Festspielfieber (Tim Frühling)

Mord in der Festspielstadt Bad Hersfeld

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Ich hatte bereits das Vergnügen den ersten Band um den Kommissar Daniel Rohde „Der Kommissar in Badeshorts“ lesen zu können. Jetzt gibt es eine „Fortsetzung“, ein Mord in der Festspielstadt Bad Hersfeld.

Beschreibung des Buches:
„Festspielfieber“ von Tim Frühling ist im emons-Verlag 2016 als Taschenbuch erschienen. Der Kriminalroman hat 190 Seiten. Es ist der zweite Krimi von Tim Frühling, Moderator und „Wetterfrosch“ beim Hessischen Rundfunk. Sein erstes Buch „Nichts kann ich mir am besten merken“ erschien bereits 2013 im Fischer-Verlag.

Das Titelbild ist typisch für die Reihe der Regionalkrimis des emons-Verlages. Hier zieren meist signifikante Fotos der Orte, in denen die Krimis spielen, die Bücher. Bei „Festspielfieber“ wurde ein Foto eines Turmes der Stiftsruine in Bad Hersfeld am Abend gewählt. Der Titel selbst ist in Prägeschrift  in oranger Farbe gestaltet.

Kurze Zusammenfassung:
In der Festspielstadt Bad Hersfeld wird für ein neues Stück geprobt. Zwei sehr unterschiedliche Schauspielerinnen und ein Schauspieler treffen in einem Drei-Personen-Stück aufeinander. Nach einer der ersten Proben wird die exzentrische Darstellerin Natascha Gessler tot in ihrer Garderobe aufgefunden. Es gibt viele Verdächtige. Daniel Rohde und sein Team sind mit den Ermittlungen beauftragt.

Mein Leseeindruck:
Da mir der erste Krimi um Kommissar Rohde schon gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt diesen Krimi lesen, zumal ich das Thema „Mord bei den Festspielen“ schon recht spannend fand.

Der Krimi beginnt zunächst recht unterhaltsam mit der Einführung der Hauptpersonen. Die sehr unterschiedlichen Charaktere der Schauspieler und der Regisseurin sind dabei wunderbar herausgestellt. Man kann sich die exzentrische Diva so richtig gut vorstellen. Mit Witz und viel Sprachhumor bekommt man als Leser einen Eindruck, wie es so unter Schauspielern zugehen kann. Auch die weiteren Protagonisten haben alle ihren besonderen Charme.

Bis zum Mord an Natascha Gessler steht in diesem Krimi eher der Sprachwitz als die Spannung im Vordergrund. Nach und nach werden so die verschiedensten Mitwirkenden in die Geschichte eingeführt. Dabei geizt Tim Frühling nicht mit Dialogen, die teils im Dialekt geführt werden und besonders bei seinen Lesungen zu dem ein- oder anderen Lacher führen.

Im mittleren Teil des Buches gibt es einen weiteren Erzählstrang, der in die 80er/90er Jahre zurückreicht. Hier beginnt der Krimi an Fahrt aufzunehmen und die Spannung steigt.

Was mir auch hier wieder auffällt, sind die geschichtlichen Hintergründe, die Tim Frühling über die Örtlichkeiten und Personen rund um Bad Hersfeld, im Verlauf des Krimis so ganz nebenbei dem Leser mitgibt.

Es ist besonders der Sprachstil, der den unterhaltungswert dieses Krimis ausmacht, die Beobachtungsgabe, die Tim Frühling an den Tag legt, wenn er seine Personen und die Umgebungen beschreibt. Hier fällt sein besonderes Gespür für das Witzige auf, mit dem es Tim Frühling schafft, den Leser zu unterhalten. Es ist fast bis zum Schluss nicht klar, wer der oder die Täter/in ist. Auch wenn im Verlaufe des Krimis doch so einige Spuren gelegt werden.

Fazit
Ein Krimi mit dem gewissen Sprachwitz, humorvoll, kurzweilig und spannend zugleich. Wer einen Festspielabend in Bad Hersfeld besucht, der sollte auf alle Fälle zu diesem Krimi greifen.

Bewertung: *****

Und wer zu einer Lesung mit Tim Frühling gehen möchte, der findet hier die Daten:
http://www.tim-fruehling.de/

 

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