Die Villa des Paten (Krimikartenspiel)

Kleines Strategiespiel für Teamplayer

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Wir spielen gerne Gesellschaftsspiele mit Freunden, Familie oder auch einfach einmal zu zweit. Da wir auch gerne Krimis lesen, machte uns die Spieleaufmachung neugierig. Jetzt konnten wir dieses Spiel testen.

Beschreibung:
„Die Villa des Paten“ ist ein Krimi-Kartenspiel für Teamplayer bzw. für eine Gruppe. Das Spiel wird in einer handlichen Karton-Packung angeboten ( 181 g, 11,5 * 3 * 18,5cm). Sie hat eine Reisespielformatgröße. Die Packung ist in schwarz gehalten, auf dem Packungsdeckel ist eine Villa abgebildet, der Titel prangt in roter Farbe darauf. Mit dieser Farbgebung hat das Spiel einen Wiedererkennungswert für das Genre Krimispiel.

Anzahl der Spieler:
2-4

Alter:
ab 10 Jahre

Inhalt:
54 farbige Polizei-Karten (rote Waffe, blaues Polizeiauto, grüne Dienstmarke, gelbe Handschellen), 1 Einsatzleiter-Karte mit Stand-Fuß, 4 Paten-Karten, 20 Leibwächter Karten, Spielanleitung

Die unterschiedlichen Kartenarten haben verschiedene Größen und Kartenrücken, so lassen sie sich gut voneinander unterscheiden. Sie sind krimi-passend und liebevoll gestaltet. Leider gibt es in der Packung keine Einteilung, so dass die verschiedenen Kartenarten wild durcheinanderfallen, wenn man das Spiel transportiert. Hier können Gummis eventuell Abhilfe schaffen.

Die Spielanleitung besteht aus einem farbigen Heft in Größe des Spielkartons. Die Anleitung umfasst 16 gut bebilderte und erklärende Seiten. Die Kurzregeln sind auf der Heftrückseite formuliert, das ist recht hilfreich zum Auffrischen der Regeln, wenn man das Spiel längere Zeit nicht gespielt hat. Beim ersten Blick auf die Anleitung erscheint einem das Spiel etwas kompliziert, hat man aber eine erste Spielrunde mit Parallellesen der Spielanleitung absolviert, dann braucht man diese nur noch zum Nachschlagen. Die Regeln sind recht einfach.

Spielablauf:
Alle Spieler bilden ein Team. Ziel ist es, den Paten zu festzunehmen, dieser liegt als Spielkarte zuunterst auf der Spielfläche (Tisch). In einem vorgegebenen Muster liegen 13 Leibwächterkarten auf dem Paten verteilt. Auf der Rückseite dieser Leibwächterkarten sind Symbole und eine Zahl abgebildet.
Die Spieler erhalten eine bestimmte Anzahl von Polizei-Karten (die Anzahl ergibt sich aus der Summe der Zahlen auf den 13 Leibwächtern und aus dem ausgewählten Schwierigkeitsgrad, siehe Spielanleitung). Diese Karten werden gleichmäßig auf die Spieler aufgeteilt. Vier Karten legt jeder Spieler vor sich aufgedeckt auf, der Rest wird als Kartenstapel ebenfalls vor jedem Spieler abgelegt.
Jetzt muss Runde für Runde jeweils eine Leibwächterkarte „gefasst“ werden. Man einigt sich auf einen Einsatzleiter und die erste Leibwächterkarte, dreht diese um und versucht gemeinsam die dort abgebildeten Polizeikarten (Waffe, Polizeiauto, Dienstmarke oder Handschellen in unterschiedlichen Reihenfolgen und Anzahlen) aus den eigenen Polizeikarten zusammenzustellen, heißt, jeder Spieler legt (einer nach dem anderen) eine oder mehrere Karten in der Reihenfolge der Abbildungen auf der Leibwächterkarte ab. Dabei kann der Spieler eine oder zwei gleiche Karten ablegen oder passen. Eine abgelegte Karte wird ersetzt aus dem nicht ausgelegten Kartenstapel, den jeder Spieler vor sich hat. Wurde der Leibwächter „festgenommen“, so erhält die Spielgruppe eine Bonuskarte aus den abgelegten Karten zurück. Hier muss sich die Gruppe einigen, wer die Bonuskarte erhält, wenn alle Spieler immer noch 4 Karten vor sich liegen haben. Hat ein Mitspieler weniger als 4 Karten (durch Ablage eines Paares), erhält dieser die Bonuskarte. Als Team hat die Gruppe gewonnen, wenn sie letztendlich mit ihren Polizeikarten den Paten „festnehmen“ kann.

Mein Eindruck:
Die Spielebox beinhaltet eine gut Spielanleitung, die leicht verständlich und mit guter Bebilderung punktet. Die Spielkarten sind schön gestaltet. Das Ziel, als Team den Paten festzunehmen, fördert die Kommunikation der Spieler untereinander. Die Gruppe muss diskutieren, einen „Plan haben“ (welche Karte bietet sich zum Auslegen an) und im Team arbeiten. Hier geht es weniger um Kombinationsgabe als um Strategie.

Wir haben das Spiel zu zweit gespielt. Schon hier gab es die eine oder andere Diskussion, mit welcher Strategie welche Karten gelegt oder vielleicht nicht ausgelegt werden. Die ca. 30 Minuten Spielzeit pro Einsatz können wir bestätigen. Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade des Spieles machen es bei jeder Spielrunde spannender. Denn es ist nicht immer sicher, dass man den Paten „festnehmen“ kann, bei ungünstig gespielten Karten, kann es passieren, dass man zum Spielende hin keine Karten mehr zur Verfügung hat bzw. die richtigen Karten fehlen. Dann ist das Spielziel nicht erreicht.

Fazit
Wer ein Spiel sucht, um eine Gruppe zum Kommunizieren anzuregen, der findet hier ein kleines Strategiespiel in Reiseformatgröße. Die Regeln sind schnell verinnerlicht und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade können die Gruppe zu einem „mehr“ anspornen, in seiner Reiseformatgröße auch als  Mitbring-Spiel sehr gut geeignet.

Bewertung: ****

Ich bedanke mich bei dem Gmeiner Verlag! Er hat mir (zusätzlich zu diesem Rezensionsexemplar) ein Spiel zum Verlosen bereitgestellt. Hierzu gibt es in den nächsten Tagen ein Gewinnspiel, das ich dann unter der Rubrik „Gewinnspiele“ starten werde.

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