Die Spuren meiner Mutter (Jodi Picoult)

Ein Roman über das Loslassen – und über Elefanten

20161031-0321

Von Jodi Picoult habe ich schon einen Roman („ Bis ans Ende der Geschichte“) gelesen, der mich sehr bewegt hat, deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.

Beschreibung des Buches:
„Die Spuren meiner Mutter“ ist im C. Bertelsmann-Verlag 2016 als Hardcover erschienen. Das Buch hat 511 Seiten. Das Cover ist in Mintgrün gehalten, es ist eine Elefantenfamilie zu sehen, verziert ist das Ganze mit goldfarbenen geschwungenen Streifen und Goldkreisen.

Kurze Zusammenfassung:
Jenna ist dreizehn Jahre alt. Sie ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die vor mehr als 10 Jahren nach einem Unfall in einem Elefantenreservat verschwunden ist. Zur Unterstützung wendet Jenna sich an den ehemaligen Polizisten Vergil Stanhope und die Wahrsagerin Serenity Jones. Die drei begeben sich auf unterschiedliche Weise auf Spurensuche.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, doch die ersten 200 Seiten zogen sich für mich dermaßen in die Länge, dass es mir schwer fiel, das Buch weiterzulesen. Allerdings haben mich die wunderschönen Beschreibungen über Elefanten in dem Reservat als auch in freier Wildbahn sehr berührt, was mich bewogen hat, das Buch wieder in die Hand zu nehmen.  Ich habe so einiges Interessantes über Elefanten erfahren und sehe diese anmutigen Dickhäuter jetzt mit ganz anderen Augen.

Der Roman wechselt kapitelweise die Erzählseiten. Ist es zuerst Jenna, die von ihrer Sehnsucht nach ihrer Mutter und dem Beginn ihrer Suche berichtet, so erlebt man als Leser auch die Sichten von Alice (Jennas Mutter), der Wahrsagerin Serenity Jones und des Privatdetektives Vergil Stanhope. Durch Alice erfährt man sehr viel über die Elefanten.  Sie ist Wissenschaftlerin und hat ihre ganz eigene Sicht auf diese Dickhäuter. Ein Elefantenliebhaber wird hier sicherlich ganz besonders auf seine Kosten kommen. Die übersinnlichen Kräfte von Serenity haben mich hingegen weniger angesprochen.

In diesem Buch geht es um Mutterliebe, Tod, aber auch um das Leben, das Miteinander, sei es unter Menschen als auch unter Tieren, hier insbesondere unter einer Elefantenherde. Die Autorin beschreibt durch Alice u.a. ganz einfühlsam, wie eine Elefantenkuh ein totes Kalb zur Welt bringt und sich von diesem verabschiedet.

Man muss das Buch wirklich bis zum Ende lesen, sonst bleibt man ratlos zurück. Die letzten Seiten sind wirklich sehr, sehr spannend. Man ist betroffen, man leidet mit den Protagonisten, man ist auch enttäuscht von manchen, aber – so ist das Leben.

Fazit:
Der Roman ist kein  Buch „zum Abschalten“. Hier wird man sehr beim Lesen gefordert, man leidet mit, aber man kann auch viel über Elefanten erfahren und sieht diese wunderbaren Tiere auf einmal mit ganz anderen Augen.

Der Autorin ist es gelungen wissenschaftliche Erkenntnisse und tatsächliche Beobachtungen miteinander zu verweben und ganz gekonnt im Roman unterzubringen.

Bewertung: ****

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