Bevor die Stadt erwacht (Kerstin Hohlfeld)

Wunderschöner Weihnachtsroman

Warum nicht an kalten Ostertagen einen Weihnachtsroman lesen…mich hat das Titelbild magisch angezogen…

Beschreibung des Buches:
„Bevor die Stadt erwacht“ von Kerstin Hohlfeld ist 2017 im Ullstein Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 256 Seiten, ich habe das Buch als E-Book gelesen. Das Titelbild zeigt eine Winterlandschaft (in Berlin), eine Frau mit einem Kind läuft im Schnee, Schneeflocken rieseln. Eine schöne Umsetzung des Inhalts dieses Romans.

Kurze Zusammenfassung:
Amelie Rothermund lebt mit ihrem Sohn Elias in Berlin. Die alleinerziehende Mutter arbeitet fast Tag und Nacht, um ihrem Sohn eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Elias hat nur einen Wunsch: Seine Mutter soll mehr Zeit haben! Diesen Wunsch schreibt er dem Weihnachtsmann. Der Brief landet durch unglückliche Umstände beim schrulligen Komponisten Ephraim Sasse.

Mein Leseeindruck:
Diese Geschichte erinnert ein wenig an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, doch ist sie an die moderne Zeit angepasst.

Der Roman ist so wunderschön geschrieben, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Die Atmosphäre, die Beschreibungen der weihnachtlichen Dekorationen (Konditorei in der Amelie arbeitet), die Düfte – alles dringt beim Lesen in einen ein.

Die Charaktere hat Kerstin Hohlfeld sehr schön beschrieben. Da gibt es die berlinernde Hauswirtschafterin, die vertretungsweise bei Ephraim Sasse arbeitet und durch ihre forsche Art den Komponisten immer aufs Neue herausfordert. Die Kollegin, die Amelies Leseschwäche deckt, die Kochgemeinschaft (regelmäßiges Treffen zwischen Flüchtlingen und Gemeindemitgliedern) und natürlich Amelie und Elias. Jeder Protagonist hat seine ganz besondere Persönlichkeit, die toll herausgearbeitet ist.

Die Geschichte ist einfach bezaubernd ohne dass sie kitschig wirkt, dafür passieren einfach zu viele positive – und – negative Dinge. Sie zeigt aber auch, dass einzelne, besondere Wünsche in Erfüllung gehen können, wenn man fest daran glaubt und offen zu anderen Menschen und deren Lebensgewohnheiten ist. Manchmal muss man einfach aus seinem Schneckenhaus herauskommen!

Fazit:
Das Buch eignet sich wunderbar für kalte Wintertage – auch wenn schon Ostern sein sollte, einen solchen Roman kann man immer lesen!

Bewertung: ***** von *****

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2 Kommentare

  1. Das klingt nach einem sehr schönen Buch. Schön finde ich auch, dass Du wirkliche Rezensionen schreibst, bei denen Du die Bücher ehrlich analysierst und beurteilst. Ich bin selbst Autorin und was man da manchmal so auf Amazon etc. sieht… nun ja das hat nicht viel mit rezensieren zu tun und so ist es schön zu sehen, dass es auch noch Leute gibt, die richtige Rezensionen schreiben und sich dabei so viel Mühe geben! Mach weiter so!

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