Und draußen stirbt ein Vogel (Sabine Thiesler)

Eine Autorin, ein Stalker – in der Toskana

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Bisher hatte ich noch kein Buch der Autorin Sabine Thiesler gelesen; es gibt bereits zahlreiche Thriller der Autorin. Der Klappentext sprach mich sofort an, das Titelbild allerdings eher nicht.

Beschreibung des Buches:
„Und draußen stirbt ein Vogel“ von Sabine Thiesler ist 2016 im HEYNE-Verlag als Hardcover erschienen. Der Thriller hat 448 Seiten.

Das Titelbild ist in schwarz/grau gehalten. Ein trauriges Kindergesicht ist zu sehen, über dem Gesicht kann man verästelte Bäume ausmachen. Das Ganze wirkt sehr trüb und traurig. Mich hat dieses Cover zunächst nicht angesprochen, ich konnte es auch nicht in Verbindung zum Klappentext bringen.

Kurze Zusammenfassung:
Rina Kramer ist Autorin. Auf ihren Lesereisen wird sie von Manuel, einem „Möchtegern“ Autoren verfolgt. Rina selbst bemerkt von seinen „Auftritten“ nichts. Ihre Bücher schreibt sie in ihrem Haus in der Toskana. Während ihr Sohn mit ihr dort seine Ferien verbringt, mietet sich Manuel in Rinas zweitem Ferienhaus auf dem gleichen Grundstück ein. So hat er sie Tag für Tag im Blick und kann sein perfides Spiel mit ihr treiben. Als dann Fabian verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

Mein Leseeindruck:
Die Hauptpersonen in diesem Buch sind Rina, ihr Sohn Fabian und Manuel. Zunächst erfährt man als Leser etwas über Rinas Familienleben:

Fabian ist im Internat, sein Vater Eckart Filmregisseur und viel unterwegs, Rina verdient ihr Geld als Autorin. Die Familie ist im Alltag auseinander gerissen, da der Vater viel auf Reisen ist.

Manuel hat seine Manuskripte verschiedenen Verlagen vorgelegt und nur Absagen bekommen. Als er in Rinas Büchern seine Romanideen wiederzufinden glaubt, ist er besessen davon, sich an Rina zu rächen. So macht er sich auf die Suche nach ihr und findet tatsächlich ihr Anwesen in der Toskana.

Neben diesem Hauptstrang gibt es Rückblicke auf die Kindheit Manuels und immer wieder einen Fokus auf einen Pater, der sich sehr für Fabian zu interessieren scheint. Unter anderem setzt er sich für einen Schulwechsel Fabians ein. Als er die Nachfolge eines Paters in der Kirchengemeinde des Ortes, in dem Rinas Familie wohnt, antritt, scheint er die Nähe Fabians zu suchen.

Man scheint als Leser den Gesamtüberblick zu haben, dennoch fragt man sich ständig, was das eine mit dem anderen zu tun haben könnte. Die Autorin legt Spuren, die Spannung beginnt nach und nach. Manuels Besessenheit nimmt immer mehr Raum an, die Kapitelüberschriften deuten auf einen Countdown hin ( z.B.: Donnerstag, noch vier Tage). Im letzten Drittel des Romans überschlagen sich die Ereignisse.

Besonders gut gefallen haben mir die Schauplätze in der Toskana, das Grundstück mit Rinas Ferienhäusern und die Atmosphäre des beschaulichen Städtchens mit seinen Bewohnern.

Fazit:
Mir hat dieser Thriller gut gefallen, wobei ich mir gewünscht hätte, dass dem zweiten Handlungsstrang noch mehr Augenmerk gewidmet worden wäre. Hier hätte man aber wahrscheinlich ein eigenständiges Buch entwickeln können. Das Ende kam mir letztendlich zu plötzlich. Trotzdem freue ich mich auf einen weiteren Thriller von Sabine Thiesler.

Bewertung: ****

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