann diesen Krimi auch lesen ohne die älteren Fälle zu kennen.

Bewertung: **** von *****

Das Mädchen, das in der Metro las (Christine Feret-Fleury)

Ein Buch, das inspiriert und zum Träumen einlädt

Ein Büchlein mit Büchern auf dem Titelbild, ein rotes Lesebändchen – das musste ich lesen.

Beschreibung des Buches:
„Das Mädchen, das in der Metro las“ von Christine Féret-Fleury ist 2018 als Hardcover-Buch im DuMont Buchverlag erschienen. Auf dem Titelbild ist der in roter Schrift gehaltene Titel umrahmt von einem mit Büchern und anderen Dingen bestückten Bücherregal.

Kurze Zusammenfassung:
Juliette fährt jeden Morgen Metro in Paris, liest und beobachtet die lesenden Menschen. Sie geht einer eher langweiligen Arbeit in einem Maklerbüro nach. Als sie sich eines Tages entscheidet zwei Stationen früher auszusteigen, lernt sie den Vater Soliman mit Tochter Zaide kennen. Der seltsame Soliman, der inmitten von Bücherstapeln lebt, behauptet, dass Bücher das Leben der Menschen verändern können. Bald merkt Juliette, dass auch sie einen neuen Weg in ihrem Leben einschlägt…

Mein Leseeindruck:
Dieses schön gestaltete Buch zieht einen sofort in seinen Bann. Ich konnte kaum aufhören, es zu lesen. An einem Wochenende frühmorgens im Bett hat es mir die Tage versüßt.

Obwohl ich zunächst nach zahlreich gelesenen Rezensionen etwas skeptisch war, ob mich das Buch fesseln kann, hat es mich dann doch sehr schnell in die Geschichte hineingezogen.

Der Schreibstil der Autorin ist an manchen Stellen sehr poetisch, aber trotzdem gut lesbar. Er ist sehr gefühlvoll und detailreich. Die Geschichte um das Lesen und um Bücher mag zwar etwas realitätsfremd sein, aber sie regte mich zum Träumen an. Die Szenen konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen.

Auch wenn die Geschichte zwischendurch etwas melancholisch wird, so fesselt sie. Besonders das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es hat mich auf ganz neue Ideen gebracht, was auch ich mit meinen vielen Büchern vielleicht in naher Zukunft  unternehmen kann.

Im Anhang findet man eine Liste von Büchern, die die Autorin offensichtlich empfehlen kann.

Fazit:
Ein Buch für Menschen, die Bücher lieben und gerne Träumen, sehr schön gestaltet und in seiner Aufmachung gut als Geschenk geeignet. Ich habe das Buch meinem Lesepatenkind (mittlerweile volljährig) zum Abschied unserer gemeinsamen Zeit geschenkt.

Bewertung: **** von *****

Provenzalische Schuld (Sophie Bonnet)

Spannung mit Urlaubsfeeling in den französischen Bergen

Die Krimis um den Kommissar Pierre Durand sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich habe die bisher vier erschienen Bücher alle mehr oder weniger sehr gerne gelesen.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Provenzalische Schuld“ von Sophie Bonnet ist 2018 als Taschenbuch im Blanvalet-Verlag erschienen. Das Buch hat 333 Seiten. Das Titelbild zeigt ein dörfliches Idyll in der Provence.

Am Ende des Buches gibt es ein dreiseitiges Glossar, das die benutzten französischen Begriffe erläutert und drei Rezepte zum Nachkochen, der im Buch beschriebenen Speisen.

Kurze Zusammenfassung:
Eigentlich wollten Pierre Durand und seine Freundin, Charlotte, die Köchin, ein paar Tage in den wohlverdienten Urlaub fahren. Doch kurz vor ihrer Abreise wird die Frau des Bürgermeisters vermisst. Da zuvor zwei Frauen in der Hochprovence auf mysteriöse Weise zu Tode kamen, ist Durand alarmiert. Als dann auch noch der Bürgermeister unter Verdacht gerät, seiner Frau etwas angetan zu haben, muss sich Pierre Durand auf die Spur der Vermissten machen.

