Teufelsgold (Andreas Eschbach)

Die Suche nach dem Stein der Weisen – und nach Unsterblichkeit

teufelsgold

Von Andreas Eschbach habe ich schon mehrere Bücher mit Begeisterung gelesen, so dachte ich, dass mir auch dieses Buch gefallen könnte. Doch irgendwie hat es mich etwas  enttäuscht zurück gelassen…

Beschreibung des Buches:
„Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist im September 2016 als Hardcover mit 512 Seiten im Bastei Lübbe Verlag erschienen. Auf dem Titelbild sieht man in goldener Farbe der Schriftzug „Teufelsgold“ und eine aufspritzende, metallisch glänzende Flüssigkeit.

Kurze Zusammenfassung:
Das Buch hat mehrere Zeitebenen. Zum einen geht es um die Geschichte von Hendrik. Sie beginnt im Jahr 1999. Er arbeitet bei einer Bank, gibt Seminare über die „Alchemie des Reichtums“, ist verheiratet und ein aufstrebender junger Mann im besten Alter. In einem Antiquariat findet er ein geheimnisvolles Buch.  Hier liest er über die Legende von dem Stein der Weisen. Hendrik ist ab diesem Zeitpunkt besessen davon, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, denn mit Hilfe des Steines soll man Quecksilber in Gold verwandeln können. Auch die Unsterblichkeit soll man mit dem Besitz des Steines erreichen können. Nachdem Hendrik sich mit seinen Seminaren selbstständig gemacht hat, läuft sein Leben in besonderen Bahnen. Ein Gönner überlässt ihm einen Wohnsitz im Gartenhaus seines Schlosses, Hendrik wird Vater einer Tochter und seine Seminare sind immer ausgebucht. Doch Hendriks Gier nach dem Stein der Weisen ist ungebrochen und so macht er sich mit seinem Bruder Adalbert auf eine gefährliche Suche.
Immer wieder ist diese Zeitebene unterbrochen durch Rückblicke ins 14. Jahrhundert, wo der Stein der Weisen das erste Mal auftaucht. Hier geht es um die Alchemie, die Herstellung von Gold.

Mein Leseeindruck:
Das Geheimnis um die Herstellung von Gold mit Hilfe des Steines der Weisen schien mir interessant genug, dieses Buch zu lesen. Zunächst gefiel mir auch der Ansatz sehr gut, dies mit der Lebensgeschichte des aufstrebenden Hendrik, einem alten Buch und Rückblicken in das 14. Jahrhundert zu erzählen. Doch als die Geschichte in der aktuellen Gegenwart mehr und mehr sehr fiktionale Elemente bekam, fing ich an, es erst einmal zur Seite zu legen. Einen Fantasy Roman wollte ich eigentlich nicht lesen. In den „fiktionalen Ausflügen“  trifft Hendrik auf unsterbliche Menschen, die schon über Jahrhunderte „leben“, aber fast nur noch aus Haut und Knochen bestehen. Sie hoffen auf das Lebenselexier, den Stein der Weisen.

Ich wurde dann doch neugierig auf das Ende und zwang mich, das Buch fertig zu lesen.

In diesen Roman wurde so ziemlich alles hineingepackt, was möglich ist: eine Hauptfigur mit Berufs- und Privatleben incl. Liebesleben, die Gier nach Geld und Macht, Mord, Geheimorganisationen, eine Legende um die Herstellungsmöglichkeit von Gold, Gesellschaftskritik.

Letztendlich fragt man sich zum Schluss, ob es die seltsamen Ausflüge in die fiktionale Welt gebraucht hätte, um den Protagonisten am Ende merken zu lassen, dass alles Streben nach Macht und Geld , dem Unerreichbaren und der Unsterblichkeit nie so wichtig sein kann, wie die  Zufriedenheit mit dem, was man hat und die Liebe.

Fazit:
Dieses Buch hat mich nicht überzeugen können. Es hatte spannende und interessante Handlungsstränge, doch die Ausflüge in eine sehr fiktionale Welt haben mir überhaupt nicht gefallen. Sie waren für mich so realitätsfremd und teilweise schrecklich zu lesen, dass ich das Buch eigentlich an diesen Stellen hätte beenden müssen.

Bewertung: ***

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