Mach mir den Garten, Liebling! (Ellen Berg)

Garten- oder Büro? Allein oder gemeinsam? Was ist wichtig im Leben?

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Beschreibung des Buches:
Das Taschenbuch „Mach mir den Garten, Liebling!“ von Ellen Berg ist im Aufbau-Verlag 2015 erschienen und umfasst 304 Seiten. Das Titelbild zeigt einen älteren Herrn mit Gießkanne im Garten, zwei im Gras liegende nackte kleine Zwerge fühlen sich von seinem Auftritt wohl überrascht. Der Garten wirkt sehr gepflegt. Die Illustration ist von Gehard Glück. Ich mag diese Zeichnungen, habe mir vor Wochen eine Gesamtausstellung seiner Werke im „Caricatura Museum für Komische Kuns“ in Frankfurt angeschaut. Beim Betrachten des Bildes könnte man meinen, es ginge im Buch um einen älteren Herrn…dem ist nicht ganz so. Die Autorin Ellen Berg hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, deren Titelbild Zeichnungen von Gehard Glück zieren. Dies ist der erste Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe.

Kurze Zusammenfassung:
Luisa arbeitet hart in ihrem Bürojob. Ein Privatleben führt sie fast gar nicht. Als sich ihre Tante aus Italien ankündigt, die ihr einen Schrebergarten zur Pflege überlassen hat, gerät Luisa in Panik. Die Gartenarbeit hatte sie einem Friedhofsgärtner übertragen und in den vergangenen Monaten nicht überwacht. Neben Gartenrestauration und neuem Chef mit Chaos in der Firma verliebt sich Luisa auch noch in den Gartennachbarn Eddy.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch hätte ich in einem Stück durchlesen können, wenn mir nicht die Vorweihnachtszeit die Zeit geraubt hätte.
Ellen Berg gelingt es, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Ich fühle mit Luisa, die es nicht einfach in ihrem Job hat. Eigentlich als neue Geschäftsführerin vorgesehen, sieht sie sich kurzerhand degradiert vom neu eingestellten Robin Konrad, der auf ihre Arbeit keinen Wert mehr legt und auch den Kollegen zeigt, dass sie überflüssig sind. Da kommen die Arbeit im Garten und eine neue Liebe gerade recht…

Die unterschiedlichen Kulissen Büro und Garten bieten in dem Roman einen schönen Wechsel, hier das Negative (zunächst das Büro) dort das Positive (das im Garten dann doch meist überwiegt). Auch der Humor kommt nicht zu kurz, besonders dann, wenn man sich die etwas exzentrischen Personen vorstellt, die manchmal leicht überzogen beschrieben werden. Es macht Freude die Verwandlung der einzelnen Personen zu beobachten, wenn sie ein echtes Projekt für sich erkennen, mit dem sie sich identifizieren und einen Sinn darin sehen, sich zu engagieren. Dass dann noch eine kleine Liebesgeschichte herausspringt, macht den ganzen Roman sehr sympathisch.

Fazit:
Ein kurzweiliger Roman, den man auch prima im eigenen Garten nach getaner gärtnerischer Arbeit schmökern kann. Er zeigt wieder einmal, dass es neben dem Berufsleben auch Privatleben gibt, für das es sich lohnt, Zeit zu investieren sonst steht man am Ende vielleicht ganz alleine da…

Bewertung: *****

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