Lizzis letzter Tango (Anja Marschall)

Miss Marple in Hamburg?

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Lizzis letzter Tango“ von Anja Marschall ist im Aufbau Verlag 2015 als Taschenbuch erschienen. Er umfasst 319 Seiten. Der Krimi spielt in Hamburg. Die Journalistin Anja Marshall hat bereits mehrere Krimis und einen historischen Roman geschrieben.

Das Buch ist ganz in Rot gehalten. Auf dem Titelbild sieht man einen älteren Herrn in einem Rollstuhl vor einem Auto, gefahren von einer älteren Dame, davon flitzen. Die dargestellte Szene passt gut zum Inhalt des Buches.

Kurze Zusammenfassung:
Lizzi verbringt ihren Lebensabend in einem schicken Seniorenheim in Hamburg Blankenese. Doch ihre Tage sind gezählt, denn ein Dieb stiehlt ihre gesamte Barschaft, von der sie ihre monatlichen Raten für das Seniorenheim gezahlt hat. Als dann auch noch der Rentner von nebenan erschossen wird, muss Lizzi handeln. Mit Hilfe der Pflegerin Mareike und des eigentlich schon in Pension befindlichen Kommissars Pfeiffer beginnt Lizzis detektivische Arbeit nach der Suche ihres Geldes und des Mörders.

Mein Leseeindruck:
Dieser ganze Krimi ist etwas skurril, man muss sich erst in die Geschichte hineinfinden. Die Personen gewinnt man allerdings schnell lieb und auch die Umgebung, das schicke Hamburger Blankenese hat so seinen Charme.

Lizzi ist eine lustige ältere Dame, die gerne ihren Lebensabend im schicken Seniorenheim verbringen will. Sie beobachtet viel und bekommt so einiges mit, was anderen verborgen bleibt. Die Pflegerin Mareike spornt Lizzi immer wieder an, ihre detektivischen Fähigkeiten einzusetzen, um wieder an ihr gestohlenes Geld zu kommen. Gleichzeitig machen sich die Zwei auch noch auf, die mysteriösen Umstände um den Tod des Rentnernachbarn, aufzuklären.

Ganz andere Intensionen hat der bereits in Pension befindliche Kommissar Pfeiffer. Er möchte Lizzi nachweisen, dass sie das bei einem Bankraub gestohlene Geld besitzt. Trotz der unterschiedlichen Absichten, „arbeiten“ Lizzi und Pfeiffer mehr oder weniger zusammen.

Man darf den ganzen Krimi nicht so ganz ernst nehmen, eine ältere Dame, die Detektivin spielt, ein Kommissar außer Dienst, der seinen letzten Fall doch noch lösen will und eine entlassene Pflegerin, die ein neues Arbeitsfeld sucht, sind schon eine skurrile Kombination.

Was den Krimi ansprechend macht, sind die sympathischen Protagonisten (und die weniger sympathischen Personen), der interessante Fall und die Hamburger Örtlichkeiten. Eine neue Miss Marple habe ich allerdings nicht gefunden, da hatte ich mir etwas mehr erwartet, da geht noch was.

Fazit:
Ein skurriler Krimi, der sich leicht liest, eine sympathische Protagonistin hat und einen spannenden Fall bietet. Mal schauen, wie es mit Lizzi weitergeht…

Bewertung: ***

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Holgers Hessen – Skandale und Unglaubliches aus 30 Jahren (Holger Weinert)

Ein Blick hinter die Kulissen – 30 Jahre Fernseharbeit des Mr. Hessenschau

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Für mich und viele andere auch ist Holger Weinert „Mr. Hessenschau“. Seit ich Nachrichten schaue, auch schon unter dem Einfluss im Elternhaus, gehört die „Hessenschau“ und mit ihr Holger Weinert zum täglichen „Pflichtprogramm“ am Abend. Auch die anderen Fernsehprojekte Holger Weinerts habe ich mir immer gerne angesehen, genau  deshalb habe ich mich sehr auf diese Lektüre gefreut.

