Das Seehaus (Kate Morton)

Eine Familiengeschichte, spannend wie ein Krimi

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Von Kate Morton habe ich bereits einen Familienroman gelesen, der mir gut gefallen hat. Vor kurzem bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext gefiel mir, schien es sich doch hier auch um einen Familienroman zu handeln.

Beschreibung des Buches:
„Das Seehaus“ ist 2016 als Hardcover im Diana-Verlag erschienen. Das Buch hat 600 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein herrschaftliches Haus im Hintergrund vor einem wilden Gewässer. Das Bild ist passend zum Inhalt gut gewählt: Dunkle Wolken am Himmel lassen auf ein düsteres Geheimnis spekulieren.

Kurze Zusammenfassung:
Die Polizistin Sadie trifft beim Besuch ihres Großvaters in Cornwall auf eine altes Haus am See. Nachdem sie erfährt, dass 70 Jahre zuvor dort ein Kind während eines Mittsommernachtsfestes verschwunden sein soll, das nie gefunden wurde, wird ihr kriminalistischer Spürsinn geweckt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch beginnt im August des Jahres 1933. Eine Frau versteckt einen Beutel in einem Erdloch, zwei Monate nach Feier des Mittsommernachtsfestes, an dem ein kleiner Junge verschwindet.

Im fast regelmäßigen Wechsel erzählt Kate Morton von den Ereignissen um das Jahr 1933 und von den Ermittlungen der Polizistin Sadie. Da heißt es intensiv lesen, sonst verliert man schnell den Überblick. Es sind doch einige Personen beteiligt, deren Beziehungen zueinander erst im Laufe des Romans ersichtlich werden. Bei einem so dicken Buch ist man geneigt, es schnell zur Seite zu legen, doch nicht dieses Buch, es hat mich gefesselt.

Die familiären Umstände um den verschwundenen Jungen, die Kriegserlebnisse des Vaters, aber auch die Beschreibungen des Lebens in den 30er Jahren mit viel Liebe zum Detail machten das Buch für mich so interessant. Gleichzeitig hat mich die Hartnäckigkeit der jungen Polizistin Sadie, das Geheimnis um das Seehaus zu lüften, beeindruckt. Auch um sie gibt es ein Geheimnis, das sich erst so nach und nach offenbart.

Es ist der Autorin gelungen, diesen Roman in zwei Zeitsträngen zu schreiben, die beim Lesen nicht verwirren. Im Gegenteil, für mich wurde das Buch von Kapitel zu Kapitel spannender. Meine Mutmaßungen bezüglich des „Täters“ erwiesen sich immer wieder als falsch, weil neue Details im ersten Zeitstrang zutage traten. Gerade das hat mir an diesem Buch sehr gut gefallen. Man wusste fast bis zum Schluss nicht die wahren Hintergründe. Man hatte immer wieder neue Phantasien, was beim Mitsommernachtsfest passiert sein könnte.

Gut gefallen haben mir auch die schon älteren Protagonistinnen (im Jahr 2003), die Schwestern des verschwundenen Jungen. Sie sind wunderbar beschrieben. Besonders sympathisch fand ich, dass eine von ihnen als Krimiautorin beschrieben wurde.

Fazit
Dieser Roman ist eine Familiengeschichte und ein Krimi zugleich. Spannend vom Anfang bis zum Ende, so dass man dieses Buch nicht aus den Händen legen kann. Es empfiehlt sich ein langes Wochenende zum Lesen einzuplanen.

Bewertung: *****

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