Totenlied (Tess Gerritsen)

Eher durchschnittlicher Thriller

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Von Tess Gerritsen habe ich erst ein Buch aus der Serie der Rizzoli-&-Isles-Thriller gelesen. Dieser Thriller ist eigenständig, er gehört zu keiner Reihe.

Beschreibung des Buches:
„Totenlied“ von Tess Gerritsen ist 2016 im LIMES-Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Thriller umfasst 314 Seiten.
Auf dem Cover sind der obere Teil einer Geige (Schnecke, Wirbel) und ein Bluttropfen zu sehen. Der Hintergrund ist in einem grauen Blau gehalten. Das Bild passt gut zum Inhalt und wirkt geheimnisvoll.

Kurze Zusammenfassung:
Die amerikanische Violinistin Julia bringt aus einer Italienreise ein antikes Notenbuch mit. Hierin findet sie eine bisher unbekannte Walzerkomposition. Das Stück ist schwierig zu spielen, deshalb übt sie es immer wieder. Doch immer dann, wenn die Walzerklänge ertönen, passieren merkwürdige Dinge. Ihre dreijährige Tochter scheint durch die Musik zu einem aggressiven Verhalten animiert zu werden. Als die engsten Menschen in ihrer Umgebung an Julias Verstand zweifeln, macht sie sich auf den Weg nach Italien, um das Geheimnis der Noten zu lüften.

Mein Leseeindruck:
Der Thriller ist aus der Sicht von Julia geschrieben. Zwischenzeitlich gibt es Kapitel, die in die 30er und 40er Jahre in Italien zurückblicken und die Geschichte eines Streicherduos in Italien erzählen.

Der Schreibstil Tess Gerritsen gefällt mir gut. Durch die Wahl der Ich-Form, ist man als Leser immer mitten im Geschehen. Die Gedanken, Gefühle und Handlungen der Protagonistin Julia erlebt man hautnah mit. Man hat nur Julias Sicht auf die merkwürdigen Dinge, die passieren. Diese Passagen sind sehr spannend und geheimnisvoll.

Im zweiten Erzählstrang, dem Rückblick auf die Kriegsjahre in Europa, wird eine berührende Geschichte zwischen zwei talentierten Musikern in Italien erzählt. Hier steht weniger die Spannung im Vordergrund als die Schicksalsgeschichte einer Familie.
Das Verbindungsstück dieser zwei Erzählstränge ist die Komposition des Walzers.

Der Thriller hat mir alles in allem (eher durchschnittlich) gefallen, allerdings kam mir das Ende dann doch zu plötzlich und die Geschichte des Streicherduos kommt etwas zu kurz.

Fazit
Ein Thriller, der spannend beginnt, der auch geschichtliche Hintergründe beleuchtet, mich allerdings nicht vollständig überzeugt.

Bewertung: ***

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