Beschreibung des Buches:
„Holgers Hessen“ ist 2016 im Waldemar Kramer Verlag/Verlagshaus Römerweg als Taschenbuch mit 144 Seiten erschienen. Das Titelbild zeigt einen lachenden Holger Weinert mit einem seiner Hunde (Sissi oder Timmi ?).

Kurze Zusammenfassung:
In zahlreichen Kapiteln erzählt Holger Weinert aus seinen Erlebnissen in 30 Jahren Arbeit in Hessen und beim Hessischen Rundfunk (mit ein paar Projekten beim ZDF). Unter anderem gibt es Anekdoten aus der Serie „Holgers Hessen“, die Berichte von vor 30 Jahren zeigt und dann ein Wiedersehen nach 30 Jahren begleitet. Hier bekommt man Einblicke, was sich in dieser langen Zeit getan oder auch nicht getan hat. Ausgewählte Fotos bereichern den Text. Ein weiteres großes Kapitel behandelt „eine Woche drüben – die DDR wiederbesucht“. Im letzten Kapitel erzählt Holger Weinert von Treffen mit besonderen Persönlichkeiten, von den  Sendungen „Holgers Waschsalon“ und der „vipshow“.

Mein Leseeindruck:
Mir hat es viel Spaß bereitet, dieses Buch zu lesen. Die Serie „Holgers Hessen“ habe ich bereits als Rubrik der „hessenschau“ regelmäßig verfolgt, jetzt konnte ich noch weitere Hintergrundinformationen und Eindrücke Holger Weinerts nachlesen – und – dabei hatte ich ständig seine mir bekannte angenehme Stimme im Ohr.

Es gibt so einiges, was ich noch nicht wusste und aus diesem Büchlein erfahren habe. Besonders gut gefallen hat mir deshalb der Blick hinter die Kulissen der Show „Holgers Waschsalon“: Wie sie zustande kam, wer mitarbeitete, wie die Auswahl der Gäste funktionierte und was für Spielchen man so mit den Gästen „treiben“ konnte. Das war schon eine tolle Sendung mit viel Humor. Schade, dass es sie nicht mehr gibt, ich habe sie gerne gesehen.

Was ich nicht gedacht hätte, dass ein so „alter Hase“, wie Holger Weinert, immer noch unter dem sogenannten „Lampenfieber“ leidet. Aber vielleicht macht gerade das einen authentischen Moderator und Journalisten aus. Gerade der authentische Schreib- und Erzählstil ist es, der diesem Buch die besondere Note gibt.

Holger Weinert hat schon viele Menschen im Sender kommen und gehen sehen, mit und auch „unter“ ihnen gearbeitet – er ist geblieben und bleibt es noch hoffentlich für eine ganze Weile. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können, leider war das Buch dann doch schnell zu Ende gelesen.

Fazit
Ein Buch, nicht nur für „waschechte“ Hessen, sondern für alle, die gerne einmal hinter die Kulissen des Fernsehens und der Fernsehmacher schauen wollen. Besonders aber für die Leser, die Holger Weinerts Fernsehstil lieben und gerne mehr „Internes“ und „Gedankliches“ von seinen Fernsehprojekten erfahren möchten.

Bewertung: *****

Liebe in Sommergrün (Heike Wanner)

Eine Liebesgeschichte in Zeiten der Wiedervereinigung

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Ich mag die Bücher von Heike Wanner. Sie lassen mich vom Alltag abschalten und am Abend „herunterkommen“.

Beschreibung des Buches:
„Liebe in Sommergrün“ ist ein Roman, der 2016 im ullstein-Verlag als Taschenbuch mit 396 Seiten erschienen ist. Das Buch ist komplett in der Farbe Grasgrün gehalten. Auf einer grasgrünen abgebildeten Holzwand sind sieben aufgereihte rote Kirschen abgebildet. Ob das Grün für Hoffnung steht?