Mein Leseeindruck:
Endlich mal wieder ein Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. So haben mich die Charaktere, die Schauplätze als auch die Handlung voll überzeugt können. Der Krimi ist durchweg spannend, hat seine humorvollen Stellen und vertraute Personen.

Der Urlaubscharakter fehlt ebenfalls nicht, da sich die Szenen in Urlaubsgebieten abspielen. So nimmt man als Leser am Leben in dörflicher Idylle, an Wanderungen als auch Einkehrschwüngen teil. Nebenbei erfährt man auch etwas über das Geocaching (Schnitzeljagd nach Dosen über GPS-Daten).

Man tappt, wie auch der Kommissar, bis fast zum Schluss im Dunkeln. Ein Verdacht macht sich breit, aber die endgültige Lösung des Falles bleibt fast bis zum Ende offen.

Kommissar Pierre Durand wächst einem von Fall zu Fall ans Herz. Er hat eine nette Art und sein Liebesleben gerät unter seiner intensiven Ermittlungsarbeit so manches Mal unter die Räder.

Mir gefallen die Dorf- und Landschaftsbeschreibungen sehr gut. Man fühlt sich in die Urlaubsidylle hineinversetzt und hat die Szenen dadurch sehr schön vor Augen. Für den Leser gibt es keinen Ermittlungsvorsprung, da der Fokus meistens auf den Kommissar gelegt ist.

Mich muss ein Urlaubs-Krimi unterhalten, ich brauche hier nicht unbedingt die gesellschaftskritischen Themen.

Fazit:
Ein Urlaubskrimi, wie geschaffen für den Frankreich-Urlaub. Man kann ihn aber genauso gut an sonnigen Tagen auf der Terrasse im Liegestuhl liegend lesen. Von Vorteil ist es, wenn man die ersten Fälle des Kommissars kennt.

Bewertung: ***** von *****

Die Buchhandlung der Träume (Cristina di Canio)

Anders als erwartet

Bücher, die auf dem Titelbild Bücher oder eine Buchhandlung zeigen, ziehen mich magisch an. Wenn dann auch der Titel von Büchern handelt, dann muss ich das Buch lesen.

Beschreibung des Buches:
„Die Buchhandlung der Träume“ ist 2018 im Goldmann Verlag als Taschenbuch mit 208 Seiten erschienen. Auf dem Cover ist eine Buchhandlung abgebildet. Viele bunte Bücher stehen im Schaufenster, auch die Fassade der Buchhandlung ist farblich in Gelb und Blau schön gestaltet.

Die Autorin Cristina Di Canio hat sich selbst den Traum von einer eigenen Buchhandlung in Mailand erfüllt…

Kurze Zusammenfassung:
Nina hat sich ihren Traum von einer eigenen Buchhandlung am Rande von Mailand erfüllt. Um mehr Kunden in ihren Laden zu locken, hat sie sich ein Verschenk-System ausgedacht: Ein Kunde kauft ein für ihn sehr bedeutsames Buch, das dann an den nächsten Kunde, der die Buchhandlung betritt, anonym verschenkt wird. So entwickeln sich Bekanntschaften und auch Freundschaften. Mit zum „Inventar“ gehört Ninas Hilfe Adele, sie ist die stille Beobachterin der Szenen, die sich in dem kleinen Laden abspielen.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich hatte ich mir von diesem Buch mehr versprochen. Die Geschichte/n rund um die Buchhandlung wird von Adele, einer älteren Dame, die Nina im Laden hilft, erzählt. Fast alle Handlungen spielen sich in der Buchhandlung ab.

Adele beobachtet das Treiben im kleinen Laden, lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben und „erzählt“ von ihrem eigenen Leben. So taucht man als Leser in die frühe Jugend Adeles ein, nimmt Teil an der wunderbaren Liebe zu ihrem verstorbenen Mann und dem Aufwachsen ihrer drei Töchter in Italien. So sieht Adele immer wieder Parallelen zu Ninas und ihrem eigenen Leben.

Während Ninas Leben gerade auf dem Kopf steht – sie hat sich von ihrem Freund getrennt – schmieden gute Freunde Pläne, um Nina wieder fröhlich zu machen. Nicht nur durch Zufall tritt plötzlich ein musikalischer Poet in die kleine Buchhandlung.

