Nichts fehlt – außer dir (Hörbuch mit Sandra Quadflieg & Ulrich Tukur)

Für Liebhaber der Poesie sicherlich ein Genuss

201701-0611

Eigentlich nehme ich lieber ein Buch in die Hand – und lese zur Entspannung. Ab und an kann es auch einmal ein besonderes Hörbuch sein, ganz besonders, wenn bekannte Hörbuch-Stimmen lesen. Bei diesem Hörbuch hat der Name „Ulrich Tukur“ mich dazu bewogen es mir zu bestellen.

Beschreibung des Hörbuches:
Dieses Hörbuch ist 2017 bei Random House Audio erschienen. Es besteht aus 2 CDs mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 37 Minuten.

Kurze Zusammenfassung:
Zwischen der deutsch-französischen Schriftstellerin und Journalistin Claire Goll (geb. Clara Aischmann) (1890 – 1977) und dem deutsch-französischen Dichter Yvan Goll entsteht eine Liebesgeschichte, die in einer Hochzeit mündet. Da die zwei meist beruflich in Europa unterwegs sind, eine recht freizügige Ehe führen, aber sich dennoch lieben und umsorgen, schreiben sie sich Briefe. Dieser 30 Jahre währende Briefwechsel (1917-1947) ist hier auf diesem Hörbuch mit den Schauspielern Sandra Quadflieg und Ulrich Tukur stimmlich „zum Leben erweckt“ worden. Zwischen 1939 und 1947 gingen beide gemeinsam (beide waren jüdischer Herkunft) ins Exil nach New York.

Mein Leseeindruck:
Mein erster Eindruck: Sehr angenehme Stimmen, die ruhig und sehr authentisch die Poesie der Briefwechsel der Protagonisten „vortragen“. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht ganz so viel für derartige Poesie übrig habe. Begrifflichkeiten wie „krank vor Traurigkeit“, „mein Liebster, du fehlst mir an allen Ecken und Enden“, „deine segnenden Augen“ oder „die Seele voller Blumen“ gehen so gar nicht an mich.
Ich habe mir das Hörbuch trotzdem bis zum Schluss angehört, natürlich, weil ich neugierig war, wie die „Geschichte“ um Claire und Yvan „endet“. Dafür musste ich mich aber tatsächlich (stundenweise) vollständig auf diesen Sprachstil einlassen, was mir manchmal schwer viel. Hätte ich es abends im Bett gehört, so wäre ich (aufgrund der sehr angenehmen Stimmen) wahrscheinlich schnell eingeschlafen…

Fazit:
Dieses Hörbuch ist wahrscheinlich ein Genuss für Liebhaber der Poesie, für mich war es eine Erfahrung mit dem Ergebnis, dass solche (Hör-)Bücher nicht so ganz meinen Geschmack treffen. Ulrich Tukur als Yvan Goll hat mir in seiner „Sprecherrolle“ allerdings sehr gut gefallen. Auch Sandra Quadflieg konnte mich als Claire überzeugen.

Bewertung: ***

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