Kurze Zusammenfassung:
Dieser Roman beinhaltet die Liebesgeschichte zwischen Kathrin (aus dem Osten Deutschlands) und Julian (aus dem Westen) in den Zeiten der Wiedervereinigung – und 25 Jahre später. Julian ist der junge Bankberater von Kathrins Familie. Die Familie Bahrenbeck will in ihrer Heimat im Spreewald die alte Gurkenfabrik auf Vordermann bringen. Kathrin soll diese Fabrik leiten und muss mit Julian Albrecht, der verlobt ist, ein Konzept erarbeiten. Im Laufe der vielen Treffen verlieben die Zwei sich ineinander.  Aber ein Schicksalsschlag in der Familie seiner Verlobten, veranlasst Julian fluchtartig den Spreewald (und Kathrin) zu verlassen. Nach 25 Jahren begegnen sie sich wieder. Hat ihre alte Liebe eine Chance?

Mein Leseeindruck:
Den einzelnen Kapiteln ist immer ein Spruch bekannter Persönlichkeiten bzw. Dichter und Autoren vorangestellt. Die Sprüche sind wunderbar gewählt.

Mir hat die Liebesgeschichte gut gefallen, ein ostdeutsches Dorf, Gurken aus dem Spreewald und ein westdeutscher aufstrebender Banker. Alles etwas klischehaft, aber trotzdem schön zu lesen. Genau so oder ähnlich hat es sich sicherlich oftmals abgespielt in den frühen 90er Jahren nach der Wiedervereinigung. Aber was ist aus den meisten dieser Beziehungen geworden? Da kann man nur mutmaßen. Hier hat Heike Wanner eine kleine zauberhafte Liebesgeschichte gesponnen, wie sie vielleicht das ein oder andere Mal tatsächlich passiert sein könnte:

Kathrin Bahrenbeck hat tatsächlich aus der Gurkenfabrik eine angesehene Firma und sich einen Namen gemacht. Als alleinerziehende Mutter meistert sie den Alltag, da tritt Julian wieder in ihr Leben.

Neben den zwei Protagonisten aus dem Jahr 1990 gibt es 25 Jahre später eine weitere Liebesgeschichte in der nächsten Generation. Deutschland ist weiter zusammengewachsen, andere Probleme als 25 Jahre zuvor bewegen das Leben.

Der Roman ist humorvoll und unterhaltend geschrieben. Durch den Fokus auf die verschiedenen Protagonisten sind die Gefühle der einzelnen Personen gut mitzuerleben. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr realistisch, man fühlt sich dort hineinversetzt.

Am Ende des Buches gibt es noch ein paar Rezepte von im Buch vorkommenden Speisen und Getränken.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte mit einem Fokus auf die Wiedervereinigung und die damit einhergehenden Probleme. In dem Buch geht es  aber auch um Chancen im Leben, die man ergreifen kann und vielleicht muss, um glücklich zu werden, auch wenn diese Erkenntnis manchmal Jahre braucht, um sie zu erlangen.

Bewertung: ****

Komparseneinsatz für „Der Staatsanwalt“ am 21.08.2015

Für die Krimi-Serie „Der Staatsanwalt“ durfte ich am Wiesbadener Justizzentrum als Mitarbeiterin der Behörde als Komparsin mitwirken. Es war ein brütend heißer Sommertag. Die Aufnahmen fanden im schönen hinteren Grünbereich des riesigen Justizgebäudes statt. Meine Aufgabe war es mit einer anderen Komparsin in einer Unterhaltung vertieft zum Gebäude zu laufen. Die Szene wurde mehrmals gedreht, da unser Timing nicht immer ganz stimmig war. Es war ein schöner Nachmittag mit vielen netten Komparsen.

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Ausgestrahlt wurde die Folge „Erben und Sterben“ am 26.02.2016 im ZDF

Hauptdarsteller:
Rainer Hunold  als Oberstaatsanwalt Bernd Reuther
Fiona Coors als Kriminalhauptkommissarin Kerstin Klar
Simon Eckert als Kriminalhauptkommissar Christian Schubert

Regie: Jakob Schäuffelen

Buch: Johannes Rotter, Rachel Oidtmann

Episodenschauspieler:

Julia Brendler
Hannes Wegener
Alexander Beyer
Claudia Eisinger
Gunther Gillian
Peter Trabner

 