Zu Konfliktsituationen kommt es, als Ninas Mutter bei Nina einziehen und sich in die Trennung einmischen will. Auch hier hat Adele eigene Erfahrungen parat, die in die Erzählungen einfließen.

Die Autorin hat die verschiedensten Charaktere in Persona der Kunden in diese Geschichte eingebaut. Da gibt es die jähzornigen, die fordernden, die ausnutzenden, aber auch die dankbaren Menschen. Jeder Kunde ist zunächst willkommen, bekommt aber die entsprechende Behandlung.

Es geht in diesem Buch nicht nur um die Leidenschaft des Lesens, sondern ganz viel um Gefühle, Träume und Phantasien, die man hier im Sinne von Freundschaft und Gemeinschaft teilt.

Trotzdem hatte ich mir mehr Handlung versprochen. Dass die Geschichten nur aus dem Blickwinkel der im Ohrensessel sitzenden Adele erzählt werden, wirkt bisweilen etwas seltsam. Der Klappentext hat mich irgendwie etwas anderes erwarten lassen.

Fazit:
Ein kleiner Sommerroman, den man schnell mal zwischendurch liest, der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Bewertung: *** von *****

Blutzucker (Leif Tewes)

Zucker und die Pharmaindustrie

Das Thema Zucker/Blutzucker beschäftigt uns in der Familie, deshalb hat mich dieser Thriller neugierig gemacht.

Beschreibung des Buches:
„Blutzucker“ von Leif Tewes ist 2017 im Größenwahn-Verlag als Taschenbuch mit 289 Seiten erschienen. Das Titelbild ist schlicht gehalten, lediglich das „Z“ des Wortes Blutzucker fällt in seiner hellroten Farbe auf dunkelrotem Hintergrund besonders auf.

Leif Tewes ist das Pseudonym des Autors, er ist IT-Experte und lebt im Rhein-Main-Gebiet.

Kurze Zusammenfassung:
Die Firma WorldFood verarbeitet Lebensmittel. Konzernchef Meininger plant, versteckten Zucker zuzuführen, um Diabetes zu fördern, denn der Konzern hat einen Pharmakonzern für Diabetesmedikamente aufgekauft.
Die Freundin Nicole, Journalistin, des Lebensmittelchemikers Paul Hartmann ist in Kolumbien umgebracht worden. War sie auf der Spur eines Skandals um den versteckten Zucker? Paul denkt an Rache, Kommissar Berg und seine Kollegin Landers ermitteln.

Mein Leseeindruck:
Es vergeht kein Tag an dem man in den Medien nicht wieder von einem Lebensmittelskandal hören muss. Somit hat dieser Roman ein sehr realistisches Thema.

Die ermittelnden Personen wirken sympathisch. Man kennt sie schon, wenn man den Vorgängerroman von Blutzucker gelesen hat. Man muss diesen aber nicht zwingend vorher gelesen haben.

Dieser Thriller lebt von der Realität. Großkonzerne kaufen Firmen auf und versuchen, so viel Profit wie möglich zu machen, meist ohne Skrupel. Leif Tewes lässt den Leser hinter die Kulissen schauen. Der Blickwechsel geschieht Kapitelweise. Teils gibt es Rückblicke, das ist leider nicht immer klar ersichtlich.

Die Szenen sind ansonsten klar und sehr bildhaft beschrieben. Man fühlt sich oftmals mitten im Geschehen. Die Geschichte ist gut recherchiert, sie ist spannend und sehr realistisch erzählt.

Mit diesem Thriller hat man nicht nur eine gute Unterhaltung – das Thema Zucker betrifft uns alle. Können wir den Lebensmittelkonzernen noch trauen? Sollten wir nicht noch viel mehr auf unsere Ernährung achten und Speisen möglichst mit „rohen“ Grundnahrungsmitteln zubereiten, deren Herstellung/Anbau/Zucht wir genau kennen?

Fazit:
Ein Thriller mit vielen realistischen Inhalten, spannend erzählt und gut recherchiert.

Bewertung: **** von *****