Komparseneinsatz für „Böser Wolf“ am 26.05.2015

Am Frankfurter Wäldchestag 2015 durfte ich als Komparsin im Taunuskrimi „Böser Wolf“ (von Nele Neuhaus“ an der Mainfähre Maintal-Dörnigheim auf einem Campingplatz mitwirken. Der Campingplatz ist schon etwas in die Jahre gekommen. An einem kleinen Außenpool fanden die Dreharbeiten statt. Mit einem Anzug für Spurensicherer habe ich an einem Tresen Akten gesichtet. Eigentlich sollte ich Polizeiuniform tragen, leider waren die vorgesehenen Kostüme nicht in meiner Größe vorhanden ;-).  Da es recht kühl war, war ich dankbar, den weißen Anzug tragen zu können. Vor dem Tresen fand ein Gespräch zwischen Kai Osermann (Michael Schenk) un einer Verdächtien statt.

Szenenausschnitt:

Szene
Pool

Der Film wurde am 11.01.2016 im ZDF gezeigt:

Länge: 90 min.

Krimi, Deutschland , 2015

Originaltitel: Böser Wolf – Ein Taunuskrimi

Regie: Marcus O. RosenmüllerKamera: Stefan Spreer

Musik: Florian Tessloff

Drehbuch: Anna Tebbe

Darsteller 

Oliver von Bodenstein – Tim Bergmann
Pia Kirchhoff – Felicitas Woll
Kai Ostermann – Michael Schenk
Henning Kirchhoff – Kai Scheve
Staatsanwalt Frey – Harald Schrott
Kilian Rothemund – Alex Brendemühl
Florian Finkbeiner – David Rott
Josef Finkbeiner – Michael Mendl
Bernd Prinzler – Jürgen Tarrach
Michaela Prinzler – Karin Hanczewski
Hanna Herzmann – Jenny Elvers
Meike Herzmann – Jennifer Ulrich
und andere –

Frankfurt verboten (Dieter David Seuthe)

Eine große Liebe, eine große Musikerin und das Leben in einer schrecklichen Zeit der Deutschen Geschichte

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Im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“, 2016, habe ich mir diesen Roman gekauft.

Beschreibung des Buches:
„Frankfurt verboten“ ist ein Erstlingswerk des Autors und Psychotherapeuten Dieter David Seuthe. Es ist bereits im Jahr 2012 geschrieben worden. Ich habe die Sonderausgabe (1. Auflage) des Weissbooks Verlags 2016 gelesen. Auf dem Titelbild ist eine Frau im roten Satinkleid an einem Klavier zu sehen. Die Hälfte des Bildes nimmt der Boden ein. Die Frau sieht man nur bis zum Oberkörper. Sie spielt Klavier.

Kurze Zusammenfassung:
Der Roman ist mit Fokus auf die junge jüdische Pianistin Elise Hermann gerichtet. Ihre Lebensgeschichte, 1929 – 1936, (hauptsächlich) in Frankfurt, ist hier beschrieben. Elise Hermann, aufgewachsen in Bad Ems kommt nach Frankfurt, um am Hoch’schen Konservatorium als Pianistin ausgebildet zu werden. In Frankfurt lernt sie den Jurastudenten Max kennen und lieben. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft, schmieden sie gemeinsame Zukunftspläne. Elise ist eine begnadete Pianistin, als sie ihr erstes großes Konzert geben will, wird ihr der Auftritt (weil sie eine jüdische Künstlerin ist) verweigert. Hitler ist an der Macht und alles verändert sich.

Mein Leseeindruck:
Mich hat das Buch von Anfang an berührt. Die Geschichte um Elise könnte tatsächlich genau so passiert sein, es ist ein Roman, beinhaltet aber reichlich gut recherchierte deutsche Geschichte. Der Roman lebt von den verschiedenen Perspektiven, die sich zum einen durch den Briefwechsel Elises mit ihrer Großmutter, später mit einer guten Freundin (die sich in Neuseeland befindet) und der Erzählung des Autors inclusive der vielen Schauplätzen in Frankfurt ergeben.

Durch den Briefwechsel erfährt man als Leser einiges über Elises Gedanken, Ängste aber auch Zukunftsplänen. Elise ist mit ihrer Familie sehr verbunden. Ihre Gedanken kreisen viel um ihre Herkunft. Gleichzeitig sieht sie aber auch eine Zukunft mit ihrer großen Liebe Max. Er unterstützt sie, wo er nur kann, auch dann noch, als ihr das Berufsverbot droht.

Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen, konnte es fast nicht mehr weglegen. Das heute so weltoffene Frankfurt habe ich mit diesem Buch „neu“ kennengelernt, vieles war mir bekannt, aber in einen Roman „verpackt“, dann doch viel „erfahrbarer“ und  schrecklicher, als man es allein durch Geschichtsbücher vermitteln kann.

Was auch für die heutige Zeit bleibt ist ein Zitat aus diesem Buch:
„Wer hatte denn schon Einfluss darauf, wie und wann und wohin er geboren wurde? Es durfte doch nicht sein, dass solche Zufälle das ganze Leben bestimmen“

Fazit:
Der Roman ist kein Buch „zum Entspannen“, allerdings „erlebt“ man hier Geschichte, wie sie einem kein Geschichtsbuch so nahe bringen kann.

Bewertung: *****

Der Gerechte (John Grisham)

Ein anderer John Grisham als gewohnt

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Von John Grisham habe ich bereits mehrere Romane gelesen. Bisher fand ich sie immer recht spannend, wenngleich auch sehr langatmig.

Beschreibung des Buches:
„Der Gerechte“ von John Gisham ist 2016 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 415 Seiten.

Der Buchumschlag ist ganz in Rot gehalten. Ein zerbrochener Holzhammer ist auf der Titelseite zu sehen.

Kurze Zusammenfassung:
Der Anwalt Sebastian Rudd hat keine richtige Kanzlei sondern einen Lieferwagen, eingerichtet mit allem, was man als Anwalt braucht. Sein einziger Helfer ist ein Fahrer, genannt Partner. Ansonsten hat Rudd den/die ein oder andere/n, der ihm noch einen Gefallen schuldig ist bzw. er bezahlt für bestimmte Dienstleistungen, abhängig vom Fall.

Eigentlich handelt es sich bei diesem Buch mehr um abgeschlossene Geschichten/Fälle, ummantelt mit der Geschichte um das Privatleben des Anwalts Rudd: Dem Streit um seinen achtjährigen Sohn, den er nur 36 Stunden im Monat sehen darf. Nachdem Rudd seinen Sohn bei einem Käfigkampf dabei hatte, eskaliert die Auseinandersetzung mit der Mutter.

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist in der Ich-Form aus Sicht des Anwalts Sebastian Rudd geschrieben. Der Roman ist in sechs große Teile und zahlreiche Kapitel unterteilt. John Grisham erzählt hier die verschiedensten Fälle, die sein Anwalt Rudd behandelt. Es sind immer Fälle mit Menschen, denen große Ungerechtigkeit droht. Hier ist Sebastian Rudd im vollen Einsatz, dadurch wirkt er sehr sympathisch, als Mensch, als Anwalt und vor allen Dingen als Vater und trotz seiner manchmal etwas unkonventionellen Methoden.

Die Fälle sind in sich alle abgeschlossen. Als Leser taucht man ein in das amerikanische Gerichtswesen, Erpressung, Korruption und dergleichen. Die Fälle sind mehr oder weniger spektakulär, gut durchdacht und teilweise spannend. Nicht immer ist vorhersehbar, wie das Urteil ausfällt.

Eigentlich hatte ich mich auf einen Roman mit einem einzigen Fall gefreut. Nur langsam konnte ich mich mit diesem Buch anfreunden, die Fälle sprachen mich nicht alle gleich gut an. Am besten gefielen mir die Passagen, in denen Rudd als Vater agierte. Hier hätte ich mir öfter den Fokus gewünscht, denn dort gab es auch immer wieder etwas zum Schmunzeln.

Fazit
Ich kann diesem Buch noch drei Sterne geben, weil ich mich alles in allem gut unterhalten gefühlt habe. Absolute Spannung habe ich beim Lesen nicht empfunden, mich hat die nette Art des Anwalts versöhnt, der immer auf der Seite der Benachteiligten agiert, sich manches Mal in Gefahr begibt und sich mit allen Mitteln für sie einsetzt.

Bewertung: ***